Hallo untoter Enz,
Sieht nach der Überspannungssicherung aus.
Wenn du die im 24V-Kreis meinst: Wiso sollte die den auslösen,
wenn die höchste Spannung bei 24,3V liegt?
Wenn ich die Ausgangspannung auf 22V stelle klikt es auch.
Das Problem ist, dass Schaltnetzteile eigentlich keine konstante Ausgangsspannung liefern.
In der ersten Phase wird die elektrische Energie in ein Magnetfeld umgewandelt und in der Zweiten dann wieder als elektrische abgegeben. Dazu dient der Trafo oder die Speicherdrossel, je nach Typ.
Um daraus eine anständige Gleichspannung zu machen wird dann mit Kondensatoren und optional weiteren Drosseln noch geglättet.
Durch diese Umwandlung würde, ohne eine Regelung, die Ausgangsspannung ohne Last, bei den meisten Wandlertypen theoretisch bis unendlich ansteigen.
Deshalb spricht bei diesen Netzteilen im unbelasteten Zustand die Überspannungssicherung an. Der Wandler wird dann, meist so im Sekundentakt, immer wieder ab- und eingeschaltet. Dies verursacht das von dir gehörte klicken.
Allgemein entstehen am Ladekondensator hochfrequente Spitzenspannungen, weshalb man für Schaltnetzteile auch spezielle Elkos verwenden muss. Vor allen spielt hier die Serien-Induktivität eine Rolle (Sticgwort: low ESR).
An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur
400V Uss kann?
NUR Im Ausgangskreis, also rechts vom Trafo !!
Die beiden Blöcke „U>“ und „Ureg“ werden noch eine
galvanische Trennung haben,
Stimmt, die Trennung ist durch den Trafo und 2 Optokoppler von
U> und Ureg realisiert.
Links vom Trafo hast du keine Masse, das Bezugspotential liegt
bei ca. -560V gegenüber der Schutzerde !!
Ohman, wenn ich da mit der Masse von Ossi drangegangen wäre.
Dann müsstest du schlimmstenfalls das „UN“ in deinem Nick streichen
(
Warum das -560V sind werde ich mir mal durch den Kopf gehen
lassen.
Das Ding wird ja mit 3 Phasen engesteuert, also mit 400V~. Nach der Gleichrichtung ergibt das 400V * SQRT(2), also 400 * 1.41 = 564V. Davon geht noch die Vorwärtsspannung von zwei Dioden und sonstige Verluste noch ab.
So im Grossen und ganzen sehe ich für dich nur die Möglichkeit das Netzteil an den Hersteller einzusenden. Im Datenblatt habe ich keine ANgaben über eine minimale nötige Last gelesen, also müsste es auch im Leerlauf funktionieren. Du könntest ja zuerst noch beim Hersteller nachfragen.
Entweder ist der Fehler in der Spannungs- oder der Strombegrenzung zu suchen, aber ohne detailiertes Schema kannst du da nicht messen.
Besonders im Bereich der Schalttransistoren ist ein Bauteilwechsel recht Problematisch. Manchmal funktioniert schon der richtige Typ von einem anderen Hersteller nicht richtig. Hier speilen vor Allem die parasitären Kapazitäten und die Schaltzeiten der Transistoren eine grosse Rolle. Etwas andere Werte und es treten Spitzenspannungen auf, welche dann den Transistor nach ein paar Wochen oder Monaten zerstören.
MfG Peter(TOO)