Definition Kommunikationsbegriff

Hallo!
Ich hatte mir in einem Seminar eine Definition des Kommunikationsbegriffs mitgeschrieben. Jetzt, beim lernen, fällt mir auf, dass sie unvollständig ist.
Ich hoffe, mir kann jemand weiterhelfen!!
Also, das hab ich:
„Kommunikation wird häufig als eine Informationsübertragung zwischen Partnern dargestellt. Diese Vorstellung von Kommunikation geht von der Annahme aus …“
Wie geht diese Definition weiter???
Danke schonmal!
Verzweifelte Grüsse, Jules

Hallo Jules,

also bei uns im Seminar ging das was du meinst etwas so:

K. ist das Ergebnis eines Informationsflusses von Kommunikator zu Rezipient. Dabei sendet der Kommunikator ein verschlüsseltes Signal (z.B. Sprache) an den Rezipienten. Dieser nimmt das Signal auf und entschlüsselt es wieder (Verstehen). Damit der Vorgang erfolgreich ist muss also der Rezipient die Botschaft richtig entschlüsseln können (z.B. die gleiche Srache sprechen) und die Botschaft darf zwischendurch nicht gestört worden sein (z.B. durch andere Töne überdeckt).
Das wäre der Vorgang im Gespräch, natürlich ist Kommunikation auch noch auf andere Arten möglich, da gilt das Gleiche (Körpersprache, schriftliche Kommunikation).

Na denn gutes Lernen!

Hallo, Tiffi,
Kann man so stehen lassen. Vielleicht sollte man hinzufügen, dass der Erfolg der Kommunikation von mehreren Bedingungen abhängt:

  • Empfänger und Sender müssen das gleiche Übertragungsmittel verwenden
  • Der Empfänger muß die Nachricht vollständig erhalten.
  • Der Empfänger muß das Protokoll verstehen , in dem die Nachricht kodiert ist.
  • Der Empfänger muß in der Lage sein, die Sendung zu verarbeiten

Und das kannst Du dann auf jede Art der Kommunikation anwenden, egal welches Medium für die Übertragung der Nachricht verwendet wird.

Beispiele
zu 1: Fledermäuse senden Ultraschall. Den kann ich nicht hören.
zu 2: Ich höre einige Töne. Es könnte Morsecode sein, oder etwas völlig anderes
zu 3: Ich sende Dir eine Nachricht im Morsecode. Da du (setze ich mal voraus) Morsecode nicht verstehst, ist es Essig mit der Kommunikation.
zu 4: Ich lese eine hochkomplizierte mathematische Gleichung. Pech, wenn ich nix von Mathematik verstehe.

Noch etwas zur Kommunikation:

Verpfuschtes Abenteuer
Ein Mensch geht in der Stadt spazieren
Und muss gar oft sein Herz verlieren
An Frauen, die nicht daran denken,
Ihm auch nur einen Blick zu schenken.
Warum, so fragt er sich im Gehen,
Kann mirs nicht auch einmal geschehen,
Dass dank geheimer Liebeskraft
Ein Wesen, hold und engelhaft
Missachtend strenger Sitte Hürde
Sich unverhofft mir nähern würde?
Kaum hat er so zu sich gesprochen,
Fühlt er sein Herz gewaltig pochen.
Denn sieh, die reizendste der Frauen
Naht sich voll lächelndem Vertrauen
Und sagt zu ihm errötend dies:
»~-~-~-~-~ please?«
Der Mensch, der sowas nicht gelernt,
Hat hilflos stotternd sich entfernt.
Was nützt - Moral von der Geschicht -
Ein Engel, wenn er englisch spricht!
[Eugen Roth]

Gruß
Eckard

Grüße

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hi mitnand,
alles richtig und gut, und danke für den eugen roth, aber was mir bei beiden vor-antworten (und auch bei den linguistischen modellen überhaupt) abgeht, ist die wechselseitigkeit.
z.b.: wenn wir als erdenmenschen signale aussenden (wir tun das) und woanders werden diese signale aufgenommen und verstanden, aber es kommt nichts zurück: ist das dann schon kommunikation? ich meine nicht. das sender-empfänger-modell ist zu simpel, um wirkliche kommunikation erfassen zu können.
mein ich halt.
michael