Defragment. geht nicht wg. defekt. Kaspersy-Datei?

Hallo,
meine Festplatte C hat eine Defragmentierung dringend nötig. Als ich heute, nach dem Löschen der Hälfte der Festplatte, defragmentieren wollte, bekam ich nach kurzer Zeit die Anzeige, dass die Vorabüberprüfung nicht möglich sei, wegen der defekten Datei XY… (war irgendwas von Kaspersky Lab).
Kann das sein, dass die ganze Defragmentierung nicht geht, nur weil irgendeine Datei defekt ist? Was kann ich machen?
Danke,
Julia

Hallo Julia,

ja ich kenne es auch nicht anders.
Wenn eine Datei defekt ist, weigert sich das Defragmentieren.

Abhilfe mit Bordmitteln ist aber da:

Bevor man „Jetzt defragmentieren“ im Eigenschaft-Menü „Extras“ der Festplatte anklickt, klickt man halt zuerst das „Jetzt überprüfen“ an und lässt es durchlaufen.
Sollten dabei Fehler angezeigt werden die nicht sofort behoben wurden, muss man halt die Option „Dateisystemfehler automatisch korrigieren“ mit anklicken und nochmal laufen lassen.

Gruß
BT

Hallo Beuteltier,

habe es genau so gemacht wie du sagtest. PC wollte erst nicht überprüfen, meinte das geht erst nach nächstem Start, ok, Neustart gemacht, hat ewig überprüft (automatische Reparatur usw. war angeklickt). Ergebnis ist, dass jetzt mein Startbild nur noch halb erscheint, die untere Hälfte ist schwarz. Alles andere scheint wie vorher zu sein.

Leider hat sich am Defrag nichts geändert, weiterhin weigert sich das Ding, mit Hinweis auf die defekte Kaspersky-Datei.
Was nun?

Viele Gruesse,

Hallo Julia,

richtig, wenn du Defekte automatisch korrigieren anklickst, muss der PC neu gestartet werden, weil das nur in einem direkten Zugriffsmodus auf die Festplatte geht. Den zweiten Klick auf defekte Sektoren reparieren, der ewig dauern kann, hättest du dir sparen können.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, was an der Kaspersky-Datei defekt sein soll, dass Defrag.exe sich weigert.
Kannst du mal versuchen, den Kaspersky zu deaktivieren (nicht de-installieren!), bevor du das defrag startest?

Gruß
BT

Hallo,

vielen Dank für deine Hilfe. Leider hilft ein Deaktivieren auch nicht. Deinstallieren möchte ich nicht. Das Problem ist, dass die angegebene Datei in Wirklichkeit ein Ordner ist, in dem sich massenhaft Dateien befinden. Ich glaube kaum, dass ich den einfach löschen kann. Warum kann man nicht einfach so was wie „Datei überspringen“ anklicken!?
Hast du noch eine Idee?

Viele Grüße,

Julia

Hi Julia,

was für „massenhaft Dateien“ sind denn in diesem ominösen Ordner?

Du könntest ja mal folgenden Workaround probieren:
Brenne mal diesen Ordner samt Inhalt auf eine CD.
Wenn das funktioniert, dann lösche den Ordner von der Festplatte (komplett, nicht nur in den Papierkorb!) und starte dann das Defrag.
Wenn Defrag fertig ist, kopiere von der CD Ordner samt Inhalt wieder zurück auf deine Festplatte.

Gruß
BT

Anderes Programm?
Hallo,

ich glaube, ich muss auf die Defragmentierung verzichten :frowning:
Ich habe das probiert, mit dem Löschen des Ordners. No way. Denn darin sind Dateien die sich nicht löschen lassen. Warum auch immer.
Gibt es vielleicht andere zuverlaessige Defrag-Programme im Netz, die das Aussparen einzelner Ordner erlauben?

Danke,
Julia

Hallo Julia,

nein, da sind mir keine besseren Programme bekannt, die „Dateien aussparen“ können beim defragmentieren - vielleicht weiß ExNicki da was.

Aber grundsätzlich solltest du dir schon Gedanken über ein anderes Programm machen, und zwar einen sauberen Virenschutz.
Weil - sei mir nicht bös, aber ein Programm was defekte Dateien anlegt, die dann auch nicht mehr löschbar sind, wäre mir zu stressig.

Du könntest übrigens noch einen zweiten Weg beschreiten:
Du schriebst ja, dass das Löschen der Dateien in dem Ordner nicht geht.
Offenbar hat das Kopieren auf CD dann doch geklappt?!?
Dann starte den PC im Abgesicherten Modus (beim Hochfahren die F8-Taste so lange drücken, bis das Auswahlmenü von WinXP kommt, dort dann abgesicherten Modus anwählen) und dann nochmal versuchen den ominösen Ordner samt Inhalt zu löschen.

Gruß
BT

Folge: Totaler PC-Crash
Hallo,
tja, tut mir leid, aber dein Tip hat mich mal eben 1000 EUR gekostet. Denn mein Notebook hat das alles nicht verkraftet und komplett den Geist aufgegeben. Das war zwar ohnehin irgendwann demnächst fällig, aber lieber wäre mir doch gewesen, den Zeitpunkt eines Notebook-Kaufs selber zu bestimmen.
Merke: Mit fast 5 Jahre alten PCs kann man nicht mehr alles machen. Vielleicht bist du ja künftig etwas vorsichtiger mit deinen Tips hier - und ich damit, wie ich mit solchen Tips umgehe…
Somit hat sich das Thema also erledigt.

Gruß,
Julia

Hallo Julia,

dein Tip hat mich mal eben 1000 EUR gekostet.
Denn mein Notebook hat das alles nicht verkraftet
und komplett den Geist aufgegeben.

das lag aber bestimmt nicht an meinem Tipp.

Windows im abgesicherten Modus starten kann niemals ein Notebook dazu bringen, physikalisch „den Geist aufzugeben“.

Ist wirklich das Notebook „komplett kaputt“ sprich das Gerät geht gar nicht mehr, oder will nur das darauf bisher gelaufenen Windows nicht mehr starten?

Es könnte ja sein, dass die Festplatte des Notebooks schon „schwächelte“ und zufällig jetzt ganz kaputt gegangen ist.
Dann bräuchtest du ja nur eine neue Festplatte einbauen oder einbauen lassen für wenige hundert Euro, und das Problem wäre behoben.

Es könnte auch sein, dass das Motherboard in deinem Notebook elektrisch „die Ohren angelegt hat“ und deshalb sich das Notebook gar nicht mehr einschalten lässt.
Das wäre aber erst recht ein Defekt, der überhaupt nicht mit dem Starten im abgesicherten Modus herbeigeführt werden kann.

Gruß
Beuteltier

Hallo,

dass es keinen Zusammenhang gab, ist ziemlich unwahrscheinlich, weil es ganz genau in dem Moment passierte, wo ich das probierte. Auf ein genaueres Beschreiben hab ich jetzt keine Lust.

Ich habe das Notebook schon zu einem Bekannten gebracht, der davon lebt, anderer Leute PCs zu retten. Seine erste Diagnose war, dass evtl. das interne Netzteil kaputt und das Notebook nicht mehr zu retten ist. Er wird mir aber noch genaueres sagen.

Tatsache ist, dass das Notebook mit 4,5 Jahren nicht mehr zu den ganz neuen zählte. Vermutlich war die Aktion dafür, dass es eh schon etwas schlapp war, einfach zu anstrengend. Denn immerhin musste ich dabei, weil immer dies oder jenes nicht funktionierte, das Notebook mehrmals runterfahren und neu starten. Das war wohl einfach zu viel.

Mein Fazit wäre daher, mit einem älteren Notebook, das ohnehin schon Anzeichen für Probleme hat (sonst wäre das alles ja nicht passiert), keine Experimente mehr zu machen.

Wirklich weh tat mir die Sache nur deshalb nicht, weil ich ja schon ahnte, dass ein neues Notebook fällig sein wird, und ich schon vor der versuchten Defragmentierung eine Datensicherung gemacht habe. Damit halten sich die Verluste in Grenzen.

Tschau,

Julia

Hallo Julia,

dass es keinen Zusammenhang gab, ist ziemlich
unwahrscheinlich, weil es ganz genau in dem Moment passierte,
wo ich das probierte.

du hast recht, wenn du einen Zusammenhang siehst!

Vermutlich war die Aktion dafür, dass das Notebook mit 4,5 Jahren
eh schon etwas schlapp war, einfach zu anstrengend. Denn immerhin
musste ich dabei, weil immer dies oder jenes nicht funktionierte,
das Notebook mehrmals runterfahren und neu starten.

Das muss ein Notebook aber abkönnen, das gehört zum normalen Gebrauch.

evtl. ist das interne Netzteil kaputt

Für einen alterungsbedingten Elektronik-Schaden kann das natürlich ein Auslöser gewesen sein.

Mein Fazit wäre daher, mit einem älteren Notebook, das ohnehin
schon Anzeichen für Probleme hat (sonst wäre das alles ja
nicht passiert), keine Experimente mehr zu machen.

Wenn du aus dem Ganzen nur diesen Schluss ziehst, zäumst du das Pferd von hinten auf!

Weil ich ja schon ahnte, dass ein neues Notebook fällig sein wird, :hatte ich schon vor der versuchten Defragmentierung eine Datensicherung gemacht.

Das war wirklich sehr vorausschauend und weise getan.

Gruß
Beuteltier