Demnächst in diesem Theater

Diesen Titel hatte ich schon mal vor dem Afghanistan-Krieg. Die Prognose war nicht sehr gut (gebe ich zu), vor allem da ich mit einem längeren Krieg gerechnet habe, aber dennoch bleibe ich dabei hin und wieder eine Prognose der nächsten Monate abzugeben.

Heute: wie wird der Wahlkampf aussehen (nicht ausgehen)?

Beginnen wir Rechtsaußen, denn das ist das einfachste. PRO wird ja nicht antreten. Zwar habe ich PRO nie große Chancen eingeräumt (eine Landtagswahl zu gewinnen, ist etwas anderes als eine Bundestagswahl mit neuen Kandidaten, Organisationsstruktur etc.). Aber 2 bis 3 Prozentpunkte hätte PRO bei Merkel wohl bekommen können. Und das dann sicherlich vor allem von der Union. Jetzt sind rechtsaußen nur noch DVU, Republikaner, NPD. Keine Gefahr für die Union. Mehr als 1998 werden die drei Parteien wohl nicht bekommen ('98 DVU, Republikaner zusammen 3%, NPD weiß ich nicht), eher weniger. Stoiber bindet den rechten Rand der Union schon allein durch seine Anwesenheit.

Folglich wird sich Stoiber vor allem in die Mitte bewegen, für seine Verhältnisse linke Sprüche kloppen. Gerade Stoiber hat kein Interesse zu polarisieren, damit kann er nur verlieren. Also wird er auch das Polarisierungsthema Ausländer nicht ernsthaft angehen. Sein Thema wird natürlich die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sein. Allerdings bezweifel ich, dass Stoiber die Union volständig hinter sich bekommen wird. Nicht dass es offene Worte von hohen CDU-Politikern gegen Stoiber geben wird. Es wird eher das Fussvolk sein und man wird sehen, ob die CDU-Führung engagiert versuchen wird, dies zu unterlassen. Zu viele CDU-Politiker wollen 2006 Kanzler werden. Das können sie aber nur, wenn Stoiber es 2002 nicht wird. Außerdem wird Stoiber versuchen, die FDP an sich zu binden.

Die SPD muß versuchen einen Polarisierungswahlkampf zu führen, zeigen, dass Stoiber weit rechts steht. Persönliche Diffarmierungskampagnen werden zuerst von der SPD kommen (die Union wird natürlich entsprechend antworten). Während Stoiber Vertrauen erwerben muß, indem er glaubhaft macht, dass er nicht „alles anders, aber vieles besser“ machen will, muß die SPD zeigen, dass wir mit Stoiber in eine andere Republik gehen. Als Kanzler muß Schröder (und damit die SPD) nicht nur die Erfolge seiner Partei sondern seiner Regierung vorzeigen. Man kann keinen erfolgreichen Wahlkampf aus einer Koalitionsregierung führen, wenn man sich offen für jede Partei zeigt (nach der Wahl kann man ja immer noch die Koalition wechseln, wenn das Wahlergebnis danach ist). Schröder wird sich in den nächsten Monaten von Union und PDS (sowieso), aber auch von der FDP distanzieren. Natürlich muß die SPD auch die Unterschiede zu den Grünen aufzeigen, aber das praktisch nur nebenbei. Das Thema der SPD wird weniger die Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik sondern die Gesellschaftspolitik sein: „Mit Stoiber in eine andere Gesellschaft“.

Die Grünen werden vor allem einen Angstwahlkampf gegen die konservative Wende führen. Selbst mit der SPD kann es (bei großer Koalition, auch bei soziallibeale) eine (eher) konservative Regierung geben. Die PDS kommen als Regierungspartei noch nicht in Frage. Damit sind die Grünen die einzige Partei, die eine linke Regierungspolitik garantieren können.

Die PDS wird reine linke Oppositionspolitik betreiben. Die Linken hinter sich binden, denen reine linke Politik in der Opposition wichtiger ist als unreine linke Politik in der Regierung.

Die FDP wird die größten Probleme haben einen ordentlichen Wahlkampf zu führen. Sie hat ja keine Programmatik außer Anstreben von Regierungsverantwortung und „gleiche Distanz“ zu Union und SPD. Was aber, wenn Stoiber sie an sich binden will und in Richtung Mitte geht, Schröder aber Stoiber nach rechts drücken will und sich die Anbiederung der FDP verbeten wird? Ähnlich wie jetzt die Union bei der „K-Frage“ wird demnächst die FDP bis zur Vergasung gefragt werden: „eher Union oder eher SPD?“. Die FDP wird das nicht durchhalten sondern sich irgendwann im Polarisierungswahlkampf entscheiden müssen und zwar in Richtung Union, da Schröder sie ja nicht will (jedenfalls nicht im Wahlkampf als Partner. Schröder wird immer sagen: „Wir kämpfen für eine Mehrheit der jetzigen erfolgreichen Regierung. Wir sind optimistisch, dass uns dies auch gelingen wird. Mit pessimistischen Prognosen beschäftigen wir uns nicht.“ Standardspruch). Wenn sich die FDP aber für Stoiber entscheidet, werden die Wähler der Mitte, denen Stoiber zu rechts ist, die FDP nicht mehr wählen können und sich für die SPD entscheiden.

Die CDU / CSU wird diese Wahl gewinnen. Auf die dringlichsten Fragen der Arbeitnehmer haben sie die besten Antworten. Und das ist die nach einem Job - ihrer Existenz. Alles andere ist derzeit nebensächlich. Deutschland hin - Wörlitz her.

Ein politisches Bekenntnis möge man aus dieser Feststellung nicht ableiten.

Die CDU / CSU wird diese Wahl gewinnen. Auf die dringlichsten
Fragen der Arbeitnehmer haben sie die besten Antworten.

Ob sie die besten Antworten haben, ist irrelevant. Kann eh kaum ein Bürger beantworten. Wer kennt sich schon so gut mit VWL aus? Wichtig ist lediglich, ob die Bürger glauben , dass die Union die besten Antworten auf diese Fragen hat.

Und da wird es spannend sein, ob sich die Arbeitgeber eindeutig positionieren. Normalerweise natürlich in Richtung Union. Sollte aber die Union deutlich machen, dass sie strikt gegen Zuwanderung ist, die SPD den Arbeitgebern aber eine Zuwanderung von Fachkräften anbieten, wäre ich mir da nicht mehr so sicher.

Wenn dann Unternehmer, Gewerkschaften und (viele, muß ja nicht Mehrheit sein, das kann auch kaum ein Bürger beurteilen) Wissenschaftler der SPD das bessere Wirtschaftskonzept bescheinigen, ist die Union selbst dann angeschmiert, wenn sie tatsächlich das bessere Wirtschaftskonzept hat.

Die CDU / CSU wird diese Wahl gewinnen. Auf die dringlichsten
Fragen der Arbeitnehmer haben sie die besten Antworten.

Ob sie die besten Antworten haben, ist irrelevant.

Sie haben sie - irrelevant hin - irrelevant her.

Kann eh

kaum ein Bürger beantworten. Wer kennt sich schon so gut mit
VWL aus? Wichtig ist lediglich, ob die Bürger glauben ,
dass die Union die besten Antworten auf diese Fragen hat.

Siehe oben - sie glauben es. Ein Wähler muss nicht bwler sein. Man juuuuut.

Und da wird es spannend sein, ob sich die Arbeitgeber
eindeutig positionieren. Normalerweise natürlich in Richtung
Union. Sollte aber die Union deutlich machen, dass sie strikt
gegen Zuwanderung ist, die SPD den Arbeitgebern aber eine
Zuwanderung von Fachkräften anbieten, wäre ich mir da nicht
mehr so sicher.

die Union wird für Rahmenbedingungen sorgen, die es für Arbeitgeber wieder erstrebenswert macht, hier in D was zu veranstalten. Zuwanderung ? Ja klar. Die ersten mit der Card sitzen ja schon auf der Strasse. D hat ja auch keine Fachkräfte…

Wenn dann Unternehmer, Gewerkschaften und (viele, muß ja nicht
Mehrheit sein, das kann auch kaum ein Bürger beurteilen)
Wissenschaftler der SPD das bessere Wirtschaftskonzept
bescheinigen, ist die Union selbst dann angeschmiert, wenn sie
tatsächlich das bessere Wirtschaftskonzept hat.

Das ist richtig. Wichtig ist, zu verkaufen. Denn davon leben wir alle…

Die CDU / CSU wird diese Wahl gewinnen. Auf die dringlichsten
Fragen der Arbeitnehmer haben sie die besten Antworten.

Ob sie die besten Antworten haben, ist irrelevant.

Sie haben sie - irrelevant hin - irrelevant her.

Da sind wir wahrscheinlich anderer Meinung, ist aber, wie gesagt, für diese Diskussion hier irrelevant.

Kann eh
kaum ein Bürger beantworten. Wer kennt sich schon so gut mit
VWL aus? Wichtig ist lediglich, ob die Bürger glauben ,
dass die Union die besten Antworten auf diese Fragen hat.

Siehe oben - sie glauben es. Ein Wähler muss nicht bwler
sein. Man juuuuut.

Woher weißt Du das? Hast Du eine Quelle? Oder glaubst Du nur, dass sie das glauben?

Und da wird es spannend sein, ob sich die Arbeitgeber
eindeutig positionieren. Normalerweise natürlich in Richtung
Union. Sollte aber die Union deutlich machen, dass sie strikt
gegen Zuwanderung ist, die SPD den Arbeitgebern aber eine
Zuwanderung von Fachkräften anbieten, wäre ich mir da nicht
mehr so sicher.

die Union wird für Rahmenbedingungen sorgen, die es für
Arbeitgeber wieder erstrebenswert macht, hier in D was zu
veranstalten. Zuwanderung ? Ja klar. Die ersten mit der Card
sitzen ja schon auf der Strasse. D hat ja auch keine
Fachkräfte…

Auch wieder irrelevant. Ob es für vernünftig ist, dass Deutschland die Zuwanderung ausweitet oder nicht. Wichtig ist nur, dass die Unternehmer dies wollen. Aus welchem Grund (weil Deutschland Fachkräfte braucht oder weil die Unternehmer damit die Löhne drücken wollen) ist auch wieder irrelevant. Wichtig und die entscheidende Frage ist nur, ob den Unternehmern diese Frage so wichtig ist, dass Arbeitgeber, wenn SPD eine Ausweitung der Zuwanderung fordert und die Union dagegen ist, bei der Wahl die SPD unterstützen (oder mindestens die Union nicht unterstützen) oder nicht.

Wenn dann Unternehmer, Gewerkschaften und (viele, muß ja nicht
Mehrheit sein, das kann auch kaum ein Bürger beurteilen)
Wissenschaftler der SPD das bessere Wirtschaftskonzept
bescheinigen, ist die Union selbst dann angeschmiert, wenn sie
tatsächlich das bessere Wirtschaftskonzept hat.

Das ist richtig. Wichtig ist, zu verkaufen. Denn davon leben
wir alle…

Ganz klar:

Weder Scharz-Gelb noch Rot-Gelb noch Rot-Grün werden eine Mehrheit haben.
Eine ampel kann nich mir nicht vorstellen und die PDS auf Bundesebene… auch nicht.

Es wird wohl eine Große Koalition.

Gruß ivo

Hallo,

dann aber frage ich ich, weshalb es meine Partei nicht geschafft hat und abgewählt wurde, die Probleme seinerzeit zu lösen. Im Übrigen hat Stoiber bereits einen „feinen Zug“ gemacht. Er will nicht die Beseitigung der Arbeitslosenzahlen versprechen, er will nur, wie schon Kohl, wie auch Schröder, die Bedingungen schaffen, dass wieder mehr Arbeit entsteht. Und das ist, denn das Tal der Rezession ist durchschritten, sogar möglich und wird bis spätestens Herbst Schröder helfen, aber nicht Stoiber. Und eine Einzige hätte gegen Schröder eine Chance, das wäre Merkel. Stoiber wird oberhalb von Frankfurt genauso wenig geliebt sein wie seinerzeit FJS.

Ein schönen WE Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

unser Land lebt nicht nur von der Interessenlage der Arbeitgeber, sondern vom Solidaritätsprinzip aller Gruppen in diesem Land. Selten waren die Gewinne so hoch wie in den letzten Jahren und selten wurden noch mehr Menschen auf die Strasse gesetzt. In unserem Land fehlt es an einer seit Jahrzehnten sinnvollen und erforderlichen langfristigen Perspektive. Alle, CDU/CSU inbegriffen, haben sich nie um Zukunftsfragen gekümmert.

Die CDU wird mit Stoiber die Wahl nicht gewinnen, selbst dann nicht, wenn Schröder auf der Trage ins Bundeskanzleramt gebracht wird. Warten wir es ab, wer sich möglicherweise mit der Prognose irrt.

Gruss Günter

Auf die dringlichsten
Fragen der Arbeitnehmer haben sie (die Union) die besten Antworten.

Den Politiker möchte ich sehen, der auf die Frage : " Was machen Sie KONKRET für/gegen was ?" nicht mit flauschigem, kuschelweichem Geplapper antwortet.
Es kommt ja eigentlich auch nur drauf an, das zu sagen, wovon man meint, daß die Mehrheit der Wähler meint, es würde vielleicht was ändern ;-}

eljot

Stoiber wird oberhalb von Frankfurt
genauso wenig geliebt sein wie seinerzeit FJS.

FJS wurde in Norddeutschland schon noch erheblicher weniger geliebt als Stoiber. Stoiber ist, da hat die CSU schon recht, für einen bayerischen MP schon recht preussisch. Nur, geliebt wird er dennoch nicht in Norddeutschland.

Da hast Du recht. FJS war aber auch deswegen unbeliebt im Norden, wie er sich an den Platz des Kanzlerkandidaten geputscht hat. Und da sah ich bis gestern einen Unterschied zwischen FJS und Stoiber. Die CDU fühlte sich von FJS überrollt. Wir haben - Kreis-und Bezirksvorsitzenden der jU -gegen Strauss Pfeifkonzerte organisiert, wurden ab und an dafür sogar von FJS als „linke Krawallmacher betitelt“.

Dass etwas nicht stimmt, war schon erkennbar, als Merkel den Verzicht erklärt hat. Und die Erklärung, wir helfen Stoiber, war mir zwar nach aussen etwas zu deutlich, aber ich war sicher, es wird so sein. Doch wie man sieht, reagiert die CDU-Spitze durchaus, Koch warnt davor, dass die CSU über die CDU bestimmt, mahnt die Eihgenständigkeit der CDU an und wenn Koch - als einer derjenigen, die für Merkels Nachfolge gehandelt werden, dies so deutlich sagt, dann ist hinter den Kulissen mehr Verärgerung in der CDU über Stoiber als man zugibt. Und das bedeutet wohl auch, dass nicht nur Schröder polarisieren wird, sondern dass auch Teile der CDU Stoiber eben nicht unterstützen können, wollen und dürfen, weil sie die eigenen Zukunft gefährden. Das kann noch interessant werden. Ausserdem zeigt die derzeit gehandelte Liste des Schattenkabinetss, dass Stoiber mit HUber einen Kanzler- Amtsminister einsetzen möchte, viele aus der CDU tätig sein sollen, die in der CDU durchaus umstritten sind. Insbesondere mit Huber will kaum jemand in der CDU was zu tun haben. Aus dem Umfeld von Merkle und deren Machtbereich, auch aus dem Machtbereich von Koch und Rüttgers ist niemand im Schattenkabinett. Die CDU wird intern zu verhindenr wissen, dass ein kanzler Stoiber die regierung übernimmt und die CDU kontrolliert. Es sieht so aus, als würde sich die Aera FJS nur mit einem anderen Bayern wiederholen. Und die Unterstützer, insbesondere MP Teufel steht vor seiner Ruhezeit und Müller ist in der CDU selbst umstritten. Im Moment wird Stoiber von den CDU-Größen gestützt, die selbst am Ende sind (aus Altersgründen
) oder nicht zur künftigen Führungsstruktur der CDU gehören. Ich habe mich entschlossen, wenn es gesundheitlich möglich ist, nochmals in die Politik einzusteigen und aktiv zu kämpfen. Ich werde nicht ruhig zusehen, wie meine Partei der "mir san mir " Ideologie unterworfen werden soll.

Es gibt eine grosse Chance. Man strebt die Bildung von CSU-Ortsverbänden in den anderen Bundesländern an, so wie unter FJS und die gesamte CDU ist kontra CSU.

Gruss Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Da hast Du recht. FJS war aber auch deswegen unbeliebt im
Norden, wie er sich an den Platz des Kanzlerkandidaten
geputscht hat. Und da sah ich bis gestern einen Unterschied
zwischen FJS und Stoiber. Die CDU fühlte sich von FJS
überrollt. Wir haben - Kreis-und Bezirksvorsitzenden der jU
-gegen Strauss Pfeifkonzerte organisiert, wurden ab und an
dafür sogar von FJS als „linke Krawallmacher betitelt“.

Das war mir z.B. nicht bekannt. Muß ja witzig für euch gewesen sein. :wink:

Dass etwas nicht stimmt, war schon erkennbar, als Merkel den
Verzicht erklärt hat. Und die Erklärung, wir helfen Stoiber,
war mir zwar nach aussen etwas zu deutlich, aber ich war
sicher, es wird so sein. Doch wie man sieht, reagiert die
CDU-Spitze durchaus, Koch warnt davor, dass die CSU über die
CDU bestimmt, mahnt die Eihgenständigkeit der CDU an und wenn
Koch - als einer derjenigen, die für Merkels Nachfolge
gehandelt werden, dies so deutlich sagt, dann ist hinter den
Kulissen mehr Verärgerung in der CDU über Stoiber als man
zugibt.

Ja, war schon interessant, dass sich Koch nie für Stoiber ausgesprochen hat, obwohl Stoiber doch sein natürlicher Verbündeter hätte sein müssen.

Und das bedeutet wohl auch, dass nicht nur Schröder
polarisieren wird, sondern dass auch Teile der CDU Stoiber
eben nicht unterstützen können, wollen und dürfen, weil sie
die eigenen Zukunft gefährden. Das kann noch interessant
werden.

Das war das, was ich mit meiner Bemerkung meinte, dass Stoiber die Union nicht in den Griff bekommn wird. Sicher wird nicht z.B. Koch opponieren. Dann wäre er nach verlorener Bundestagswahl weg vom Fenster. Aber die CDU wird ihre Leute dafür in der zweiten Reihe haben und die in der ersten Reihe werden leider, leider nicht in der Lage sein, diese Störgeräusche zu unterbinden.

Ausserdem zeigt die derzeit gehandelte Liste des
Schattenkabinetss, dass Stoiber mit HUber einen Kanzler-
Amtsminister einsetzen möchte, viele aus der CDU tätig sein
sollen, die in der CDU durchaus umstritten sind. Insbesondere
mit Huber will kaum jemand in der CDU was zu tun haben. Aus
dem Umfeld von Merkle und deren Machtbereich, auch aus dem
Machtbereich von Koch und Rüttgers ist niemand im
Schattenkabinett. Die CDU wird intern zu verhindenr wissen,
dass ein kanzler Stoiber die regierung übernimmt und die CDU
kontrolliert.

Die Liste würde ich nicht ernst nehmen. Stoiber hat sicher noch keine Liste herausgegeben. Also stammt sie entweder aus der freien Fantasie von Journalisten oder irgendein Union-Politiker hat ihm eine solche Liste zugespielt. Dann muß man natürlich fragen: wer und unter welchen Motiven? Aber von Stoiber stammt diese Liste sicher nicht.

Es sieht so aus, als würde sich die Aera FJS nur
mit einem anderen Bayern wiederholen. Und die Unterstützer,
insbesondere MP Teufel steht vor seiner Ruhezeit und Müller
ist in der CDU selbst umstritten.

Wobei ich mir nicht klar bin, warum Müller Stoiber unterstützt. Aus ideologischen Gründen dürfte dies nicht der Fall. Also aus taktischen Gründen? Aber aus welchen? Da fällt mir nichts ein.

Im Moment wird Stoiber von
den CDU-Größen gestützt, die selbst am Ende sind (aus
Altersgründen
) oder nicht zur künftigen Führungsstruktur der CDU gehören.
Ich habe mich entschlossen, wenn es gesundheitlich möglich
ist, nochmals in die Politik einzusteigen und aktiv zu
kämpfen. Ich werde nicht ruhig zusehen, wie meine Partei der
"mir san mir " Ideologie unterworfen werden soll.

Na, dann wünsche ich Dir für Dein weiteres Vorhaben alles Gute. Und natürlich - unabhängig davon - gute Gesundheit. Denn die Diskussion mit Dir ist immer interessant.

Es gibt eine grosse Chance. Man strebt die Bildung von
CSU-Ortsverbänden in den anderen Bundesländern an, so wie
unter FJS und die gesamte CDU ist kontra CSU.

Auch das wäre mir neu. Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen.

Da hast Du recht. FJS war aber auch deswegen unbeliebt im
Norden, wie er sich an den Platz des Kanzlerkandidaten
geputscht hat. Und da sah ich bis gestern einen Unterschied
zwischen FJS und Stoiber. Die CDU fühlte sich von FJS
überrollt. Wir haben - Kreis-und Bezirksvorsitzenden der jU
-gegen Strauss Pfeifkonzerte organisiert, wurden ab und an
dafür sogar von FJS als „linke Krawallmacher betitelt“.

Das war mir z.B. nicht bekannt. Muß ja witzig für euch gewesen
sein. :wink:

Hi,

da ich anschließend einmal eingeladen wurde, im Anschluss an eine Wahlveranstaltung, hatte ich das Vergnügen, dass FJS genau sich die geischter eingeprägt hatte und bekam mein privates Fett schon ab.

Dass etwas nicht stimmt, war schon erkennbar, als Merkel den
Verzicht erklärt hat. Und die Erklärung, wir helfen Stoiber,
war mir zwar nach aussen etwas zu deutlich, aber ich war
sicher, es wird so sein. Doch wie man sieht, reagiert die
CDU-Spitze durchaus, Koch warnt davor, dass die CSU über die
CDU bestimmt, mahnt die Eihgenständigkeit der CDU an und wenn
Koch - als einer derjenigen, die für Merkels Nachfolge
gehandelt werden, dies so deutlich sagt, dann ist hinter den
Kulissen mehr Verärgerung in der CDU über Stoiber als man
zugibt.

Ja, war schon interessant, dass sich Koch nie für Stoiber
ausgesprochen hat, obwohl Stoiber doch sein natürlicher
Verbündeter hätte sein müssen.

Und das bedeutet wohl auch, dass nicht nur Schröder
polarisieren wird, sondern dass auch Teile der CDU Stoiber
eben nicht unterstützen können, wollen und dürfen, weil sie
die eigenen Zukunft gefährden. Das kann noch interessant
werden.

Das war das, was ich mit meiner Bemerkung meinte, dass Stoiber
die Union nicht in den Griff bekommn wird. Sicher wird nicht
z.B. Koch opponieren. Dann wäre er nach verlorener
Bundestagswahl weg vom Fenster. Aber die CDU wird ihre Leute
dafür in der zweiten Reihe haben und die in der ersten Reihe
werden leider, leider nicht in der Lage sein, diese
Störgeräusche zu unterbinden.

Ausserdem zeigt die derzeit gehandelte Liste des
Schattenkabinetss, dass Stoiber mit HUber einen Kanzler-
Amtsminister einsetzen möchte, viele aus der CDU tätig sein
sollen, die in der CDU durchaus umstritten sind. Insbesondere
mit Huber will kaum jemand in der CDU was zu tun haben. Aus
dem Umfeld von Merkle und deren Machtbereich, auch aus dem
Machtbereich von Koch und Rüttgers ist niemand im
Schattenkabinett. Die CDU wird intern zu verhindenr wissen,
dass ein kanzler Stoiber die regierung übernimmt und die CDU
kontrolliert.

Die Liste würde ich nicht ernst nehmen. Stoiber hat sicher
noch keine Liste herausgegeben. Also stammt sie entweder aus
der freien Fantasie von Journalisten oder irgendein
Union-Politiker hat ihm eine solche Liste zugespielt. Dann muß
man natürlich fragen: wer und unter welchen Motiven? Aber von
Stoiber stammt diese Liste sicher nicht.

Es sieht so aus, als würde sich die Aera FJS nur
mit einem anderen Bayern wiederholen. Und die Unterstützer,
insbesondere MP Teufel steht vor seiner Ruhezeit und Müller
ist in der CDU selbst umstritten.

Wobei ich mir nicht klar bin, warum Müller Stoiber
unterstützt. Aus ideologischen Gründen dürfte dies nicht der
Fall. Also aus taktischen Gründen? Aber aus welchen? Da fällt
mir nichts ein.

Hast Du Dir schon mal überlegt, dass Merkel eigentlich nur die Parteispendenaffäre durchzustehen hatte, aber keiner sich nur eingebildet hat, dass sie Vorsitzenden der CDU wird ? Könnte oder ist nicht sogar dort der Punkt zu finden, weshalb Müller auch opponiert. Ich meine, es wird am Stuhl der Vorsitzenden der CDU gesägt und nach der Wahl, egal wie diese ausgehen wird, ist die Zeit von Koch und Müller gekommen .

Im Moment wird Stoiber von
den CDU-Größen gestützt, die selbst am Ende sind (aus
Altersgründen
) oder nicht zur künftigen Führungsstruktur der CDU gehören.
Ich habe mich entschlossen, wenn es gesundheitlich möglich
ist, nochmals in die Politik einzusteigen und aktiv zu
kämpfen. Ich werde nicht ruhig zusehen, wie meine Partei der
"mir san mir " Ideologie unterworfen werden soll.

Na, dann wünsche ich Dir für Dein weiteres Vorhaben alles
Gute. Und natürlich - unabhängig davon - gute Gesundheit. Denn
die Diskussion mit Dir ist immer interessant.

Es gibt eine grosse Chance. Man strebt die Bildung von
CSU-Ortsverbänden in den anderen Bundesländern an, so wie
unter FJS und die gesamte CDU ist kontra CSU.

Auch das wäre mir neu. Kann ich mir eigentlich nicht
vorstellen.

Hast Du nicht mitbekommen, wie seinerzeit plötzlich die Kandidatur von FJS dazu benutzt wurde, die Frage der Ausweitung der CSU zu stellen und dass insbesondere in Baden-Württemberg und da insbesondere im Bereich Oberschwaben und Süd-Württemberg Hohenzollern, in Teilen der CDU Südbaden mehrere Ortsverbände sich der CSU anschließen wollten und die Ausweitung u.a. gescheitert ist, weil statt Einzelpersonen ganze Orts- und Kreisverbände zur CSU überwechseln wollten und der CDU erheblichen Schaden entstanden wäre ? Die CDU hätte in einigen Landesteilen kaum noch Mitglieder gehabt. Es sollte deshalb auch nicht überraschen, dass ein Teil der Befürworter aus dem Südwesten kommt.

Gruss Günter

.

Da hast Du recht. FJS war aber auch deswegen unbeliebt im
Norden, wie er sich an den Platz des Kanzlerkandidaten
geputscht hat. Und da sah ich bis gestern einen Unterschied
zwischen FJS und Stoiber. Die CDU fühlte sich von FJS
überrollt. Wir haben - Kreis-und Bezirksvorsitzenden der jU
-gegen Strauss Pfeifkonzerte organisiert, wurden ab und an
dafür sogar von FJS als „linke Krawallmacher betitelt“.

Das war mir z.B. nicht bekannt. Muß ja witzig für euch gewesen
sein. :wink:

da ich anschließend einmal eingeladen wurde, im Anschluss an
eine Wahlveranstaltung, hatte ich das Vergnügen, dass FJS
genau sich die geischter eingeprägt hatte und bekam mein
privates Fett schon ab.

LOL - muß ja witzig gewesen sein. Na ja, wohl eher im Nachhinein.

-)

Es sieht so aus, als würde sich die Aera FJS nur
mit einem anderen Bayern wiederholen. Und die Unterstützer,
insbesondere MP Teufel steht vor seiner Ruhezeit und Müller
ist in der CDU selbst umstritten.

Wobei ich mir nicht klar bin, warum Müller Stoiber
unterstützt. Aus ideologischen Gründen dürfte dies nicht der
Fall. Also aus taktischen Gründen? Aber aus welchen? Da fällt
mir nichts ein.

Hast Du Dir schon mal überlegt, dass Merkel eigentlich nur die
Parteispendenaffäre durchzustehen hatte, aber keiner sich nur
eingebildet hat, dass sie Vorsitzenden der CDU wird ? Könnte
oder ist nicht sogar dort der Punkt zu finden, weshalb Müller
auch opponiert. Ich meine, es wird am Stuhl der Vorsitzenden
der CDU gesägt und nach der Wahl, egal wie diese ausgehen
wird, ist die Zeit von Koch und Müller gekommen .

Klar. Aber da wäre doch Merkel als Kanzlerkandidatin besser gewesen. Bei einer Niederlage wäre sie als Vorsitzende mit Sicherheit erledigt. Wenn Stoiber verliert, ist das zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher.

Es gibt eine grosse Chance. Man strebt die Bildung von
CSU-Ortsverbänden in den anderen Bundesländern an, so wie
unter FJS und die gesamte CDU ist kontra CSU.

Auch das wäre mir neu. Kann ich mir eigentlich nicht
vorstellen.

Hast Du nicht mitbekommen, wie seinerzeit plötzlich die
Kandidatur von FJS dazu benutzt wurde, die Frage der
Ausweitung der CSU zu stellen und dass insbesondere in
Baden-Württemberg und da insbesondere im Bereich Oberschwaben
und Süd-Württemberg Hohenzollern, in Teilen der CDU Südbaden
mehrere Ortsverbände sich der CSU anschließen wollten und die
Ausweitung u.a. gescheitert ist, weil statt Einzelpersonen
ganze Orts- und Kreisverbände zur CSU überwechseln wollten und
der CDU erheblichen Schaden entstanden wäre ? Die CDU hätte in
einigen Landesteilen kaum noch Mitglieder gehabt. Es sollte
deshalb auch nicht überraschen, dass ein Teil der Befürworter
aus dem Südwesten kommt.

Ob ich das mitbekommen habe, weiß ich nicht. Ist schon zu lange her und ich war auch bei FJS-Kandidatur auch erst 13. Aber das ist historisch. Glaubst Du wirklich, dass es Bestreben der CSU heute gibt, sich bundesweit auszudehnen?

Gruss Günter

.

Hallo,

Hast Du Dir schon mal überlegt, dass Merkel eigentlich nur die
Parteispendenaffäre durchzustehen hatte, aber keiner sich nur
eingebildet hat, dass sie Vorsitzenden der CDU wird ? Könnte
oder ist nicht sogar dort der Punkt zu finden, weshalb Müller
auch opponiert. Ich meine, es wird am Stuhl der Vorsitzenden
der CDU gesägt und nach der Wahl, egal wie diese ausgehen
wird, ist die Zeit von Koch und Müller gekommen .

Klar. Aber da wäre doch Merkel als Kanzlerkandidatin besser
gewesen. Bei einer Niederlage wäre sie als Vorsitzende mit
Sicherheit erledigt. Wenn Stoiber verliert, ist das zwar
wahrscheinlich, aber nicht sicher.

Eben wohl nicht, man hätte ihre Niederlage zwar bedauert, aber für die kommende Wahl in nochmals vier Jahren wären die möglichen Erfolgsaussichten gestiegen. Proportional wären die Chancen der Nachkömmlinge wie Müller oder Koch gesunken. Auch Rühe hätte nie mehr eine Chance erhalten. Und Rühe wird nach verlorener Wahl wieder kommen. Bei einer Niederlage von Stoiber -da fresse ich einen Besen - wird man Merkel verantworlich machen mit der Behauptung, Stoiber habe verloren, weil sie (Merkel) ihn zu wenig unterstützt habe.

Es gibt eine grosse Chance. Man strebt die Bildung von
CSU-Ortsverbänden in den anderen Bundesländern an, so wie
unter FJS und die gesamte CDU ist kontra CSU.

Auch das wäre mir neu. Kann ich mir eigentlich nicht
vorstellen.

Es wäre eine taktische Möglichkeit, Stoiber zu verhindern durch aktive Arbeit in der CDU.

Hast Du nicht mitbekommen, wie seinerzeit plötzlich die
Kandidatur von FJS dazu benutzt wurde, die Frage der
Ausweitung der CSU zu stellen und dass insbesondere in
Baden-Württemberg und da insbesondere im Bereich Oberschwaben
und Süd-Württemberg Hohenzollern, in Teilen der CDU Südbaden
mehrere Ortsverbände sich der CSU anschließen wollten und die
Ausweitung u.a. gescheitert ist, weil statt Einzelpersonen
ganze Orts- und Kreisverbände zur CSU überwechseln wollten und
der CDU erheblichen Schaden entstanden wäre ? Die CDU hätte in
einigen Landesteilen kaum noch Mitglieder gehabt. Es sollte
deshalb auch nicht überraschen, dass ein Teil der Befürworter
aus dem Südwesten kommt.

Ob ich das mitbekommen habe, weiß ich nicht. Ist schon zu
lange her und ich war auch bei FJS-Kandidatur auch erst 13.
Aber das ist historisch. Glaubst Du wirklich, dass es
Bestreben der CSU heute gibt, sich bundesweit
auszudehnen?

Nein, ich bin überzeugt, dass dieser Weg nicht mehr ernsthaft in Erwägung gezogen wird. Würde dies erneut angestrebt, muss man jetzt ja damit rechnen, dass nicht nur die CDU in Baden-Württemberg sondern auch in Sachsen zerfällt und dann würde die CDU/CSU insgesamt weniger Wähler erhalten. Aber dass diese Diskussion auftreten könnte - auch wenn nicht ernsthaft gemeint -halte ich für möglich. Möglich - um CDU-Anhänger wenn nicht gegen Stoiber, dann zumindest zur Wahlenthaltung zu bringen.

Gruss Günter