Hallo zusammen,
bei spiegel.de schrieb ein Autor einmal, man müsse „des Korans“ und „des Islams“ statt „des Koran“ und „des Islam“ sagen und schreiben. Letzteres sei falsch.
So ganz kann ich mich mit dieser Behauptung bis heute nicht anfreunden. Wir sagen ja auch „die Geschichte des Karate“ oder „des Kung Fu“ und nicht „des Karates“ oder „des Kung Fus“ (man vergleiche mal die Google-Ergebnisse!).
Was sagt ihr dazu?
Schöne Grüße,
Mohamed.
Hallo, Mohamed,
bei spiegel.de schrieb ein Autor einmal, man müsse „des
Korans“ und „des Islams“ statt „des Koran“ und „des Islam“
sagen und schreiben. Letzteres sei falsch.
Was sagt ihr dazu?
falls Du nicht nur auf „Sprachgefühl“ basierende Meinungen lesen willst:
Duden - Richtiges und gutes Deutsch:
Weglassen der Flexionsendung
2.2.2 Fremdwörter:
Häufig wird bei Fremdwörtern, die als Eigenname, Fachwort oder Bezeichnung für eine Gattung gebraucht werden, die Genitivendung weggelassen. Im Allgemeinen ist jedoch die flektierte Form zu empfehlen …:
des Dativ, des Dynamo, des Enzian, des Festival, des Film, des Indiz, des Islam, des Jasmin, des Kaffee, des Komitee, des Parterre, des Radar, des Smaragd, des Vitamin u. v. a.
und Wahrig - Richtiges Deutsch leicht gemacht (325.2).
Gruß
Kreszenz
Danke
Hallo Kreszentia,
danke für die Links, dann lag ich offenbar nicht ganz so daneben wie der spiegel.de-Autor… Ich finde bei einigen Wörtern das Anhängen des „s“ sogar ausgesprochen unschön, besonders exotischen Fremdbegriffen, die keine abzählbaren oder greifbaren Gegenstände bezeichnen, sondern eher eine Praxis oder Technik etc. Darum interpretiere ich die Duden-Aussage, „im Allgemeinen“ sei das Anhängen empfohlen, so, dass es in einigen Fällen eben nicht empfohlen ist.
Schöne Grüße,
Mohamed.
Servus,
umso hübscher wird es allerdings, wenn man dem Genitiv-„s“ begegnet, wo man es nicht erwarten würde. Vgl. bei Tucholsky die Frage an die Liebste auf Reisen „Hast Du genug Dänischen Geldes bei Dir?“ - Das viel diskutierte Bindungs-s in zusammengesetzten Nomina hat (glaube ich) auch Tucholsky für die Prägung der nicht weniger hübschen „Bratskartoffeln“ verwendet.
Schöne Grüße
MM