die hitzige Diskussion, ob es „die Chorleiterin des Jungen Chor XY-burg“ oder „des Jungen Chor(e)s XY-burg“ heißen muss, führte unlängst zu zahlreichen Verletzten. Ich hab mich zurückgehalten und bin daher noch wohlauf, wüsste aber jetzt doch gern, wie sich das mit solchen Eigennamen verhält: Der Chor ist ein eingetragener Verein („Junger Chor XY-burg e.V.“), und eigentlich sollte doch ein solcher Name nicht dekliniert werden - oder doch? Einigkeit herrschte nur darüber, dass es nicht „des Junger Chor XY-burg“ oder gar „des Jungen Chores XY-burgs“ heißen kann.
Wer hilft?
Dankbar
Pervita
gut, ich bin kein wirklicher Fachmensch, ich würde so schreiben:
die Corleiterin des Junger Chor XY-burg eV.´s
oder eleganter:
die Chorleiterin des Vereins Junger Chor XY-burg
Ist der Apostroph süddeutsch sächlich?
(Frage ist ernstgemeint!)
Mein Sprachgefuehl sagt mir dieses.
Aber vielleicht ist es keine unbewusst verinnerlichte
Regel, sondern ein Teil meines persoenlichen Idiolekts.
Isch heb null Ahnung.
‚Junger Chor Schwarzenburg e. V.‘ ist der offizielle Name der
juristischen Person. So muss er zum Beispiel auf Zahlscheinen der
Post gedruckt werden.
In Texten wird der offizielle Name dekliniert:
„Auf der Fotografie ist der ‚Junge Chor Schwarzenburg‘.“
„Als zweiten Chor hörte man den ‚Jungen Chor Schwarzenburg‘.“
„Diese Notenpulte gehören dem ‚Jungen Chor Schwarzenburg‘.“
„Die Chorleiterin des ‚Jungen Chors Schwarzenburg‘ heisst Elfriede
Müller.“
na, das ist doch eine Auskunft!
Wenn du mir jetzt noch sagen kannst, ob das irgendwo nachzuschlagen ist (Grammatikduden oder so), wäre ich Dir verbunden (oder jedem andern) - ich hab’s nämlich nirgends gefunden.
nachdem S.R. bereits erschöpfend (und m.E. korrekt) geantwortet hat, erlaube ich mir die Frage, was das „Jung“ in dem Vereinsnamen bedeutet. Weißt Du’s vielleicht?
moin auch,
gerne erkläre ich dir die Bedeutung des Wortes „jung“:
Noch nicht lange existierend (in diesem Fall eine ziemlich doofe Bedeutung, da dann der Chor seinen Namen recht bald nach der Gründung ändern müsste) und
aus (relativ) jungen Mitgliedern bestehend. Das trifft in diesem Fall zu: mit über 33 kommsch du ned rein, und mit 50 legt man dir nahe, vielleicht doch in den Kirchenchor zu wechseln… (ursprünglich war es mal ein Jugendchor, aber das trifft nicht mehr ganz zu…)
Ist der Apostroph süddeutsch sächlich?
(Frage ist ernstgemeint!)
Mein Sprachgefuehl sagt mir dieses.
Aber vielleicht ist es keine unbewusst verinnerlichte
Regel, sondern ein Teil meines persoenlichen Idiolekts.
Isch heb null Ahnung.
durch meine „Zweisprachigkeit“ (nord-/süddeutsch) komme ich manchmal durcheinander.
Nur bei „der/die Butter“ und „der/das Kamin“ nicht. Da weiß ich ohne nachzudenken, welchen Artikel ich wo verwende.