Deklination und Konjugation eingedeutschter Wörter

Hallo Leute,

im Rahmen der Globalisierung pasiert es ja des öfteren, daß fremdsprachliche Begriffe auch in deutschen Texten verwendet werden müssen. Ein typisches Beispiel ist das engliche Wort match, das viel mehr ausdrückt, als eine beliebige deutsche Übersetzung (zusammenführen, vergleichen, abgleichen, aushaken, gegeneinander verrechnen,…). Ich sehe es in diversen Konjugationsformen.

Die einfachsten Formen lesen sich noch ohne Schmerzen.

„Jetzt matcht A mit B“
„Die beiden Datensätz wurden gematcht“

Obwohl im Englischen „matches“ bzw. „matched“ richtig wäre.

Noch schlimmer wird es bei der Umkehrung (unmatch Verbindung aufheben):

„Das Paar wurde ungematcht.“
oder
„Das Paar wurde geunmatcht.“
Besser liest sich für den Globalisierten:

„Das Paar wurde unmatched.“

Aber das würde allen mit bekannten Regeln widersprechen. Als Adljektiv ist aber „unmatched“ absolut üblich.

Gibt es da Regeln, oder muß ich die für meine Texte selbst definieren (Word unterstreicht alles mit roten geschängelten Linien)?

Ciao

Uwe

Hallo Uwe!

im Rahmen der Globalisierung pasiert es ja des öfteren, daß
fremdsprachliche Begriffe auch in deutschen Texten verwendet
werden müssen.

… bzw. möchten.

Ein typisches Beispiel ist das engliche Wort
match, das viel mehr ausdrückt, als eine beliebige deutsche
Übersetzung (zusammenführen, vergleichen, abgleichen,
aushaken, gegeneinander verrechnen,…).

Und wie du siehst, gibt es so ziemlich für jede Bedeutung eine Übersetzung. Warum suchst du dir nicht einfach die passendste heraus und benutzt sie? Ist das zu viel Arbeit? Mehr als eine wirst du in einem festen Kontext selten benötigen.

„Jetzt matcht A mit B“

In diesem Fall stimmt A mit B überein.
A passt auf B.
Hier wurden die Gemeinsamkeiten von A und B erkannt.
Die Datenbank versucht nun, A mit B zu vergleichen.
Es wird/wurde eine Verbindung zwischen A und B erkannt/registriert/vermerkt/gespeichert/…

Also, was möchtest du damit eigentlich sagen?

„Die beiden Datensätz wurden gematcht“

… aneinander angepasst.
… verglichen.
… als ähnlich erkannt.
… verbunden.
Die Übereinstimmung beider Datensätze bewirkt/wird nun verwendet, um…

Obwohl im Englischen „matches“ bzw. „matched“ richtig wäre.

Richtig. Das existiert im Deutschen aber nicht.

Noch schlimmer wird es bei der Umkehrung (unmatch
Verbindung aufheben):

„Das Paar wurde ungematcht.“
oder
„Das Paar wurde geunmatcht.“

Furchtbar, oder?
Wenn du es darauf anlegst, dieses Wort zu verwenden, dann solltest du in jedem Fall entmatcht bevorzugen.

Besser liest sich für den Globalisierten:
„Das Paar wurde unmatched.“

Der Globalisierte dankt. Der Leser nicht. Denn hier wurde die Konnektschn ge-anmätscht.

Aber das würde allen mit bekannten Regeln widersprechen. Als
Adljektiv ist aber „unmatched“ absolut üblich.

Aber doch nicht in der deutschen Sprache…

Gibt es da Regeln, oder muß ich die für meine Texte selbst
definieren (Word unterstreicht alles mit roten geschängelten
Linien)?

Die Rechtschreibkorrektur von Uöat würde ich nicht als Referenz heranziehen.

Die Regel ist: Mach deinen Lesern klar, was gemeint ist. Wenn du dazu Fachwörter benutzt, kein Problem. Aber Fachwörter sind nicht alles, was kurz und englisch klingt.

Ein Satz zum Merken:
Wenn ich keine deutsche Übersetzung zustandebringe, dann habe ich auch nicht verstanden, worum es geht. Wie soll ich es dann jemandem erklären?

In diesem Sinne,
Stefan :smile:

Deklination und Konjugation von Fremdwörtern
Hallo, Uwe!

Ich möchte nichts zur Notwendigkeit der Verwendung von Fremdwörtern sagen, sondern auf Deine eigentliche Frage antworten.

Grundsätzlich werden Fremdwörter, also Wörter aus anderen Sprachen, im Deutschen nach den Regeln der Deutschen Sprache gebeugt. Beispiel: Im Englischen ist die Mehrzahl von „story“ zwar „stories“, im Deutschen jedoch „Storys“. Alles klar?

Grüße,
Vlado

Klasse!!!

Ein Satz zum Merken:
Wenn ich keine deutsche Übersetzung zustandebringe, dann habe
ich auch nicht verstanden, worum es geht. Wie soll ich es dann
jemandem erklären?

Hi Stefan,
das solle man allen Denglischsprechern ins Gebetbuch (Prayerbuch?!) schreiben.

Meint Gandalf