DDR SDRAM (wiedermal)

Hey!

Ich hab vor ein paar Tagen schonmal ein Frage zu DDR SDRAm gestellt.
Die Antworten haben mir auch wirklich sehr geholfen!!Danke. Bei meiner Suche zu den einzelnen Wortteilen, fiel mir jedoch das „Dynamic“ auf.

Und zwar heißt es nun dazu: "Aufgrund von Leckströmen verflüchtigen sich die Daten auf einem dynamischen Speicher, weshalb er nach kurzer Zeit aktualisiert werden muss (refresh), "

Nun wie entstehen diese Leckströme und was ist genau damit gemeint? Ich find leider keine gute Erklärung dafür und da ihr mir ja schon so geholfen habt, dachte ich mir ich frag einfach nochmal :smile:

Danke!

Hallo Fragewurm,

Und zwar heißt es nun dazu: "Aufgrund von Leckströmen
verflüchtigen sich die Daten auf einem dynamischen Speicher,
weshalb er nach kurzer Zeit aktualisiert werden muss
(refresh), "

Nun wie entstehen diese Leckströme und was ist genau damit
gemeint? Ich find leider keine gute Erklärung dafür und da ihr
mir ja schon so geholfen habt, dachte ich mir ich frag einfach
nochmal :smile:

Ist ganz einfach, wenn man weiss wie es geht.

So eine RAM-Zelle soll ein Bit speichern, also wenn man dieses Element einmal in die richtige Richtung lenkt soll es in dieser verharren.

Eine einfache stromsparende Schaltung besteht aus 4 Transistoren. das benötigt eine bestimmte Fläche auf dem Chip. Und wird als statisches RAM bezeichnet. Solange die Spannung anliegt, verharren diese 4 Transistoren in ihren Zustand.

Nun kan mann aber auch eine SChaltung aufbaeun, welche nur einen Transistor und einen Transistor benötigt. Das benötigt weniger Platz auf dem Chip. Grob kann man damit Speicher bauen, welcher 4 mal soviel Bits auf einer bestimmten Fläche unterbringen kann , wie es mit Statischen RAMs möglich ist. Allerdings hat diese Schaltung auch ihre Nachteile.

Das eigentliche Speicherlement besteht aus einem Kondensator. Ein Kondensator besteht aus zwei voneinander isolierten Leitern. je näher dies Leiter beieinander sind umso grösser wird die Speicherbare Ladun, welche man als Kapazität bezeichnet. Vergrösern kann man die Kapazität auch dadurch, dass man etwas anderes als Luft als Isolator verwendet. Soweit so schön. Leider ist es nicht möglich einen idealen Isolator zu bauen. Hinzu kommt noch, das einem die Quantenmechanik bei diesen Grössen auch schon zu schaffen macht.

Etwas vereinfacht kannst du dir einen Kondensator als einen Eimer vorstellen, welchen du bis zum Rand füllst, wenn er eine ‚1‘ speichern soll und den du ganz leerst für eine ‚0‘. Leider kannst du keine Eimer aus Metall oder Kunststoff herstellen, sondern nur aus einem porösen Materiel, welches dauernd etwas Wasser durchlässt. Und uu allem Übel stehen alle deine Eimer immer bis zur Hälfte imm Wasser.

Und jetz kommt die Äggtschen, ich meine Dynamik.

du leerst also einen Eimer um eine ‚0‘ zu speichern und stellst ihn zur hälfte ins Wasser. Da er nicht ganz dicht wird er sich langsam bist zur Hälfte füllen. Hmm war das nun eine ‚0‘ oder eine ‚1‘ ???
Wenn du den Eimer ganz fülltst und zu lange wartest hast du das selbe Problem …
Es bleibt dir also nichts anderes übrig als erst einmal die Zeit zu stoppen, bis der Eimer halb voll ist. davon nimmst du dann etwa die Hälfte dieser Zeit. Nun bekommt noch jeder Eimer eine Eieruhr.
Wenn du jetzt einen Eimer leerst oder ganz füllst stellst du gleichzeitig die Eieruhr. Wenn die Eieruhr abgelauffen ist, sollte der entsprechende Eimer noch zu 3/4 voll oder zu 1/4 gefüllt sein. Somit kannst du noch erkennen ob er eigentlich eine ‚1‘ oder eine ‚0‘ speichert. Du musst ihn dann einfach wieder ganz auffüllen oder ganz entlehren. Achja, diesen Vorgang nennt man dann Refresh und die Zeit welche du an der Eieruhr einstellen musst ist die maximale Refresh-Zeit.

Ich wette du hättest nie gedacht, dass in deinem DRAM so viel los ist.

Noch was, wieso ich dir so blöde poröse Eimer eingebrockt habe:
Einerseits befinden wir uns ja in Echt in einer ganz kleinen Welt und die Atome bleiben ja immer gleich gross. Mitlerweile werden Schichten gefertigt welche nur noch einige Atome dick sind. Solch eine Wand sieht dann eher aus wie ein Teppich aus Murmeln.

Zudem treten in dieser Miniwelt ganz komische Dinge auf:
Einige Elektronen gehen da einfach durch, scheinbar massive, Wände. Eigentlich sind sie zu schwach (haben zu wenig Energie) um obenrüber zu hüpfen, aber irgendwie schaffen sie es mit dem Kopf durch die Wand zu gehen. Dies nennt man Tunneleffekt. (Man stellt sich quasi vor, dass die sich einen Tunnel graben. Wenn man das Ganze in Form von Energieniveaus aufzeichnet, sieht so eine Isolation (Wand) aus wie ein Berg. Und da die Elektrinen nicht über den Berg gehen, stellt man sich vor, dass die da irgendwelche versteckte Tunnel benutzen.).

Neben dem Tunneleffekt gibt es noch das Problem, dass sich immer noch falsche Atome in die Isolation einschleichen und sie verschmutzen, also undicht machen. Das ganze nimmt übrigens mit der Temperatur zu. Und da die Isolation nicht ganz dicht ist, nennt man die Effekte dann Leckströme.

MfG Peter(TOO)