Hallo,
jeder von uns der sich mit der Rente / 67 Jahre auseinander gesetzt hat, weiß dass man keinen Arbeitnehmer in der Produktion (schwere körperliche Arbeit) auf dem gleichen Arbeitsplatz bis 67 Jahre behalten kann wenn man wirtschaftlich sein möchte.
Meine Frage dazu:
Weiß jemand welche Möglichkeiten man als Arbeitgeber zur Verfügung hat um seine Arbeitnehmer zu behalten, diese sinnvoll dennoch nicht auf ihren ursprünglichen Arbeitsplatz einzusetzen kann? Oder wie es große Unternehmen wie z.B. BWM bewältigen? Vielen Dank für eure Mühe.
Dass ein Arbeitnehmer möglicherweise nicht mehr in der Lage ist, den Anforderungen seines Arbeitsplatzes gerecht zu werden, ist ein Problem, das auf jeden Arbeitgeber zukommen kann unabhängig von „Rente/67“. Der Arbeitgeber hat zu prüfen, ob ein anderer Arbeitsplatz im Betrieb (oder im Unternehmen oder gar im Konzern, das hängt vom Arbeitsvertrag oder sonstigen Bestimmungen ab) geeignet ist. Wenn ein geeigneter Arbeitsplatz nicht zur Verfügung steht oder der Arbeitnehmer dem Wechsel nicht zustimmt, kann eine Kündigung wegen Krankheit sozial gerechtfertigt sein. Ggf. wird dies im Kündigungsschutzprozess geprüft. Große Unternehmen versuchen in der Regel, Konflikten durch das Angebot relativ hoher Abfindungen oder sonstiger Zahlungen auszuweichen. Konkretere Aussagen über derzeitige Strategien großer Unternehmen sind mir nicht möglich. Aber die „Rente mti 67“ beeinflusst dieses Problem allenfalls quantitativ. Es besteht auch unabhängig davon und verlangt auch davon unabhängige Lösungen.
Vielen Dank für Ihre Antwort, ich muss Ihnen zustimmen dass „Rente mit 67“ das Problem nicht entstehen lässt sondern nur Verstärkt…
Ihre Antwort hat mir bereits weitergeholfen, nun möchte ich in Erfahrung bringen was der Arbeitgeber für konkrete Strategien in diesem Prozess einsetzen kann. Falls Sie mehr über diesen Themengebiet in Erfahrung bringen, würde ich mich darüber freuen weitere Informationen zu erhalten.
Ich halte die Fragestellung für so unklar, dass eine sinnvolle Antwort schwierig ist: 1. Was ist mit „Prozess“ gemeint? a) der Prozess des Suchens eines geeigneten Arbeitsplatzes? Welche Strategien hier „konkret“ zu verfolgen sind, hängt von der konkreten Situation ab und ist pauschal nicht beantwortbar. b) der Kündigungsschutzprozess? Auch hier wird die Darlegung der Vergeblichkeit des Alternativ-Arbeitsplatz-Angebots von der konkreten Situation abhängen. Schließlich: Die Bitte, „mehr in Erfahrung“ zu bringen, wäre ein Forschungsauftrag …