Hallo,
mein Sohn ist mittlerweile fünf Jahre alt und nuckelt immer noch am Daumen. Ermahnen und schimpfen, sowie im Guten funktioniert leider nicht ??
Kann mir jemand weiterhelfen ???
Danke !!!
Hallo!
Bei meiner Tochter hat Beiss-ex geholfen. Der ungfitige Nagellack schmeckt scheußlich. Ich habe allerdings auch schon von Kindern gehört, denen der Nagellack egal war, sodaß sie weiternuckelten. In seinem Alter ist das wirklich schon problematisch, weil sich eventuell schon Gaumen- und Kieferfehlstellungen entwickeln können, die entweder sehr schwer oder gar nicht mehr korrigiert werden können.
Grüße
Gollum
Hallo Gabriele!
Ich hab bis ich sieben war, Daumen gelutscht und mich hätte auch nichts davon abgehalten… Das hatte dann die Konsequenz, daß ich mit sieben eine Zahnspange bekommen habe und der Kieferorthopäde mir sagte, daß die nix bringe, solange ich weiterhin am Daumen nuckele (klingt logisch
). Jedenfalls hat mein Papa mir damals ein unschlagbares Angebot gemacht und mir das Versprechen gegeben, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn ich das mit dem Daumen sein lasse (Ich hatte meinen Eltern schon ewig damit in den Ohren gelegen, daß sie das Rauchen sein lassen sollten.). Ich hab seit dieser Stunde den Daumen nie mehr im Mund gehabt… (nur noch mal unbewußt nachts im Schlaf in den ersten Tagen damals).
Vielleicht fällt Euch ja in der Richtung was ein…
Grüße
Kari - mit Zähnen, denen man vom Daumenlutschen nix mehr ansieht!
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Iss ja eklig
Das mit dem Daumex haben meine Eltern auch mal versucht,ich habs fast nicht geglaubt ,dass sie auf MEINEN Daumen so was ekliges schmieren. Ich war 7…hab aber trotzdem genuckelt ,weil ich dachte ,das geht schon vorbei. Ich hab genuckelt bis 12…hab schicke Zähne heute ,dank einer Zahnspange.
Heute finde ich es unglaublich, Kindern sowas anzutun. Es hat einen Grund ,warum Kinder nuckeln.Das hört schon von selber auf,sicher hat noch kein Kind auf ner Klassenfahrt oder Sommereise im Zeltlager genuckelt.
Gruss
KOsmokatze
Hallo Kosmokatze!
Das mit dem Daumex haben meine Eltern auch mal versucht,ich
habs fast nicht geglaubt ,dass sie auf MEINEN Daumen so was
ekliges schmieren. Ich war 7…hab aber trotzdem genuckelt
,weil ich dachte ,das geht schon vorbei. Ich hab genuckelt bis
12…hab schicke Zähne heute ,dank einer Zahnspange.
Dein Lösungsansatz ist aber auch nicht von schlechten Eltern.
Statt einem fünfjährigen das Daumenlutschen abzugewöhnen, nimmst Du lieber eine Zahnspange mit zwölf in Kauf? Ich weiß nicht, ob Pubertierende mit Zahnspange damit sehr glücklich sind.
Heute finde ich es unglaublich, Kindern sowas anzutun. Es hat
einen Grund ,warum Kinder nuckeln.
Klar, meist ist es eine Angewohnheit wie Nägelbeißen, der Nagellack ist IMHO weniger schlimm als eine Zahnspange (und auch noch billiger), aber das ist vielleicht Geschmacksache.
Das hört schon von selber
auf,sicher hat noch kein Kind auf ner Klassenfahrt oder
Sommereise im Zeltlager genuckelt.
Doch, doch wir hatten sogar einen dabei, der manchmal ins Bett pinkelte und unsere Sticheleien haben ihn auch nicht davon abgehalten (wie auch).
Mag sein, daß Du das wirklich unglaublich findest, ich habe es meiner Tochter „angetan“, sie hat schon heute (mit 7) schöne Zähne und das ohne Zahnspange, sondern durch konsequentes Bestreichen der Daumennägel vor dem Schlafengehen.
Gruß
Gollum
Nach meiner ERfahrung mit meinen zwei Kindern kommt es auf ein Jahr Nuckeln mehr oder weniger nicht an. Auf zwei auch nicht. Mein Sohn hat etwa im Alter von fünf Jahren nach einem Gespräch, das die sehr nette Kieferorthopädin sehr vernünftig und sehr kindgerecht mit ihm geführt hat, von einem Tag auf den anderen damit aufgehört. Meine Tochter war da resistenter. Sie wollte nicht aufhören und hat es erst mit etwa 7 oder 8 Jahren ganz endgültig getan; mit Argumenten war vorher gar nichts zu machen, mit Belohnungen immer nur kurzfristig.
Beide Kinder sind heute in kieferorthopädischer Behandlung (nix Dramatisches, nur so lose Teile für die Nacht). Es deutet nichts darauf hin, daß meine Tochter größere Fehlstellungen hat als mein Sohn. Langwierig ist eine Zahnspangenbehandlung allemal, die meisten brechen zu früh ab - heißt: bevor das Wachstum abgeschlossen ist.
Im nachhinein bin ich froh, daß wir zu keinerlei rabiaten Methoden gegriffen haben.
Gruß
Aia
Hallo,
auf http://www.natur-zahnarzt.de/kinder_zahnheilkunde.htm
habe ich das hier gefunden:
"Nuckeln
Womit wir zwangsläufig beim schwierigen Thema "Nuckeln” wären.
Das Nuckeln als orale Befriedigung aller Altersklassen, auch der Erwachsenen (siehe das Rauchen), ist wohl so alt wie die Menschheit selbst. Und auch ein Kind steckt aus zwei wesentlichen Gründen was auch immer in den Mund:
Weil es sich entspannt und wohl fühlt - oder weil es sich, verunsichert, mit Hilfe des vertrauten Ritus’ in seine kleine überschaubare Welt zurückzieht und die ängstigende Außenwelt dadurch im Moment abblockt.
Wobei kleine Kinder vieles mehr und völlig anderes beunruhigend finden, als wir "Erwachsenen” es noch wissen.
Nehme ich nun als Erwachsener, mit Gewalt oder Tücke, dem Kind Daumen/Finger/Schmusetuch, so muß das Kind diesen gewaltsamen autoritären Eingriff natürlich, wenn auch jammernd, akzeptieren.
Leider kann ich ihm aber gleichzeitig keinen gleichwertigen Ersatz für diese wichtige "Sicher-heitsfunktion” bieten, weil ich garnicht weiß, wo die Unsicherheiten und Probleme des kleinen Wesens liegen.
Es ist eben längst nicht ausreichend, als Eltern nur "da” und freundlich zu sein. Wie heißt es doch oftmals so schön im kinderfreundlichen Deutschland: "Kinder sollte man sehen, aber nicht hören.”
Also - wenn das Kind unbedingt am Nuckeln festhält, böte sich als wichtigste Maßnahme der Eltern an, gemeinsam zu überlegen, ob Grundbedürfnisse des Kindes vielleicht übersehen wurden. Dieses Problem kann u.U. für den Erwachsenen relativ unbedeutend, für das Kind jedoch im Moment ein unlösbares sein.
Für dieses Thema sehr hilfreiche und überaus treffliche Schriften mit dem Titel:
Elternbrief 1: "Sorgende Mütter - nervende Kinder: über die wahren Bedürfnisse der kleinen Kinder”
Elternbrief 2: „Die nonverbale Erziehung“
Elternbrief 3: „Wut, Geschrei und Tränen“
hat die freiberufliche Hebamme und Früherziehungsberaterin BRIGITTE HANNIG geschrieben, die sie bei ihr gegen einen Unkostenbetrag abrufen können: Wiesenstr. 11, 40878 Ratingen Tel.: 02102 39 95 32. Diese Broschüren sollten meiner Meinung nach alle werden Eltern gelesen haben.
Sie beschreibt sehr eindrucksvoll die Faktoren, die uns Erwachsenen völlig unbekannt sind und unser Kind u.U. zur Verzweiflung treiben können;
als Beispiele seien genannt paradoxerweise der Überfluß der Befriedigung körperlicher Bedürfnisse, ein Überfluß in der Befriedigung des Bedürfnisses nach Liebe, oder:
Mangel an Wiederholungen, Routinen, Ordnungen, Orientierungen und Zugehörigkeit, das Bedürfnis nach Rhythmus, Regelmäßigkeit und Struktur, nach Religion, Konsequenz und Achtung sowie der Überfluß in der Befriedigung des Achtungsbedürfnisses.
So ungewohnt merkwürdig und verwirrend sich diese aus dem Zusammenhang gerissene Liste hier anhört, so logisch und ungemein hilfreich in der Orientierung ist sie vor allem für „antiautoritär“ erziehen wollende Eltern.
Sollte das Nuckeln hingegen, was durchaus vorkommen kann, nur noch eine angenehme Angewohnheit aus früheren Tagen sein, können Sie versuchen, über „Kungeln” (“ … wenn Du am Sonntag/in den nächsten drei Tagen auf den Daumen/Schnuller etc verzichtest, schlage ich Dir folgendes Tauschgeschäft vor: …”) diese Gewohnheit zu durchbrechen und damit langsam und geschickt dem Spuk ein Ende zu bereiten.
Vergessen Sie dabei nicht, daß Sie als Erwachsener ungerechterweise stets automatisch am längeren Hebel sitzen.
Wie würden Sie sich fühlen, wenn die Polizei ins Haus käme, Ihnen das entspannende Schauen einer Fernseh-Fußballübertragung verböte und einfach den Fernseher auf Nimmerwiedersehen mit dem Recht des Stärkeren konfiszierte ? Oder wenn Sie sich abends in der Stadt vor einer Horde randalierender Jugendlicher ängstlich (der Erwachsene zieht natürlich den Begriff „vorsichtshalber“ vor) in einer dunklen Toreinfahrt verbergen und jemand kommt und zieht Sie, just for fun und weil er stärker ist, aus eben dieser Toreinfahrt ins Freie und läßt Sie dort stehen ?
Nehmen Sie also den Fernseher und die dunkle Hauseinfahrt als Vergleichs-Symbole für Daumen/Nucki und seien Sie behutsam.
Auch wenn Ihr Kind noch mit 6/7 Jahren nuckelt - was vorkommen kann, auch ich selber gehörte dazu - so ist eine eventuell notwendige Kieferregulierung immer noch „menschlicher” als das unsensible Zerren aus der Toreinfahrt aus prinzipiellen Erwägungen (“ Wie kann man in Deinem Alter noch … !), was das Kind in seinen (unbewußten) Ängsten vor der Macht der Erwachsenen nur noch bestätigt. Und der Kiefer wird davon auch nicht automatisch besser.
Ein Nuckeln bis zum 2. - 3. Lebensjahr gilt als normal; und längst nicht jedes längere Nuckeln muß später zum offenen Kiefer („Lutsch-offener Biß”, siehe Kapitel Kieferorthopädie) oder zu anderen Fehlstellungen führen. Auch hier ist wieder die Anlage des einzelnen Individuums ausschlaggebend.“
Ich selbst habe vor längerem etwas ähnliches gelesen, in dem allerdings das Lackieren der Nägel mit fiesem Zeugs um das Nuckeln zu verhindern, ganz drastisch als seelische Grausamkeit beschrieben wurde…und ehrlich gesagt, so sehe ich das auch.
Besser, man kann gemeinsam darauf hin arbeiten, damit das Nuckelzeitalter bald von sich aus in der Versenkung verschwindet.
Mit dem Bepinseln der Nägel, verschwindet allenfalls das Symptom Daumenlutschen, aber noch lange nicht der Grund…wenn man Pech hat, verlagert dieser sich auf eine ganz andere Aktivität.
Gruß
Maja
Hallo,
Ich selbst habe vor längerem etwas ähnliches gelesen, in dem
allerdings das Lackieren der Nägel mit fiesem Zeugs um das
Nuckeln zu verhindern, ganz drastisch als seelische
Grausamkeit beschrieben wurde…und ehrlich gesagt, so sehe
ich das auch.
Und wie siehst Du die vorläufige „Entstellung“ durch die Zahnspange und die damit verbundenen Hänseleien?
Besser, man kann gemeinsam darauf hin arbeiten, damit das
Nuckelzeitalter bald von sich aus in der Versenkung
verschwindet.
Wenn Du auch noch konkrete Vorschläge hierfür anzubieten hättest… Oberflächliche Formulierungen helfen da sehr wenig.
Mit dem Bepinseln der Nägel, verschwindet allenfalls das
Symptom Daumenlutschen, aber noch lange nicht der Grund…wenn
man Pech hat, verlagert dieser sich auf eine ganz andere
Aktivität.
Manchmal ist es einfach ein blöde Angewohnheit, deren Ursache schon lange behoben ist, aber das Symptom bleibt. Wir sollten unsere Kinder nicht nur mit Samthandschuhen anfassen, sondern sie auch auf die durchaus harte Welt da draußen vorbereiten. Und da ist es nunmal auch so, daß mich mein Chef nicht frägt ob ich vielleicht ein Problem mit meiner Mutter habe, wenn ich meine Arbeit fehlerhaft abliefere, sondern von mir (Gott, wie autoritär) fordert, daß sie funktionstüchtig fertiggestellt wird. Und wenn mein Kind irreparable Schäden davontragen kann, mit vernünftigen Argumenten nichts anfängt, kann man sich diese „Grausamkeit“ sehrwohl erlauben und das Kind wird schon damit leben können.
Mit dem Nagellack haben wir es innerhalb von 14 Tagen weggebracht. Wie lange trägt man eine Zahnspange? Wie groß ist der seelische Schaden, wenn man in Kindergarten/Volksschule gehänselt wird? Und es ist nunmal so, Ursachenforschung hin oder her, daß Du mit Deinem Kind von Psychologen zu Psychologen gehen kannst und jeder wird Dir etwas anderes als Ursache nennen, aber Daumenlutschen tut das Kind trotzdem weiter.
Grausam finde ich die Geschichte vom Konrad (Struwwelpeter), aber doch nicht einen harmlosen Nagellack, der eine blöde Angewohnhiet wegkonditioniert.
Gruß
Gollum
Hallo!
Und wie siehst Du die vorläufige „Entstellung“ durch die
Zahnspange und die damit verbundenen Hänseleien?
Hmm, ganz grundsätzlich stimme ich Dir zu: KEINE Zahnspange ist in jedem Fall einer solchen vorzuziehen. ABER: Man kann durchaus auch mit Zahnspange und ohne seelischen Schaden groß werden. Ich hatte wie bereits unten erwähnt eine - vom zarten Alter von 7 bis -hmmm- mitten in die Pubertät. Ich mußte meine zum Glück nicht während der ganzen Jahre den ganzen Tag lang tragen und ich hab sie in der Tat lieber zuhaus gelassen als sie getragen… Aber mehr weil sie mich genervt hat als wegen irgendwelcher Hänseleien - ich kann mich jedenfalls an keine erinnern!
Im Gegenteil: Ich kannte sogar Kinder, die irgendwann diese Brackets unbedingt haben wollten (hab ich nie verstanden, aber es gab sie, und ich denke, es gibt sie noch heute…)
fertiggestellt wird. Und wenn mein Kind irreparable Schäden
davontragen kann, mit vernünftigen Argumenten nichts anfängt,
kann man sich diese „Grausamkeit“ sehrwohl erlauben und das
Kind wird schon damit leben können.
Ich vermute, da muß wahrscheinlich wieder jede Familie gemeinsam ihren Weg finden, für den einen ist der Nagellack okay, für den anderen das längere Nuckeln und die Zahnspange… Ich geb zu, daß ich auch die Abgewöhntaktik ausprobieren würde - nur wenn es halt nicht funktioniert, denke ich, daß das auch kein Weltuntergang ist (obwohl heute die KK das nicht mehr zahlt, oder? Dann wird’s vielleicht doch ein Weltuntergang
)
Liebe Grüße von Kari, die nur mal sagen wollte, daß auch mit Zahnspange ein „vernünftiger, ungeschädigter“ Mensch aus einem werden kann…
TA: trendy Zahnspange - subjektives Empfinden?
Hallo,
Und wie siehst Du die vorläufige „Entstellung“ durch die
Zahnspange und die damit verbundenen Hänseleien?
momentan sind Zahnspangen bei Kindern angesagt. Ich persönlich finde es nicht schön eine Zahnspange bedarf ja auch sehr viel Pflege, meine Tochter jedoch (12) hätte gerne eine Spange. Keine Ahnung warum, imho ist die Aufklärungsarbeit diesbezüglich auf fruchtbaren Boden gefallen.
Gruß
Diana
Es gibt im übrigen keine Entsprechung 1:1 (Nuckeln:Zahnspange). Ich kenne Kinder, die haben nie am Daumen gelutscht und müssen endlose Kieferregulierungen über sich ergehen lassen. Ich kenne heftige Daumenlutscher, die sind ohne Spange davongekommen. Insofern ist die Argumentation pro gewaltsame Entwöhnungsmethoden mit der späteren Unannehmlichkeiten zweifelhaft. ARgumentieren kann man allenfalls mit Wahrscheinlichkeiten.
Gruß
Aia
Hallo nochmal,
Wenn Du auch noch konkrete Vorschläge hierfür anzubieten
hättest… Oberflächliche Formulierungen helfen da sehr wenig.
OK ich wills versuchen…
Ich selbst habe recht lange genuckelt, allerdings Didi (Dudu, oder wie auch immer), bis man mir mit etwa 5 diese wegnahm und im Ofen verbrannte…ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern… 
Bei meiner Oma war allerdings noch Einer versteckt, für alle Fälle. Und wenn ich richtig traurig war, benutzte ich den auch. Als dann Infolge Zahnwechsel meine vorderen Schneidezähne verlustig gingen, war das Nuckeln für mich passé. Eine Zahnspange brauchte ich nie.
Ich hätte mir gewünscht, man wäre etwas auf mich und meine Bedürfnisse in dieser Hinsicht eingegangen und hätte sich mehr Zeit zum Reden genommen.
Fingerspitzengefühl, Ausdauer und Interesse für das „Warum“ sind elementare Begleitung um einen etwaigen Grund, oder auch nur die Gewohnheit festzustellen, und das Nuckeln ohne Verurteilung des Kindes (Ach Du bist kein Baby mehr)
ausschleichen zu lassen. Aber zugegeben, das kostet Zeit.
Mein Sohnemann war auch leidenschaftlicher Didilutscher…und er brauchte derer 3!
Er hat das auch recht lange praktiziert, aber wann immer ich konnte, habe ich mich bemüht ihn zu fragen, warum er das braucht, und was das Didi mit ihm macht und wie es sich anfühlt…im Laufe der Zeit veränderten sich auch die Antworten dazu…dann fuhr er mit den Schwiegereltern in Ski-Urlaub und wollte seinen Koffer selbst packen (naja Spielsachen und so
) und ich erinnerte ihn genau einmal an seine Schnullies.
Er hat sie natürlich vergessen…aber oh schau, er hat kein einziges Mal nach ihnen gefragt.
Einen Ruheritual hat er sich allerdings noch behalten, nach dem Kiga trinkt er ein Fläschchen, auf der Couch eingemummelt und entspannt vom harten Kindergartentag 
Und soll ich Dir was sagen? Ich gönne es ihm von ganzem Herzen!
Er weiß inzwischen aus Spielsequenzen vom Kiga, daß Fläschel was für Kleinere sind, aber solange er sagt, er braucht das noch, lasse ich ihm dieses Ritual.
(Konsequenz daraus ist natürlich eine besonders gründliche Zahnpflege.)
Inzwischen hat er sich selbst ein Ziel gesetzt…wenn er 5 wird, darf ich die Fläschel wegräumen. Ist das ein Angebot??
unsere Kinder nicht nur mit Samthandschuhen anfassen, sondern
sie auch auf die durchaus harte Welt da draußen vorbereiten.
Aber bitte immernoch kindgerecht und nur so viel sie „aushalten“ können. Kinder üben dieses „Aushalten“ auch schon von ganz alleine (Ambivalenzen), man muß ihnen die harte Welt nicht mit dem Holzhammer antun und schon gar nicht mit Erwachsenen-Maßstäben.
Gruß
Maja
Hallo!
Ich hätte mir gewünscht, man wäre etwas auf mich und meine
Bedürfnisse in dieser Hinsicht eingegangen und hätte sich mehr
Zeit zum Reden genommen.
Das ist ohnehin Vorraussetzung für Erziehung.
Fingerspitzengefühl, Ausdauer und Interesse für das „Warum“
sind elementare Begleitung um einen etwaigen Grund,
Der Grund ist, daß der Schnuller (oder seine „Ersatzdinge“, wie eben der Daumen) schon ein Ersatz für die Mutterbrust sind, die bei jedem Quengeln des Kindes erst einmal dem Kind in den Mund geschoben werden in der Hoffnung es würde mit dem Quengeln aufhören. Wenn das Kind dann mit dem Daumenlutschen/Schnuller nicht aufhören will, nach dem Grund zu suchen, ist eigentlich schon zu spät (sozusagen hat man schon eine neurotisch bedingte Projektion heraufbeschworen). Der Grund ist mir schon von vornherein klar gewesen. Aufgabe war jetzt die Ersatzbefriedigung nicht durch eine neue Ersatzbefriedigung zu ersetzen, sondern dem Kind klarzumachen, daß es eben kein Baby mehr ist und somit auch keiner Mutterbrust mehr bedarf.
oder auch
nur die Gewohnheit festzustellen, und das Nuckeln ohne
Verurteilung des Kindes (Ach Du bist kein Baby mehr)
Das ist eine Feststellung, keine Verurteilung, ein fünfjähriges Kind ist kein Baby (mehr)!
ausschleichen zu lassen. Aber zugegeben, das kostet Zeit.
Mein Sohnemann war auch leidenschaftlicher Didilutscher…und
er brauchte derer 3!
Er hat das auch recht lange praktiziert, aber wann immer ich
konnte, habe ich mich bemüht ihn zu fragen, warum er das
braucht, und was das Didi mit ihm macht und wie es sich
anfühlt…im Laufe der Zeit veränderten sich auch die
Antworten dazu…dann fuhr er mit den Schwiegereltern in
Ski-Urlaub und wollte seinen Koffer selbst packen (naja
Spielsachen und so) und ich erinnerte ihn genau einmal an
seine Schnullies.
Bei uns war es tagsüber ohnehin schon lange gegessen, bloß in der Nacht hat meine Tochter sich im Schlaf den Daumen noch in den Mund gesteckt, dagegen haben wir den Nagellack verwendet und mir wurde daraufhin hier mitgeteilt, daß dies grausam sei, dagegen habe ich argumentiert.
Er hat sie natürlich vergessen…aber oh schau, er hat kein
einziges Mal nach ihnen gefragt.
Einen Ruheritual hat er sich allerdings noch behalten, nach
dem Kiga trinkt er ein Fläschchen, auf der Couch eingemummelt
und entspannt vom harten Kindergartentag
Und soll ich Dir was sagen? Ich gönne es ihm von ganzem
Herzen!
Klar, und wenn er erwachsen ist, bleibt die Flasche, bloß der Inhalt ist ein anderer.
Er weiß inzwischen aus Spielsequenzen vom Kiga, daß Fläschel
was für Kleinere sind, aber solange er sagt, er braucht das
noch, lasse ich ihm dieses Ritual.
(Konsequenz daraus ist natürlich eine besonders gründliche
Zahnpflege.)
Inzwischen hat er sich selbst ein Ziel gesetzt…wenn er 5
wird, darf ich die Fläschel wegräumen. Ist das ein Angebot??
„Nächstes Monat höre ich mit dem Rauchen auf“
unsere Kinder nicht nur mit Samthandschuhen anfassen, sondern
sie auch auf die durchaus harte Welt da draußen vorbereiten.
Aber bitte immernoch kindgerecht und nur so viel sie
„aushalten“ können. Kinder üben dieses „Aushalten“ auch schon
von ganz alleine (Ambivalenzen), man muß ihnen die harte Welt
nicht mit dem Holzhammer antun und schon gar nicht mit
Erwachsenen-Maßstäben.
Wenn Du meinst, es wären Erwachsenenmaßstäbe oder eine Holzhammermethode, einem Kind die Daumen zu pinseln, dann werde ich wohl damit leben müssen, in Deinen Augen ein brutaler, nicht auf die Bedürfnisse meiner Kinder eingehender Vater zu sein, aber damit kann ich leben.
Gruß
Gollum
Hallo!
Und wie siehst Du die vorläufige „Entstellung“ durch die
Zahnspange und die damit verbundenen Hänseleien?momentan sind Zahnspangen bei Kindern angesagt. Ich persönlich
finde es nicht schön eine Zahnspange bedarf ja auch sehr viel
Pflege, meine Tochter jedoch (12) hätte gerne eine Spange.
Keine Ahnung warum, imho ist die Aufklärungsarbeit
diesbezüglich auf fruchtbaren Boden gefallen.
In einer Zeit, wo es ‚in‘ ist, sich die unmöglichsten Körperstellen zu piercen, wundern mich solche Tatsachen nicht mehr.
Gruß
Gollum
Hallo!
Liebe Grüße von Kari, die nur mal sagen wollte, daß auch mit
Zahnspange ein „vernünftiger, ungeschädigter“ Mensch aus einem
werden kann…
Ich kenne Dich zu wenig um das beurteilen zu können.
Gruß
Gollum
Hallo!
Ich hätte mir gewünscht, man wäre etwas auf mich und meine
Bedürfnisse in dieser Hinsicht eingegangen und hätte sich mehr
Zeit zum Reden genommen.Das ist ohnehin Vorraussetzung für Erziehung.
Nur ist es oft so, daß das was die Eltern meinen es sei gut nicht unbedingt das ist, was Kinder wünschen und brauchen. Ich schliesse mich da nicht aus, ich bin ja nicht perfekt.
Der Grund ist, daß der Schnuller (oder seine „Ersatzdinge“,
wie eben der Daumen) schon ein Ersatz für die Mutterbrust
sind, die bei jedem Quengeln des Kindes erst einmal dem Kind
in den Mund geschoben werden in der Hoffnung es würde mit dem
Quengeln aufhören.
Stimmt, da hast Du den Fehler den viele Eltern machen genau richtig erkannt.
Wenn das Kind dann mit dem
Daumenlutschen/Schnuller nicht aufhören will, nach dem Grund
zu suchen, ist eigentlich schon zu spät (sozusagen hat man
schon eine neurotisch bedingte Projektion heraufbeschworen).
So arbeitet unser Gehirn nunmal. Wenn es einmal ein schönes Erlebnis hatte, daß es nachher als Ausgleich für etwas Entgangenes, oder eine negativ bestzte Emotion wiederherzustellen oder mit einer vergleichbaren Handlung zu ersetzen vermag…wird es das tun.
Das ist eine Feststellung, keine Verurteilung, ein
fünfjähriges Kind ist kein Baby (mehr)!
Du sagst:„Ach, Du bist doch kein Baby mehr, Du brauchst das nicht mehr“
Kind denkt vielleicht:„Babies dürfen alles und keiner sagt was, man hat sie nur lieb. Ich bin noch gar nicht so groß, ich fühle mich alleine, wenn ich nachts aufwache und habe angst, weil alles so still ist. Ein Nachtlicht habe ich auch nicht mehr, weil ich ja schon groß sein soll…aber nachts sieht mich keiner, und damit ich mich besser fühle brauche ich meinen Daumen noch.“
Bei uns war es tagsüber ohnehin schon lange gegessen, bloß in
der Nacht hat meine Tochter sich im Schlaf den Daumen noch in
den Mund gesteckt, dagegen haben wir den Nagellack verwendet
und mir wurde daraufhin hier mitgeteilt, daß dies grausam sei,
dagegen habe ich argumentiert.
Und im Schlaf ist sie dann von dem Geschmack wach geworden?
Ich habe nicht Dir mitgeteilt, daß dies grausam sei, sondern ich empfinde das so und das habe ich auch so geschrieben.
Klar, und wenn er erwachsen ist, bleibt die Flasche, bloß der
Inhalt ist ein anderer.
Interessantes Argument…rein wie das Gehirn funktioniert, würde ich Dir sogar recht geben, da dieses ja bestrebt ist „harmonische“ Zustände zu erreichen, aber da zählen doch noch ein paar andere Dinge eine Rolle…zum Beispiel Selbstvertrauen. Dieses entwickelt sich durch Persönlichkeitsentfaltung und -bildung…wie ernst jemand genommen wird, oder dessen Belange und Bedürfnisse zum Beispiel. Oder die Prägung durch dessen Umwelt…auch mit Konflikten umzugehen…aber das kommt alles etwas später.
„Nächstes Monat höre ich mit dem Rauchen auf“
Hier zitiere ich jemanden „Wege sind Schritte“.
Wenn Du meinst, es wären Erwachsenenmaßstäbe oder eine
Holzhammermethode, einem Kind die Daumen zu pinseln, dann
werde ich wohl damit leben müssen, in Deinen Augen ein
brutaler, nicht auf die Bedürfnisse meiner Kinder eingehender
Vater zu sein, aber damit kann ich leben.
Gollum, Du wolltest doch von mir Argumente hören, die habe ich Dir gegeben.
Ich sags nochmal, was wir Erwachsenen glauben, was für Kinder altersentsprechend richtig sei, gerade was die Gefühlswelt angeht, muß nicht immer das sein, was für das einzelne Kind in dieser persönlichen Phase der Entwicklung richtig ist.
Selbstverständlich lasse ich Dir Deine Meinung, und selbstverständlich sehe ich Dich nicht als „brutalen“ Vater an, der nicht auf die Bedürfnisse seiner Kinder eingeht…aber ich sehe Dich als ein wenig zu „erwachsen“…denk mehr mit einem Kinderkopf…nicht mehr unbedingt leicht, geht aber.
Grüße
Maja
Hallo,
Hallo Gollum,
Ich selbst habe vor längerem etwas ähnliches gelesen, in dem
allerdings das Lackieren der Nägel mit fiesem Zeugs um das
Nuckeln zu verhindern, ganz drastisch als seelische
Grausamkeit beschrieben wurde…und ehrlich gesagt, so sehe
ich das auch.
Es ist grausam, seelisch gesehen. Außerdem ist das so, als wenn Dein Zahnarzt Deinen Zahn einpinselt, der Dich schmerzt, anstatt die kranke Zahnwurzel zu behandeln. Nuckeln ist ein Symptom, keine Ursache. Reine Symptombekämpfung hilft Deinem Kind aber nicht weiter.
Und wie siehst Du die vorläufige „Entstellung“ durch die
Zahnspange und die damit verbundenen Hänseleien?
*Ironie, uuund an* Is ne interessante Argumentation, eine Grauslichkeit durch nen anderen seelischen Schmerz zu entschuldigen *Ironie, uuund aus*
Besser, man kann gemeinsam darauf hin arbeiten, damit das
Nuckelzeitalter bald von sich aus in der Versenkung
verschwindet.Wenn Du auch noch konkrete Vorschläge hierfür anzubieten
hättest… Oberflächliche Formulierungen helfen da sehr wenig.
Einer meiner beiden Söhne hat auch am Daumen genuckelt, ziemlich lange sogar. Ich hab dann mit seinem Kinderarzt gesprochen. Der hat gesagt, rein von der körperlichen Seite her fehlt ihm nichts. Ich hab daraufhin mehr mit meinem Kleinen getrascht; über dieses und jenes, nein, nicht um ihm das Nuckeln direkt auszureden. Mit der Zeit hat er sich das Nuckeln dann abgewöhnt. Er war aber schon immer wesentlich sensibler, als mein größerer Sohn (zwischen beiden sind aber nur 15 Monate Altersabstand).
Mit dem Bepinseln der Nägel, verschwindet allenfalls das
Symptom Daumenlutschen, aber noch lange nicht der Grund…wenn
man Pech hat, verlagert dieser sich auf eine ganz andere
Aktivität.
Eben, die Symptombehebung führt nicht weiter. Und regelmäßiges Tratschen mit Kindern kostet Zeit - viele Eltern machen das daher nicht.
Manchmal ist es einfach ein blöde Angewohnheit, deren Ursache
schon lange behoben ist, aber das Symptom bleibt. Wir sollten
unsere Kinder nicht nur mit Samthandschuhen anfassen, sondern
sie auch auf die durchaus harte Welt da draußen vorbereiten.
Lass die Kinder in die Welt hinaus ! Meine Beiden hatten schon als Kleinkinder sehr viel Kontakt zu Gleichaltrigen und etwa älteren Kindern. Dadurch ergibt sich die Vorbereitung auf die „harte Welt“ dann ganz von alleine. „Sie nicht mit Samthandschuhen angreifen“ heißt IMO lediglich, ihnen nicht die Steine aus dem Weg zu räumen. Besonders grob brauch ich ja deswegen nicht zu sein. Sie sollten halt das Gefühl behalten, dass sie bei Problemen oder Schwierigkeiten oder [seelischen] Schmerzen schon zu mir kommen können. Eltern sollten eben auch als seelische Energiewiederaufladestation da sein. „Für Kinder da sein“ heißt IMO auch, ihnen nicht das Daumenlutschen mit Brachialmethoden abzugewöhnen.
Und da ist es nunmal auch so, daß mich mein Chef nicht frägt
ob ich vielleicht ein Problem mit meiner Mutter habe, wenn
ich meine Arbeit fehlerhaft abliefere, sondern von mir (Gott,
wie autoritär) fordert, daß sie funktionstüchtig
fertiggestellt wird.
Dein Vergleich ist ein bißchen eigenartig. Abgesehen davon, eine Frage: Bist Du ein enger Mitarbeiter Deines Chefs ? Wenn ja, dann interessiert Dich vielleicht folgendes: Rupert Lay hat unlängst in einem Zeitungsartikel (Salzburger Nachrichten) geschrieben: Chefs, die die Vornamen der Kinder ihrer engsten Mitarbeiter nicht kennen, sollten den Job wechseln. Und der Mann ist kein Weichei !
Und wenn mein Kind irreparable Schäden
davontragen kann, mit vernünftigen Argumenten nichts anfängt,
kann man sich diese „Grausamkeit“ sehrwohl erlauben und das
Kind wird schon damit leben können.
Aus Erfahrung: Dein Kind trägt keine irreparablen Schäden davon, wenns ein bißchen länger am Daumen lutscht.
Aus Erfahrung: Daumenlutschen ist keine „vernünftige“ Beschäftigung, daher kannst Du „vernünftige“ Argumente gleich vergessen. Du musst von der emotionalen Seite her kommen.
Daher: die „Grausamkeit“ ist keine Lösung.
Mit dem Nagellack haben wir es innerhalb von 14 Tagen
weggebracht.
Um welchen [seelischen] Preis ?
Wie lange trägt man eine Zahnspange? Wie groß ist
der seelische Schaden, wenn man in Kindergarten/Volksschule
gehänselt wird?
Eins versteh ich nicht. Warum rechtfertigst Du eine Grauslichkeit durch andere Grauslichkeiten ?
Und es ist nunmal so, Ursachenforschung hin
oder her, daß Du mit Deinem Kind von Psychologen zu
Psychologen gehen kannst und jeder wird Dir etwas anderes als
Ursache nennen, aber Daumenlutschen tut das Kind trotzdem
weiter.
Weil das „vom Psychologen zum Psychologen wandern“ nichts nützt, Du bist gefragt. Meinem Kind hat das Tratschen (nochmal: nicht über das Daumenlutschen) über seine alltäglichen Erlebnisse geholfen.
Grausam finde ich die Geschichte vom Konrad (Struwwelpeter),
aber doch nicht einen harmlosen Nagellack, der eine blöde
Angewohnhiet wegkonditioniert.
Beides ist grauslich.
Gruß
auch Grüße
Gollum
Wolkenstein
Hallo!
Hallo, Ihr Beiden !
Ich hätte mir gewünscht, man wäre etwas auf mich und meine
Bedürfnisse in dieser Hinsicht eingegangen und hätte sich mehr
Zeit zum Reden genommen.
Ja, das wäre wünschenswert.
Das ist ohnehin Vorraussetzung für Erziehung.
Nur passiert das in der Realität sehr, sehr selten. Das, was Du schreibst, ist eine theoretische Aussage, die bis heute auf ihre praktischen Umsetzung wartet.
Fingerspitzengefühl, Ausdauer und Interesse für das „Warum“
sind elementare Begleitung um einen etwaigen Grund,Der Grund ist, daß der Schnuller (oder seine „Ersatzdinge“,
wie eben der Daumen) schon ein Ersatz für die Mutterbrust
sind, die bei jedem Quengeln des Kindes erst einmal dem Kind
in den Mund geschoben werden in der Hoffnung es würde mit dem
Quengeln aufhören. Wenn das Kind dann mit dem
Daumenlutschen/Schnuller nicht aufhören will, nach dem Grund
zu suchen, ist eigentlich schon zu spät (sozusagen hat man
schon eine neurotisch bedingte Projektion heraufbeschworen).
Die Neurose erzeugst Du auch, wenn Du dem Kind die Daumen einpinselst. Jeder Mensch hat Neurosen ! Die Frage ist lediglich, welche, und ob sie ihm bewusst sind. Ansonsten treiben die nämlich im Unbewussten ihr Unwesen und sorgen für das tägliche Einkommen von Psychiatern und PsychologInnen (im besseren Fall) oder für das Ansteigen der Anzahl der Süchtigen (im schlechteren Fall).
Der Grund ist mir schon von vornherein klar gewesen. Aufgabe
war jetzt die Ersatzbefriedigung
Wenn ich Dich richtig versteh, dann ist Stillen eine Ersatzbefriedigung, ja ? Das kannst Du doch nicht im Ernst meinen !
nicht durch eine neue Ersatzbefriedigung zu ersetzen, sondern dem
Kind klarzumachen, daß es eben kein Baby mehr ist und somit auch
keiner Mutterbrust mehr bedarf.
Das kann nur auf emotionalem Weg gehen, der kognitive Weg - die Argumentation - versagt dabei kläglich. Das Vergessen auf die emotionale Komponente des Menschen liefert auch bei Erwachsenen oft klägliche Ergebnisse.
oder auch
nur die Gewohnheit festzustellen, und das Nuckeln ohne
Verurteilung des Kindes (Ach Du bist kein Baby mehr)Das ist eine Feststellung, keine Verurteilung, ein
fünfjähriges Kind ist kein Baby (mehr)!
Diese Deine Aussage ist schon richtig, nur hilft sie Deinem Kind nicht weiter.
ausschleichen zu lassen. Aber zugegeben, das kostet Zeit.
Mein Sohnemann war auch leidenschaftlicher Didilutscher…und
er brauchte derer 3!Bei uns war es tagsüber ohnehin schon lange gegessen, bloß in
der Nacht hat meine Tochter sich im Schlaf den Daumen noch in
den Mund gesteckt, dagegen haben wir den Nagellack verwendet
und mir wurde daraufhin hier mitgeteilt, daß dies grausam sei,
dagegen habe ich argumentiert.
IMO wars bei Deiner Tochter ein Zeichen von Angst. Du hast mit dem Nagelbepinseln an ihrem Symptom herumgedoktert, die Ursache dafür trägt sie als Neurose weiter mit sich rum. Mein Älterer (war zu der Zeit vier Jahre alt) hat sich auch eine Zeit lang vorm Dunkeln gefürchtet. Wir haben ihm dann ein Leuchtmännchen (mit leuchtendem Kopf, wenns gedrückt wird) gekauft, später einen leuchtenden Stecker und die Zimmertüren offen gelassen. Dadurch fiel immer etwas Licht aus dem Wohnzimmer ins Kinderzimmer. Auch unsere Geräuschkulisse war ganz leise zu hören. Das hat ihm geholfen. Daneben habe ich immer viel mit meinen Söhnen gesprochen.
Er hat sie natürlich vergessen…aber oh schau, er hat kein
einziges Mal nach ihnen gefragt.
Eben, sehr oft verläuft sich das mit der Zeit von selber.
Einen Ruheritual hat er sich allerdings noch behalten, nach
dem Kiga trinkt er ein Fläschchen, auf der Couch eingemummelt
und entspannt vom harten Kindergartentag
Und soll ich Dir was sagen? Ich gönne es ihm von ganzem
Herzen!Klar, und wenn er erwachsen ist, bleibt die Flasche, bloß der
Inhalt ist ein anderer.
Jetzt sei doch nicht so monokausal ! Trinker wirst nicht deswegen, weilst nach dem Kindergarten noch Dein Fläschchen brauchst. Meine haben das zwar nicht gemacht, aber dafür lagen bei beiden noch einige Zeit Stofftiere im Bett.
Trinker wirst Du in erster Linie bei mangelndem Selbstwertgefühl unterstützt von genetischer Veranlagung und passendem Umfeld. Also: Schwaches „Ich“ mit schwachem „Es“ kombiniert mit schwachem „Über-Ich“.
Er weiß inzwischen aus Spielsequenzen vom Kiga, daß Fläschel
was für Kleinere sind, aber solange er sagt, er braucht das
noch, lasse ich ihm dieses Ritual.
(Konsequenz daraus ist natürlich eine besonders gründliche
Zahnpflege.)
Inzwischen hat er sich selbst ein Ziel gesetzt…wenn er 5
wird, darf ich die Fläschel wegräumen. Ist das ein Angebot??„Nächstes Monat höre ich mit dem Rauchen auf“
Siehe oben - was fürs Trinken gilt, gilt auch fürs Rauchen. Nebenbei: meine beiden Söhne sind Nichtraucher (hier spielen auch die Eltern und ihr Rauchverhalten - meine Frau und ich sind Nichtraucher - eine entscheidende Rolle) und auch beim Trinkverhalten (sie sind momentan 17 und 16 jahre alt) eher zurückhaltend.
unsere Kinder nicht nur mit Samthandschuhen anfassen, sondern
sie auch auf die durchaus harte Welt da draußen vorbereiten.
Aber bitte immernoch kindgerecht und nur so viel sie
„aushalten“ können. Kinder üben dieses „Aushalten“ auch schon
von ganz alleine (Ambivalenzen), man muß ihnen die harte Welt
nicht mit dem Holzhammer antun und schon gar nicht mit
Erwachsenen-Maßstäben.Wenn Du meinst, es wären Erwachsenenmaßstäbe oder eine
Holzhammermethode, einem Kind die Daumen zu pinseln, dann
werde ich wohl damit leben müssen, in Deinen Augen ein
brutaler, nicht auf die Bedürfnisse meiner Kinder eingehender
Vater zu sein, aber damit kann ich leben.
Tja, Gollum, Du bist ja kein Weichei. „Brutal“ ist leicht übertrieben, das unterstell ich Dir nicht. Aber, weil ich auch keins bin, und daher die Konfrontation nicht scheu: „Grauslich“ wars allemal.
Gruß
Gollum
die Grüße retour
Wolkenstein
hallo gabriele,
hier mal eine ganz „unspektakuläre“ antwort.
ich finde ehrlich gesagt das nuckeln am daumen
gar nicht so schlimm(außer es schadet in eurem
falle den zähnen,war bei mir nicht der fall!)
ich jedenfalls habe selbst-man höre und staune,
am daumen genuckelt,bis ich 13 war!!!
(habe das natürlich gut versteckt!)
mir hat wirklich nichts gefehlt,keine elterliche
zuwendung,keine besonders schlimmen noten,keine
schläge und und und…
ich hab es einfach geliebt und fürs nachdenken
„gebraucht“.
irgendwann hörte es einfach auf!keine ahnung warum.
und nein,keine schäden zurückbehalten!
als meine tochter geboren wurde,da sagt die hebamme:
na sowas,ihr baby kam heraus und hatte dabei den daumen
im mund!!!
auch jetzt nimmt sie ihn(statt einem schnuller).
ich jedenfalls seh das locker,da ich weiß:ohne meinen
daumen,das wäre einfach nicht gegangen.
ich hoffe,du schaffst es,dir nicht all zu sehr den kopf
zu zerbrechen,denn ich denke wirklich,daß nichts
„großartiges“ dahinter steckt.
aber das ist natürlich nur meine bescheidene meinung!
ganz liebe grüße,crisl
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Hallo
Ich hab auch immer genuckelt und zwar bis ich 7 war oder so. Meine Babysitterin (ein 16 Jaehriges Maedchen, also fuer mich als Kind eine voll coole und erwachsene Person, die aber noch nicht so steinalt war wie meine Mutter) hat mir gesagt dass ich zu alt dafuer bin und dass das nur kleine Kinder machen duerfen. Ich hab dann eine Nacht unter schwerem Leid drauf verzichtet und seitdem wollte ich auch nicht mehr nuckeln.
Ich finde allerdings dass man auch ohne nuckeln Zahnfehlstellungen kriegt. Eine Zahnspange ist keine seelische Grausamkeit wie hier jemand meinte, sondern wird von den meisten Schuelern mit Stolz getragen, auch wenn sie wehtut. Wenn sie dann abkommt kann man sich auch noch Jahrelang ueber schoene schmerzfreihe Zaehne und einen metallfreien Mund freuen.
Tschuessi