Hallo liebe Forumsgemeinde,
angenommen, man hätte einen Versicherungsvertrag vorliegen (den man sich leider vor einem Jahr hat aufschwatzen lassen (es hat sich damals auch alles gut angehört)) und bei genauerem Durchlesen (dummerweise nach 1 Jahr!) fällt auf, dass man scheinbar weniger herausbekommt, als man insgesamt einzahlt. Hier aber mal die (fiktiven) Versicherungsdaten:
Versicherungsschein über eine Lebensversicherung mit Überschussbeteiligung
N********* Familienschutz Turnus-Tarif
Versicherungsbeginn: 01.08.2008
Ablauf der Beitragszahlung: 01.08.2032
Ablauf der Versicherung: 01.08.2032
Vertragliche Leistungen:
im Erlebensfall: zum 01.08.2020 2.055,00 €
zum 01.08.2024 2.055,00 €
zum 01.08.2028 2.055,00 €
zum 01.08.2032 2.055,00 €
im Todesfall: im 1. Jahr Beitragsrückgewähr
im 2. Jahr 5.000,00 €
im 3. Jahr 8.217,00 €
ab 4. Jahr 8.217,00 €
Leistungen aus Unfalltod-Zusatzversicherung
bei Unfalltod vor dem 01.08.2032 8.217,00 €
Beiträge monatlich 35,00 €
davon Hauptversicherung 34,34 € und Kapitalleistung bei UZ 0,66 €
Das ganze läuft auf Investmentanlage in mehreren Fonds zu unterschiedlichen Anteilen.
Beigefügt ist ferner eine Modellrechnung mit 2,76 % Zinssatz (Auszahlung entspricht dann 8.754,57 €), mit 3,76 % (9.770,07 €) und 4,76 % (11.019,28 €).
Nun endlich zur Frage:
Liegt nun ein Denkfehler vor, wenn man davon ausgeht, dass man während der Gesamtlaufzeit 10.080,00 € einzahlt und dann erkennen muss, dass man insgesamt gesehen wohl weniger raus bekommt bei niedrigem Zinssatz? Das kann doch eigentlich nicht sein, oder? Da kann man das Geld ja gleich unter das Kopfkissen legen und hat mehr davon. Oder sind die Zinssätze viel zu niedrig gegriffen und man bekommt letztlich doch tatsächlich einiges mehr raus? Aber selbst dann kann man das doch nicht ganz nachvollziehen, dass man - jetzt mal ohne Überschussbeteiligung gesehen - weniger ausbezahlt bekommt, als man jemals einbezahlt hat.
Vielen Dank fürs geduldige Lesen und auch schon einmal für hoffentlich zahlreiche Antworten!
Grüße
steffibo