DENKMALSCHUTZ - ich bin betrogen worden!

ich habe 1995 ein Haus (nicht erhaltenswert) von 60 qm Grundstück auf der alten Stadtmauer inmitten des Altstadtkerns gebaut, erst das alte abgerissen und auf dem alten Fundament neu errichten lassen. Die Altstadtsanierungsvorschriften habe ich befolgt, was mich viel Geld gekostet geschweige denn die äußerst schwierige Lage, auf einer alten Stadtmauer zu bauen. Bis heute habe ich keinen Pfennig Zuschuß erhalten und der Gehweg vor dem Haus, der stark renovierungsbedürftig ist, wurde von der Stadt im Rahmen meiner Altstadtverschönerungsbemühungen nicht erneuert. Es wurde einfach gar nichts getan. Eine häßliche Autobahnstraßenlaterne steht vor meinem Grundstück und die Hunde scheißen vor meine Eingangtür weil der Weg nicht richtig beleuchtet ist. Das sind Zustände, die ich nicht ändern kann, weil mir dazu der Wohltätigkeitsdrang fehlt.

Schade, daß man sich hier nicht etwas entgegenkommender benimmt von Seiten der Altstadtsanierungsbehörde.

Karin

Na ja - gegen die Hunde …
Hallo Karin,

dumme Sache was Du da geschildert hast.

Gegen die Hunde hilft einfach Chilli-Pfeffer (oder stärker) - am besten flüssig - an die Mauer in Hundepisshöhe auftragen. Die Hunde gehen da so schnell nicht wieder hin.

Christian

Hi Karin,

wieso bist DU betrogen worden - weil die Hunde an Dein Haus pinkeln? Weil Du keine Zuschüsse von der Denkmalbehörde bekommen hast? Du hast doch kein haus saniert, sondern eins neu gebaut - bitte: In erster Linie ist ein Hausbau eine Privatsache - und Zuschüsse gibt es nunmal nicht für jeden Bau!

Die ganz normalen Eigenheimzulagen hast Du sicher wie jeder andere im Rahmen der Bestimmungen bekommen.

Hat Dir jemand was zugesichert (Fördergelder, Eigenschaften des Grundstücks oder sowas), was nicht eingehalten wurde?

Die schwierige Bausituation war Dir vor Kauf bekannt - und wenn
nicht, hättest Du ja die Grundbuchunterlagen einsehen können.

Ich sehe keinen Betrug, wenn ich Dein Posting lesen. Eine Lampe haben viele vor dem Haus, und jeder Gehweg wird auch in Zeiten leerer öffentlicher Kassen nicht immer dann gemacht, wenn es den Anwohnern gefiele.

Wendy

Hi Karin,

wieso bist DU betrogen worden - weil die Hunde an Dein Haus
pinkeln? Weil Du keine Zuschüsse von der Denkmalbehörde
bekommen hast? Du hast doch kein haus saniert, sondern eins
neu gebaut - bitte: In erster Linie ist ein Hausbau eine
Privatsache - und Zuschüsse gibt es nunmal nicht für jeden
Bau!

das Haus wurde gebaut im Rahmen einer Sanierung. Einige Mauern blieben bestehen und auf dem alten Fundament wurde drauf gebaut aber unter extrem schwierigen Bedingungen.

Die ganz normalen Eigenheimzulagen hast Du sicher wie jeder
andere im Rahmen der Bestimmungen bekommen.

Nein - die habe ich nie bekommen

Hat Dir jemand was zugesichert (Fördergelder, Eigenschaften
des Grundstücks oder sowas), was nicht eingehalten wurde?

Ich mußte mich an die Denkmalrichtlinien halten und wurde in keiner Weise unterstützt.

Die schwierige Bausituation war Dir vor Kauf bekannt - und
wenn
nicht, hättest Du ja die Grundbuchunterlagen einsehen können.

Ich sehe keinen Betrug, wenn ich Dein Posting lesen. Eine
Lampe haben viele vor dem Haus, und jeder Gehweg wird auch in
Zeiten leerer öffentlicher Kassen nicht immer dann gemacht,
wenn es den Anwohnern gefiele.

Tja, liebe Wendy es geht mir hier darum daß die Bauherren sich an die Richtlinien halten sollen und die Stadt wohl nicht und daß ich nicht für erhöhten Kosten aufkommen möchte nur weil es sich um denkmalgeschützte Pflastersteine handelt. Es ist etwas schwierig sich ein Bild davon zu machen, wenn man die Örtlichkeiten nicht kennt aber danke für Ihr Kommentar. Es ist einfach sehr frustrierend wenn man wenig Interesse die Stadt selbst daran hat, zu kooperieren. Eine Autobahnstraßenbeleuchtung in einer Altstadtgasse passt überhaupt nicht dorthin und stört mich, in meine Einfahrt zu fahren. Ich kann ja nicht auf meine Kosten den öffentlich Weg renovieren lassen oder fänden Sie, daß das auch noch meine Angelegenheit sein sollte. Der Stadt noch einen zusätzlichen Gefallen tun, nachdem kein Handschlag für mich getan wurde in einer extrem schwierigen Bausituation? Ich kann gar nicht an mein Grundstück heranfahren und das wäre möglich wenn die Stadt den „öffentlichen“ (nicht privaten) Weg breiter macht, was durchaus machbar wäre.

Wendy

Hi Karin,

ich kann gut verstehen, dass Du ziemlich sauer bist, denn schliesslich hast Du (vermutlich) sechsstellige Summen ausgegeben um Dir (und Deinem vierbeinigen Mitbewohner) ein schönes Zuhause zu bauen und wirst von anderen, die für das selbe Geld irgendwo im Reihenhausidyll die Doppelte Wohnfläche bekomen haben, nur müde belächelt und ich kann verstehen, dass es Dir ziemlich stinken muss, dass die Stadt / Gemeinde nur Forderungen stellt, ohne Dir auch mal entgegenzukommen … aber andereseits kann ich auch die das Amt für Denkmalschutz verstehen, denn die sind (mal extrem dargestellt) eben drum bemüht, dass nicht alles in die historische Stadtlandschaft gestellt wird, was halt gerade der eine oder andere Bauherr schön findet, haben aber kein Geld, um dann auch denjenigen unter die Arme zu greifen, die sich an die Vorgaben halten. (Ja, ne sehr dumme Situation!)

Nur muss ich meiner Vorrednerin tatsächlich zustimmen - nach Betrug hört sich das wirklich nicht an (Dein nächster Artikel ist da schon was anderes …), denn die Stadt hat Dir ja scheinbar nicht irgendwas versprochen, was sie nachher nicht gehalten hat …

Is´ klar, dass es Dir damit nicht besser geht, aber der Tipp mit dem Chillipfeffer ist vielleicht wirklich ne Möglichkeit, den Frust mal rauszulassen.

Tim

Hi Tim,

find es nett, daß Du Stellung zu meinem Artikel nimmst. Nur das hast mißverstanden. Ich habe keinen Vierbeiner und außerdem habe ich nach den Richtlinien der Denkmalschutzbehörde gebaut. Warum soll ich dann nicht auch Zuschüsse bekommen. Ich wurde auch noch dazu gezwungen sonst hätte ich nicht bauen dürfen. Das mit den Hunden kann man vergessen. Eine Dauerlösung wird nicht geben. Also zieht man am beisten gleich wieder aus nachdem man mit großen Zusatzkosten etwas denkmalgerechtes errichtet hat aus dem früheren Schandfleck. Wenn ich an das Fundament meines Grundstückes herankommen wollte, um es abzudichten, müßte ich die öffentlichen Pflastersteine entfernen, die ja Feuchtigkeit durchlassen und das mache ich nicht. Soll mein Haus also deswegen verkommen?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Danke - gute Idee

ist das eigentlich erlaubt?
Kauft man dann am besten in großen Mengen bei Metro

Gruß Karin

Hallo Karin,

dumme Sache was Du da geschildert hast.

Gegen die Hunde hilft einfach Chilli-Pfeffer (oder stärker) -
am besten flüssig - an die Mauer in Hundepisshöhe auftragen.
Die Hunde gehen da so schnell nicht wieder hin.

Christian

Du bist dir über einiges nicht ganz im klaren ?
Lese das bitte mal bis zu Ende durch.
Ich bin Leidensgenosse und kenne diese „Spielchen“.
Leider wird sich einiges gemein anhören, Sorry.

wieso bist DU betrogen worden

Stimmt, wahrscheinlich ist der Ausdruck falsch gewählt.
Wo wurdest du übervorteilt?
Das ist alles normal und du hast in meinen Augen sogar Glück gehabt, weil du überhaupt was bauen durftest und keine Probleme mit dem Denkmalschutz bekommen hast.
Die schreiben dir normal vor, wie dein Haus auszusehen hat, wie die Fenster auszusehen haben, was für Dachziegel in was für einer Farbe du auf dem Dach haben sollst, du hast quasi keinerlei Rechte am eigenen Haus und nur Pflichten mit hohen Auflagen und extrem hohen Kosten, wofür es nur ein Trinkgeld als Zuschuß bekommst.
Ich habe ein Häuschen von 1712 renoviert.
Ich kenne die ganze Kacke bis zur bitteren Neige.

Du hast doch kein haus saniert, sondern eins
neu gebaut

Falsch.
Ein Neubau an dieser Stelle wäre niemals erlaubt worden.
Diese Art „neu“ zu bauen ist die einzig mögliche, wenn nicht genug Grenzabstand gehalten werden kann, das man bestehende Grundmauern behält oder mindestens eine Wand des alten Hauses stehen läßt.
Dann ist es nur eine „Erweiterung“ oder eine Sanierung.
Das kann man zwar Steuerlich als „Renovierung“ (jeh nach Finanzamt) geltend machen, aber es gibt keinerlei Zuschüße von nirgends.

das Haus wurde gebaut im Rahmen einer Sanierung. Einige Mauern
blieben bestehen und auf dem alten Fundament wurde drauf
gebaut aber unter extrem schwierigen Bedingungen.

Genau das meinte ich.

Die ganz normalen Eigenheimzulagen hast Du sicher wie jeder
andere im Rahmen der Bestimmungen bekommen.

Nein - die habe ich nie bekommen

Die Eigenheimzulage kannst du bei der Steuererklärung beantragen.
Bei einem Hauskauf jeglicher Art steht dir das zu und Renovierungskosten sind steuerlich absetzbar und dein Haus wurde ja nicht neu gebaut, sondern renoviert …

Hat Dir jemand was zugesichert (Fördergelder, Eigenschaften
des Grundstücks oder sowas), was nicht eingehalten wurde?

Ich mußte mich an die Denkmalrichtlinien halten und wurde in
keiner Weise unterstützt.

Da denke ich, hat dir jemand Probleme gemacht.
Man kann einem keine Denkmalrichtlinienauflagen machen, wenn das Gebäude nicht unter Denkmalschutz steht. Allerhöchstens kann man verlangen, das sich das Haus später wieder in das Gesamtbild einpaßt. Das kann bei einem historischen Stadtkern ekelhaft und teuer sein.

Es ist etwas
schwierig sich ein Bild davon zu machen, wenn man die
Örtlichkeiten nicht kennt

Stimmt !!!

Eine
Autobahnstraßenbeleuchtung in einer Altstadtgasse passt
überhaupt nicht dorthin und stört mich, in meine Einfahrt zu
fahren.

Pech gehabt.
„Das muß ein Bürger bringen“ ist die normale Formulierung in solchen Fällen.

Ich kann ja nicht auf meine Kosten den öffentlich Weg
renovieren lassen oder fänden Sie, daß das auch noch meine
Angelegenheit sein sollte.

Nein, das finde ich nicht sondern ich weiß das es wirklich deine Sache ist !!

Wenn du nicht an einer Durchgangsstraße wohnst, sondern auf einer Nebenstraße mußt du die Kosten für die Straße und den Gehweg selber tragen.
Die Stadt macht einfach das ganze ohne dich zu fragen und schickt dir die Rechnung.
Die Nebenstraße vor dem Haus meines Bruders wurde neu geteert mit neuem Gehweg.
Mein Bruder bekam eine Rechnung (wie alle Anwohner) das er dafür DM 40.000,- zahlen muß.
Keine Chance, muß er.

Der Stadt noch einen zusätzlichen
Gefallen tun, nachdem kein Handschlag für mich getan wurde in
einer extrem schwierigen Bausituation?

Immer noch alles normal.

Ich kann gar nicht an
mein Grundstück heranfahren und das wäre möglich wenn die
Stadt den „öffentlichen“ (nicht privaten) Weg breiter macht,
was durchaus machbar wäre.

Könnte schon sein, aber dein Interesse ODER LOGIK zählt aus Prinzip bei Stadtverwaltungen nicht.

Wenn dein Weg breiter gemacht werden soll, mußt du eine Eingabe machen oder einen Kommunalpolitiker dafür begeistern (was nur geht wenn Wählerstimmen dahinter stehen). Dann entscheiden Ausschüße, es bilden sich Arbeitskreise, es werden Bestimmungen und Vorschriften rausgesucht und abgestimmt, jeder der denkt das er was zu sagen hat will das „in der Hand“ haben und „seinen Senf“ dazu geben und und und.
Und wenn alles durch ist und es wird entschieden das es gemacht wird, muß das einer bezahlen und dann kommen die wieder (hinterher mit der Rechnung) zu dir.

einfach sehr frustrierend wenn man wenig Interesse die Stadt
selbst daran hat, zu kooperieren.

Die Stadtverwaltung hat nie ein Interesse zu kooperieren.
Die Stadtverwaltung hat nur Interesse im Gesamtbild gut dazustehen.

Vielleicht sehe ich das so kraß, weil ich in einem Musterbeispiel für schlechte Kommunalpolitik lebe.

Ich komme aus Idstein im Taunus.
Hier wird eine komplette Region platt gemacht nur um die Stadt selbst hochzupuschen.
In Idstein darf gebaut werden, in den umliegenden Ortschaften nicht.
In Idstein gibt es einen restaurierten historischen Stadtkern und der Hessentag kommt jetzt hin, in den umliegenden Ortschaften werden alte Fachwerkhäuser einfach abgerissen.
In Idstein wird Industrie angesiedelt und auf den Ortschaften wird die Infrastruktur wie Öffentlicher Nahverkehr, Post und Telefon abgebaut und Industrieansiedlung verboten.

Ich wohne in einem Vorort von Idstein, 10km entfernt. Hier gab es noch nie einen Busverkehr, keinen Fernsprecher und die Postzustlellung wird auch jetzt eingestellt, alles in Absprache mit der Stadtverwaltung. Bauen ist auch verboten.

So werden die Leute mit Gewalt nach Idstein geholt und so macht man aus einer Kleinstadt eine kleine Großstadt mit allen Vorteilen dabei und alle Anwohner der Stadt selbst (leider dadurch auch die Mehrzahl der Wähler) freuen sich, das sie in einer blühenden Stadt leben.

Und nachdem ich jetzt einen Bildungsurlaub über Kommunalpolitik gemacht habe weiß ich, das ein solches Verhalten wohl kein Einzelfall ist.

Damit muß man in Deutschland leben …

Winni the Pooh

Hallo Pu-Bär… :wink:

Ich kann verstehen, daß man verzweifeln möchte mit Denkmalbehörde, Stadtverwaltung etc. Ich arbeite als Sekretärin für ein Architektubüro in einer Stadt römischer Herkunft (d.h. bei jedem neuen Bauvorhaben wird erstmal mit Teelöffeln gegraben und wehe, es wird was gefunden, dann schreib alle Fertigstellungstermine ab!)

Wir haben auch schon Sanierungen gemacht - eine undankbare Aufgabe - im Zentrum darf an Farbe nur ran, was im weitesten Sinne an Babykacke erinnert. Und das ist eins der kleineren Probleme.

Aber - wie Du auch sagst - Karin hat zwar - auch in meinen Augen - enorm Ärger und scheint von Ihrem Bauträger/Architekt oder sonstwem auch betrogen worden sein, aber die Stadt hat sie nicht betrogen. Sondern sie hat sich - vielleicht aus Unwissenheit auf etwas eingelassen, was ihr jetzt über den Kopf wächst. Das tut mir leid.

WEndy