Defekter CD/DVD Player

Hallo
Ich hab einen defekten CD/DVD Player.
Zuerst gab es Probleme mit der Anzeige der richtigen Position auf CD.
Dann fing er an, ab und zu zu stoppen und kein Display mehr, nur schwaches glimmen. Jetzt ist er jedenfalls ganz aus und ein Neustart ist nicht hilfreich.
Jetzt gibts aber die Firma nicht mehr und eine Reparatur wäre auch zu teuer.
Ich hab alle Baugruppen rausgebaut und auf den Teppichboden gelegt, um Messungen machen zu können, bzw. alternativ das Gerät auszuschlachten.
Ich habe am Displayteil einen Chip, Taster, eine Art Vakuum-Plasmadisplay und einen Kondensator gefunden.
Am Kondensator messe ich eine Spannung von 4,6 Volt.
Meine Vermutung ist, das das eigentlich 5 Volt für einen digitalen Chip sein sollten und ein Fehler im Netzteil vorliegt.

Frage: Liege ich da richtig?

Bei einem Fehler im Netzteil hätte ich Probleme, ein Bauteil zu finden, welche als Referenz dient oder defekt ist. Potis sind da auch nicht :frowning:

MfG
Matthias

Hi Matthias,

wegen dem Teppich brauchst du dir keine Sorgen machen, das ist ok.
Du wirst ja wohl nicht mit Gummisohlen auf dem Teppich laufen und dann „aufgeladen“ die Beine eines Chips berühren???

Aber dein Problem - dunklere Anzeige etc - scheint wirklich ein Netzteilproblem zu sein.

Das mit den 4,6 statt vermuteter 5 V ist nur ein Punkt.
Aber normalerweise sind die Netzteilplatinen so aufgebaut, dass man sie von allen Verbrauchern abstecken kann und dann an den Ausgängen die Spannungen messen kann: Vermutlich 5, 12 und / oder 25 Volt. Steht manchmal auch auf der Platine neben den Anschlüssen drauf.

ABER VORSICHT - Ein Schaltnetzteil läuft Eingangsseitig mit 230 V ~
und intern auf der Primärseite mit 300 bis 350 V =
BEIDES ist LEBENSGEFÄHRLICH!

Gruß
BT

Hallo Matthias,

Ich habe am Displayteil einen Chip, Taster, eine Art
Vakuum-Plasmadisplay und einen Kondensator gefunden.
Am Kondensator messe ich eine Spannung von 4,6 Volt.
Meine Vermutung ist, das das eigentlich 5 Volt für einen
digitalen Chip sein sollten und ein Fehler im Netzteil
vorliegt.

Frage: Liege ich da richtig?

Vielleicht ?!?!

Gegenfrage:
Ich habe an einer Druckmaschine 11.5V gemessen, wo liegt der Fehler ?

MfG Peter(TOO)

hi,

Bei einem Fehler im Netzteil hätte ich Probleme, ein Bauteil
zu finden, welche als Referenz dient oder defekt ist. Potis
sind da auch nicht :frowning:

wenn du kein oszi zur fehlereingrenzung zu verfügung hast, hilft erstmal nur eins:
kopf ausschalten, und auf verdacht alle sekundärseitigen elkos und die dazugehörigen gleichrichterdioden erneuern.
wenn es sich um ein schaltnetzteil handelt, dürfte die erfolgsquote bei ca 90% liegen.

ne andere idee wäre noch, das die lasereinheit „fertig“ ist. bei der spursuche verbraucht das laufwerk relativ viel strom, und dadurch wird das display dunkler (das verhalten legen erfahrungsgemäss ca 80% aller player an den tag - sprich kein netzteildefekt, sondern geiz-ist-geil-konstruktion) - erster ansatzpunk sollte dann putzen der laserlinse sein. ggf erneuern.

gruss wgn

MfG
Matthias

Hallo

Danke sehr, mit Deinem Artikel konnte ich bisher am meisten anfangen.
Ich werde jetzt mal nach defekten Kondensatoren und Dioden suchen.
Mir steht auch ein Oszilloskop zur Verfügung.
Im Verdacht habe ich allerdings auch einen Konstruktionsfehler in der Spannungsversorgung.

Mfg
Matthias

huhu,

Mir steht auch ein Oszilloskop zur Verfügung.

na, das ist doch schonmal ein ordentlicher anfang.
erfahrungsgemäss ist die 5volt und ggf 3,3volt versorgungsspannung relativ wichtig. diese sollte einen ripple von weniger als 0,1volt aufweisen (egal welcher belastungszustand vom laufwerk ect ausgeht)
die anderen spannungen (zb: +12volt, -12volt, +30volt usw)
sind nicht ganz so kritisch - wenn du dort den rippel unter 10% des nennspannungswertes hältst, sollte die welt noch in ordnung sein). bei voller laufwerklast würds mich auch nicht wundern, wenn kurzzeitig die spannung auf 50% der nennspannung absinkt

Im Verdacht habe ich allerdings auch einen Konstruktionsfehler
in der Spannungsversorgung.

aus sicht eines *schulbuchlehrlings* sind die meisten netzteile eine fehlkonstruktion. *lach*
spass beiseite: ich kann deine letzte aussage einfach nicht richtig einsortieren. inwiefern liegt - deiner ansicht nach - ein konstruktionsfehler vor?

gruss wgn

Mfg
Matthias

Mal eine ganz ketzerische Frage:

Macht das überhaupt Sinn?

Ein DVD-Player kostet weniger als eine Tankfüllung, ist es da wirklich sinnvoll, sich stundenlang mit so einem Ding zu beschäftigen und womöglich noch Dutzende von Euros für Ersatztteile auszugeben?

Ich bin zwar auch der Typ, der erst mal alles aufschraubt und mit dem Schlachtruf „Kaput ist eh schon“ noch mal nachschaut, ob da noch was zu machen ist . . . aber eh ich in son Ding mehr als eine Stunde Arbeit und/oder ein paar Teile aus der Bastelkiste reinstecke, kauf ich mir lieber was Neues. Anders ist einfach nicht wirtschaftlich.

Und bevor jetzt jemand sagt, das man für 30 oder 40 Euro nur Billichkram bekommt:
In ein bis drei Jahren werden wir eh unsere DVD- gegen BlueRay- oder HD-Player austauschen - solange tut’s auch Billichkram von Feinkost Albrecht. Da ist der Wertverlust nicht so groß :wink:

Wegwerfen, Neukaufen - just my 2 Pence . . .

Hallo

aus sicht eines *schulbuchlehrlings* sind die meisten
netzteile eine fehlkonstruktion. *lach*
spass beiseite: ich kann deine letzte aussage einfach nicht
richtig einsortieren. inwiefern liegt - deiner ansicht nach -
ein konstruktionsfehler vor?

Ich bin etwas verärgert, weil ich das Gerät nur sehr wenig benutzt habe, und ein Fehler im Display lag schon von Anfang an vor, was mir aber damals dummerweise egal war.
Außerdem bin ich der Meinung, das eine Technologie dieses Datums normalerweise nicht einfach nach ein paar Abspielungen seinen Geist aufgibt. Jedes Röhrengerät ist da ja solider.

Aber es kann natürlich auch sein, das ein einzelnes Bauteil nicht in Ordnung war, und das kann ich natürlich nicht wissen.

Mfg
Matthias

Hallo
Ja ist schon in Ordnung, der meinung war ich erst auch. Aber falls ich das Teil mit wenig Aufwand wieder zum Laufen bekomme, ist das auch ok.
Mein „Stundenlohn“ ist jedenfalls nicht zu hoch.
MfG
Matthias

Hi,

Ich hab alle Baugruppen rausgebaut und auf den Teppichboden
gelegt, um Messungen machen zu können,

du weißt, dass sich in dem Teil ein unsichtbarer Infrarot-LASER befindet der dein Auge schädigt wenn er in Betrieb ist und du da reinkuckst (was du aber nicht merkst, eben unsichtbar)? Deshalb hat das Teil auch so einen dreieckigen Warnaufkleber. Also deck das Teil entsprechend ab, aber ohne die kleine bewegliche Kunststofflinse zu berühren!
Wollte nur sicher gehen, dass du morgen nicht im Medizinbrett postes.

HTH,
J~

Hallo,

du weißt, dass sich in dem Teil ein
unsichtbarer Infrarot-LASER befindet der
dein Auge schädigt wenn er in Betrieb ist und du da reinkuckst
(was du aber nicht merkst, eben unsichtbar)?

Nur keine Panik. Die Netzspannung, an der er da fummelt ist bei weitem die größere Gefahr (vor der ich an dieser Stelle nochmal warnen möchte!). Der Laserstrahl wird durch die Linse hinter dem Brennpunkt derselben so stark aufgefächert, dass keine Gefahr mehr besteht. Zudem hat das Ding einen Laser der Klasse 1, also keine Gefahr: http://de.wikipedia.org/wiki/Laser#Laser-Klassen
Gruß
loderunner

Hallo loderunner,
der Laser ist aber auch nur solang Klasse 1, solang das Gehäuse geschlossen bleibt beim Betrieb des Geräts. Für den offenen Strahl kann dann eine ganz andere Einstufung gelten. Da ist schon ein gewisses Gefahrenpotential!
Ich kenne Industrielaser zur Materialbearbeitung (Gravieren & Schneiden), die ebenfalls in Klasse 1 einsortiert werden …

Bei der Netzspannung kann ich aber zustimmen. Könnte dauerhaft ungesund sein!

Gruß
peherr

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

uU Laser-Klasse 3B
Hi,

keine Gefahr mehr besteht. Zudem hat das Ding einen Laser der
Klasse 1, also keine Gefahr:
http://de.wikipedia.org/wiki/Laser#Laser-Klassen

alles den ganzen Text gelesen?. Dort steht nämlich:
Laser-Klasse 3B:
ist gefährlich für das Auge und in besonderen Fällen auch für die Haut. Diffuses Streulicht ist in der Regel ungefährlich. (Laser von CD-/DVD-Brennern; Laserstrahlung allerdings nicht direkt zugänglich)

Wer weiß schon genau was unser Frager denn nun genau für ein Gerät hat (Laufwerk/Brenner) und wie unbedarft er sich verhält.

Grüße,
J~

Hallo,
es geht doch hier um einen CD/DVD-Player. Der dort eingebaute Laser hat eine Leistung von unter einem mW und davor ist eine Linse mit einer Brennweite im mm-Bereich. Jeder Laserpointer ist gefährlicher als das. Und, wie gesagt, das Netzteil erst recht.
Gruß
loderunner