Liebe ExpertInnen,
was ist ein „deep link“? Ich lese hin und wieder, dass sowas unerwünscht sei, weil es „den traffic erhöhe“, kann mir aber weder unter dem Begriff noch unter der Folge etwas vorstellen. Wer weiß was?
Liebe ExpertInnen,
was ist ein „deep link“? Ich lese hin und wieder, dass sowas unerwünscht sei, weil es „den traffic erhöhe“, kann mir aber weder unter dem Begriff noch unter der Folge etwas vorstellen. Wer weiß was?
Dt. „Tiefe Verlinkung“. Links, die nicht auf die Homepage Ihrer Website verweisen, sondern unmittelbar auf „tiefer liegende“ Unterseiten in einer Website.
gruss aus dem vogtland
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Dt. „Tiefe Verlinkung“. Links, die nicht auf die Homepage
Ihrer Website verweisen, sondern unmittelbar auf „tiefer
liegende“ Unterseiten in einer Website.
Unerwünscht aus zwei Gründen: Zum einen können auf diese Weise fremde Inhalte als eigene ausgegeben werden. Vor allem aber hat der Betreiber der gelinkten Seite oftmals ein Interesse daran, seine Seiten in einem bestimmten Kontext darzustellen, der durch den Deep Link zerstört wird. Dies kann ein Frameset sein, das erst in seiner Gesamtheit ein korrektes Bild der Seite darstellt, das kann eine Menuführung sein, die den Besucher dieser Seite ohne Deep Link erst über diverse Werbeseiten zum eigentlichen Inhalt führt. Insbesondere wenn die Seite durch Werbeeinnahmen finanziert wird, bringt der Deep Link den Seitenbetreiber um seine durchaus legitime Einnahmequelle.
Gruss,
Schorsch
Hallo,
was ist ein „deep link“? Ich lese hin und wieder, dass sowas
unerwünscht sei, weil es „den traffic erhöhe“, kann mir aber
weder unter dem Begriff noch unter der Folge etwas vorstellen.
wobei - ergaenzend zu den bereits gegebene Antworten - noch zu sagen ist:
Deep Links sind eine ganz normale Sache im Internet.
Oder sagen wir besser: Links sind eine ganz normale Sache, und diejenigen, die Deep Links (bzw das Wort) erfunden haben, haben irgendwo ein Problem mit dem Medium.
Suchmaschienen erzeugen zB logischerweise Deep Links.
Ein Link auf einen Startseite ist oft ziemlich sinnlos - wenn ich zB einen Artikel aus meinem Weblog sinnvoll faende, um hier im Forum eine Antwort zu geben, waere es total sinnlos auf www.jawl.net zu linken, denn der Inhalt dieser Startseite aendert sich taeglich.
Also doch lieber der Deep Link auf www.jawl.net/entry.php?id=01522 (willkuerhrliches Beispiel ohne Sinn)
Wenn ich jemand einen bestimmte Camera von Sony empfehlen will und nur auf sony.de verweisen duerfte, muesste sich derjenige auch erst mal muehsam durchsuchen (Sony-Electronic - Digitalcams - Modellreihe xy, …) statt direkt beim Produkt zu landen.
Fazit: Die Angst vor Deep Links ist bloedsinn und am Sinn des Internet (Hypertext, Links, Vernetzung) vorbei.
Zum Glueck sehen inzwischen auch Gerichte das so, wenn mal wieder jemand meint, sinnlose Klagen loslassen zu muessen.
Das Argument mit den Frames hat sich zum Glueck bald erledigt, wenn Frames aus dem html-Standard rausfliegen.
Schlaue Programmierer können das auch eh loesen.
Das Argument mit der Werbung: hach Gott, da muss man halt durch.
an macht eh kein geld mit werbung auf Websites…
Greetinx
Christian
Hallo,
worum es technisch geht, und dass es aus diversen Gründne unerwünscht ist, wurde ja schon gesagt. Vielleicht noch ein Wort zur aktuellen Lage in der Praxis:
Solange ein Deeplinking im Rahmen von Forumsnachichten, und ähnlichen schnell wechselnden Dingen ohne wirtschaftlichen Hintergrund erfolgen, wird hiergegen kaum jemand etwas unternehmen bzw. hierbei keine Chancen haben. Probelmatisch wird es aber immer dann, wenn man diese Methode bewusst einsetzt um fremde Inhalte für eigene Zwecke wirtschaftlich auszunutzen und dabei dem eigentlichen Betreiber ggf. auch noch selbst wirtschaftlich den Boden entzieht. Wenn ich also einen fremden Inhalt der Werbung oder auch nur dem vom Autor aus wirtschaftlichen Gründen hinzugefügten Kontext entziehe und statt dessen eigenen wirtschaftlichen Nutzen hieraus ziehe kann und wird es Ärger geben. Gerichte werden dann insbesondere in Fällen, wo dies Methode hat üblicherweise auch zu Unterlassung und ggf. sogar Schadenersatz verurteilen.
Bei den Suchmaschinen sieht dies insoweit etwas anders aus, weil diese natürlich nicht zielgerichtet einen einzelnen Link als einzelne Leistung bewerben, sondern entsprechend den vom Betreiber einer Seite gesetzen technischen Schranken (robots.txt, Datenbanksperren, …) eine vollständige Indexierung betreiben.
Ich halte diese Sichtweise auch für legitim, denn der Betrieb von Internetseiten kostet Geld und hinter jeder professionellen Seite steckt eine entsprechende Kalkulation der Kosten, Einnahmen und Nutzen. Und wenn diese Kalkulation gestört wird, wird dies Auswirkungen auf das Angebot haben. Allein die Flaute der Online-Werbung hat schon viele gute (und daher eben auch im Betrieb teure) Angebote gekippt und es muss sich jeder selbst fragen, ob er lieber eine Dienstleistung deshalb umsonst in Anspruch nehmen kann, weil der Anbieter sie über Werbeeinnahmen finanziert oder ob er sie gar nicht mehr (weil eingestellt) nutzen kann oder hierfür dann eben zahlen muss.
Und wenn man sich dann ansieht, dass die Sache bei vielen Betreibern fragwürdiger Seiten sogar massiv Methode hat, eigenes Geld auf Kosten anderer zu verdienen, dann verdient auch dies keinen Schutz. Klassisches Beispiel sind hierfür die Suchmaschinen vollmüllenden und mit unseriösen Angeboten nur so gespickten „Zwischenseiten“, die unter unendlichen „guten“ Suchbegriffen mit massenhaft Links auf fremde Seiten gute Suchmaschinen-Rankings abstauben und inhaltlich selbst gar nichts zu bieten haben. Ich sehe nicht ganz ein, solche fragwürdigen Geschäftmodelle mit meiner Arbeit zu unterstützen und dadurch dem Suchmaschinenspamming auch noch Vorschub zu leisten und überlege momentan selbst auch einige Leute deshalb abzumahnen, nachdem ich von technischer Seite her auch schon eine Notbremse gezogen habe und gerne dergestalt missbrauchte Inhalte meiner Seiten jetzt bei Fremdaufruf zunächst auf die Index-Seite umleite, damit mir mein eigener Zweck erhalten bleibt.
Gruß vom Wiz
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