gibt es eigentlich irgendwelche untersuchungen, die besagen, in einer bestimmten farbe solle man ein baby-/kinderzimmer nicht streichen?
wir haben die decke unseres jetzigen schlafzimmers dunkelblau/fast schwarz gestrichen, wie einen nachthimmel und darauf hat mein freund leuchtesterne geklebt.
die wände sind weiß.
dieses zimmer soll nun das kinderzimmer werden… (kommt im dezember, für umstreichaktionen wär also noch zeit )
nun macht sich mein freund gedanken, ob es für das kind zu erdrückend sei, diesen dunklen „himmel“ über sich zu haben… ???
es sieht gut aus, keine frage, aber ist es gut für das kind oder sollten wir die decke lieber in einer hellen farbe neu streichen?
Von dunklen Zimmerdecken habe ich speziell noch nichts gelesen
Es heisst halt, dass man generell rot und kräftige Orangetöne nur sparsam einsetzen sollte, weil das Zimmer ein Raum zum Ausruhen ist, diese Farben aber eher anregend wirken.
Worüber ich mir in Deinem Fall Gedanken würde, ist generell die Helligkeit in dem Raum. So ein Zimmer wird ja nicht nur zum Schlafen genutzt, sondern wenn aus dem Baby ein Kleinkind wird, auch zum Spielen. Wenns dann insgesamt recht dunkel im Raum ist und ihr viel Kunstlicht braucht, wäre eine andere Deckenfarbe wohl sinnvoller.
Für die Zeit bis das Kind im Zimmer spielt ist die Helligkeit aber auch wichtig, damit man z.B. die Haut gut beurteilen kann, beim Windeln wechseln auch wirklich jede „Bremsspur“ erwischt und solche Dinge.
Ich selbst bevorzuge für Kinderzimmer übrigens helle Pastelltöne, wobei man da ja auch mit den Möbeln, Vorhängen etc. viel machen kann.
gibt es eigentlich irgendwelche untersuchungen, die besagen,
in einer bestimmten farbe solle man ein baby-/kinderzimmer
nicht streichen?
Von einer solchen Untersuchung habe ich nie gehört. Ich denke aber, du betrachtest die Situation aus der Sicht einer Erwachsenen. Bei einem Neugeborenen sind viele Ängste, z.B. die Angst vor Dunkelheit noch nicht vorhanden. Da ist eher die Trennungsangst oder die Verlustangst vorherrschend.
Die Angst vor Dunkelheit ist etwa ab dem zweiten Lebensjahr vorhanden, im ersten Jahr kann das Kind aber schon Furcht vor Schatten zeigen.
wir haben die decke unseres jetzigen schlafzimmers
dunkelblau/fast schwarz gestrichen, wie einen nachthimmel und
darauf hat mein freund leuchtesterne geklebt.
die wände sind weiß.
Ich würde die Sache von einer anderen Richtung sehen: Babys und später Kleinkinder wollen ihre Umwelt entdecken. Vor allem die Wände würde ich interessanter gestalten: Bilder von Tieren, Blumen, usw. Kann mir denken, dass ein Kleinkind die leuchtenden Sterne eher als spannend, denn beängstigend empfindet.
Habe selbst zwei Kinder groß gezogen und festgestellt, dass solche Sachen eher nebensächlich sind: Babys sind neugierig und wollen dabeisein. Meine beiden haben im Wohnzimmer auf der Couch oft ruhiger geschlafen als in ihrem Kinderzimmer. Gerade wenn Besuch da war.
genau über die Helligkeit haben wir uns inzwischen auch Gedanken gemacht. leider ist das Zimmer eh schon recht dunkel, da vor dem Fenster der Balkon mit Überdach ist.
Kunstlicht wird daher eh gebraucht, aber muss es ja mit der Dunkelheit nicht übertreiben, genau aus diesem Grunde werden wir die Decke beizeiten tatsächlich überstreichen.
an Ängste (vor Dunkelheit) und so haben wir in unsere Gedankenspiele nicht gedacht. es geht einfach um die Psychologie der Farben, die ja nicht unbedingt gleich was mit Angst zu tun haben muss
haben inzwischen auch einen Text gefunden, der uns eine gute Richtung gewiesen hat. nämlich neueste farbpsychologische Forschungen untermauern, dass Babys in zarte, warme Farben gebettet werden wollen. solche Farben, die sie bereits aus dem Mutterleib kennen.
also schon gern etwas „schummerig“ (im Mutterleib war es ja nun wirklich nicht taghell erleuchtet *g*), aber nicht zu bunt/krass.
laut B. Hebenstreit/Farbpsychologin sind erst Zwei- bis Dreijährige psychisch reif für kraftvollere Farbschwingungen.
helle Blau-, Rosa- und Grüntöne sowie Naturweiß und Cremegelb sollen die besten Farben für das Baby sein, da diese Geborgenheit vermitteln.
wobei Dinge die nah an dem Baby dran sind wie das Bett/Kinderwagen wichtiger sind, als Dinge die weiter entfernt sind, da sie weiter entfernte Dinge noch gar nicht wahrnehmen können (die erkennen erst noch nichtmal, dass die schemenhaften Bewegungen über dem Bettchen ein Mobile sind… wieder was dazu gelernt), also ist in diesem Sinne die Decke eher irrelevant.
das ist witzig, dass du das schreibst… ich hatte als kind
nämlich ein zimmer mit einer dunklen decke und aufgemalten
sternen. ich fand es schön!
genau das denken wir auch. wenn das Baby dann erstmal zum Kind geworden ist und wirklich entscheiden kann zwischen „ich find das schön“ und „ich mag das nicht“, dann können wir mal wieder auf so einen Sternenhimmel zurück kommen… oder eben nicht… mal schauen, was unser Kind uns dann zu sagen hat…
Mal was ganz anderes…
Hallo Felice,
wie wäre es, statt neu zu streichen, die Decke mit einem Stoffhimmel zu versehen?
Schöner, preiswerter unifarbener Stoff, gibts preiswert z.B. auf Märkten, am Ende Tunnel nähen, lange Stangen durchziehen, an der Decke anbringen.
In die einzelnen Bahnen noch 2 oder mehrmals (kommt auf die Zimmergröße an) neue Stangen anbringen, dann entsteht so ein wolkiger Effekt. Macht man oft in Kindergärten über der *Kuschelecke*…
Ich habe so unter unserem überdachten Freisitz einen orangenen Himmel, ansonsten müsste ich auf Eternitplatten gucken…
Sieht toll aus, kostet nicht viel und ist schneller gemacht, als eine neue Decke.
Und, wenns noch heimeliger sein soll:
Lichterkette über dem Stoff anbringen…
Wünsche noch viel Vorfreude aufs Baby,
Finjen