Defibrillator und Sex

Hallo zusammen!

Ich weiß nicht so recht, ob ich in diesem Brett eigentlich richtig bin. Aber in „Medizin“ oder gar „Behinderung“ fühle ich mich mit der Frage irgendwie komisch.

Jedenfalls hatte mein Freund Kammerflimmern und war wohl kurzzeitig tod und ähnlich unschöne Dinge. (Ich hab’s grad erst erfahren, dehalb bin ich selbst noch ein bisschen aus der Spur…)
Das ist jetzt ein paar Tage her und er kriegt einen Defibrillator eingesetzt, damit im Fall der Fälle ein Stromstoß sein Herz wieder zum Pumpen bringt.

Eigentlich hätte ich ja gedacht, dass er jetzt erst mal zur Ruhe kommen will und vielleicht unsere Beziehung sogar beenden will (es ist mehr eine inoffizielle Beziehung), weil man nach so einem Ereignis ja möglicherweise die Welt in einem ganz neuen Licht sieht, und zum Beispiel erkennt, dass die Ehefrau und die Kinder wichtiger sind als eine wenn auch geliebte Affäre.

Aber weit gefehlt… Er redet schon davon, dass ich ihn ja während der Reha viel besser besuchen könnte als auf der Intensivstation (ich bin reingekommen, obwohl ich deutlich gesagt hatte, dass ich keine Angehörige bin und nur eine Karte abgeben wolle), und er träumt schon davon, wie wir während der Reha vögeln und so…

Mal davon abgesehen, dass ich gerade wirklich fertig bin wegen der ganzen Situation, frage ich mich aber auch ganz konkret, wie und ob das eigentlich funktionieren kann, Sex und ein Defibrillator. Muss ich da auf irgendwas achten? Der Sex ist bei uns schon recht wild, das geht wahrscheinlich nicht mehr, oder? Wie lange muss sich mein Freund denn eigentlich schonen danach?

Hat hier irgendwer einen Defibrillator und Sex? Oder einen Freund mit Defibrillator?
Und ist es technisch überhaupt möglich, dass der auslösen muss, weil wir zu viel, zu leidenschaftlich, zu lang oder was auch immer Sex haben?

Tut mir leid, dass ich so direkt nachfrage, aber als Nicht-Ehefrau ist die Kommunikation begrenzt. Die zu den Ärzten und die zu ihm selbst eigentlich auch zur Zeit.
Eigentlich bin ich ja auch schon durch entsprechende Internetseiten informiert. Aber ich hätte gern auch Erfahrungsberichte von Leuten, die wirklich so ein Teil haben. Das macht mir schon Angst, und ich hab das Gefühl, dass mein Freund nicht der Meinung ist, dass er wenigstens während der Reha erstmal ohne Sex auskommen muss. Und ich weiß ja nicht, was die Ärzte ihm dazu raten, denn das steht eigentlich nirgends so direkt.
(Wahrscheinlich weil keiner so bescheuert wäre, ausgerechnet eine sehr Herz- Kreislauf-belastende Tätigkeit während der Reha zu machen…)

Für Antworten wäre ich echt dankbar, ich bin immer noch völlig durch den Wind und wüsste einfach gern, ob ich sein Ansinnen lieber ablehnen sollte oder ob das schon ok ist.

Liebe Grüße
larymin

Hallo Larymin !

Da ich nicht weiss, WAS für eine Störung bzw. Erkrankung das Kammerflimmern ausgelöst hat, muss ich mich hier auch mit jedweder Empfehlung sehr zurückhalten. Nur so viel: Ein gesundes Herz entwickelt in aller Regel keine so schwere Herzrhythmusstörung wie das Kammerflimmern. Das bedeutet, dass Dein Freund körperliche Überanstrengung durchaus vermeiden sollte. Welches Maß an Belastung aber noch okay ist und welches nicht, das kann nur ein Facharzt nach einer umfassenden Untersuchung einschätzen. Dass der implantierte Defibrillator aber beim Sex auslöst, ist nicht sehr wahrscheinlich. Diese Geräte können durchaus zwischen einem „normalem Herzklopfen“ bei sexueller Erregung und Kammerflimmern unterscheiden. Dennoch gilt: Dein Freund bzw. ihr zusammen sollten das Gespräch mit dem behandelnden Arzt suchen.

Alles Gute !
Kai

Profifußball
Hi,

Das bedeutet, dass
Dein Freund körperliche Überanstrengung durchaus vermeiden
sollte.

allerdings gibt es auch Profifußballer, die damit leben. Anthony Van Loo zum Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=UjZK4HgoY2Q

J~

Hallo,

etwas off-topic, muss ich aber los werden.

Ich würde mir eher sorgen machen, dass die Ehefrau während Deines Reha-Besuchs auftaucht. Schon mal daran gedacht, dass man den Ehemann bei der Reha besucht ohne vorher einen Termin abzusprechen (erst recht wenn Kinder im Spiel sind).

Als meine Mutter bei ihrer Reha war, ist genau das passiert. Glaub´mir, hätte der Typ einen Defi gehabt, wäre der garantiert angesprungen.

LG

Hallo Larymin,

leider kann ich auch nichts Konkretes zum Kammerflimmern sagen, aber etwas allgemeiner zur Herzthematik. Ein nahes Familienmitglied bekam mit 49 einen Bypass.

So eine OP kann ganz schön anstrengend sein, und die Tatsache, dass ein elementares bzw. existenzielles Organ erkrankt ist, stellt i.d.R. eine ganze Menge auf den Kopf. Es dauert, bis man sich an den Gedanken gewöhnt, dass man hinterher vielleicht (erstmal) nicht mehr so wie früher kann. Von daher vermute ich (und mehr als vermuten kann man nicht), dass seine Aussage

und er träumt schon davon, wie wir während der Reha vögeln und so…

eher so etwas wie ein Strohhalm ist, an den er sich im Moment klammert, etwas, das ihn aufrecht hält.

„Herz-Situationen“ sind für alle Beteiligen sehr aufwühlend, du spürst das scheinbar gerade am eigenen Leib. Umso wichtiger ist es, auf den ärztlichen Rat zu vertrauen. Denn das Problem: Längst nicht alle Patienten sind vernünftig, sie rauchen trotzdem, muten sich zu schnell zu viel zu (z.B. heben) etc. Ich wäre ohne ärztlichen Rat extrem vorsichtig. Du willst ja nicht die inoffizielle Freundin sein, bei der dann der Notarzt gerufen werden muss, oder? :frowning: Und letztlich kann nur der Arzt eine verlässliche Auskunft geben, wann was und wieviel erlaubt ist. Wenn euch so viel aneinander (oder am guten Sex) liegt, sollte das auch so offen vor dem Arzt angesprochen werden.

Einen Gedanken dazu – wenn auch off topic – möchte ich auch noch geben: Nach solch erschütternden Erlebnissen ist es nicht ganz unwahrscheinlich (natürlich kenne ich die Situation seiner Ehe nicht), dass die Familie näher zusammenrückt und mehr verziehen wird. Es kann wie ein Neuanfang sein. Das fällt mir dazu ein, dass du schreibst, du siehst ihn gerade seltener. Aber das nur unter Vorbehalt.

Viele Grüße und lass dich nicht verrückt machen
sgw

Hallo,

etwas off-topic, muss ich aber los werden.

Ich würde mir eher sorgen machen, dass die Ehefrau während
Deines Reha-Besuchs auftaucht. Schon mal daran gedacht, dass
man den Ehemann bei der Reha besucht ohne vorher einen Termin
abzusprechen (erst recht wenn Kinder im Spiel sind).

Und wo bitte, geht aus dem Eingangsposting hervor, dass der Mann verheiratet ist und dann auch gleich noch ´nen Satz Kinder hat? Etwa nur weil sie von sich als der Nichtehefrau spricht?

Als meine Mutter bei ihrer Reha war, ist genau das passiert.

Und deshalb muss man bei allen denselben Mist vermuten, ganz toll!
Kaum zu glauben wie manche hier ticken!
ramses90

LG

Hallo,

Und wo bitte, geht aus dem Eingangsposting hervor, dass der
Mann verheiratet ist und dann auch gleich noch ´nen Satz
Kinder hat? Etwa nur weil sie von sich als der Nichtehefrau
spricht?

ich habe das auch so verstanden:

…, weil man nach
so einem Ereignis ja möglicherweise die Welt in einem ganz
neuen Licht sieht, und zum Beispiel erkennt, dass die Ehefrau
und die Kinder
wichtiger sind als eine wenn auch geliebte
Affäre.

Und wo bitte, geht aus dem Eingangsposting hervor, dass der
Mann verheiratet ist und dann auch gleich noch ´nen Satz
Kinder hat?

Daraus könnte man das schließen:

weil man nach so einem Ereignis ja möglicherweise die Welt in einem ganz neuen Licht sieht, und zum Beispiel erkennt, dass die Ehefrau und die Kinder wichtiger sind als eine wenn auch geliebte Affäre.

Aber du hast natürlich insofern recht, als man zu so einer Erkenntnis auch ohne Ehefrau und Kinder kommen kann.

Stimmt, glatt überlesen.
Sorry, nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Zerknirschte Grüße, ramses90

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Hallo sgw,

ja, exakt das dachte ich auch schon.

Der Mann hat Leistungssport betrieben und viel wert gelegt auf seine Fitness und seine Gesundheit.

Ich kann mir auch vorstellen, dass dieses Ereignis (er hatte auch Tränen in den Augen als er von seinem Tod berichtete) ihn so aus der Bahn wirft, dass er von nun an anstatt langsam zu machen alles lieber doppelt und dreifach erledigen will, weil ja „so plötzlich alles vorbei sein kann“.

Aber ich spekuliere da nicht rum, sondern warte ab, was er selbst zu diesem Thema sagen wird. Er liegt noch auf der Intensivstation, daher sehen wir uns natürlich nicht zur Zeit. Ich bin eben keine Angehörige.

Schwierig ist eben nur, dass „wir“ mit keinem Arzt sprechen können, weil ich doch nicht Betandteil dieser Gespräche bin. Wenn ihm also der Arzt davon abrät, er mir aber das Gegenteil verkündet, vielleicht eben aus psychologischen Aspekten heraus, dann möchte ich nur wissen, wie ich da zu reagieren habe. Ich möchte nämlich weder die inoffizielle Freundin sein, bei der der Notarzt gerufen werden muss, noch möchte ich die inoffizielle Freundin sein, die nicht erkennt, dass der Mann Hilfe braucht.

Zu dem OT-Gedanken…
Als ich - so halbgar über Umwege - davon erfuhr, war ich der festen Überzeugung, dass genau dies jetzt passiert, er wendet sich (wieder) seiner Familie zu und empfindet die Affäre vielleicht selbst als nicht mehr relevant „im Angesicht des Todes“. Ich hätte vollstes Verständnis dafür gehabt (und hab es noch, das kann sich ja auch noch entwickeln).
Ich hab auch mit mir gerungen, ob ich mich wirklich noch im Krankenhaus bei ihm melden solle. Aber wenn man jemanden sehr gern hat (vielleicht auch liebt), dann macht man das und muss sich im Fall der Fälle auch wegschicken lassen.
Insofern, danke für den Rat. Ich könnte mir sowas in der Art auch Vorstellen. Das muss ich dann hinnehmen.

Liebe Grüße,
larymin

Hallo Kai!

Vielen Dank für die Hinweise. :smile:

Ja, er hat eine Grunderkrankung (schon lange), aber ich kann mir den Namen nicht merken. Das war bis dato natürlich nie so das Thema. Er hat Medikamente genommen und sonst ganz normal gelebt.
Er ist auch viel sportlicher als ich, betreibt Leistungssport und ähnliches. Nur jetzt halt plötzlich dieser Anfall. (Ich weiß auch nicht, ob der nun unmittelbar mit der Grunderkrankung zusammenhing, aber wahrscheinlich schon.)

Es geht mir - wenn überhaupt - auch nur um die Tatsache, dass der Mann eben so früh schon wieder loslegen möchte. Und da ich ihn bestimmt in der Reha-Klinik besuche, und da ich aber ganz sicher nicht mitgenommen werde zu seinen Arzt-Gesprächen, möchte ich mich eben selbst informieren.
Dazu geben die normalen Internetseiten natürlich keine Auskunft. Es heißt nur, man könne selbstverständlich ein „normales Sexualleben“ führen. Aber das bezieht sich sicher auf den Zeitraum nach der Reha.

Meine Gedanken gingen tatsächlich in die von sgw beschriebene Richtung. Möglicherweise ist das so etwas wie eine „Überreaktion“ auf dieses extreme Erlebnis. Vielleicht fühlt er sich auch „entmannt“ o.ä. Jedenfalls aber bestimmt sehr verunsichert und ängstlich. Ich möchte das nicht bedienen, indem ich dann mitmache.

Trotzdem vielen Dank!

LG
larymin

Hallo Larymin,

Der Mann hat Leistungssport betrieben und viel wert gelegt auf
seine Fitness und seine Gesundheit.

Dann ist diese Diagnose natürlich ein absoluter Schlag ins Gesicht.

Er liegt noch auf der Intensivstation, daher sehen wir uns natürlich
nicht zur Zeit. Ich bin eben keine Angehörige.

Darf ich hier mal neugierig nachfragen, warum du die „Nicht-Angehörige“ betonst? Bzw. ob in dem Krankenhaus deshalb Besuche verboten sind oder ihr das für euch geregelt habt? Als mein damals Noch-nicht-Freund auf der Intensivstation lag, durfte ich ihn ohne Probleme besuchen.

Schwierig ist eben nur, dass „wir“ mit keinem Arzt sprechen
können, weil ich doch nicht Betandteil dieser Gespräche bin.

Ließe sich nicht ein „Sondergespräch“ regeln? Ok, das verlangt sicher eine Portion „Abgebrühtheit“, aber ich möchte wetten, dass Angestellte in Krankenhäusern noch ganz andere Dinge als einen Mann und seine Geliebte(?)… :wink:

dann möchte ich nur wissen, wie ich da zu reagieren habe. (…) noch
möchte ich die inoffizielle Freundin sein, die nicht erkennt, dass der
Mann Hilfe braucht.

In meinen Augen ist die Frage, ob du ihm da vertrauen kannst. Ich fürchte, das ist eines eurer Risiken.

Aber wenn man jemanden sehr gern hat (vielleicht auch liebt), dann
macht man das und muss sich im Fall der Fälle auch wegschicken lassen.

Ich habe meinen Freund auch schon so oft im Krankenhaus erlebt, auch auf der Intensivstation: Das ist einfach immer wieder schlimm. Ich muss gestehen, dass ich noch nie das Bedürfnis hatte, einen Mann heimlich zu teilen (grins), aber dann noch diese Situation… in der möchte ich nicht stecken. Ich wünsche dir Kraft, um diese Zeit durchzustehen – egal, wie es ausgeht.

Viele Grüße
sgw

Hallo,

Darf ich hier mal neugierig nachfragen, warum du die
„Nicht-Angehörige“ betonst? Bzw. ob in dem Krankenhaus deshalb
Besuche verboten sind oder ihr das für euch geregelt habt? Als
mein damals Noch-nicht-Freund auf der Intensivstation lag,
durfte ich ihn ohne Probleme besuchen.

Ja, bei uns im KH dürfen offiziell nur Angehörige, d.h. verwandte oder verschwägerte Personen, besuchen. Aber es hängt ganz offensichtlich schwer vom Personal ab, ob man auch als Freundin reinkommt.
Und sicher hätte ich ganz dreist fragen können, ob ich ihn besuchen kann. Aber was hätte ich denn gesagt, wenn seine Frau da gewesen wäre, und ich dann als seine „Cousine“ angekündigt wäre? Ich wusste ja zunächst auch nichts, denn Auskunft erhält man bei uns wirklich per Telefon überhaupt keine. Nix. (Ist ja auch richtig so.)
Deshalb betone ich „Nicht-Angehörige“, denn deshalb ist mir der Kontakt zu irgendeinem Arzt oder eben meinem Freund selbst nur mit Lügen und Tricksereien möglich. Und ich hatte keine Möglichkeit, ihn zu fragen, wie er das sieht. Deshalb lasse ich das lieber.

Schwierig ist eben nur, dass „wir“ mit keinem Arzt sprechen
können, weil ich doch nicht Betandteil dieser Gespräche bin.

Ließe sich nicht ein „Sondergespräch“ regeln? Ok, das verlangt
sicher eine Portion „Abgebrühtheit“, aber ich möchte wetten,
dass Angestellte in Krankenhäusern noch ganz andere Dinge als
einen Mann und seine Geliebte(?)… :wink:

Ja, ich werde mal schauen, was sich in die Wege leiten lässt. Aus dem KH kommt er ja zum Glück bald raus. Der Eingriff ist wohl gut verlaufen (hat mir auch niemand gesagt, aber er ist verlegt worden auf eine normale Station). :smile:

Aber wenn man jemanden sehr gern hat (vielleicht auch liebt), dann
macht man das und muss sich im Fall der Fälle auch wegschicken lassen.

Ich habe meinen Freund auch schon so oft im Krankenhaus
erlebt, auch auf der Intensivstation: Das ist einfach immer
wieder schlimm. Ich muss gestehen, dass ich noch nie das
Bedürfnis hatte, einen Mann heimlich zu teilen (grins), aber
dann noch diese Situation… in der möchte ich nicht stecken.
Ich wünsche dir Kraft, um diese Zeit durchzustehen – egal, wie
es ausgeht.

Danke! :smile:
Das Teilen ist im Normalfall nicht das Problem. Auch in dieser Situation hoffe ich nur, dass sich seine Frau ganz lieb um ihn kümmern kann. Schwieriger ist, dass man selbst so komplett außen vor ist. Das ist nicht schön, aber so ist es halt. :smile:

LG larymin

Hallo!

Zum Fachlichen kann ich Dir nichts sagen, aber mir ist ein anderer Gedanke im Kopf.

Hat Dein Freund nicht begriffen, dass er dem Tod grade noch von der Schippe gesprungen ist?
Dass es ein großes Glück für ihn ist (das leider nicht jeder Infarktbetroffene hat), dass die Reanimation geklappt hat!

Wikipedia sagt über REHA **==> Unter medizinischer Rehabilitation versteht man die Wiederherstellung von körperlichen Funktionen, Organfunktionen und gesellschaftlicher Teilhabe mit physiotherapeutischen- und ergotherapeutischen Maßnahmen, Mitteln der klinischen Psychologie und Anleitungen zur Selbstaktivierung**

Er ist also auf dem Weg während der Reha, wieder auf die Beine zu kommen. Ist arbeitsunfähig etc.

WIE kann man da auf die Idee kommen, die Geliebte in die Reha zum Vögeln zu bitten?

Ich würde das ablehnen, egal ob als Ehefrau oder Geliebte, aber vielleicht bin ich auch einfach nur altmodisch und kenne zu viele Menschen, die einen Infarkt nicht überlebt haben?

(Bitte nicht als Angriff gegen Dich verstehen, ich lese schon die Zweifel in Deinem Posting).

Angelika

ganz anderer gedanke
hallo

… Er redet schon davon, dass ich ihn ja
während der Reha viel besser besuchen könnte als auf der
Intensivstation
und er träumt schon davon, wie wir während der
Reha vögeln und so…

kranke menschen entwickeln manchmal einen speziellen „humor“…,

bzw.aus den o.g. zitaten höre ich eher sowas heraus wie „lass mich nicht fallen…erinnere dich…ich möchte so gerne mit dir…“

ich bin sicher, dass der mann seine lage realistisch einschätzt.
angst und der respekt vor der implantierten technik werden auch IHN vorsichtig sein lassen.
während der reha wird er u.a. lernen damit zu leben, belastungen und belastungsgrenzen werden erfahren und es gibt bestimmt die möglichkeit offene fragen zu klären.

gruß und alles gute!
dots

Hallo,
ich habe gerade die ganzen Kommentare gelesen und muss jetzt mal meinen Senf dazu abgeben.

Ich kenne mehrere Patienten, die einen eingebauten Defi haben. Die meisten recht jung. Die letzte Frau hat erstmalig geflimmert, als sie vom Joggen kam. Jetzt hat sie einen Defi und wird auch in Zukunft wieder joggen gehen.
Also: solange keine allgemeine Herzinsuffizienz vorliegt, kann nicht viel passieren. Schlimmstenfalls fängt das Herz wieder mal an zu flimmern, was dann sofort vom Defi durch einen Mini-Stromstoß beendet wird (der für Menschen in Kôrperkontakt nicht gefährlich ist außer das sich die Muskeln der Brust kontraktieren können, was zu kurzem Beugen der Oberkörpers führen kann.)
Es gibt keinen Grund zu glauben, daß das dann beim Sex häufiger Auftritt als beim Treppensteigen.

Soviel zum Defi und Sex, was Eure Beziehung und die noch vorhandene Ehefrau angeht, so schweige ich lieber.