Hallo zusammen,
Was denn ist der Zusammenhang zwischen „die Demut“ und die „Demütigung“. Die beiden Begriffe sind doch offensichtlich aus der gleichen „Familie“, haben aber meiner Meinung nach was denn gemeinsam ???.
Gruss: harta
Hallo, Harta,
Demut hat seiner Herkunft nach die Bedeutung „die Haltung eines Dieners“.
Wenn jemand sich freiwillig in diese Haltung begibt, ordnet er sich selbst unter.
Wird aber jemand zu dieser Haltung gezwungen (gedemütigt), wird er erniedrigt.
Gruß Eckard
Hallo Harta,
ich habe mal die mittelhochdeutsche oder frühneuhochdeutsche Schreibweise von „Demut“ gelesen, leider nicht im Kopf („dienmuot“ o.ä.). Ich erinnere mich nur noch, dass es von „Dienen“ herrührt. Demütig ist derjenige, der sich nicht zu schade ist, einen Dienst am Nächsten zu leisten…
Den Begriff „Demütigung“ kann ich da leider nicht unterbringen, bin überfragt.
Gruß, Susanne
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Hallo!
Hatten wir das nicht neulich schon?
Müsst doch was im Archiv sein.
Gruß!
Hannes
Hi Eckart,
Demut hat seiner Herkunft nach die Bedeutung „die Haltung
eines Dieners“.
Wenn jemand sich freiwillig in diese Haltung begibt, ordnet er
sich selbst unter.
Das ist aber - für mich - nur die halbe Seite der Medaille. Für mich impliziert Demut auch die Fähigkeit zur Dankbarkeit, des Annehmens von Schicksal etc. - was m.E. sogar eine ungeheuere Stärke beinhaltet, die so gar nichts mit dem dackelhaften Dienertum zu tun hat.
Wird aber jemand zu dieser Haltung gezwungen (gedemütigt),
wird er erniedrigt.
Da gehe ich grundsätzlich mit Dir konform. Aber ich hänge auch immer an dem Gedanken fest, dass jemand, der ganz bei sich, ganz authentisch ist, gar nicht gedemütigt werden kann.
Aber das wäre eine Debatte für das Philosophie-Brett.
Dir einen schönen Sonntag,
Anja
Hallo, Anja,
so kann man an den Begriff natürlich auch herangehen.
Ich bezog mich allerdings nur auf die sprachliche Herleitung des Begriffes von „Dien-Mut“ wobei „Mut“ im der Bedeutung von „Gesinnung“ verwendet wird.
Demut im christlichen Sinne wird auch vielfach als „Unterwerfung unter göttliches Gebot“ verstanden. - Aber Du hast recht, eine Diskussion darüber sprengt den Rahmen dieses Brettes.
Grüße
Eckard