Defekte externe Festplatte zurück - Datenschutz?

Hallo Leute,

wollte fragen ob es gefährlich sein könnte, wenn man eine defekte Festplatte, die u.a. ein paar Filme drauf hat, zum Hersteller zurückschickt um sie ersetzt zu bekommen.
Kann der Hersteller rein rechtlich die Daten an die Behörde weiterleiten, oder verstößt das gegen den Datenschutz?
Muss man sich da Gedanken machen?

Hoffe ihr habt ein paar Antworten zu dieser interessanten Frage :smile:

Danke und Gruß

Hallo,

wollte fragen ob es gefährlich sein könnte, wenn man eine
defekte Festplatte, die u.a. ein paar Filme drauf hat, zum
Hersteller zurückschickt um sie ersetzt zu bekommen.

theoretisch ja, praktisch nicht. Die Servicebetriebe haben werden Lust noch Zeit auf kaputten Festplatten nach so etwas zu suchen. Zudem dürfte im Reparaturablauf nicht mehr ohne weiteres Rückschluss auf den ehemaligen Eigentümer möglich sein.

Kann der Hersteller rein rechtlich die Daten an die Behörde
weiterleiten, oder verstößt das gegen den Datenschutz?

Wenn es sich um strafrechtlich relevantes Material, z.B. KiPo handelt, kann er das selbstverständlich. Bei gerippten DVDs sehe ich nicht auf Anhieb, dass dies strafrechtlich relevant wäre.

Muss man sich da Gedanken machen?

Unabhängig von den o.g. Schilderungen heißt es ja nicht, dass das Material, welches sich auf der Platte befand, zwingend der Person zuzurechnen ist, die die Festplatte reklamiert hat. Beispiel: Ich kaufe auf dem Flohmarkt eine defekte Festplatte, stelle zuhause fest, dass noch Garantie besteht und reiche diese entsprechend ein.

Aber: Findet jemand z.B. KiPo auf der Platte und es kommt zur Anzeige, muss der Betroffene mit einer Hausdurchsuchung rechnen. Wird dort mehr gefunden, dann hat er ein Problem. Auch wenn dort nichts gefunden wird, ist so etwas äußerst unangenehm.

Behörden, die sensible Daten behandeln, vernichten defekte Festplatten aus diesen Gründen. Auch wenn noch Garantie darauf besteht.

Gruß

S.J.