Definition Kommunismus

Mein Bruder muss einen Vortrag zum Thema Kommunismus vorbereiten. Er fragte mich, was Kommunismus eigentlich bedeutet. Kann mir jemand eine prägnante Definition von Kommunismus liefern?
Danke im voraus

Andrea

Mein Bruder muss einen Vortrag zum Thema
Kommunismus vorbereiten. Er fragte mich,
was Kommunismus eigentlich bedeutet. Kann
mir jemand eine prägnante Definition von
Kommunismus liefern?

hm. zitat fremdwörterlexikon:
„1. Durchführung des Marxismus, Wirtschaftsform, die die Produktionsmittel zum gemeinsamen Eigentum aller macht.
2. politische Bewegung, die dieses Ziel verfolgt.“

ist zwar prägnant, erfasst aber m.e. nicht alles. das thema „klassenkampf“ sollte in einer definition beachtet werden.

bis dann

Hallo Andrea
Nicht zu vergessen ist, dass der Gedanke des Kommunismus schon seit der Antike bekannt ist. Man stellte sich eine Gesellschaftsordnung ohne Privateigentum vor, in der es keine Klassenunterschiede und keine Herrschaft von Menschen über Menschen geben sollte. Der beste Kommunismus wurde wahrscheinlich von Jesus gelebt. Marx, Engels und Co. nahmen diesen Urgedanken auf, konnten ihn aber nie verwirklichen, ja, von den Ausführenden (Regierungen) wurde er höchstens missbraucht.
Gruss, loschi

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Vielleicht ist folgendes hilfreich?

Gandalf

Kommunismus (von lateinisch communis: gemeinsam), Gesellschaftsmodell, in dessen Zentrum die Abschaffung des Privateigentums und seine Überführung in Gemeineigentum stehen. Unter Kommunismus wird außerdem die Gleichheit der Lebensbedingungen aller Gesellschaftsmitglieder verstanden.

Frühe kommunistische Gesellschaftsentwürfe:
Der Gedanke, dass die Existenz des Privateigentums eine gerechte Gesellschaftsordnung unmöglich mache, hat zahlreiche Philosophen dazu veranlasst, kommunistische Gesellschaftsutopien zu entwerfen, so etwa Platon in seiner Schrift Der Staat. Das Gemeineigentum ist auch für die utopischen Gesellschaftsentwürfe von Thomas More (Utopia, 1516) und Tommaso Campanella (Civitas Solis, 1623; Der Sonnenstaat) kennzeichnend. Urchristliche Gemeinden und Glaubensgemeinschaften des Mittelalters entwickelten ähnliche Vorstellungen und Praktiken, ebenso wie der so genannte Jesuitenstaat in Paraguay (1609-1769). Als explizite Gegenentwürfe zur herrschenden Gesellschaftsordnung entstanden kommunistische Utopien aber erst in der Folge der Französischen Revolution, besonders unter sozialistischen Denkern des 18. und 19. Jahrhunderts, wie Charles Fourier und William Morris.

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Kommunismus umfasst natürlich die aufhebung der klassengegensätze, soweit dies überhaupt möglich ist, vor allem geht es aber um die abschaffung der abstrakten arbeit.
unsere gesellschaft bezieht ihre dynamik aus dem, zum selbstzweck erhobenen, ungesteuerten fluss des kapitals. eine ideale kommunistische gesellschaft müsste die produktion an den echten bedürfnissen der menschen orientieren und bewusst steuern.
es gilt also zwischen staatssozialismus und echtem kommunismus zu unterscheiden.
MFG Christina