Wie kann man das Problem lösen wenn Kosten und Erträge zu unterschiedlichen Zeitpunkten eintreffen und sich sehr schwer trennen lassen, z.B.
Kosten für Material verschiedener Aufträge im Jänner 20000 Euro
Erträge kommen erst im August in Teilzahlungen 5000 Euro (Anzahlung 2000 Euro).
Wenn ich jetzt eine DB Rechnung im März machen will, verfälscht hunderte verschiedene Positionen hinzu). Was kann man da machen?es mir komplett das Ergebnis (man bedenke es kommen noch
Gibt es für spezielle Betriebswirtschaftliche Fragen eigentlich ein Forum das noch tiefer geht als www?
die DB-Rechnung ist nicht vom Zeitpunkt abhängig. Die Problematik stellt sich ja immer dann, wenn Rohstoffe / Halbfertigprodukte gelagert werden (auch nur für kurze Zeit). Deshalb gibt es unterschiedliche Bewertungsmethoden (Durchschnitt / LiFo…).
Für die DB Rechnung wird „nur“ der Wert der Rohstoffe (anhand von Rezepturen / Materiallisten) benötigt (evtl. mit Aufschlägen / Mat- bzw. Pers-Gemeinkosten).
Was willst Du denn genau wissen bzw. analysieren? Evtl. sind andere Kennzahlen dazu besser geeignet - (Lager)Umschlagshäufigkeit, durchschnitliche Kapitalbindung etc… .
Deckungsbeitragsrechnung nochmals anderst dargest.
Merci für die Tips, aber ich hab jetzt mein Problemstellung verfeinert:
Sie haben einen Baufirma die Aufträge von Kunden bekommt, die zum Teil kleine Vorauszahlungen machen. Die hohen Kosten fallen aber meistens sofort an, da Sie das Material sofort bestellen müssen. Die Erlöse kommen aber erst später durch Teilzahlungen herein. Durch die hohe Anzahl von Aufträgen ist es Ihnen nicht möglich alle Kosten und Erlöse des Auftrages feinsäuberlich abzugrenzen. Wie können Sie jetzt zu einem bestimmten Monat bzw. Zeitpunkt sagen, ob der Geschäftsverlauf positiv ist?
Gruss
Metze
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
ich glaube das Problem, das du darstellst ist nicht die Deckungsbeitragsrechnung.
In einer Baufirma wird doch das Objekt im vorherein kalkuliert.
In dieser Kalkulation sollten die Kosten der Vorfinanzierung enthalten sein, so daß bei Abgabe des angebotes der „Deckungsbeitrag“ (oder Gewinn bei diesem Objekt) bekannt sein sollte.
Was tatsächlich als betrieblicher Gewinn bei diesem Objekt bleibt, sollte eine Nachkalkulation herausstellen.
kurzes Beispiel:
Materialeinkauf: 20000 Euro
Finanzierungskosten: 1000 euro
Personaleinsatz: 50000 euro
Gemeinkosten 20% 14200 Euro
Fixkosten 10% 7100
kalkulatorischer Gewinn 20% 18700 Euro (ger)
= Angebotsbetrag 111000 Euro
Materialeinkauf tatsächlich: 22000 Euro
finanzierungskosten: 800 Euro (z.B. wegen Teilzahlungen)
Personaleinsatz: 44000 Euro
Erlöse: 100000 Euro
Deckungsbeitrag: 44200
Gemeinkosten 13360
Fixostenansteil 6680
tatsächlicher Gewinn: 13160 Euro
alles natürlich stark verkürzt.
Ich empfehle für die Kalkulation mal ein Buch „Kalkulation im Handwerk“ oder ähnliches zu lesen.