Denkstop

hallo zusammen,

seit einigen Monaten geht es mit mir nicht mehr vorwärts.
Vielleicht liegt es daran, dass ich in der Vergangenheit in meinem Leben ein gewisses Tempo vorangelegt habe.
Job + Abendstudium + Familie + Stress.

Jetzt ist das Abendstudium zu Ende und Jobtechnisch sieht es auch nicht mehr so rosig aus. (von up to low in sekundenschnelle.betriebsbedingte Kündigung steht an)
Ich bin ein vielseitiger Mensch, kein interlektuelles Schwergewicht, aber dennoch klug.
Meine Fähigkeiten weiß ich aber selten einzusetzen, sodass ich oft als dumm und unwissend dargestellt werden. Damit hatte ich schon immer schwierigkeiten und nun droht die Kündigung und ich versinke in ein tiefes Loch!

Ich vergleiche mich oft mit anderen und eifere ihnen dann hinterher auch wenn ich weiß dass mich das daran hindert mich selbst zu finden.
Das spiegelt sich auch in meinem Lebenslauf. Kaum bringe ich etwas zu Ende interessieren mich schon andere Dinge die mit meinem Job nichts zu tun haben…
Ich bin Betriebswirt mit Schwerpunkt auf Personalwesen und vorher habe ich als Dolmetscher gearbeitet.
Ich verzweifle an mir selbst und versuche auch privat Meinen Weg zu finden, eine Schiene zu fahren, um konsequent zufrieden zu sein.

Kaum aber sehe ich andere Menschen gefallen mir ihre Methoden besser…

Es ist bestimmt nicht mehr normal und hoffe ihr könnt mir helfen.

danke vorab
/dany

hi,

arbeitsplatzverlust ist ein harter schlag, der sich in der psyche bemerkbar macht: selbstzweifel, schuldgefühle, versagensgedanken, selbstwertknick usw. sind die klassiker!

wurdere dich bloß nicht, stell dich auf eine etwas härtere zeit ein und dass aktive gegenmassnahmen von dir getroffen werden müssen während der zeit der arbeitsplatzsuche, um gegen die absoltut menschlichen reaktionen anzugehen.

danke für den Hinweis.

Ich stelle mich auf härtere Zeiten ein und das Finanzielle kümmert mich nicht im Geringsten.
Der Vergleich mit anderen Menschen war auch zu Jobzeiten da und noch heute habe ich keinen eigenen Weg gefunden.

Ich verzweife daran jeden Tag ein Stück mehr! Ich möchte meine Umgebung ausblenden und einfach ich selbst sein. Wie ich das genau beschreiben soll weiß ich nicht. Das Gefühlschaos ist zu komplex.

Ich kann einfach nicht ICH selbst sein. Was mich daran hindert weiß ich nicht, ich weiß nur dass mich dann, sobald es aufwärts geht, Eindrücke die ich von anderen Mensche habe, zurückwerfen.

Ich hoffe innigst auf Eure hilfe, denn ich befürchte dass es aus dem Ruder laufen wird…

Danke

Hallo, Daniel,

erstmal herzlichen Glückwunsch: DU BIST EIN MENSCHLICHES WESEN!!!

Du befindest Dich mit Deinen Problemen und Sebstzweifeln in bester Gesellschaft. Viele Menschen haben ihren Job verloren, oder werden ihn noch verlieren. Das ist wirklich dramatisch, weil es die eigene Existenz gefährdet. Es wäre daher eher „unnormal“, nicht schlecht drauf zu sein. Aber es ist auch eine Chance: Jede Krise gibt uns die Möglichkeit, unsere Fähigkeiten und Stärken unter Beweis zu stellen (auch wenn das etwas platt klingen mag, ist es doch richtig).

Versuche, damit aufzuhören, anders sein zu wollen, als Du bist. Du vergleichst Dich sehr mit anderen? O.K., dann mach es halt. Es ist unter psychologischen Gesichtspunkten sicher nicht supertoll, sich ständig mit anderen zu vergleichen, immer Ausschau nach Neuem zu suchen, ruhe- und rastlos zu sein, sich für alles ein bisschen, aber für nichts so richtig zu interessieren, und es gibt dafür in Deinem Leben, in Deiner frühen Kindheit, etc. sicherich auch Ursachen. Alles hat eine Ursache, aber es gibt auch Schlimmeres.

Das sind letztlich alles Luxusprobleme. Akzeptiere sie einfach. Nimm Dich an mit all Deinen Stärken UND Schwächen. Du bist kein Roboter, der immer perfekt funktionieren muss. Erlöse Dich selbst, von diesem furchtbaren Druck, anders, besser, perfekter sein zu müssen.

Es wird ein sehr sehr langer und schwieriger Weg werden.

Auch wenn ich ein paar schlaue Sätze geschrieben habe, die Dir verstandesmäßig vielleicht auch einleuchten, sind Deine Probleme dennoch nicht auf intellektuellem Wege lösbar. Das alles kann nur von Innen aus Dir herauskommen. Finde Ruhe und Frieden in Dir selbst.

Versuch es mal mit Autogenem Training oder probiere mal verschiedene Meditationstechniken aus. Vielleicht auch kein Patentrezept, aber allemale besser, als zu verzweifeln.

Alles Gute, Hilde

Hallo nochmal,

um Dir Deine Illusionen zu rauben: Hier wird Dir niemand helfen können.

Außer ein paar Denkanstößen kann hier niemand Hilfe leisten. Es gibt auch nichts zu helfen. Genau das ist Dein Denkfehler und gleichzeitig die Ursache Deiner subjektiv empfundenen Probleme. Du machst Dir zuviel Druck.

Es gibt Menschen, die sind objektiv in einer schwierigeren Lage als Du, sind aber trotzdem subjektiv glücklicher und es gibt Menschen, denen geht es objektiv viel besser als Dir, sie sind aber subjektiv viel unglücklicher als Du.

Du bist so wie Du bist, völlig in Ordnung, halt auf Deine Weise, auch wenn Du immer betonst, Du könntest nicht Du selbst sein.

Woher weißt Du, wie Du wärst, wenn es Dir gelingen würde, Du selbst zu sein???

Niemand kann 100% authentisch und völlig er selbst sein. Wir alle sind (mehr oder weniger) das Produkt unserer Umgebung, unserer Erfahrungen, unserer Erziehung, unserer Freunde, etc. Das ist völlig normal.

Frag doch mal einen guten Freund, was er in seinem Leben alles erreichen will, welche Musik ihm gefällt, welche Kleidung, welche Filme er toll findet und frag ihn dann, WARUM er genau das erreichen will, bzw. warum ihm ganz bestimmte Sachen gefallen und andere nicht.

Du wirst erstaunt sein, wie holprig die Erklärung ausfallen wird. Er weiß es selber wahrscheinlich gar nicht so genau, weil es möglicherweise gar nicht seine eigenen Wünsche und Vorliegen sind, sondern die von außen an ihn herangetragenen Wünsche, Erwartungen und Beeinflussungeen durch Eltern, Gesellschaft, Medien, etc.

Das Leben ist eines der interessantesten!

LG Hilde

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Hallo Hilde,
Vielem was du sagst kann ich gut zustimmen hier musste ich aber etwas schmunzeln:

Niemand kann 100% authentisch und völlig er selbst sein. Wir
alle sind (mehr oder weniger) das Produkt unserer Umgebung,
unserer Erfahrungen, unserer Erziehung, unserer Freunde, etc.

Zum einen denke ich, dass man sehr wohl 100% authentisch sein kann und zum andern, jeder ist völlig ‚er selbst‘ - wer sollte er/sie denn sonst sein?
Wer nicht authentisch ist, ist auch ‚er selbst‘ - dann gehört das ‚nicht authentisch sein‘ eben in diesem Moment zu dieser Person. Das sagt nichts darüber aus, ob er/sie vielleicht daran etwas verändern kann oder in anderen Situationen sehr wohl authentisch ist.

Und was sollte man denn noch sein als das „Produkt unserer Umgebung,
unserer Erfahrungen, unserer Erziehung, unserer Freunde, etc.“ - wobei ich hier noch ‚unserer Gene‘ zufügen würde. Oder willst du ein ‚ICH‘ hinter diesem ‚Produkt‘ postulieren?
Grüße…lux

Hi, Lux,

Du hast natürlich Recht. Habe mich da wohl etwas missverständlich ausgedrückt.

Daniel versucht krampfhaft „er selbst“ zu sein und ist es ohnehin schon die ganze Zeit, ohne es zu merken, weil er halt so ist, wie er ist und gar nicht anders sein kann.

Daniel sucht glaube ich eine Art seines Selbst, wie es wäre, völlig frei von Manipulationen und Beeinflussungen und das ist allenfalls ein theoretisches Selbst, das es nicht gibt und nicht geben kann, weil wir eben alle Produkte äußerer Einflüsse sind und uns eben nicht nur gemäß unserer genetischen Anlagen entwickelt haben, bzw. nicht entwickeln konnten.

Das, wie Daniel gerne wäre, ist lediglich seine Vorstellung davon, wie er gerne wäre (sein normatives Selbstbild).

Die nächste Frage ist, warum er anders sein will. Möglicherweise ist seine vermutete Fremdwahrnehmung negativ und er wäre nur deshalb gern ein anderer, weil er denkt, er würde dann besser akzeptiert, mehr geliebt, stärker anerkannt. Das sind aber „nur“ Vermutungen. Man kann Vieles sagen über die Art und Weise, wie man sich selbst sieht (Selbstbild) und darüber, wie man selbst vermutet, von anderen gesehen zu werden (vermutete Fremdwahrnehmung), aber man kann praktisch nix darüber sagen, wie man von anderen tatsächlich gesehen wird (tatsächliche Fremdwahrnehmung).

Möglicherweise beruhen viele Wünsche, sich zu ändern, auf falschen Annahmen und Bewertungen. Viele Menschen, die mit sich Probleme haben, wären auf der Stelle „geheilt“, wenn sie wüßten oder noch besser, wenn sie erfahren würden, dass andere sie ziemlich cool finden, so wie sie sind. Dann wollten sie nicht mehr anders sein, weil es dafür keine Grund mehr gäbe.

Gruss, Hilde

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Daniel versucht krampfhaft „er selbst“ zu sein und ist es
ohnehin schon die ganze Zeit, ohne es zu merken, weil er halt
so ist, wie er ist und gar nicht anders sein kann.

an dieser Stelle habe Ich mich unklar ausgedrückt.
Ich möchte mit meiner „Selbstfindung“ auf keine höhere „Seinsebene“ steigen. Ich möchte lediglich mit mir zufrieden sein. Wenn ich im Bekanntenkreis mitbekomme, dass ich nicht angenommen werden, dann muss das was mit mir zu tun haben. Niemand spricht mit mir auch auf der Arbeit fand ich keinen Anschluss. Fachlich stimmt alles.
Nur eine gesunde Beziehung zu einem Menschen oder Kollegen aufzubauen ersteint mir schwierig.

Daniel sucht glaube ich eine Art seines Selbst, wie es wäre,
völlig frei von Manipulationen und Beeinflussungen und das ist
allenfalls ein theoretisches Selbst, das es nicht gibt und
nicht geben kann, weil wir eben alle Produkte äußerer
Einflüsse sind und uns eben nicht nur gemäß unserer
genetischen Anlagen entwickelt haben, bzw. nicht entwickeln
konnten.

Manipulation. Was ist Manipulation?

Das, wie Daniel gerne wäre, ist lediglich seine Vorstellung
davon, wie er gerne wäre (sein normatives Selbstbild).

Ja, was ist daran falsch?

Die nächste Frage ist, warum er anders sein will.
Möglicherweise ist seine vermutete Fremdwahrnehmung negativ
und er wäre nur deshalb gern ein anderer, weil er denkt, er
würde dann besser akzeptiert, mehr geliebt, stärker anerkannt.
Das sind aber „nur“ Vermutungen. Man kann Vieles sagen über
die Art und Weise, wie man sich selbst sieht (Selbstbild) und
darüber, wie man selbst vermutet, von anderen gesehen zu
werden (vermutete Fremdwahrnehmung), aber man kann praktisch
nix darüber sagen, wie man von anderen tatsächlich gesehen
wird (tatsächliche Fremdwahrnehmung).

Ist es eine negative fremdwahrnehmung meinerseits, wenn ich ich Kreise meiner engsten Verwandten belächelt werde? Es ist keine Einbildung, da macht man es sich viel zu einfach.
Ich will lediglich lernen mit dieser Art der Deprimierung umzugehen, gerade dann wenn sie von Menschen kommen die ich ´sehr gerne habe.

Möglicherweise beruhen viele Wünsche, sich zu ändern, auf
falschen Annahmen und Bewertungen. Viele Menschen, die mit
sich Probleme haben, wären auf der Stelle „geheilt“, wenn sie
wüßten oder noch besser, wenn sie erfahren würden, dass andere
sie ziemlich cool finden, so wie sie sind. Dann wollten sie
nicht mehr anders sein, weil es dafür keine Grund mehr gäbe.

Das bekam ich leider nie zu hören!

danny

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Erstmal Danke HvB für deine Erklärung, jetzt verstehe ich besser was du meinst.

@Daniel,
ich denk, ich kann mir ansatzweise vorstellen was du meinst. Und nach meiner Erfahrung können das viele Menschen. Da niemand mit einem Schild auf der Stirn herumläuft ‚ich fühle mich ausgeschlossen‘ kommt es einem nur manchmal so vor, als wäre man alleine mit diesem Problem.

Zu wissen, dass andere auch so ähnlich empfinden heißt noch nicht mit seinem eigenen Gefühl besser umgehen zu können.

Da ich ein sehr lösungsorientierter Mensch bin habe ich lange gesucht wie ich damit umgehen kann. Ich habe für mich eine gute Methode gefunden, die bei mir bei allen nicht gewünschten Gefühlen wirkt:

  1. ich merke es gibt ein Gefühl, dass mir nicht gefällt
  2. ich treffe eine zeitnahe Verabredung mit mir um mich dann mit diesem Gefühl zu beschäftigen.
  3. ich nehme diese Verabredung sehr ernst
  4. Ich schreibe auf was das Gefühl genau sagt. (Zorn, Eifersucht, Wut, Neid…)Wichtig: nicht zensieren, das geschriebene kann hinterher vernichtet werden.
  5. Zu jedem Punkt der mir einfällt frage ich nach: was genau macht mich eifersüchtig? neidisch? Wo genau tut es mir weh, fühle ich mich verletzt?
  6. Wenn ich genau weiß worum es eigentlich geht frage ich mich: Was genau will ich anders? Was muss ich tun, damit es anders wird? Habe ich die Zeit, das zu ändern? Ist es ‚nur‘ ein Wunsch? oder ist es ein Ziel?

Je nach Größe des Problems kann das innerhalb von 10min erledigt sein oder Tag, ja Wochen dauern. Falls du dazu mehr wissen willst kannst du mal mailen. Ich will dich hier auch nicht zumüllen, wenn das vielleicht gar keine Methode für dich ist.
no worries…lux

Don´t panic
Hi, Danny,

erstmal vorab: Ich bin keine Psychologin, keine Expertin. Ich laber nur gern ein bisschen rum. Kann auch Käse sein, was ich so schreibe.

Da sind dann wohl eher die wahren Experten in diesem Brett hier gefordert.

So wie ich das sehe, steigerst Du Dich grad in was rein, was auch jedem von uns schonmal so ergangen ist. Und glaub mir, es gibt mit ziemlicher Sicherheit kaum jemanden hier in diesem Brett der vollumfänglich mit sich zufrieden ist und der noch nie irgendwelche Selbstzweifel, etc. hatte.

Ich möchte lediglich mit mir zufrieden
sein.

Du möchtest mit dir zufrieden sein und schaffst genau dadurch erst die Grundlagen für Deine Unzufriedenheit.

Stelle Dir folgende Fragen UND überprüfe/hinterfrage Deine Antworten:

Wie wäre es, wenn Du mit Dir zufrieden wärst?

Wie würde sich das Deiner Meinung nach anfühlen?

Und ganz wichtig: Was müßte passieren, bzw. wie müßte Dein Leben Deiner Meinung nach sein, damit Du mit Dir zufrieden wärst?

Warum glaubst Du, dass Du genauso (wie Du es Dir vorstellst) und nicht anders sein müßtest, um zufrieden zu sein?

Warum ist es Dir unmöglich, so wie Du jetzt bist, zufrieden zu sein?

Wenn ich im Bekanntenkreis mitbekomme, dass ich nicht

angenommen werden, dann muss das was mit mir zu tun haben.

Sehr interessant! Du weißt also, dass Du nicht angenommen wirst? Hat Dir das jemand gesagt? Wahrscheinlich nicht. Du glaubst das zu spüren. Gut, vielleicht hast Du ja auch Recht. Aber meine Erfahrung zeigt mir, dass Menschen, die glauben, sie wären unbeliebt, in Wirklichkeit ziemlich beliebt sind.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Du einer Fehlinterpretation unterliegst. Du bist davon überzeugt, dass Dich niemand mag und tatsächlich findest Du ständig Anhaltspunkte dafür, dass das auch tatsächlich stimmt. Du bist in gewisser Weise „vernagelt“ (selektive Wahrnehmung).

Menschen, die wirklich verhaßt sind, finden sich dagegen oftmals toll und kommen gar nicht auf die Idee, dass sie nicht gemocht werden.

Wie dem auch sei: Es gibt niemanden, der nur Fans hat und es gibt niemanden, der nur Feinde hat. Das Leben ist nicht schwarz/weiß. Du bist sicherlich viel beliebter, als Du denkst. Du erkennst es nur nicht, weil Du immer um die selben Gedanken kreist.

Niemand spricht mit mir auch auf der Arbeit fand ich keinen
Anschluss. Fachlich stimmt alles.
Nur eine gesunde Beziehung zu einem Menschen oder Kollegen
aufzubauen ersteint mir schwierig.

Das könnte ein Beispiel für die berühmte „Sich-selbst-erfüllende-Prophezeihung“ sein.

Du glaubst, unbeliebt zu sein und ziehst Dich vielleicht auch aus Angst vor tatsächlicher Zurückweisung und Verletzung in Dich zurück. Das könnte für andere so aussehen, als wärst Du arrogant oder als wolltest Du Deine Ruhe. Also läßt man Dich auch in Frieden, obwohl man eigentlich gerne Kontakt zu Dir hätte. Die anderen trauen sich aber vielleicht nicht, von sich aus auf Dich zuzugehen.

Für Dich in Deiner Realität sieht es aber so aus, als würden Dich die anderen meiden, weil Sie Dich nicht mögen. Du verwechselst möglicherweise Ursache und Wirkung.

Manipulation. Was ist Manipulation?

Erklärungsversuch: Du willst etwas und denkst es wäre Dein eigener Wille, dabei hast Du unbemerkt den Willen, die Meinung, den Standpunkt eines anderen übernommen, der Dich bewußt oder unbewußt manipuliert hat, also Deinen Willen, Deine Meinung in seinem Sinne beeinflusst hat.

Beispiel Schönheitsideal:

Alle wollen schlank und braungebrannt sein, weil sie denken, es wäre schön und sexy. Wer hat ihnen das gesagt? Woher weiß man, was schön und sexy ist?

Im Mittelalter galt es als bäuerlich und unfein schlank und braungebrannt zu sein. Es war ein Zeichen dafür, dass man wenig zu essen hatte und harte Arbeit im Freien leisten mußte. Es galt als chique eine vornehme Blässe zu haben und etwas rundlicher zu sein. Dies war ein Zeichen von Wohlstand.

Objektiv ist weder das eine, noch das andere gut oder schlecht. Erst die subjektive Bewertung macht den Unterschied.

Das, wie Daniel gerne wäre, ist lediglich seine Vorstellung
davon, wie er gerne wäre (sein normatives Selbstbild).

Ja, was ist daran falsch?

Es ist nicht falsch. Es ist aber interessant, was Dein Motiv dafür sein könnte, anders sein zu wollen und ob Deine subjektiven Annahmen und Vermutungen in diesem Zusammenhang, einer objektiven Überprüfung standhalten würden.

Denn Du nimmst ja offenbar an, dass Du so, wie Du jetzt bist, nicht ankommst und nicht gemocht wirst und Du hast Vorstellungen davon, wie Du sein müßtest, um beliebt zu sein.
Erstens weißt Du aber gar nicht, ob Du unbeliebt bist und zweitens weißt Du auch nicht, ob Du tatsächlich beliebter wärst, wenn Du so wärst, wie du gerne sein würdest.

Ist es eine negative fremdwahrnehmung meinerseits, wenn ich
ich Kreise meiner engsten Verwandten belächelt werde? Es ist
keine Einbildung, da macht man es sich viel zu einfach.
Ich will lediglich lernen mit dieser Art der Deprimierung
umzugehen, gerade dann wenn sie von Menschen kommen die ich
´sehr gerne habe.

Deine Verwandten lächeln und Du interpretierst das und ziehst Deine Schlüsse draus. Ein grundlegendes Phänomen der Psychologie. Vielleicht interpretierst Du falsch, aus Verbitterung und Verletztheit.

Hinterfrage Deine Wahrnehmung, überprüfe Deine Schlussfolgerungen. Und wenn Dich Deine Verwandten wirklich belächeln sollten, dann ist das halt so. Du magst ja auch nicht jeden. Warum soll Dich jeder mögen? Versuche das alles etwas lockerer zu sehen, auch wenn es schwierig ist.

LG Hilde

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Hallo!

Du sagst, Du möchtest Dich selber finden und bist immer noch „auf der Suche“.

Was Du machst- ist einfach ausprobieren, was Dir nun wirklich liegt und was nicht.
Wenn Du dann die Wege anderer ansiehst- für Dich denkst „das könnte was sein“ und nachher feststellst, daß es das doch noch nicht war-- dann ist das grundsätzlich doch kein Problem!

Natürlich- wenn man „erwachsen“ ist-- dann haben viele feste Strukturen.
Man macht 1 Job…vielleicht 2…und dann sitzt man da fest und sicher im Sattel und viel Veränderung gibt es nicht mehr.

Ich glaube, daß Du einfach feinsinniger bist als viele Menschen…mehr das Gefühl brauchst, das zu tun, was DEINES ist, als andere Menschen.

Denn so, wie es hier schon geschrieben wurde…könnte jeder nochmal von vorne anfangen, würden wohl sehr sehr viele Menschen jetzt einen anderen Weg einschlagen.
Aber Angst vor fehlender Sicherheit- finanzielle Verpflichtungen, die man irgendwann eingeht…machen so einen Weg undenkbar.

Möglich, daß man Dich in der Familie belächelt- natürlich wirkt es unstet, wenn jemand nicht so ein „typisches Leben“ führt, wie Du es tust.
Darin…wird aber auch oft genug der eigene Gedanke liegen, daß man wohl gerne auch noch was anderes getan hätte…aber sich nie getraut.

Wenn jemand für sich ganz sicher ist-- wird er Deinen Weg einfach wertfrei annehmen und ansehen können.

Ich denke nicht, daß Du als Mensch deshalb abgelehnt wirst-- Du bestehst doch aus sehr viel mehr als nur Deiner Arbeit!
Aber es kann schon sein, daß Du mit dem Bild, was die anderen haben- auf Dich siehst…und dann natürlich in so einer Zerrissenheit endest…-- denn Du wirst dem Bild der anderen nicht gerecht- und Dir auch nicht.

Versuche Dich doch einfach mal so anzunehmen wie Du bist!
Sage Dir, daß es schon besonders ist sich viel zu wagen…auszuprobieren…das auch von Interesse am Leben begleitet ist…Dich traust…-- und die anderen sich nur nicht trauen!

Wenn Du Dich mal ganz frei davon machen kannst- was andere denken…-- dann wirst Du vielleicht sogar ganz mühelos endlich auf den Weg ZU DIR finden.
Mit Dir zufrieden sein- im Einklang…stimmig in Dir…-- und das kommt dann auch bei jedem Menschen an.

Wichtig ist, was DU von Dir denkst…-- denn nur Du musst mit Dir leben :wink:
Und wenn Du Dich bei Dir- mit Dir richtig fühlst…wird sich jeder Mensch bei Dir -mit Dir richtig fühlen!

kitty

Was Du machst- ist einfach ausprobieren, was Dir nun wirklich
liegt und was nicht.
Wenn Du dann die Wege anderer ansiehst- für Dich denkst „das
könnte was sein“ und nachher feststellst, daß es das doch noch
nicht war-- dann ist das grundsätzlich doch kein Problem!

Das ist eine neue Sichtweise ;o)

Ich glaube, daß Du einfach feinsinniger bist als viele
Menschen…mehr das Gefühl brauchst, das zu tun, was DEINES
ist, als andere Menschen.

Das ist vollkommen richtig. Und diese Tatsache belastet! Ich nehme meine Umgebung deutlicher wahr… Ich kann manchmal jede Mimik eines Freundes widergeben, auch Tage nach der Begnung.

Möglich, daß man Dich in der Familie belächelt- natürlich
wirkt es unstet, wenn jemand nicht so ein „typisches Leben“
führt, wie Du es tust.
Darin…wird aber auch oft genug der eigene Gedanke liegen,
daß man wohl gerne auch noch was anderes getan hätte…aber
sich nie getraut.

naja, das wäre wohl eher Neid und da sehen die „Belächelungen“ anders aus. Menschen die sich als besser geben können interessieren mich nicht, nur wenn es gerade die Menschen sind die ich furchtbar mag, denen ich nacheifere und die mich schlussendlich einfach nicht beachten. Das tut weh! Und ich möchte wissen wie man diese Schmerzen besser ertragen kann!

Ich denke nicht, daß Du als Mensch deshalb abgelehnt wirst–

Da wo ich angenommen werden möchte, bin ich nicht willkommen. In Gesellschaftskreise die mir gleichgültig sind bin ich hingegen sehr willkommen.

Versuche Dich doch einfach mal so anzunehmen wie Du bist!

Gibt es hierfür ein Geheimrezept?

Wenn Du Dich mal ganz frei davon machen kannst- was andere
denken…-- dann wirst Du vielleicht sogar ganz mühelos
endlich auf den Weg ZU DIR finden.

Hoffentlich wird es mir gelingen.

Mit Dir zufrieden sein- im Einklang…stimmig in Dir…–
und das kommt dann auch bei jedem Menschen an.

Das stimmt. Versuche auch ausgeglichen zu wirken. Mich bringen aber manche Menschen einfach aus dem Konzept.

Danke für deinen Beitrag
daniel

Hallo!

Dein Blick- geht viel zu sehr auf andere- als auf Dich!

Sehr gut ist, daß Dir selber klar ist, daß Du anderen „nacheifern“ willst.
DA musst Du ansetzen!

Frag Dich mal WARUM??
Warum willst Du diesen Menschen nacheifern? Was genau haben diese Menschen, was Du gerne hättest aber gefühlt nicht hast??

Daß Du bei solchen Menschen nicht „ankommst“ ist zu verstehen…denn Du wirst bittstellerisch wirken…das ist kein Entgegenkommen in Augenhöhe…wortlos- wirst Du damit kein Anerkennung bekommen- das läuft wie automatisch ab.

Es geht hier einzig um Dich…udn so musst Du die Menschen um Dich rum nicht so genau ansehen…sondern nur Dich!!

kitty