Das MUSS man etwas genauer machen
Hallo!
Ja man kann tatsächlich nicht einfach von einer gewissen Regelmäßigkeit bei den Geburten ausgehen, oder von einem gewissen Mittel, das muss man mathematisch betrachten, ansonsten kann man ganz nach unten scrollen.
Versuchen wir es mal als Nicht-Hofmathematiker. Man muss das Problem soweit reduzieren, dass man für irgendetwas eine 100% sichere Aussage machen kann.
Zum mathematischen:
Seien im ganzen Reich k Familien vorhanden. Die erste Feststellung ist, dass wir also k Frauen und Männer haben, was wohl in so nem Scheich-Reich stimmen wird, also ausgeglichenes Verhältnis. Das zur Bemerkung, da sich so ein Scheich Sohn bestimmt auch eine verheiratete Frau krallen kann, die zählen also nicht. Außerdem wollen wir mehr Frauen als Männer, und nicht gleich viele, also ein > Verhältnis.
Würde jetzt jede Familie sofort einen Jungen bekommen, so stimmt die Aussage natürlich nicht, da wir sofort k Jungen, und überhaupt keine Mädchen haben.
Betrachten wir den Rest also mal mathematisch:
Nehmen wir mal an, dass (k-j) Familien sofort einen Jungen bekommen haben, wobei j=1…k.
D.h es haben k-(k-j)=j Familien nicht sofort einen Jungen bekommen.
Die Anzahl der geborenen Mädchen einer Familie sei n_s wobei s=1…j
d.h es gibt nach dem Geburtenmarathon n_1 + n_2 + … +n_j Mädchen, und k Jungen.
Jetzt gilt:
n_1 + n_2 + … +n_j=j für den Fall, dass jede Familie nur ein Mädchen bekommt, dann müsste gelten j>k, was nicht geht, da j nur von 1 bis k geht, also gilt die Aussage auch nicht, falls jede Familie nur ein Mädchen bekommt(das ist auch logisch Gedacht richtig).
Ansonsten sei eine beliebige Anzahl m von Mädchen gegeben:
n_1 + n_2 + … +n_j = m , wobei m eine natürliche Zahl größer als j ist. Hier muss wieder m >k gelten.
das heißt: für m=k+1, k+2, … ist die Aussage richtig.
Man kann natürlich j=1 setzen, dann gibt es k Jungen, und eine Familie hat m Mädchen rausgehauen.
Also: Wenn bei j Familien mehr als k Mädchen geboren werden, ist die Aussage natürlich klar, da es insgesamt ja nur k Jungen geben wird. Das ist aber immer möglich, indem wir m groß genug wählen.
Soviel zum mathematischen Beweis.
Nicht mathematisch und kurz:
Wenn jede Familie sofort nen Jungen bekommt, stimmt die Aussage nicht. Wenn jede Familie nur ein Mädchen bekommt, stimmt’s auch nicht. Wenn aber auch nur von einer Familie mehr als k Mädchen geboren werden, stimmt die Aussage im Allgemeinen, was immer möglich ist.
Danke für das Zuhören.