Deflation in Deutschland?

Hallo,

eine Deflation ist weitaus gefährlicher als eine Inflation, richtig?

Ich kaufe mir ein Produkt nicht heute, sondern lieber erst in einem Monat weil ich weiss, das es dann um x% billiger ist.

Die Hersteller gehn mit dem Preis runter, weil Sie Ihre Produkte nicht absetzen können und aufgrund der immer kürzeren Produktzyklen auch schon die nächste Generation kommt.

Einen Monat später denke ich mir dann, ich warte lieber noch einen Monat weil das alte Produkt ja noch seinen Dienst tut und es dann noch billiger wird. Also müssen die Hersteller weiter Ihre Preise senken. Und so geht das immer weiter.

Unter dem Strich haben wir in Deutschland eine Inflationsrate von ca. 1,3%. Dieser Wert ist doch dann aber eine Differenz aus Inflation - Deflation.

Wenn man das ganze dann etwas differenzierter betrachtet, stellt man fest, dass es in einigen Branchen eine Inflation (Energieversorgung, Arzneimittel), in anderen eine Deflation (Automobilindustrie, Elektronik) gibt.

Eine Inflationsrate von 1,3% hört sich ja erst mal nicht schlecht an. Aber wenn diese durch Monopolstellungen in einigen wenigen Branchen zustande kommt, während die breite Masse unter einer Deflation leidet ist das doch sehr bedenklich?

Dies führt dann dazu, das die Hersteller immer neue Wege finden müssen, ihre Produke billiger zu produzieren, damit sie überhaupt noch einen Gewinn machen. Also werden z.B. Rationalisierungsmaßnahmen getroffen oder Produktionskapazitären ins billigere Ausland verlagert. Und auch das ist dann ein Kreislauf der immer weiter geht.

Als folge dessen verliehren immer mehr Menschen ihren Arbeitsplatz und müssen noch länger warten, bis sie sich ein neues Produkt kaufen können. Und dann geht der Kreislauf wieder von vorne los.

Wir leiden also an den Folgen einer Deflation, die nur durch eine überproportionale Inflation in einigen wenigen Bereichen überspielt wird. Ende nicht absehbar!

Trifft das zu? Wie ist eure Meinung dazu?

Gruß, Christian

Hallo Christian,
keine Antwort, aber eine Anregung zum Lesen. Thema ist ähnlich.
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
Mit freundlichen Grüßen
Ulf

Auch hallo.

Zusätzlich zu dem link von Ulf:

eine Deflation ist weitaus gefährlicher als eine Inflation,
richtig?

Immerhin kann sich eine Deflation selbst nähren. Bei der Inflation ist irgendwann mangels Geldwert Schluss…

Die Hersteller gehn mit dem Preis runter, weil Sie Ihre
Produkte nicht absetzen können und aufgrund der immer kürzeren
Produktzyklen auch schon die nächste Generation kommt.

…oder die Technik weiter entwickelt wurde.

Unter dem Strich haben wir in Deutschland eine Inflationsrate
von ca. 1,3%. Dieser Wert ist doch dann aber eine Differenz
aus Inflation - Deflation.

Inflation = Zunahme der Geldmenge in %
Deflation = auf diese Weise leider nicht messbar. Aber die Faustregel ‚viel Ware - wenig Geld (im Umlauf)‘ kann hier verwendet werden.

Wir leiden also an den Folgen einer Deflation, die nur durch
eine überproportionale Inflation in einigen wenigen Bereichen
überspielt wird. Ende nicht absehbar!

…oder einer Stagflation: http://de.wikipedia.org/wiki/Stagflation

Trifft das zu? Wie ist eure Meinung dazu?

Kommt drauf an: schliesslich entscheidet ein Kunde durch den Kauf eines bestimmten Produkts über den (Miss)Erfolg desselben. Hier eine Seite, die erklärt, wie man die Sachen ‚an den Mann bringt‘: http://www.werbepsychologie-online.de/

HTH
mfg M.L.

Gründe für Kaufzurückhaltung
Hallo,

Ich schildere jetzt mal die Gründe, weshalb ich nicht kaufe. In wie weit sich da andere wieder finden oder diese Gründe dann auf die Bevölkerung übertragbar sind möchte ich zur Diskussion stellen.

  1. Wenig Rücklagen, z.B. für evtl. notwendige Investitionen / aktuell nicht vorhersehbare Ausgaben
  • für meine Krankenversicherung/Zuzahlungen: Unser Gesundheitssystem ist vor 15 Jahren zusammengebrochen. Die Beiträge und Zuzahlungen werden immer Höher. Eine schwere Krankheit ist ein erhebliches Risiko. Erst gestern hab ich bei meinen Hausarzt mitbekommen, das ein nahe liegendes Krankenhaus eine nach einem Unfall gelähmte Patientin entlassen will, weil sich die Krankenkasse weigert, den Aufenthalt weiter zu bezahlen. Diese Frau können die Angehörigen jetzt im Garten ablegen.

  • Rente: Neben unserem Gesundheitssystem ist auch unser Rentensystem vor 15 Jahren Zusammengebrochen. Auch dafür muss ich Rücklagen bilden.

  • Kosten fürs Auto: Ende des Jahres muss ich mit meinem 13 Jahre alten Auto zum TÜV. Entweder es fallen Reparaturkosten an, oder ich brauch vielleicht sogar gleich ein neues.

  • Neuanschaffungen bei Defekten: Für meine Arbeit brauch ich einiges an Technik. Wenn da mal was ausfällt benötige ich noch Reserven für Ersatz.

  • Irgendwann will ich mir vielleicht doch wieder mal was gönnen. Dafür muss ich aber erst mal bei den kleinen Dingen sparen. Ein Kauf auf Kredit kommt für mich niemals in Frage. Denn wer weiss ob ich ihn zurückzahlen kann. Und in die Schuldenfalle rutscht man schnell rein.

  1. Kein Vertrauen in Anbieter
    Da es nur noch um Umsatz, Gewinnmaximierung oder Shareholder Value um jeden Preis geht, versuchen einem die Unternehmen das Geld aus der Tasche zu ziehen wo es nur geht. Um den Kunden (=Menschen) geht’s doch gar nicht mehr.

z.B.

  • Der Berater von der „Beraterbank“, der meinen Eltern vor dem Crash am neuen Markt empfohlen hat, Ihren Rentenfond trotz hoher Strafgebühren zu Kündigen und dafür Aktien am neuen Markt zu kaufen (zum Glück waren sie nicht so blöd)

  • Der Arcor Vertreter, der bei meinen Eltern vor der Tür stand und erzählt hat, wie viel Geld sie sparen wenn sie den Anbieter wechseln, und Ihnen dabei Leistungen versprochen hat, von denen Arcor bis heute nichts weiss.

  • Jamba und Konsorten, die die Jugendlichen mit Ihren Spar Abos nach strich und Faden verarschen.

  • 9 Live, bei denen mein (blöder) Onkel von unserem Telefon aus 100 mal angerufen hat und jedes mal belegt war. (50 EUR Telefonrechnung)

  • Die Autowerkstatt, die der Freundin meines Bruders nach einem Unfall eine neue Tür eingebaut hat, die jetzt nach 2 Jahren durchgerostet ist. Der Gutachter hat festgestellt, dass es keine neue Tür war.

  • Die Versicherung, die erst nach 15 Jahren bezahlt, nachdem man sein Recht vor Gericht erstritten hat (wenn man dann noch lebt)

  • Die Festplattenhersteller, die Geräte mit nachweislichem Fabrikationsfehler auf den Markt bringen. Diese werden dann vorsorglich bei den großen Geschäftskunden ausgetauscht und als OEM Geräte weiter verkauft. Bei den dummen Endkunden wird so lange Versucht, sie mit Vorschlägen zur Problembehebung hin zu halten, bis die Garantie abgelaufen ist.

  • Motoradhersteller, bei denen man die Bremsen nur 5 mal hintereinander voll betätigen kann und danach der Bremskraftverstärker + ABS wegen zu wenig Saft ausfällt, und der es dann nicht mal für nötig hält seine Kunden zu warnen, weil der Rückruf von 250.000 Fahrzeugen zu teuer ist.

An der Stelle höre ich besser auf. Aber diese Liste könnte ich noch sehr sehr Lange fortführen.

Fazit: Wenn ich eine Kaufentscheidung treffen muss geh ich grundsätzlich erst mal davon aus, das ich verarscht werde, bis ich mich nach gründlicher Recherche vom Gegenteil überzeugt habe. Das ist leider recht zeitaufwendig, aber ohne geht bei mir nix mehr. Aus diesem Grund bin ich auch vollkommen resistent gegenüber Werbung jeglicher Art. Denn die sehe ich auch nur als Verarschung an.

  1. Kein Vertrauen in die Politik
  • Unsere Politiker lassen sich wie die Unternehmen immer neue Methoden einfallen, um uns das Geld aus der Tasche zu Ziehen (z.B. Nachträgliche Rentenbesteuerung oder Ökosteuer, die mich damals als Student sehr hart getroffen hat). Auch darauf muss ich mich vorbereiten. Wer weiss was da noch kommt.

  • Viel Gelaber, nix dahinter: Schaut euch doch mal die alten Tagesthemen von vor 20 Jahren an. Am besten schaltet Ihr noch das Bild weg und ihr denkt, das seien aktuelle Nachrichten. Damals hat man auch schon erkannt, dass z.B. unser Steuersystem zu kompliziert ist und das man es dringend Vereinfachen muss. Und was ist seitdem passiert? Und genau so läuft es auch die nächsten 20 Jahre.

  • Die Politiker sollten sich auch mal fragen, wem gegenüber sie eigentlich verpflichtet sind. Aktuell sieht die Reihenfolge so aus: Sich selbst, Ihrer Lobby (=Geldgeber=Sich selbst), Ihren persönlichen Freunden, eigene Wähler, Bevölkerung/Deutschland

  • Sie haben auch jeden Kontakt zur Realität verloren. Da rät doch unsere Gesundheitsministerin einer Mutter mit 5 Kindern, sie solle sich einen Sozialversicherungspflichtigen Job suchen und mehr arbeiten, wenn sie Rente haben will.

  • Das was die Politiker so den ganzen Tag erzählen sind auch nur Lügen und Verarschung. Mittlerweile schau ichs mir schon gar nicht mehr an. Meine Stimme wird keiner von denen mehr bekommen. Ich geh nur noch zur Wahl damit ich den extremistischen Parteien nicht Tür und Tor öffne.

  1. Groß angelegte Verarschungskampagne der Bevölkerung durch unsere „Elite“

Dazu folgende Geschichte:

Ein Freund von mir ist gleich nach seiner Ausbildung als Drucker (z.B. Druck von Sicherheitsmerkmalen für Euro Scheine, Layouts auf Verpackungen, usw.) für 4 Jahre in ein Tochterwerk in die USA geschickt wurden. Neben Ihm haben da noch viele andere Deutsche gearbeitet. Er sagte, dass die amerikanischen Arbeitnehmer im Vergleich zu uns faul sind. Während die Deutschen in ihrer Arbeitszeit Vollgas gegeben habe, haben es die Amis dagegen ziemlich locker angehen lassen. Und wenns mal wieder zu heiss war wurden Sie auch schon mal krank. Da ist der Job halt Nebensache. Er meinte ohne die deutschen Legionäre könnten die das Werk dicht machen.

Nach den 4 Jahren wahr er dann ein dreiviertel Jahr in Deutschland und wurde dann gleich weiter nach Österreich geschickt. Da war er dann erst mal verwundert, das da an der gleichen Maschine, die in Deutschland von 2 Mitarbeitern während der Produktion bedient wurde, auf einmal 5 Mitarbeiter standen und das man da zwischendurch sogar mal ne Pause machen kann.

In Deutschland wars auch üblich, dass man nach seiner Schicht die Maschinen und die komplette Halle sauber macht (unbezahlt). Als er sich dann nen Besen und nen Wischmob geholt hat um das zu machen, da haben ihn die Ösis erst mal hergebremst und ihm quasi verboten, das er das macht.


Zu dem Thema noch eine eigene Erfahrung:

Von einem brasilianischem Unternehmen hätte mir mittlerweile schon 3 mal ein Konzept vorgelegt werden sollen. Das ganze zieht sich jetzt schon seit vielen Monaten hin. Und die melden sich dann auch nicht mal wenn sie nicht fertig werden.

Das ist doch keine Arbeitseinstellung. Wenn ich sage, dass irgendwas in 14 Tagen auf dem Tisch liegt, dann geb ich Vollgas und bin in 10 Tagen fertig. Und selbst wenn ich bis dahin überhaupt nicht mehr schlafe.

Fazit: Wir deutschen sind besser als man uns glauben lassen will. Das hab ich jetzt schon von so vielen im Ausland gehört, mit denen ich mich darüber Unterhalten hab. Und die haben mir dann alle Ausnahmslos zugestimmt Auch wenn wir nicht billig sind, dafür sind wir effektiv. Und verstecken brauchen wir uns vor niemandem. Meiner Meinung nach dient diese Verarschung nur einem Zweckt: Die die jetzt schon alles haben wollen noch mehr. Aber wenn man von allen Seiten immer nur zu hören bekommt, dass wir zu teuer sind und unsere Arbeitsplätze verlagert werden, wenn wir einer Gehaltskürzung nicht zustimmen, dann kann ja kein Optimismus und keine Zuversicht aufkommen. Aber bei so einer selbstbewussten Einstellung lassen sich halt auch nur schwer Gehaltskürzungen durchsetzen.

  1. Extremer Pessimismus bzgl. Der Zukunft unseres Landes

Ich bin der Meinung, dass unser Land seit 30 Jahren auf den Abgrund zusteuert und die Kurve nicht mehr kriegt. Uns stehen noch ganz schlimme Zeiten bevor. Und mit der Meinung bin ich nicht alleine.

  • Wir haben einen enormen Schuldenberg zu tragen. Die, denen wir das zu verdanken haben, haben Ihre Schäfchen bereits im trockenen, werden irgendwann sterben und sind fein raus. Aber wir müssen das irgendwann mal zurück Zahlen. Wenn wir nicht vorher schon unter der Last der Zinsen zusammenbrechen.

  • Wenn ich sehe, wie sich einige (eigentlich müsste ich sagen viele, wenn ich die Berichte zu Korruption, Untreue, Bestechung und anderen Bereicherungen lese) immer wieder bedienen und den Hals nicht voll genug bekommen. Da genehmigt sich dann mal einer unserer Elite Manager kurz vor dem Konkurs seines Unternehmens eine Rente von 120 Millionen Eur, die dann auch noch voll ausbezahlt wird, während eine alte Frau von ihrer 1000 eur Betriebsrente grad mal noch die Hälfte bekommt. Auf Nachfrage von Report Mainz findet dieser das auch noch völlig gerechtfertigt. Da fehlen mir die Worte. Und das was wir alle mitbekommen ist nur die Spitze des Eisbergs. Hat vielleicht schon mal einer daran gedacht, dass dieses Geld auch erst mal erwirtschaftet werden muss?

  • Wir haben einen Grundlegenden Fehler in unserem Sozialsystem. Dieses System war von seinem Erfinder ursprünglich mal so ausgelegt, das 1/3 der Bevölkerung die anderen 2/3 versorgt. Soll heissen, die arbeitende Bevölkerung muss die Alten und die Heranwachsenden versorgen. Bei der Einführung wurde dieses System jedoch beschnitten, sodass nur die alten versorgt werden. Dadurch ist natürlich alles aus dem Gleichgewicht garaten und wir haben nicht genügend Nachwuchs.

Folge: immer weniger zukünftige Häuserbauen, Autofaherer, Konsumenten, Unternehmerpersönlichkeiten, Wissenschaftler, usw.

  • Es gibt keinen Zusammenhalt mehr in unserer Gesellschaft, sondern nur noch Interessensgruppen, die je nach stärke der Lobby ihre Interessen durchsetzen, ohne darauf zu achten, was für das gesamte System das beste ist.

Unser Land hat so viele Probleme, dass ich ein Buch drüber schreiben könnte. Darum mach ich an der Stelle schluss.

Fazit: Diejenigen, die Geld und Macht haben, entziehen sich Ihrer Verantwortung wo es nur geht. Und der Rest kann sie nicht alleine Tragen.


Ist das jetzt Schwarzmalerei? Woher kommt nur dieser Pessimismus, ja ich muss fast sagen Depression. Bei diesen Zukunftsvorstellungen macht es überhaupt keinen Spass sein Geld auszugeben (wenn ich welches hätte das ich leichtfertig verbraten könnte). Denn ich überlege bei jeder noch so kleinen Ausgabe zwei mal, ob ich das jetzt wirklich brauche.

Vor 3 Jahren war das noch nicht so. Da hab ich mir über so was überhaupt keine Gedanken gemacht und hab mein Leben einfach nur so gelebt.

Hätte ich lieber dumm bleiben sollen? … Ein dummer Konsument, der sich über seine Zukunft keine Gedanken macht?

Gruß, Christian

Hallo an den Romanschreiber.

Deinen Text habe ich übrigens abgespeichert :smile:

  • Viel Gelaber, nix dahinter: Schaut euch doch mal die alten
    Tagesthemen von vor 20 Jahren an. Am besten schaltet Ihr noch
    das Bild weg und ihr denkt, das seien aktuelle Nachrichten.
    Damals hat man auch schon erkannt, dass z.B. unser
    Steuersystem zu kompliziert ist und das man es dringend
    Vereinfachen muss. Und was ist seitdem passiert? Und genau so
    läuft es auch die nächsten 20 Jahre.

Bei Interesse: http://egora.uni-muenster.de/FmG/wahlen/bindata/w_sp… (9,3 MB Realplayer Video mit herunterzuladendem Codec - Wahlwerbespot der CDU von 1983). Fällt bei der Rhetorik irgendwas auf ?? &gt:wink:

Auf den Rest gehe ich nur insofern ein, dass man in einem kurzlebigen System keine langfristigen Verpflichtungen eingehen sollte…

mfg M.L.

Unter dem Strich haben wir in Deutschland eine Inflationsrate
von ca. 1,3%. Dieser Wert ist doch dann aber eine Differenz
aus Inflation - Deflation.

Inflation = Zunahme der Geldmenge in %

Ich hoffe doch sehr, daß das nicht Dein Ernst ist.

Entsetzt,
Christian

Hallo an dieser Stelle.

Ich hoffe doch sehr, daß das nicht Dein Ernst ist.

http://www.boersenlexikon.de/inflatio.htm
„Erfahrungsgemäß geht sie mit einer Erhöhung der umlaufenden Geldmenge und/oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes einher.“
Hm, ‚umlaufend‘ ist untergegangen…

mfg M.L.

Ursache und Wirkung
Hallo,

Ich hoffe doch sehr, daß das nicht Dein Ernst ist.

http://www.boersenlexikon.de/inflatio.htm
„Erfahrungsgemäß geht sie mit einer Erhöhung der umlaufenden
Geldmenge und/oder der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes
einher.“
Hm, ‚umlaufend‘ ist untergegangen…

da ist nichts untergegangen, sondern die Gleichung „Inflation = Zunahme der Geldmenge in %“ war schlichtweg falsch. Eine Veränderung der Geldmenge kann eine Ursache für Inflation sein. Was Inflation ist, steht im ersten Satz des Artikels der Börsenzeitung.

Gruß,
Christian

gehe ich richtig der annahme, das wir ca 10% jährliche Geldentwertung haben.
Jedenfalls sagt das mein gesundes Gefühl und die Beobachtung seit 1992

  • Autos sind um 100% im Preis gestiegen
  • Lebensmittelkosten haben sich auch verdoppelt
  • Benzinkosten, na da war es ein Geschrei ca 1991 beim Durchbruch der 1-DM-Marke, jetzt sind wir bei 2,34 DM

und da das verfügbare gehalt geblieben ist, kann ich feststellen, das es zu einer verVIERfachung der Kosten gekommen ist, oder anders gesagt: die Hälfte wird gekauft zum Preis des Doppelten.

Bitte korrigieren, wenn falsches Empfinden.

danke

  • Autos sind um 100% im Preis gestiegen

Ich meine mich erinnern zu können, daß sich in den letzten Jahren ein bißchen was im Bereich der Ausstattung/Technik getan hat.

  • Lebensmittelkosten haben sich auch verdoppelt

In welchem Land? In Deutschland sind die meisten Lebensmittel in den letzten 11 Jahren billiger geworden.

  • Benzinkosten, na da war es ein Geschrei ca 1991 beim
    Durchbruch der 1-DM-Marke, jetzt sind wir bei 2,34 DM

Im Jahren 1984 habe ich eine Tankstelle im Bayerischen Wald gesehen, bei der der Liter Super (damals noch mit Blei) DM 1,60 gekostet hat. Wenn Du mir eine Tanke nennen kannst, bei der Sprit im Jahre 1991 noch DM 1 gekostet hat, wäre ich bereit, meine Forschungen in Sachen Zeitreise deutlich zu intensivieren. Anders formuliert: Der durschnittliche Benzinpreis liegt seit 1989 durchgängig über DM 1,–. Um es noch ein bißchen anders zu formulieren: Im Durchschnitt ist der Benzinpreis seit 1989 jährlich um knapp 5% gestiegen.

Angesichts der Tatsache, daß es sich bei Benzin nicht wirklich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt und sich der Bundeshaushalt in einem immer größeren Anteil darüber finanziert, halte ich das für ausgesprochen gering.

Bitte korrigieren, wenn falsches Empfinden.

Dein Wunsch sei Dir erfüllt.

Gruß,
Christian

  • Benzinkosten, na da war es ein Geschrei ca 1991 beim
    Durchbruch der 1-DM-Marke, jetzt sind wir bei 2,34 DM

Im Jahren 1984 habe ich eine Tankstelle im Bayerischen Wald
gesehen, bei der der Liter Super (damals noch mit Blei) DM
1,60 gekostet hat. Wenn Du mir eine Tanke nennen kannst, bei
der Sprit im Jahre 1991 noch DM 1 gekostet hat, wäre ich
bereit, meine Forschungen in Sachen Zeitreise deutlich zu
intensivieren.

Gerne: Berlin, Nähe Bellevue Normalbenzin 98 Pfennig. Die Tankstelle gibt es heute noch. Ich weiss es deswegen so genau, da ich dort immer zum Sport ging und sogleich Tanken war :smile:

Bayern ist und bleibt ja sauteuer, Berlin ist kurz vor Polen und hier sind die Preise / wie auch die Löhne erheblich unter den der Bayern

Im Jahren 1984 habe ich eine Tankstelle im Bayerischen Wald
gesehen, bei der der Liter Super (damals noch mit Blei) DM
1,60 gekostet hat. Wenn Du mir eine Tanke nennen kannst, bei
der Sprit im Jahre 1991 noch DM 1 gekostet hat, wäre ich
bereit, meine Forschungen in Sachen Zeitreise deutlich zu
intensivieren.

Gerne: Berlin, Nähe Bellevue Normalbenzin 98 Pfennig. Die
Tankstelle gibt es heute noch. Ich weiss es deswegen so genau,
da ich dort immer zum Sport ging und sogleich Tanken war :smile:

Naja, wie gesagt: Der durchschnittliche Benzinpreis lag zu dem Zeitpunkt schon zwei Jahre lang über DM 1,-- Eine einzelne Tankstelle kann man wohl kaum als Ausgangspunkt für eine Aussage über die Benzinpreisentwicklung der letzten 20 Jahre nehmen.

Bayern ist und bleibt ja sauteuer, Berlin ist kurz vor Polen
und hier sind die Preise / wie auch die Löhne erheblich unter
den der Bayern

Eben darum kann die eine Tankstelle erst recht nicht als Indikator für dasd Preisniveau in Deutschland hergenommen werden. Wenn Du von dem von mir gesichteten Preis aus dem Jahre 1984 ausgehst, liegt der Preisanstieg für Benzin in den letzten 20 Jahren bei ca. 1%. Auch das geht sicherlich an der Realität vorbei.

Ansonsten: War das die einzige Anmerkung zu meinem Artikel?

Gruß,
Christian