Hallo liebe Leute,
ich habe vor kurzem von dem sogenannten „Eisenmangelsyndrom“ gelesen mit dem sich ein Schweizer Arzt schon einige Jahre beschäftigt und welches er wohl auch recht erfolgreich therapiert. Knackpunkt bei der Sache ist wohl dass noch keine Eisnmangelanämie vorliegt sondern der Eisenspeicher „nur“ leer ist.
Ich habe mich damit beschäftigt da ich schon länger unter Erschöpfungszuständen leide und seit letztem Sonntag einen Dauerschwindel habe. Wobei Schwindel nicht direkt richtig ist- es ist mehr so ein Benommenheitsgefühl mit der Sorge jeden Moment in Ohnmacht zu fallen.
Ich war auch schon bei meinem Hausarzt wo eine Langzeitblutdruckmessung und ein EKG gemacht wurde (ich nehme seit einigen Jahren 2,5mg Bisoprolol wg. schwankendem Blutdruck). Das war alles soweit unauffällig. Auch das Blutbild war i.O. (ich habe den Arzt jetzt aber noch gebeten den Ferritin Wert zu bestimmen, das geht aber erst am Montag da dazu wohl Serum benötigt wird und das müssen sie mir erst abzapfen).
Da ich seit vor Weihnachten auch noch ein unklares Ohrrauschen habe, soll ich nun noch mal zum Ohrenarzt wg. Verdacht auf Morbus Meniere. Dann wird noch ein Langzeit EKG gemacht und ich soll zum Neurologen wg. EEG etc.
Leider geht es mir derzeit gar nich gut und ich traue mich kaum mehr irgendwo hin weil ich immer denke „gleich fällste um“. Das führt dazu dass ich nur noch so durch die Geschäfte renne (in Bewegung sind die Symptome nicht so schlimm) und jegliches stehenbleiben vermeide. Ich weiss gar nicht wie ich zu all den Ärzten fahren soll…
Nun bin ich ein wenig abgeschweift aber ich wollte halt zeigen das soweit alles noch in Abklärung ist.
Da ich generell eher ein optimistischer Mensch bin gehe ich jetzt nicht gleich von einem Hirntumor oder einer anderen schweren Erkrankung aus (auch wenn die Symptome momentan natrülich schon dafür sprechen- könnte von Hirntumor über Herzschaden bis hin zu Depression ja wirklich alles bedeuten…).
Über einige Umwege bin ich dann nun auf dieses Eisenmangelsyndrom gestossen. Dafür spräche zum einen mein momentaner Zustand aber zum anderen auch die Tatsache dass ich seit drei Jahren die Spirale trage (nur Kupferspirale- keine Hormone) und meine Periode seitdem sehr stark ist (und mit sehr stark meine ich so richtig stark- Frauen die das gleiche Problem haben können sich das evtl. vorstellen). Zudem habe ich schon immer wenig Fleisch gegessen und den Konsum seit einigen Wochen noch mehr runtergefahren (ch esse einmal in der Woche Fleisch und einmal Fisch- Milchprodukte (Bio) stehen nach wie vor auf dem Speiseplan).
Nun bin ich nicht nur Otimistin sondern auch in gewissen Masse Skeptikerin denn: Dieses Eisenmangelsyndrom konnte sich wohl bisher lt. dem „Entdecker“ nicht so in der Medizin durchsetzen. Und leider kann man das mit Tabletten gar nicht so gut therapieren sondern nur in sogenannten „Eisenzentren“ wo man dann (natürlich gegen entsprechende Bezahlung da die KK das nicht tragen) Infusionen bekommt. Außerdem seien die bisherigen Grenzwerte für Ferritin als zu niedrig angesetzt.
Für mich klingen die Ausführungen des Arztes sehr einleuchtend und es gibt wohl auch gute Therapieerfolge. Er hat wohl auch ein Buch geschrieben in dem Frauen behaupten sie wären manchmal jahrelang mit Psychopharmaka behandelt worden da keine körperlichen Ursachen gefunden werden konnten und eine simple Eisentherapie hätte alle ihre Probleme auf einen Schlag gelöst.
Was also ist von dieser „Theorie“ zu halten? Würde es sich lohnen da dran zu bleiben sofern keine anderen körperlichen Ursachen gefunden werden können?
Sorry über die Länge des Threads…
LG von Susi