Hallo!
ein Freund von mir hat das Problem, dass er zu sehr im Denken
behaftet ist
Es ist ein Segen … und ein Fluch, wie Adrian Monk sagen würde. *lächel*
Während andere einfach (scheinbar ohne groß
nachzudenken) machen und leben und sie selbst sind, fällt ihm
das wirklich schwer.
Wie schwer ist denn „wirklich schwer“? Es kann von „leicht grüblerisch“ bis zu „Gedanken legen sich wie eine Tonne Kaugummi über die Seele und machen jeden Schritt zur Qual“ reichen?
Ich erlebe ihn als sehr einsam und in
sich gefangen.
Dnken macht einsam.
Zum einen, weil es wahrscheinlich kaum jemnad nachvollziehen kann, warum und über was er ständig nachdenkt. Zum anderen, weil intensive Nachdenker oft Schwierigkeiten haben, sich zu entscheiden, weil sie von der Fülle der theoretischen Möglichkeiten überwältigt sind und sich „logischer Beweis“ dafür finden lässt, daß eine Lösung besser ist.
Ist das Herauskommen aus der Einsamkeit die
Lösung für ihn um auch aus dem „zwanghaften Kreisdenken“
herauszukommen?
Ja und nein. Letztendlich st die Einsamkeit ein Symptom. Seine Einsamkeit überwinden wäre der quasi verhaltenstherapeutische Ansatz, um das Grübeln abzumildern, gleichzeitig wäre es sinnvoll, das Grübeln zu überwinden, um die Einsamkeit abzumildern. Purer Aktionismus, der darin besteht, den Grübler mitzureißen ("Komm, lass uns xxx machen!), kann ein sinnvoller Anschub sein, es kann aber auch nach hinten losgehen, wenn sich der Grübler dann noch unverstandener fühlt.
Entscheodend ist, ob er selbst an der Situation etwas ändern will, und dafür Unterstützung und Motivation benötigt, oder ob er selbst nichts ändern möchte, weil es ihm so gefällt oder weil der Leidensdruck noch nicht hoch genug ist. Kurz gesagt: Rede mit ihm. Du kannst Dir sicher sein, er wird drüber nachdenken, was Du sagst. 
Lg,
Max