Definition: 'Einer Domain hinzufügen'

Hallo ihr Wissenden,

musste aus Sicherheitsgründen mal wieder einen Rechner bei mir neu aufsetzen, dabei fiel mir dann während der Installation von WinXP Pro ,al wieder etwas auf.

Also bei der Konfiguration der Netzwerkkarte gibt man entweder die Arbeitsgruppe an oder man kann seinen Rechner einer „Domain“ hinzufügen.

Was genau ist damit eigentlich gemeint? Also was tut man denn eigentlich wenn man seinen Rechner einer Domain hinzufügt?

Denke zwar nicht das es mich betrifft, aber wissen möcht ich es schon :smile:

Danke für eure Mühe schon mal im voraus, hab übrigens bereits gegoogelt bin aber mal wieder nicht so recht fündig geworden.

Gruss Andrea

Also bei der Konfiguration der Netzwerkkarte gibt man entweder
die Arbeitsgruppe an oder man kann seinen Rechner einer
„Domain“ hinzufügen.

Was genau ist damit eigentlich gemeint? Also was tut man denn
eigentlich wenn man seinen Rechner einer Domain hinzufügt?

Ganz grob ist in der Microsoft-Terminologie eine Domäne ein Netzwerk, in dem Benutzerkonten und -rechte zentral auf einem Server verwaltetet werden. Die Domäne setzt somit einen Domänencontroller voraus, auf dem die Konten geführt werden.

Wird ein Rechner einer Domäne hinzugefügt, unterliegt dieser anschliessend den Richtlinien, die in dieser Domäne gelten. Auch lässt sich dieser Rechner anschliessend zentral verwalten, so dass nahezu beliebige diesen Rechner betreffende Eingriffe entfernt, ohne unmittelbaren physischen Zugriff oder Fernsteuerung von Bildschirm/Tastatur/Maus…, durchgeführt werden können.

Damit ist die Verwaltung eines grossen Netzwerkes, womöglich über Orts- oder Staatsgrenzen hinweg, gegenüber der Verwaltung der einzelnen Rechner wesentlich vereinfacht.

Gruss
Schorsch

Danke, bin jetzt etwas schlauer und da kommen…
Hallo Schorsch,

Ganz grob ist in der Microsoft-Terminologie eine Domäne ein
Netzwerk, in dem Benutzerkonten und -rechte zentral auf einem
Server verwaltetet werden. Die Domäne setzt somit einen
Domänencontroller voraus, auf dem die Konten geführt werden.

Also wenn ich auf einen PC mehrere Benutzerkonten habe werden die also auf dem Domain-Server geführt. Wo werden die eingerichtet auf dem Domain-Server oder auf dem entsprechenden PC. Errinner mich dunkel daran als der PC auf unserer Arbeit in die Domain aufgenommen wurde haben sie den erst mal für ne Woche abgeholt und dann fertig konfiguriert wiedergebracht. Allerding haben wir da auch ne Hardwareauffrischung erhalten… *denk*

Wird ein Rechner einer Domäne hinzugefügt, unterliegt dieser
anschliessend den Richtlinien, die in dieser Domäne gelten.
Auch lässt sich dieser Rechner anschliessend zentral
verwalten, so dass nahezu beliebige diesen Rechner betreffende
Eingriffe entfernt, ohne unmittelbaren physischen Zugriff oder
Fernsteuerung von Bildschirm/Tastatur/Maus…, durchgeführt
werden können.

Sprich Freigabe&Installation von Software sowwie notwendige Updates?
Hmm, wieso kommen die Admins dann um neue Software zu installieren? Also doch keine Installation sonder nur Freigabe oder Rechtezuweisung zur Nutzung?

Damit ist die Verwaltung eines grossen Netzwerkes, womöglich
über Orts- oder Staatsgrenzen hinweg, gegenüber der Verwaltung
der einzelnen Rechner wesentlich vereinfacht.

Na ja wohl in Teilen… wär doch schön wenn man das alles vom Domain-Server aus könnte. Mal abgesehen von Hardwarefehlern, obwohl bei der Diagnose wärs auch Hilfreich. Dann weiß man mann eventuell welche Hardware defekt ist…

Gruss
Schorsch

Gruss zurück Andrea

Also wenn ich auf einen PC mehrere Benutzerkonten habe werden
die also auf dem Domain-Server geführt. Wo werden die
eingerichtet auf dem Domain-Server oder auf dem entsprechenden
PC. Errinner mich dunkel daran als der PC auf unserer Arbeit
in die Domain aufgenommen wurde haben sie den erst mal für ne
Woche abgeholt und dann fertig konfiguriert wiedergebracht.
Allerding haben wir da auch ne Hardwareauffrischung erhalten…
*denk*

Das Einrichten der Konten passiert i. d. R. auf dem Server. Lokale Benutzerkonten, wie auf deinem PC daheim, gibt es in der Domäne üblicherweise nicht. Es kann aber, sofern dies nicht unterbunden wird, jeder Domänenbenutzer sich auf deinem PC anmelden, ohne auf deine Daten Zugriff zu erlangen. Zumindest bei den Computerkonten (auch der Rechner selbst benötigt in der Domäne ein solches) ist es aber mit entspr. Berechtigung auch möglich, diese lokal anzulegen und der Domänendatenbank bekannt zu machen. Eine ganze Woche brauchts dafür aber selten, hier lag der Schwerpunkt also eher bei der Umrüstung.

Sprich Freigabe&Installation von Software sowwie notwendige
Updates?
Hmm, wieso kommen die Admins dann um neue Software zu
installieren? Also doch keine Installation sonder nur Freigabe
oder Rechtezuweisung zur Nutzung?

Mit Windows-Bordmitteln alleine ist es bei der Softwareverteilung nicht getan, hierzu bedarf es wieder besonderer Software, die dann aber auf das Domänenkonzept i. d. R. nicht angewiesen ist.

Na ja wohl in Teilen… wär doch schön wenn man das alles vom
Domain-Server aus könnte. Mal abgesehen von Hardwarefehlern,
obwohl bei der Diagnose wärs auch Hilfreich. Dann weiß man
mann eventuell welche Hardware defekt ist…

Klar, bei defekter Hardware hilft die Domäne nicht viel. Und auch die Diagnose von Defekten (Festplatte wird demnächst den Geist aufgeben, linker Gehäuselüfter läuft nicht mehr, Tastaturkabel ist heruntergefallen…) bedarf wieder spezieller Hard- und Software. Die Behebung solcher Probleme aber kann man in einer Domäne Technikern vor Ort überlassen, ohne dass diese mit den Aufgaben des einzelnen Rechners vertraut sein müssen, ohne dass diese administrativer Berechtigungen bedürfen.

Es fällt schwer, die Vorteile des Domänenkonzepts jemandem darzulegen, der sich mit der Verwaltung von Netzen selbst nicht befasst. Es sind viele Kleinigkeiten, die in ihrer Summe erst den Unterschied zum Turnschuhnetzwerk ausmachen und die, um wirksam werden zu können, nicht nur der Domäne, sondern oft auch einer präzisen Planung bedürfen.

Sei es, dass du dich an jedem beliebigen Rechner im Netz anmelden kannst und deine gewohnte Arbeitsumgebung vorfindest, sei es, dass du nicht mehr drucken kannst und der Benutzerservice die Druckwarteschlange auf deinem Rechner wieder startet, sei es, dass deine lokal abgelegten Daten zentral auf Band gesichert werden…

Oder ein Mitarbeiter wechselt in eine andere Abteilung, entspr. müssen seine Rechte neu definiert werden; einem ausscheidenden Mitarbeit sind alle Rechte zu entziehen, das Eigentum an seinen Daten ist jemand anderem zuzuweisen; ein neuer Mitarbeiter muss auf Daten zugreifen können, die auf den verschiedensten Rechnern im Firmennetz verteilt liegen; Benutzer xy hat sein Passwort vergessen…

Müsste ich all diese Dinge in einem domänenlosen Netzwerk verwalten, würde ich schon bei einer kleinen Zahl von Rechnern hoffnungslos ins Rödeln kommen. Nur ein Beispiel: Nach dem geplanten Ausscheidens eines mit adm. Rechten versehenen Mitarbeiters der EDV und seiner völlig überraschenden Neueinstellung in einer anderen Abteilung, musste ich auf allen Rechnern im Netz kurzfristig das Kennwort für den lokalen Administrator ändern. Ohne Domäne wären dies mehrere Manntage (aufzubringen an nur einem Wochenende) Rennerei vor Ort gewesen, zusätzlich verbunden damit, dass viele Anwender an der nächsten Anmeldung gescheitert wären, weil nicht ihr Benutzername im Anmeldefenster gestanden hätte, sondern der Administrator.

Auch so musste einer rennen, schliesslich müssen Rechner für Änderungen an lokalen Konten immerhin eingeschaltet sein; dank Domäne musste ich dafür aber keinen qualifizierten Mitarbeiter losschicken, sondern konnte meinen Chef machen lassen:wink:

Gruss
Schorsch

Lach … Hallo Schorsch,

Klar, bei defekter Hardware hilft die Domäne nicht viel. Und
auch die Diagnose von Defekten (Festplatte wird demnächst den
Geist aufgeben, linker Gehäuselüfter läuft nicht mehr,
Tastaturkabel ist heruntergefallen…) bedarf wieder
spezieller Hard- und Software. Die Behebung solcher Probleme
aber kann man in einer Domäne Technikern vor Ort überlassen,
ohne dass diese mit den Aufgaben des einzelnen Rechners
vertraut sein müssen, ohne dass diese administrativer
Berechtigungen bedürfen.

Ist ja nur ein Traum von mir, bei 6 PCs im Heimnetzwerk
*gg*

Es fällt schwer, die Vorteile des Domänenkonzepts jemandem
darzulegen, der sich mit der Verwaltung von Netzen selbst
nicht befasst. Es sind viele Kleinigkeiten, die in ihrer Summe
erst den Unterschied zum Turnschuhnetzwerk ausmachen und die,
um wirksam werden zu können, nicht nur der Domäne, sondern oft
auch einer präzisen Planung bedürfen.

Noch nicht aber wer weiß was kommt…

Auch so musste einer rennen, schliesslich müssen Rechner für
Änderungen an lokalen Konten immerhin eingeschaltet sein; dank
Domäne musste ich dafür aber keinen qualifizierten Mitarbeiter
losschicken, sondern konnte meinen Chef machen lassen:wink:

*lach*

Gruss Andrea