Demiurgischer Humanismus? Gnosis?

Hallo,

wir müssen eine Hausarbeit über 2 Seiten schreiben.

Dabei haben wir einen Text bekommen, der über den „demiurgischen Humanismus“ und der „Gnosis“ geht.
Steht so zumindest in der Überschrift…

Habe den Text mal hochgeladen, damit ihr ihn euch ansehen könnt.

http://www.norberthofmann.com/religion.zip

Verstehe leider gar nix :frowning:

Aufgabenstellung ist, dass wir den Inhalt zusammenfassen und zusätzlich noch eigene Gedanken aufführen sollen.

Nur hab ich überhaupt keinen Plan :frowning:

Vielleicht kennt sich ja der eine oder die andere mit diesem Thema aus.

Vielen herzlichen Dank im Voraus!

Liebe Grüße

Norbert

„demiurgischen Humanismus“ und der „Gnosis“ geht.
Liebe Grüße:
Norbert

Schalom Norbert
Die Gnosis versteht unter dem DEMIURG den Urheber der gesamten Sinneswelt. Eine Schöpfung aus der Urmaterie war also schon vorhanden,deshalb übernahm der DEMIURG (eigentlich der Handwerker oder noch besser der Weltbaumeister) nur die weitere reine Mittlertätigkeit.

Dieser DEMIURG ist eine selbständige GOTTHEIT die lt. Dnosis streng von dem Erlösergott unterschieden wird.

Dies war den Gnostikern die sich als die Besitzer der wahren Erkenntnis und des ursprünglichen Wissens bezeichneten, eine Offenbarungsreligiion.
Das wichtigste Kennzeichen der Gnosis ist ein radikaler, antikosmischer , also gegen die sichtbare Schöpfung gerichteter > Dualismus Lichtfunken ErlösersKenntnisWissen

Sloterdijkiade
Hi Norbert

hab ich mir gleich gedacht, daß dieses Kunststückchen von dem von den Medien hochgeschwappten Philosophen Sloterdijk stammt (hab das jpg erst später gesehen).

Er interpretiert die neuzeitliche Entwicklung der Technik bzw. Ingenieurskunst und die moderne Möglickeit, in Naturprozesse einzugreifen vor dem Hintergrund des christianisierten israelitischen Schöpfungsmythos als Fortsetzung des Schöpfungswerkes durch den Menschen („8. Schöpfungstag“), und meint das mit einer angeblichen, im Mittelalter ansetzenden Wandlung im christlichen Trinitätsbegriff assoziieren zu müssen: weg vom Schwerpunkt Christus hin zum Schöpfergott und schöpferischen „Geist“.

Allein mit dem Mittel wortschöpferischer Eskapaden soll dann der Eindruck erweckt werden, daß das etwas mit gnostischem Gedankengut („neognostisch“) zu tun habe (Gnosis: Eine von vielen religiös-philosophischen Bewegungen ca 100 v.Chr. - 500 n. Chr.). Die einzige Verbindung besteht aber in der verwendeten Vokabel „Demiurg“ (=Weltschöpfer), die nicht nur nicht gnostischen Ursprungs ist, sondern ebendort auch einen ganz anderen Hintergrund hat als der christliche Schöpfer-Begriff.

Die Auffassung des Ingenieurs als göttlich-schöpferischer Genius (Goethe, Faust: „der kleine Gott der Welt“) ist allerdings seit der Erfindung von Uhrwerken, mechanischen Rechenmaschinen und Schachspiel-„Automaten“ geläufig, und sie setzt sich mit dem im XX. Jhdt. aufgekommenen Begriff vom „Eingriff in die Natur“ bzw " Eingriff in das Schöpfungswerk Gottes" fort.

Die Befürchtungen (die wir ja nach wie vor hegen müssen), daß diese Entwicklungen katastrophal werden könnten (warum, wird nicht thematisiert), werden dann hier in manieriert zwanghaften Wort-Guirlanden ästhetisiert.

Ein selbstverliebt-intellektualisierendes Capriccio ohne jeden Erkenntniswert.

Gruß

Metapher

Aus der göttlichen Spähre hat der Mensch
jedoch einen > Lichtfunken