DC-Netzteil pulst

Hi

Ich hab’ ein Siemens 6EP1436-1SL11 24V DC 20A Netzteil. Ein Schaltplan gibts bei google: BA_1436_1SL11.pdf

Das Netzteil gibt 24V ab, aber immer nur für 10ms. Sie lässt sich von 22-28V einstellen. Im gleichen Moment, indem die 24V an den ausgangklemmen anliegen, ist ein leises klicken zu Hören. Dann fällt die Spannung über 500ms durch die Entladung der Glättungskondensatoren ab.

An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur 400V Uss kann?

Danke im Vorraus
untoter Enz

Hallo untoter Enz,

Ich hab’ ein Siemens 6EP1436-1SL11 24V DC 20A Netzteil. Ein
Schaltplan gibts bei google: BA_1436_1SL11.pdf

Da ist kein Schaltplan, nur so ein Bildchen welches das Prinzip erklären soll …

Das Netzteil gibt 24V ab, aber immer nur für 10ms. Sie lässt
sich von 22-28V einstellen. Im gleichen Moment, indem die 24V
an den ausgangklemmen anliegen, ist ein leises klicken zu
Hören. Dann fällt die Spannung über 500ms durch die Entladung
der Glättungskondensatoren ab.

Sieht nach der Überspannungssicherung aus.
Allgemein sollte man SChaltnetzteile nicht ohne Last betreiben, also hänge mal z.B. eine Glühbirne dran, so 100W/230V könnten schon helfen.

An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur
400V Uss kann?

NUR Im Ausgangskreis, also rechts vom Trafo !!
Die beiden Blöcke „U>“ und „Ureg“ werden noch eine galvanische Trennung haben, links davon solltest du auch nicht messen.

Links vom Trafo hast du keine Masse, das Bezugspotential liegt bei ca. -560V gegenüber der Schutzerde !!

MfG Peter(TOO)

Da ist kein Schaltplan, nur so ein Bildchen welches das
Prinzip erklären soll …

Stimmt, ich finde aber keinen besseren.

Sieht nach der Überspannungssicherung aus.

Wenn du die im 24V-Kreis meinst: Wiso sollte die den auslösen, wenn die höchste Spannung bei 24,3V liegt?
Wenn ich die Ausgangspannung auf 22V stelle klikt es auch.

Allgemein sollte man SChaltnetzteile nicht ohne Last betreiben

Ich hab’ mal einen 12W Verbraucher drangehängt, der Erfolg ist das sich die Ausgangsspannung bis auf 5V fällt, statt auf 20V im Leeelauf.

An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur
400V Uss kann?

NUR Im Ausgangskreis, also rechts vom Trafo !!
Die beiden Blöcke „U>“ und „Ureg“ werden noch eine
galvanische Trennung haben,

Stimmt, die Trennung ist durch den Trafo und 2 Optokoppler von U> und Ureg realisiert.

Links vom Trafo hast du keine Masse, das Bezugspotential liegt
bei ca. -560V gegenüber der Schutzerde !!

Ohman, wenn ich da mit der Masse von Ossi drangegangen wäre.
Warum das -560V sind werde ich mir mal durch den Kopf gehen lassen.

mfg
untoter Enz

Hi

hallo,

Ich hab’ ein Siemens 6EP1436-1SL11 24V DC 20A Netzteil. Ein
Schaltplan gibts bei google: BA_1436_1SL11.pdf

Das Netzteil gibt 24V ab, aber immer nur für 10ms. Sie lässt
sich von 22-28V einstellen. Im gleichen Moment, indem die 24V
an den ausgangklemmen anliegen, ist ein leises klicken zu
Hören. Dann fällt die Spannung über 500ms durch die Entladung
der Glättungskondensatoren ab.

An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur
400V Uss kann?

hol dir doch einen tastkopf mit höherem eingangsteiler.
dessweiteren brauchst du einen trenntrafo um im primärkreis messen zu können. und darum wirst du nicht herumkommen, da im sekundärkreis üblicherweise nur die messwertaufberitung vorgenommen wird. aber die wahrscheinlich für dich wichtige regelung wird im primärteil vorgenommen (so ists jedenfalls bei den mir bekannten schaltnetzteilen)

gruss wgn

Danke im Vorraus
untoter Enz

Hallo untoter Enz,

Sieht nach der Überspannungssicherung aus.

Wenn du die im 24V-Kreis meinst: Wiso sollte die den auslösen,
wenn die höchste Spannung bei 24,3V liegt?
Wenn ich die Ausgangspannung auf 22V stelle klikt es auch.

Das Problem ist, dass Schaltnetzteile eigentlich keine konstante Ausgangsspannung liefern.
In der ersten Phase wird die elektrische Energie in ein Magnetfeld umgewandelt und in der Zweiten dann wieder als elektrische abgegeben. Dazu dient der Trafo oder die Speicherdrossel, je nach Typ.
Um daraus eine anständige Gleichspannung zu machen wird dann mit Kondensatoren und optional weiteren Drosseln noch geglättet.
Durch diese Umwandlung würde, ohne eine Regelung, die Ausgangsspannung ohne Last, bei den meisten Wandlertypen theoretisch bis unendlich ansteigen.
Deshalb spricht bei diesen Netzteilen im unbelasteten Zustand die Überspannungssicherung an. Der Wandler wird dann, meist so im Sekundentakt, immer wieder ab- und eingeschaltet. Dies verursacht das von dir gehörte klicken.

Allgemein entstehen am Ladekondensator hochfrequente Spitzenspannungen, weshalb man für Schaltnetzteile auch spezielle Elkos verwenden muss. Vor allen spielt hier die Serien-Induktivität eine Rolle (Sticgwort: low ESR).

An Welchen Stellen kann ich messen, wenn mein Ozilloskop nur
400V Uss kann?

NUR Im Ausgangskreis, also rechts vom Trafo !!
Die beiden Blöcke „U>“ und „Ureg“ werden noch eine
galvanische Trennung haben,

Stimmt, die Trennung ist durch den Trafo und 2 Optokoppler von
U> und Ureg realisiert.

Links vom Trafo hast du keine Masse, das Bezugspotential liegt
bei ca. -560V gegenüber der Schutzerde !!

Ohman, wenn ich da mit der Masse von Ossi drangegangen wäre.

Dann müsstest du schlimmstenfalls das „UN“ in deinem Nick streichen :frowning:(

Warum das -560V sind werde ich mir mal durch den Kopf gehen
lassen.

Das Ding wird ja mit 3 Phasen engesteuert, also mit 400V~. Nach der Gleichrichtung ergibt das 400V * SQRT(2), also 400 * 1.41 = 564V. Davon geht noch die Vorwärtsspannung von zwei Dioden und sonstige Verluste noch ab.

So im Grossen und ganzen sehe ich für dich nur die Möglichkeit das Netzteil an den Hersteller einzusenden. Im Datenblatt habe ich keine ANgaben über eine minimale nötige Last gelesen, also müsste es auch im Leerlauf funktionieren. Du könntest ja zuerst noch beim Hersteller nachfragen.

Entweder ist der Fehler in der Spannungs- oder der Strombegrenzung zu suchen, aber ohne detailiertes Schema kannst du da nicht messen.
Besonders im Bereich der Schalttransistoren ist ein Bauteilwechsel recht Problematisch. Manchmal funktioniert schon der richtige Typ von einem anderen Hersteller nicht richtig. Hier speilen vor Allem die parasitären Kapazitäten und die Schaltzeiten der Transistoren eine grosse Rolle. Etwas andere Werte und es treten Spitzenspannungen auf, welche dann den Transistor nach ein paar Wochen oder Monaten zerstören.

MfG Peter(TOO)