ich bin auf der Suche nach einer regelbaren DC-Stromquelle. Mein Ziel: Widerstandsmessung stark induktiven Lasten (Bereich: einige 100µΩ bis 2,25Ω).
Die Anforderungen:
Strombereich: 20A - 120A
Leistung: 80A an 1Ω => 6,4kW
bei konstanter Leistung sollte der Strom zwischen 50A und 120A einstellbar sein.
Genauigkeit: 1mA
Versorgung: 3AC, 400V, 50Hz
Über weitere detailiertere Anforderungen habe ich mir bis jetzt noch wenige Gedanken gemacht - bis jetzt will ich erst mal wissen, gibt’s sowas überhaupt am Markt oder läuft das auf eine Spezialanfertigung hinaus …
Bis jetzt wird als Quelle eine große Anzahl Blei-Akkus (genaue Zahl bzw Leistung kenn ich nicht - auf jeden Fall deutlich gegenüber den oben genannten Werten überdimensioniert) mit entsprechender Serien- und Reihenschaltung verwendet; die Stromanpassung erfolgt mit Widerstandsbeschaltung (Grobeinstellung)und einem Konstantstromtreiber (Feinstufe). Das Ganze ist auf 3 Handwagen verteilt, wobei der Wagen mit den Akkus auf Grund des Gewichts kaum von einem Menschen allein bewegt werden kann.
Deshalb sind wir jetzt auf der Suche nach einer anderen Stromquelle, die obige Anforderungen erfüllt und die zusammen mit der Messtechnik auf einem Wagen Platz hat.
Meine Suche im Netz brachte bis jetzt etwa folgende Ergebnisse: max. Spannung etwa 24V bei ca 100A, große Ungenauigkeit des Stroms.
viele Netzgerätehersteller können dir sowas bauen, ab Lager kann es mit Sicherheit niemand liefern. Wird wohl ein 19-Zoll-Schrank voll werden.
Was du bedenken solltest: wenn du die Genauigkeit der Spannungsmessung verdoppeln kannst (was nicht viel Geld kosten muss), kannst du dafür den Mess-Strom auf die Hälfte reduzieren und kommst folglich mit 1/4 der Leistung aus! µOhms sollte man auch mit 1 bis 10 A messen können, also einem Handgerät; ich weiss natürlich nicht, warum ihr meint, mit so hohen Strömen messen zu müssen.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich würde auch erstmal fragen, ob es techn. Notwendigkeit gibt,
bei Widerstandsmessung gleich die Bude extrem warmzuheizen :-?)
Ansonsten bei einschlägigen Herstellern von Laborstromversorgungen
(Hochleistungsnettzteilen) nachsehen, was die im Angebot haben.
Bis ca. 2kW ist das noch normale „Lagerware“.
z.B.: http://www.statron.de/index.php?page=details&device=75
Man kann Netzteile auch in Reihe und parallel schalten, sofern
sie dafür konzipiert sind. (z.B.-Trackingbetrieb) und bekommt
so auch das vielfache hin.
Edliche k€ (eher über 10k€) muß man dafür aber sichern hinblättern,
was angesichts der Genauigkeitsforderung 1mA/100A = 0,001%
wohl kein Problem sein dürfte, oder ?
Für Stromquellenschaltung kann man auch auf normale
spannungsgeregelte Stromversorgungen zurückgreifen, wenn die Senseleitungen herausgeführt sind (bei ordentlicher Technik eh
üblich) und man geeignete Shunts (auch mit Verstärkung ) verwendet.
ich bin auf der Suche nach einer regelbaren DC-Stromquelle.
Mein Ziel: Widerstandsmessung stark induktiven Lasten
(Bereich: einige 100µΩ bis 2,25Ω).
Die Anforderungen:
Strombereich: 20A - 120A
Leistung: 80A an 1Ω => 6,4kW
bei konstanter Leistung sollte der Strom zwischen 50A und 120A
einstellbar sein.
Genauigkeit: 1mA
Versorgung: 3AC, 400V, 50Hz
Über weitere detailiertere Anforderungen habe ich mir bis
jetzt noch wenige Gedanken gemacht - bis jetzt will ich erst
mal wissen, gibt’s sowas überhaupt am Markt oder läuft das auf
eine Spezialanfertigung hinaus …
viele Netzgerätehersteller können dir sowas bauen, ab Lager
kann es mit Sicherheit niemand liefern. Wird wohl ein
19-Zoll-Schrank voll werden.
Was du bedenken solltest: wenn du die Genauigkeit der
Spannungsmessung verdoppeln kannst (was nicht viel Geld kosten
muss), kannst du dafür den Mess-Strom auf die Hälfte
reduzieren und kommst folglich mit 1/4 der Leistung aus! µOhms
sollte man auch mit 1 bis 10 A messen können, also einem
Handgerät; ich weiss natürlich nicht, warum ihr meint, mit so
hohen Strömen messen zu müssen.
Gruss Reinhard
Hallo Reinhard.
R-Messtechnik mit Stabile Messwerte nach wenigen Minuten.
Die von mir angegebe Leistung beruht auf den Erfahrungswerten der langjährigen Mitarbeiter inkl. Reserve für nicht auszuschließende extreme zukünftige Fälle.
die 300A sind kein Problem zu bekommen, das können andere, die ich im Netz gefunden habe, auch. Allerdings ist auch hier die Ausgangsspannung zu niedrig und die Genauigkeit entspricht nicht den Anforderungen.
Gruß
peherr
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich würde auch erstmal fragen, ob es techn. Notwendigkeit
gibt,
bei Widerstandsmessung gleich die Bude extrem warmzuheizen
-?)
Siehe meine Antwort an Reinhard.
Wenn wir wirklich heizen wollen, nehmen wir dafür etwa 1MW bis 2MW AC… *g* (Blindleistung wird kompensiert).
Ansonsten bei einschlägigen Herstellern von
Laborstromversorgungen
(Hochleistungsnettzteilen) nachsehen, was die im Angebot
haben.
Bis ca. 2kW ist das noch normale „Lagerware“.
z.B.: http://www.statron.de/index.php?page=details&device=75
Man kann Netzteile auch in Reihe und parallel schalten, sofern
sie dafür konzipiert sind. (z.B.-Trackingbetrieb) und bekommt
so auch das vielfache hin.
Eine sehr interessante Idee. Werd ich mal schauen, ob ich auf diesem Weg relativ einfach zum Ziel komme.
Edliche k€ (eher über 10k€) muß man dafür aber sichern
hinblättern,
was angesichts der Genauigkeitsforderung 1mA/100A = 0,001%
wohl kein Problem sein dürfte, oder ?
Mit der Preisklasse hatte ich gerechnet.
Für Stromquellenschaltung kann man auch auf normale
spannungsgeregelte Stromversorgungen zurückgreifen, wenn die
Senseleitungen herausgeführt sind (bei ordentlicher Technik eh
üblich) und man geeignete Shunts (auch mit Verstärkung )
verwendet.
R-Messtechnik mit Stabile Messwerte
nach wenigen Minuten.
Die von mir angegebe Leistung beruht auf den Erfahrungswerten
der langjährigen Mitarbeiter inkl. Reserve für nicht
auszuschließende extreme zukünftige Fälle.
Im Prinzip könnte man doch auch das Messverfahren ändern.
Das eigentliche Problem ist ja nicht, dass der Gl-Widerstand nicht bei 10A gemessenwerden könnte, sondern, dass das Tau etwas gross wird, weil’s ein paar Henry mehr sind …
Eigentlich könnte man das Magnetfeld auch mit einem grossen, ungenauen Strom aufbauen und dann auf den, kleineren Messstrom, umschalten.
Allerdings zeigt die Erfahrung meiner Kollegen,
dass es bei sehr niederohmigen induktiven Lasten mit großem
Eisenkern sehr lang (Stundenbereich) dauert, bis sich der Wert
stabilisiert.
wie wäre es denn, wenn man ein paar hübsche, genaue Messaufnehmer an einen PC anschließt und eine schlaue Auswertung verwendet, die auch weiß, was ein Grenzwert ist und welchen Gesetzen eine Magnetisierungskennlinie gehorcht?
Am Ende könnt ihr diese Idee auch noch patentieren lassen und vermarkten. Dann möchte ich aber was abhaben. Als Beweis werde ich mir dieses Posting abspeichern und beim Notar hinterlegen…
Gruß
loderunner
Das eigentliche Problem ist ja nicht, dass der Gl-Widerstand
nicht bei 10A gemessenwerden könnte, sondern, dass das Tau
etwas gross wird, weil’s ein paar Henry mehr sind …
Stimmt.
Eigentlich könnte man das Magnetfeld auch mit einem grossen,
ungenauen Strom aufbauen und dann auf den, kleineren
Messstrom, umschalten.
Das erfordert dann eine entsprechend umschaltbare Quelle. Oder zwei Quellen, die dann irgendwie umgeklemmt werden müssen. So vom Arbeitsablauf her würd’ ich die erste Lösung bevorzugen.
Werd’ mal schauen, ob sich sowas halbwegs einfach realisieren lässt.
Da ergibt sich momentan ein Problem: wir haben zur Zeit nicht genug Luft für solche Selbstbauten. Entweder es findet sich eine passende Lösung auf dem Markt, oder das Projekt bleibt liegen - die Prorität ist auf Grund einer funktionierenden (wenn auch nicht komfortablen) Lösung ziemlich gering. Besonders weil wir ja auch meist mit einfacherem Aufbau zum Ziel kommen.
Gruß
peherr
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Eigentlich könnte man das Magnetfeld auch mit einem grossen,
ungenauen Strom aufbauen und dann auf den, kleineren
Messstrom, umschalten.
Das erfordert dann eine entsprechend umschaltbare Quelle. Oder
zwei Quellen, die dann irgendwie umgeklemmt werden müssen. So
vom Arbeitsablauf her würd’ ich die erste Lösung bevorzugen.
Werd’ mal schauen, ob sich sowas halbwegs einfach realisieren
lässt.
Umklemmen muss nicht unbedingt sein, man könnte die beiden Netzteile auch einfach durch Dioden entkoppeln und dann das eine Ausschalten.
Gibt es beim Umklemmen keine Probleme mit der Gegeninduktion ?
So wie sich das ganze liest, vermute ich einen Hochspannungstrafo und gemessen wird die Niederspannungswicklung.
Ist dabei die Hochspannungsseite kurzgeschlossen ?
Eigentlich könnte man das Magnetfeld auch mit einem grossen,
ungenauen Strom aufbauen und dann auf den, kleineren
Messstrom, umschalten.
Das erfordert dann eine entsprechend umschaltbare Quelle. Oder
zwei Quellen, die dann irgendwie umgeklemmt werden müssen. So
vom Arbeitsablauf her würd’ ich die erste Lösung bevorzugen.
Werd’ mal schauen, ob sich sowas halbwegs einfach realisieren
lässt.
Umklemmen muss nicht unbedingt sein, man könnte die beiden
Netzteile auch einfach durch Dioden entkoppeln und dann das
eine Ausschalten.
Stimmt. Irgendwie hab’ ich da nicht dran gedacht.
Gibt es beim Umklemmen keine Probleme mit der Gegeninduktion ?
Nicht, wenn man die eine Quelle ausschaltet und wartet, bis der Gleichstrom sich über eine Freilaufdiode abgebaut hat. Umklemmen müsste dann stromlos erfolgen - dabei sollte man dann auf die Polarität achten. Sonst war die Aktion vorher umsonst.
Mir schmeckt diese Lösung eigentlich nicht. Erfordert mehr Zeit als die direkte Messung mit großem Strom und ist dabei grundsätzlich auch anfälliger für Bedienfehler.
So wie sich das ganze liest, vermute ich einen
Hochspannungstrafo und gemessen wird die
Niederspannungswicklung.
Entweder dieses, oder aber Kompensationsdrosselspulen. Die sind teilweise noch schlimmer zu magnetisieren.
Ist dabei die Hochspannungsseite kurzgeschlossen ?