Denk' ich an Israel bei Nacht

…bin ich um den Schlaf gebracht.

Hallo miteinander!

Gestern in der 20-Uhr Ausgabe der Tagesschau konnte man Zeuge
werden, wie ein israelischer Schützenpanzer auf
internationale Friedensdemonstranten, bewaffnet alleine mit
Plakaten, scharfe
Warnschüsse abgab, die wenige Meter vor den Menschen in den
Boden schlugen. Von Querschlägern wurden 5 Personen verletzt.
Mir stockte wirklich der Atem, hatte ich doch in der
Vergangenheit immer versucht die ultraharte Außenpolitik
Israels zu verteidigen. Das ist die Fratze der Militärdiktatur
die einem aus Israel entgegen lacht. Das hat nichts mehr mir
Terrorbekämpfung zu tun.
Mittlerweile hat Scharon bei mir verschissen. Jeder einzelne
Tote in diesem dreckigen Konflikt geht mindestens zu gleichen
Teilen auf die Konten der Herren Scharon uns Arafat. Die
Politik Scharons ist gescheitert, und wer das nicht erkennt,
dem ist nicht mehr zu helfen. Jeder Terrorakt führt zu härteren
Gegenmaßnahmen und diese wieder zu mehr Terroranschlägen. Eine
Spirale der Gewalt. Wenn man diese Entwicklung konsequent
weiterdenkt, dann Gute Nacht Israel.
Es wird endlich Zeit Blauhelme ins Land zu lassen. Es wird
endlich Zeit der Intifada den Wind aus den Segeln zu nehmen
indem man aus den Autonomiegebieten abzieht, die Grenzen
dichtmacht und sich ruhig verhält. Es wird endlich Zeit, daß
die Staatengemeinschaft Herrn Scharon klar macht, daß man nicht
einfach den „Regierungschef“ Arafat unter Hausarrest stellen
darf. Hier wird internationales Recht mit Füssen getreten von
einer faschistoiden Quasimilitärregierung. Die UN verabschiedet
eine Resolution nach der anderen und nichts passiert. Das ist
doch ein Witz.

Grüße
Tom

Denk an Deinen Einkaufszettel
Hallo Tom

Ich boykottiere seit zwei Wochen alle Produkte aus Israel und den palästinensischen Autonomiegebieten.

Sollen Sie doch in ihren Erdbeeren, Kartoffeln, Grapefruits und Cormputerprogrammen ersticken, wohlgemerkt die schiessenden Israelis genauso wie die bombenden Palästinenser.

Wenn sich der eine oder andere diesem Boykott anschliesst werden, die Herren Sharafat und Arafon vielleicht vernünftig bzw. von vernünftigeren Leuten abgelöst.

Politik fängt halt im Kleinen an.

Gruss
CrNiMo

…bin ich um den Schlaf gebracht.

Hi Tom,

ob diese Auslegung des „Wintermärchens“ Herrn Heine wirklich gefallen hätte? Ich meine, in Bezug auf Israel?

Aber mal jetzt sachlich: Diese „Spirale der Gewalt“ ist doch nicht neu. Seit Staatsgründung Israels geschieht Okkupationspolitik praktisch zwischen Frühstück und Gänsebraten. Die Ursachen dafür sind zu vielfältig, um sie hier mit genügender Aufmerksamkeit jedes einzelnen Aspekts posten zu können.

Ich denke auch, dass die internationale Staatengemeinschaft an der Reihe wäre, sich deftig einzumischen. Als Grundlage dafür muss aber eine sehr wichtige Frage vorab geklärt werden: Wem gehört das „Gelobte Land“?

Auf Frieden hoffend,
Jana

Hi Jana!

Ich denke auch, dass die internationale Staatengemeinschaft an
der Reihe wäre, sich deftig einzumischen. Als Grundlage dafür
muss aber eine sehr wichtige Frage vorab geklärt werden: Wem
gehört das „Gelobte Land“?

Richtig, an dieser Frage scheiterte der Friedensprozess
seinerzeit auch bei den Beratungen im Camp David. Die Frage
nach dem Status Jerusalems konnte nicht geklärt werden. Man
müsste den Tempelberg samt Grabeskirche und Al-Aksa Moschee zu
so etwas wie einer internationalen Zone machen. Einen Status
ähnlich dem des Meeres ausserhalb der 12-Meilen-Zone.
Es muss doch im Interesse aller liegen diesen Bruderkrieg
endlich zu beenden. Ich kann nur noch traurig mit dem Kopf
schütteln wenn ich mir den Ausbruch der Gewalt im nahen Osten
ansehe.
Schon droht Jordanien mit Sanktionen. Wenn die Israelis nicht
bald, wie vom Sicherheitsrat mit den Stimmen der USA gefordert,
aus den Autonomiegebieten abziehen, dann besteht die Gefahr
eines Flächenbrandes.
Dann können wir wegen ein paar unbelehrbaren Betonköpfen in
naher Zukunf wieder Bilder eines „richtigen“ Krieges über die
Mattscheibe flimmern sehen.

Gruß
Tom

Auf Frieden hoffend,
Jana

Hallo Tom,

Man müsste den Tempelberg samt Grabeskirche und Al-Aksa Moschee zu
so etwas wie einer internationalen Zone machen. Einen Status
ähnlich dem des Meeres ausserhalb der 12-Meilen-Zone.

Das sind in etwa auch meine (zugegeben: vorsichtigen) ersten Gedanken: Eine neutrale Zone unter internationaler Gerichtsbarkeit. Die Konsequenz, für alle Zeiten Truppen in diesem Gebiet stationiert zu haben, müsste im Sinne von Frieden dann auch von allen getragen werden.

Schon droht Jordanien mit Sanktionen.

Schon ist gut. Jordanien ist eines der wenigen stabilen Länder der arabischen Welt, das sich besonders durch klare Beziehungen zu Israel ausgezeichnet hat. Jordanien ist aber auch sehr direkt betroffen und hat sicherlich nicht unrecht mit seinen Befürchtungen eines „Flächenbrandes“.

Dann können wir wegen ein paar unbelehrbaren Betonköpfen in
naher Zukunf wieder Bilder eines „richtigen“ Krieges über die
Mattscheibe flimmern sehen.

Ja, leider. Als hätten wir nicht schon genug davon…

Grüße,
Jana

hallo Jana,
warum müssen in einer internationalen Stadt Truppen sein? Wenn diese Stadt für alle heilig ist und von jedem frei betretbar, wofür braucht man da Soldaten?
Außerdem: glaubst Du, dass eine UNO-Truppe die Stadt gegen einen Angriff, sagen wir einmal Israels verteidigen könnte?
die Existenz so einer internationalen Zone steht und fällt mit dem gutem Willen der Beteiligten.
Wie ich schon mal schrieb: ein Stadtstaat Jerusalem könnte steinreich werden. Stell Dir nur die vielen Touristen vor! Was die Geld in den Staatsäckel spülen würden. Dazu Handel und Wandel in Frieden. Bei denen könnten die nachbarstaatren Kredite aufnehmen, so reich wären die.
Grüße
Raimund