Hallo,
ich wohne noch bei meine Eltern - naja, bin 19.
Genauer wohne ich in unserer ehemaligen Garage, wir haben sie nie für Autos genutzt. Sie ist nach hinten, getrennt von einer Wand, verlängert. In dem verlängerten Stück hatten wir früher ein Schwimmbad, was wir aber aus Kostengründen zu gemacht haben. Das Problem ist nun, das in dem Teil wo sich nun mein Zimmer befindet in der Decke keine Isolierung ist.
Genauer sieht man das auf meiner Zeichnung:
Die Decke besteht aus Riegibs (hoffe das ist die richtige Bezeichnung) und darüber befindet sich ein unisolierter Dachboden.
Die Auswirkungen sind nicht gerade berauschend. Die Garage steht im Schatten von Bäumen, deshalb ist es im Sommer immer recht kühl. Das wäre ja nicht schlecht, wenn nicht, wie ich glaube, durch die Decke die Feuchtigkeit von draußen in den Raum fallen würde.
So entsteht das Phänomen, das es im Sommer extrem feucht ist (bis ungefähr 80%) und im Winter, wenn ich die Heizung anmache, extrem trocken (ich habe glaube ich mal um die 30% gemessen). Im Moment kann man es gut aushalten, es ist Herbst…
Also, meine Frage ist nun, was ihr zu dem Klimaproblem sagt- und wie isoliere ich richtig? Ich muß einen Teil Dach und einen Teil Decke isolieren. Ich habe schon Plastikfolie und 15cm dicke Steinwolle gekauft. Wie soll ich das verarbeiten?
ohne eine konkrete Materialangabe (Qualität, Dicke etc.) und einer notwendigen Berechnung machst Du nur Schaden am Gebäude. Such Dir ein Ingenieurbüro ums Eck und lass das alles einmal überschlägig berechnen. Kostet m.E.ca. 150,- DM plus MWST.
Hallo Martin,
das Problem ist in der Bauphysik hinreichend bekannt.
Es ist darauf gegründet, dass im Sommer die, bezogen auf deine Raumtemperatur, wärmere Luft sehr viel Feuchte aufnehmen kann.
Diese Feuchte fällt dann in deiner kühleren Raumtemperatur aus (Taupunkt).
Die rel. Luftfeuchte im Raum ist hoch.
im Winter ist es genau umgekehrt.
Die rel. kalte Außenluft hat nicht so ein hohen Feuchtegehalt wie im Sommer.
Wird jetzt die kalte Luft in deinem Zimmer erwärmt, verdampft noch ein Teil des Wassers in der Luft- sie wird trockener.
Abhilfe:
für einen Feuchtepuffer sorgen (poröse Wand wie Kalksandstein…)
Im Sommer sparsam lüften im Winter mehr (energetisch nicht ganz sinnvoll)
Salzentfeuchter im Sommer verwenden (binden einen Teil der Luftfeuchte- für Zirkulation der Luft sorgen)
im Winter Luft befeuchten
Ich selbst habe eine kontrollierte Raumlüftung im Haus.
In meinen Wohnräumen im keller habe ich ähnliche Probleme.
Mit MgCL3 habe ich gute Erfahrungen als Luftentfeuchter im Sommer gemacht. Bei mir hängt ein Salzsack in der Lüftungsleitung. Den muss ich von Zeit zu Zeit erneuern, weil sich aus dem Salz Lauge entwickelt. das Wasser dazu stammt aus der entfeuchteten Luft.
Viele Tipps?
Wenn du noch Fragen hast…
bye
hm
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für einen Feuchtepuffer sorgen (poröse Wand wie
Kalksandstein…)
Im Sommer sparsam lüften im Winter mehr (energetisch nicht
ganz sinnvoll)
Salzentfeuchter im Sommer verwenden (binden einen Teil der
Luftfeuchte- für Zirkulation der Luft sorgen)
im Winter Luft befeuchten
Das Problem ist ja, daß auch wenn ich im Sommer nicht lüften würde, die Lüftfeuchtigkeit auf diese Level steigen würde.
Einen Luftentfeuchter habe ich - soeinen mit Salz. Hat auch gewirkt. Ich möchte aber gerne die Ursache bekämpfen.
Meine Frage ist nur, - hilft eine Isolierung der Decke das Problem zu mindern, und wie muß ich isolieren.
Hallo,
eine Dämmung verhindert nicht, dass sich in einem Raum eine von der Temperatur der Luft abhängige Menge Wasser ansammelt.
Sie kann bestenfalls verhindern, dass diese Feuchte an einer entsprechend kalten Stelle im Zimmer kondensiert.
Die Abhängigkeit der Feuchte von der Lufttemperatur heißt auch rel. Luftfeuchte.
Wenn Du also den Heizkörper aufdrehst, wird`s so oder so „trockener“ weil die Luft dann mehr Wasser aufnehmen kann.
Also: Ist deine Wand oder Decke nass (Kondenswasser) hilft heizen oder dämmen.
Das Kernproblem ist jedoch der Feuchtegehalt der Luft. Deshalb der Tipp mit der Speicherwand.
aber generell sind Aufenthaltsräume im Keller problematisch (Sonderstellung in der Bauordnung).
Bye
hm
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Hallo,
kann mich Harry nur anschließen.
Die Garage willst du wahrscheinlich nur Innen dämmen.
Bei einer Innendämmung verschlimmerst du das Problem noch.
Aussen wäre es generell kein Problem und würde auch deine Luftfeuchtigkeit im Innern verbessern. Ansonsten muß einfach auch etwas Masse vorhanden sein um Temperaturen und Luftfeuchtigkeit auszugleichen. Bei zu wenig Masse spricht man von „Barrakenklima“ und da ist deine Garage wohl auch einzuordnen.
Ansonsten kann ich dir nur raten mach dich im Netz etwas schlau bez. Bauphysik sonst bist du nach diesem Winter wieder im Brett und fragst wie du den Schimmelpilz wieder los wirst.
Gruss Jörg
Also, falls das nicht aus meiner Skizze hervorging, ich will nur einen Teil der Decke, zum unisolierten Dachboden hin Dämmen und einen Teil des Daches. Die Wände der Garage sind gedämmt.
Die mattgelbe Fläche (neue Isolierung) soll gedämmt werden.
Gilt eine Isolierung unterm Dach bzw. unter den Dachpfannen schon als Innendämmung?
MfG,
Martin
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