Hi Experten,
ich bin auf der Suche nach einem Muster einer Deckungsbeitragsrechnung. „Kein Problem, einfach mal googeln“ werdet Ihr sagen. Naja, ganz so einfach ist es wohl doch nicht. Die DB-Rechnungen, die ich so gefunden habe, sind immer produktbezogen. Ich suche aber etwas für ein Unternehmen, welches mehrere Shops betreibt (iW Souvenirs und Bücher). Dort soll für jeden Shop eine DB-Rechnung erstellt werden. Klar, ich könnte das bestimmt auch von Hand hinbekommen, aber bevor ich was wesentliches vergesse, wollte ich mir mal ein Beispiel ansehen.
vielleicht muss ich auch einfach nur unter einem anderen Begriff suchen?
also wenn Ihr tipps habt, immer her damit!
Grüße
Queedin
Hallo Queedin,
ein kleine Gegenfrage: Warum eine DB-Rechung für die Shops? Anhand der DB-Rechnung werden Kostenstellen analysiert, die Unternehmenssituation transparenter dargestellt und die Entscheidungsfindung unterstützt (make or buy). Kostenstellen hast Du aus Deiner Beschreibung zwei: Bücher und Souvenirs.
Buchhalterisch hat Du (im Normalfall) die Einnahmen (ohne Versandkosten) und Ausgaben (Einkauf) nach den Shops schon getrennt. Damit hast Du schon den DBI. Jetzt kommen in der DB-Rechnung die Deine weiteren Kosten (Marketing, Vertrieb, Verwaltung usw.) hinzu. Wichtig ist hierbei, um später Analysen fahren zu können, die Reihenfolge. Zuerst kommen die Kosten die klar zuordnen werden können - danach die Kosten die über (Kosten)Schlüssel verteilt werden.
Beispiel für die Zuordnung: Ein Banner mit „Souvenirs & Bücher“. Du verteilst die Kosten zu je 50% auf die Kostenstellen Souvenirs & Bücher. Schwieriger wird es, bei der Schlüsselung der Kosten für die Verwaltung, Lager usw…
Die Interpretation die Du wohl suchst ist: Welcher Shop bringt mir mehr Gewinn? Grob gesagt hast Du ja den DBI aus der Buchhaltung. Jetzt musst Du „nur“ noch für Dich errechnen wo der Aufwand (Souvenirs oder Bücher) im Verhältnis zum DBI am erfolgreichsten ist.
Beispiel: DBI Souvenirs zu Bücher 70:30, Aufwand Souvenirs 40%, Bücher 60%. Würde aus der reinen Betrachtung der DB-Rechnung bedeuten: Nur noch Souvenirs verkaufen und den Bücher Shop einstampfen.
Grundvoraussetzung für die DB-Rechung ist: Ein aussagefähiges Rechnungswesen und eine entsprechende Zuordnung der Kostenstellen.
Hoffe es hilft Dir ein wenig weiter - wenn Du noch weitere Fragen hast (auch für die Zuordnung der Kosten) kannst Du mich gerne wieder Fragen.
Viele Grüße aus Hamburg,
Stefan
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Hallo Stefan,
erst einmal danke für Deine Mühe!
ein kleine Gegenfrage: Warum eine DB-Rechung für die Shops?
Anhand der DB-Rechnung werden Kostenstellen analysiert, die
Unternehmenssituation transparenter dargestellt und die
Entscheidungsfindung unterstützt (make or buy). Kostenstellen
hast Du aus Deiner Beschreibung zwei: Bücher und Souvenirs.
naja, ganz so einfach ist es hier nicht. weil vertraglich vereinbart ist dass in bestimmten Shops bestimmte Waren verkauft werden müssen. es geht hier also nicht um die Entscheidung, WAS verkauft wird, sondern ob ein Shop offen bleibt oder nicht.
Buchhalterisch hat Du (im Normalfall) die Einnahmen (ohne
Versandkosten) und Ausgaben (Einkauf) nach den Shops schon
getrennt. Damit hast Du schon den DBI. Jetzt kommen in der
DB-Rechnung die Deine weiteren Kosten (Marketing, Vertrieb,
Verwaltung usw.) hinzu. Wichtig ist hierbei, um später
Analysen fahren zu können, die Reihenfolge. Zuerst kommen die
Kosten die klar zuordnen werden können - danach die Kosten die
über (Kosten)Schlüssel verteilt werden.
danke für die infos. wie es grundsätzlich funktioniert ist mir schon klar. ich wollte mir nur mal ein konkretes Beispiel anschauen. Du weißt ja, grau ist alle Theorie…
Beispiel für die Zuordnung: Ein Banner mit „Souvenirs &
Bücher“. Du verteilst die Kosten zu je 50% auf die
Kostenstellen Souvenirs & Bücher. Schwieriger wird es, bei der
Schlüsselung der Kosten für die Verwaltung, Lager usw…
eben! und nein - ich habe hier nicht nur diese beiden Kostenstellen. in diesem Fall kann man das eigentlich nicht so klar trennen, und die einzelnen verkauften Waren sind zum Teil schon sehr einzigartig.
also solltest Du so ein Beispiel für Shops schon mal gesehen haben, wäre ich Dir dankbar mir eine Quelle zu nennen, oder ein beispiel - gern anonymisiert - zu schicken.
Gruß
QUeedin