Dauerndes Grübeln- was kann ich dagegen tun?

Hallo liebe Experten,
vielleicht können Sie mir helfen. Es ist gar nicht so leicht, mein Problem zu schildern…Ich leide darunter, dass ich ständig überlege, grübele und einfach nicht mehr zur Ruhe komme. Ich kann nicht mehr entspannen. Am schlimmsten ist es, wenn ich alleine bin. Dann kann ich nicht mehr schlafen, weil ich mich mit meinen Gedanken im Kreis drehe. So seltsam es klingt, aber mich machten meine eigenen Gedanken ganz verrückt, zumal diese sich hauptsächlich um Ängst drehen. Gibt es eine wirksame Gruppentherapie oder ähnliches?
Ich hoffe auf Ihre einschätzung. Ich wäre Ihnen sehr verbunden!
Alles Liebe, Inka

Das Grundproblem ist die Angst.

Eigentlich sollte jeder Mensch im Umfeld der Pubertät lernen, Angst konstruktiv zu überwinden. Also nicht verdrängen. Das geht mit Vertrauen und Liebe zum Leben.

Dann sollte sich eine grundlegende Reinigung des (Unter-)Bewußtseins von evtl. vorhandenen alten seelischen Verletzungen und sonstigen „Störfaktoren“ anschießen.

Dann ist der Weg frei zum ungestörten Verbinden mit der höheren Bewußtseins-Dimension, dem „Höheren Selbst“ - und damit ist der Mensch verbunden mit der Quelle der universellen (Lebens-)Energie bzw. Liebe in sich selbst.

Wer sich folglich als Kind des ewigen Bewußtseins erkennt, braucht auch keine Angst mehr zu haben - vor allem eben nicht vor dem Tod.

Wer zum „Höheren Selbst“ aufgestiegen ist, sich mit dessen Qualitäten identifiziert, hat inneren Frieden. kann gelassen sein. Wer den Frieden hat, hat Entspannung und u.a. auch genug Liebe / Lebens-Energie, um gut schlafen zu können.

Wer in/aus diesem höheren Bewußtsein lebt, ist FREI - und verfügt nun tatsächlich über den Freien Willen.
Wer frei ist, kann seine Gedanken wählen und muß nicht zwanghaft jedem - sorgenvollen - Gedankenimpuls folgen.

Daß dieses „Know-How“ in der zivilisierten Gesellschaft aus dem alltäglichen Leben fast völlig verschwunden ist, hat gewichtige Gründe. Der zivilisatorische Prozeß hat uns nicht nur von der äußeren Natur, sondern uns vor allem von unserer inneren Natur entfremdet.
Man nennt das die „Krankheit der Gesellschaft“ oder - wie ich: „Kollektive Zivilisations-Neurose“.
Die ist auch unabhängig vom Kollektiv im Einzelfall jederzeit heilbar.
Voraussetzung dazu: Mut zur Selbst-Erkenntnis und dann: Selbst-Entwicklung. Entwicklung zum höheren, wahren, Selbst.

Mehr dazu auf www.Seelen-Oeffner.de und in den TIPPS von „heureka47“ auf gutefrage.net.

Viel Erfolg!

Liebe Inka,

ich kann mich in Deine Lage etwas hineinversetzen, weil ich phasenweise auch mal so eine Neigung hatte und weiß, man könnte durchdrehen.

Man kommt nicht weiter, will aber auch nicht einfach aufhören und die Gedanken zur Seite schieben …

Jedenfalls ging es mir so, dass ich auch ein wenig das Gefühl hatte, das Problem doch noch durch Nachdenken zu „durchdringen“ …

Ein „Grübelzwang“ ist in der Psychiatrie und Psychotherapie durchaus bekannt und gar nichts Ungewöhnliches. Wie der Name schon sagt, ist es eine Ausformung eines Zwanges.

Betroffene erleben Zwänge als „nicht unter ihrer Kontrolle stehend“, können sehr wohl erkennen, wie dysfunktional das Ganze ist, dass es keinen Sinn zu ergeben scheint … und trotzdem können Zwänge nicht immer einfach aufgehört werden.

Zwangsstörungen haben natürlich viel mit Kontrolle zu tun und Angst vor Kontrollverlusten. Da hat sich ein Teil der Psyche „verselbstständigt“. Und er tut im Grunde gute Dienste: er reduziert die Angst durch eine ritualisierte Handlung (z.B. 20 mal Händewaschen müssen, immer die Türklinke berühren bevor man das Haus verlässt, genau 10 mal den Kaffee umrühren, alles zählen müssen, etc.)

Eine Therapie kann höchstwahrscheinlich helfen und auch ohne erst 5 Jahre Deine ganze Kindheit zu analysieren oder sowas. Das geht inzwischen recht ziel-/ergebnisorientiert. Aber vielleicht besser allein als in Gruppe. Meiner Meinung nach könnte ein Therapeut, der hypno-therapeutisch arbeitet Dir sehr gut helfen, aber auch ein guter Verhaltenstherapeut.

Ein wenig wirst Du Dich wahrscheinlich schon mit den Ursachen auseinandersetzen müssen, aber nicht, um sie in Gänze „zu durchdringen“, was Neues Grübeln bedeuteten könnte. Sondern eher, um zu verstehen, was da mit Dir passiert, und dass es unter den gegebenen Umständen o.k. ist und sich etwas in Dir ändern kann, damit Du aufhörst zu grübeln.

Eine erste wichtige Frage in diesem Zusammenhang: Was möchtest Du denn ganz genau machen s t a t t zu grübeln?
Und wofür könnte das Grübeln in deinem Leben wichtig sein (was vermeidest Du vielleicht durch Dein Grübeln und warum)?

Möglicherweise könnte ein erster Schritt sein, dass Du Dir ausreichend „Grübel-Zeit“ einplanst und für den Anfang lediglich versuchst, Deine Grübel-Attacken auf die geplante Zeit zu verschieben. Dann setz Dich hin, nimmm Dir Zeit und Grübel, was das Zeug hält… kämpfe nicht gegen Dich selbst, wenn das nichts bringt. Finde stattdessen eine ganz kleine Schwachstelle und beginne dort, etwas zu verändern.

Nicht „Wegmachen“ ist das Ziel von Therapie, sondern „anders damit umgehen“, Kontrolle zurück gewinnen. Als ein Nebenprodukt verschwindet dabei oft das Problem … wenn es seine Aufgabe erfüllt hat.

Viel Erfolg
schreib gern, wenn Du möchtest.

Dipl.-Psych.
Burkhard Wilkes
44135 Dortmund

Systemische Therapie
Klinische Hypnose
Videointeraktionsberatung

Hallo Inka…
Eine alte Frau sagte mir mal, Angst ist wie Licht, kennst Du den Schalter kannst Du entscheiden, was Du damit machst.
Ein kluger Spruch, den Angst ist kontrollierbar!

Grübeln ist je nach Lebensphase etwas Wichtiges um anstehende Entscheidungen zu durchdenken und Entschlüsse zu fassen.

Leider weiß ich nicht was Du schon probiert hast…
…es gibt viele Ansätze!

Hier einen davon: Abends aufschreiben, worüber Du nachdenken willst / musst / sollst - und! wichtig! Dir für den nächsten Tag einen Termin in den Kalender eintragen, an dem Du festlegst, von wann bis wann Du das tust - und noch wichtiger - dann nichts anderes tun!!!

Höre auf es negativ zu bewerten - nehme es als das was es ist…eine Zeit in der Deine Psyche Aufmerksamkeit von Dir fordert! Achte auf Deine Wortwahl - nachdenken ist positiver als grübeln… diese Bewertung macht viel aus…

Entspannung funktioniert am Besten nach Anspannung - also Sport bitte! Mindestens 1 Stunde pro Tag schnell bewegen!

Es gibt viele wirksame Therapien, Gruppe ist für Anfänger mit Ängsten nicht so empfehlenswert - besser erst mal eine Einzeltherapie! Verhaltenstherapie oder systemische bitte…
Soweit,
Gruß,
Petra - PS: Der Schalter ist manchmal versteckt, aber Du kannst ihn immer finden! Musst suchen :smile:

Ich leide darunter, dass ich

ständig überlege, grübele und einfach nicht mehr zur Ruhe
komme. Ich kann nicht mehr entspannen. Am schlimmsten ist es,
wenn ich alleine bin. Dann kann ich nicht mehr schlafen, weil
ich mich mit meinen Gedanken im Kreis drehe. So seltsam es
klingt, aber mich machten meine eigenen Gedanken ganz
verrückt, zumal diese sich hauptsächlich um Ängst drehen. Gibt
es eine wirksame Gruppentherapie oder ähnliches?

Inka


Sehr geehrte Inka,

bitte fassen Sie Mut und gehen Sie zu einem/r Dipl.-Psych…

Warum ich das sage?
Sie haben nur ein einziges Symptom beschrieben, eine Krankheit muss aber erst richtig diagnostiziert werden, ehe man an die Behandlung gehen kann. Auch in diesem Beruf gibt es „Pfusch am Bau“.

Ihre Krankenkasse hält für Patienten eine Liste von Vertragstherapeuten bereit. Allerdings beträgt die Wartezeit seitens der Therapeuten sechs bis neun Monate, und die Wartezeit, die einem Patienten seitens der Krankenkassen zugemutet wird, sechs Monate.

Rufen Sie aus der Liste der Krankenkasse sechs Therapeuten an und protokollieren Sie das auf einer Liste mit Datum, Uhrzeit und und angegebener Wartezeit auf einen Therapieplatz.
Wenn Sie nach Anruf bei sechs Therapeuten keinen Therapieplatz bekommen - kurz mal eingeschobene Sitzungen aus Verlegenheit gelten nicht dafür, sondern nur regelmäßige Termine - können Sie sich einen freien Therapeuten auswählen, und die Kasse muss es bezahlen.

Es bleibt außerdem noch der Facharzt oder ein/e Dipl.-Psych., der/die mit Selbstzahlern arbeitet.
Wenn ein Patient zum Facharzt geht, besteht die große Gefahr, dass mit Medikamenten behandelt wird, und dann kann man häufig der Berufstätigkeit „Adieu“ sagen, denn die Medikamente setzen einen Patienten häufig mehr außer Gefecht als die Krankheit selbst.

Geben Sie sich einen kleinen liebevollen Schubs in die richtige Richtung.

Ich wünsche Ihnen herzlich alles Gute!

Visit

Liebe Inka, bitte holen Sie sich Hilfe in Form einer Gesprächstherapie oder ähnlichem. Vielleicht helfen Ihnen auch spirituelle Heiler, Schamananen oder ähnliche, wenn Sie offen sind dafür. Sie können herausfinden, was Sie beschäftigt und woher diese Ängste kommen. Wenn wir es nicht schaffen,im Hier und im Jetzt zu leben, dann haben wir meist entweder Angst, d.h. wir machen uns Gedanken über die Zukunft, oder wir haben Schuldgefühle,d.h. wir leben gedaneklich und damit gefühlsmässig in det Vergangenheit. Doch die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern und für die Zukunft können wir nur vorbereitend tätig sein, aber wir wissen nicht, was kommt. Übungen, um sich auf das Hier und Jetzt zu fokussieren,sind beispielsweise Atem-und Entspannungstechniken. erstes Notfallprogramm: Wenn es ganz schlimm ist, setzen Sie sich aufrecht auf einen Stuhl, Knie und Becken sollten ca im 90 Grad Winkel sein, Arme ruhen auf den Oberschenkeln, Augen geschlossen, Rücken gerade und nun atmen Sie. Tief bis in den Bauch ein und dann gut wieder ausatmen. Und mit jedem Ausatem lassen Sie in Ihrer Vorstellung immer mehr von Ihrer Angst los. Angst entsteht, wenn Sie gedanklich in der zukunft sind, aber die können Sie dann loslassen, denn Sie sitzen dann einfach auf Ihrem Stuhl, atmen und sind in Sicherheit. Sollten Sie aus der Münchner Gegend kommen,kann ich Ihnen Adressen geben bzw. Entspannungstechniken beibringen, denn ich bin Entspannungstrainerin. Wenn Sie noch Fragen haben, melden Sie sich bitte.Alles Liebe und Gute! Verena

Hallo Inka,

leider kann ich Ihnen nicht so einfach einen „Pauschaltip“ geben, wie Sie Ihr Grübeln loswerden, da man erst sorgfältiger schauen sollte,wie das Grübeln genau aussieht,was da dahinterstecken könnte, und was vielleicht noch an Problemen besteht.
Deshalb kann ich als Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin Ihnen nur ans Herz legen, daß Sie sich vielleicht einen Psychotherapeuten oder Psychotherapeutin suchen. Sie schreiben ja, daß das Grübeln hauptsächlich mit Ängsten zu tun hat, evtl. könnte eine Panikstörung und/oder Agoraphobie bestehen, bei denen ständige „Angst vor der Angst“ besteht, Angst, keine Hilfe zu bekommen, die Kontrolle zu verlieren, ohnmächtig oder verrückt zu werden, womöglich zu sterben, verbunden mit deutlichem Vermeidungsverhalten.
Hier wären Sie bei einem/r Verhaltenstherapeuten/In am besten aufgehoben, die sich mit Ängsten und deren Behandlung gut auskennen. Tatsächlich ist die Verhaltenstherapie laut Studien das bei Ängsten effektivste Verfahren.

Alles Gute!
Yvonne

Hi Inka
es gibt verschiedene Möglichkeiten.

  • autogenes Training lernen das ist eine gute entspannungstechnik , die man leicht erlernen kann
    gibt kurse in fast jeder Stadt
  • Therapeut aufsuchen - würde ich in jedem Fall empfehlen , der kann auch weitere tips geben
  • Homöoüathie : ich kan hier keine Mittel empfehlen - aber ich weiss dass es einige gute gibt und das würde mit sicherheit schnell helfen. am besten ein Homöopath für klassische Homöopathie ( die arbeiten mit kleinen Küglchen glouli, die man einnimt und spezifisch für den einzelnen Menschen verschrieben werden )

Sorry, da kann ich nicht helfen.

hallo
gehe unter menschen
drei mal die woche in verein oder kurs
sofort wird es dir gut gehen
es ist egal ob schach oder fussball

gruss und gute besserung

Hallo liebe Inka

tut mir leid, das es mir erst jetzt möglich ist zu antworten.
Das hört sich sehr anstrengend an, ihre vielen Gedanken und Ängste. Ob es hierfür Gruppentherapie in ihrer Umgebung gibt kann ich nicht sagen, am Besten sie wenden sich diesbezüglich an die Gemeinde- oder Stadtämter oder Magistrate in ihrer Umgebung. Einzeltherapie gäbe es sicherlich für ihre Problematik auch.
Was das abendliche Grübeln betrifft, haben sie schon versucht sich ein abendliches Ritual zuzulegen, etwas angenehmes, es kann sein einige Seiten es guten, vielleicht auch humorvollen Buch zu lesen, oder etwas entspannendes im TV oder auf DVD, jedenfalls nichts aufregendes. Oder einen Spaziergang an der frischen Luft, oder einen warmen Tee. Es kann auch hilfreich sein, wenn sie versuchen mit ihren Gedanken derartig umzugehen, das sie sie aufschreiben, das sie ihnen einen zeitlichen fixierten Rahmen am Tag geben, nicht zu lange, wo sie ihnen den RAum geben, sich zu melden, und wo sie sich dann hinsetzen und sie aufschreiben. Dies kann auch am Abend vorm Einschlafen, als Ritual angewendet werden.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit von beruhigenden Tees, oder pflanzlichen Substanzen, oder Duftöle, die unterstützend wirken könnten.
Bei besonders hartnäckigen Gedankenkreisen kann es auch hilfreich sein, sich mit einem intensiven sogenannten Skill dagegenzusteuern, das heißt mit etwas, das sehr ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sei es jetzt lesen (wenn dies geht) oder etwas in sportlicher Art, wo sie sich auch konzentrieren und anstrengen müssen. Diverse Rätsel lösen, die es nötig machen das man konzentriert dabei ist, können auch hilfreich sein. Oder etwa von 100 rückwärts zählen in Schritten von 7 oder 3, da kann das rechnen ablenken. Das sprichwörtliche „Schäfchenzählen“ war ja auch nichts anderes als Ablenkung und Konzentration auf was anderes lenken und Entspannung. Es gibt auch Antidepressiva die beim Einschlafen helfen, aber nicht abhängig machen, das müssten sie halt mit einem Arzt besprechen.
Tagebuch-schreiben kann auch helfen, und indem versuchen der sicheren Seite der starken Seite in ihnen Raum zu geben.

Ich hoffe ihnen ein wenig geholfen zu haben.
mfg
Josef