Denkweise in Diplomarbeit

Hi,

also zur Zeit schreibe ich Diplomarbeit und irgendwie habe ich ein bisschen Schwierigkeiten mit der Denkweise in der Diplomarbeit. Es heisst immer es soll wissenschaftlich und breitgefaechert sein, aber irgendwie geht mir das nicht in den Kopf. Vielleicht kann mir jemand ein paar Tipps geben, wie ich denken sollte oder wie ich mich hineinversetzen soll oder auf was es wirklich ankommt.

Danke und viele Gruesse,

Tristan.

Hallo,

Diplomarbeit.

in welchem Fach denn?

Es heisst immer es soll wissenschaftlich und
breitgefaechert sein, aber irgendwie geht mir das nicht in den
Kopf.

„wissenschaftlich“ bedeutet eigentlich nur, dass du deine Behauptungen begründest und nicht einfach so hinstellst. Du dürftest also in einer Diplomarbeit nicht schreiben „irgendwie geht mir das nicht in den Kopf“, sondern müsstest etwa formulieren: „das ist unverständlich, weil …“ mit der Begründung, warum das Betreffende eben unverständlich ist - vielleicht weil es aktuellen Forschungsergebnissen widerspricht oder weil ein argumentativer Widerspruch vorliegt.

Dass eine Diplomarbeit „breitgefächert“ sein sollte, ist mir neu. Denn Diplomarbeiten sind Spezialarbeiten zu einem ganz bestimmten Themenkomplex und sollten daher eher in ihrer Thematik begrenzt sein (damit auch alles auf die höchstens 100 Seiten passt). Möglicherweise meint der Begriff „breitgefächert“ aber auch nur, dass du deine Begründungen im Detail ausführen, also nicht zuviel voraussetzen sollst, sondern auch scheinbar Einleuchtendes (im Rahmen der fachlichen Thematik) erklären sollst. Da ist es jetzt für mich schwer, ein Beispiel zu geben, weil ich dein Thema nicht kenne.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

„wissenschaftlich“ bedeutet eigentlich nur, dass du deine
Behauptungen begründest und nicht einfach so hinstellst.

Die innere Logik, der stringente Aufbau der Arbeit scheint mir einer
der wichtigsten Bewertungsaspekte der Arbeit zu sein, jedenfalls bei uns in der Physik.

Dass eine Diplomarbeit „breitgefächert“ sein sollte, ist mir
neu. Denn Diplomarbeiten sind Spezialarbeiten zu einem ganz
bestimmten Themenkomplex und sollten daher eher in ihrer
Thematik begrenzt sein (damit auch alles auf die höchstens 100
Seiten passt). Möglicherweise meint der Begriff
„breitgefächert“ aber auch nur, dass du deine Begründungen im
Detail ausführen, also nicht zuviel voraussetzen sollst,
sondern auch scheinbar Einleuchtendes (im Rahmen der
fachlichen Thematik) erklären sollst.

Meinst Du? Es heisst doch meistens, die Arbeit sei 1) fuer Fachleute geschrieben, die fast alles schon kennen und nur wissen moechten, was daran neu ist, und 2) fuer Nachfolger in der Arbeitsgruppe, die auf der Diplomarbeit ihres Vorgaengers aufbauend weiterarbeiten.
Mausi

Hallo Tristan.

Ein Anspruch den wissenschaftliches Arbeiten erfüllen soll, ist das Kriterium der „Intersubjektiven Nachprüfbarkeit“. Das heißt: jeder, der wissenschaftlich arbeitet muss die von ihm benutzten Quellen (z.B. Bücher, Aufsätze in Zeitungen) genau benennen und entsprechend in seinem Literaturverzeichnis aufführen. Erst dadurch wird sichergestellt, dass jeder andere Leser, die Quellen überprüfen kann.
So entsteht im Laufe aus einer Anfangsarbeit eine sich darauf aufbauende Forschungstradition, deren Aussagekraft (Gültigkeit) in engem Zusammenhang mit der Sorgfalt der einzelnen Forscher steht.

Interessantes am Rande:
Manche Zitate ziehen sich durch mehrere Publikationen bevor jemand, der bis zur Originalquelle zurückrecherchiert hat, feststellt, dass der erste Zitierer sich vertan hat und alle folgenden den Fehler übernommen haben.
In diesem Sinne kann Wissenschaft (hier als Quellenkunde) sehr spannend, oft allerdings auch sehr mühsam sein.

Zudem werden wissenschaftliche Arbeiten in der „man“-Form geschrieben:
Statt „Ich glaube“ heißt es dann z.B. „Man kann davon ausgehen, dass, Wahlenthaltung der Bürger als Zustimmung zur herrschenden Politik bewertet werden kann. Dies bestägigen auch die Untersuchungen von MEYER (1998, 14f), KANZ (2003, 22-25) und LAUS (2003, 185); demgegenüber geben PAUL, KLAMMER und JOCHEMS (2004, 16-25) zu bedenken, dass Wahltenthaltung eher als Ablehnung der herrschenden Politik zu bewerten ist.“
Durch das generalisierende „man“ soll den wissenschaftlichen Arbeiten ein objektivierender Charakter verliehen werden: Aussagen wirken daher wie verallgemeinerbar. Hier jedoch stossen wissenschaftliche Arbeiten auch an ihre Grenzen: Nicht jedes behauptete „man“ hält der näheren Prüfung stand … Interessant ist in dieser Hinsicht, dass das „man“ (schließen wir einmal naturwissenschaftliche Arbeiten der exakten Mathematik aus) lediglich aussagt, dass der Autor vermutet (annehmen muß; nach Quellenlage), dass die Mehrheit der gelesenen Autoren, eben zu dieser „man“-Meinung gelangt ist.
„Man“ heißt also nicht Mehr- oder Wahrheit. Es bedeutet, dass jemand annimmt, dass er berechtigt ist dieses „man“ zu verwenden. Und um diese Berechtigung zu prüfen, sollten die Quellen (die benutzt wurden) offen gelegt werden. Ob dann alle Quellen - vor der Rezeption durch anderen - geprüft werden, steht auf einem anderen Blatt.
Sicher ist Dir bereits aufgefallen, dass viele Aussagen, allein schon weil sie „wissenschaftliche“ sind (sein sollen) ein besonderes Gewicht beigemessen wird. So wird insbesondere sehr viel Wert auf die Gutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute zur gesamtwirtschaftlichen Lage und zur Entwicklung des Bruttosozialproduktes gelegt. Nun, jeder, der sich mit dieser Materie beschäftigt weiß, dass die Prognosen der „Fünf Weisen“ häufig falsch sind. Dennoch sind es auf wissenschaftlicher Basis erstellte Prognosen. Die besondere Problematik der Wirtschaftswissenschaften hier zu erläutern würde zu weit führen. Es sei lediglich vermerkt, dass die Wirtschaftswissenschaften - seit ihrer Entstehung - das Ziel verfolgt haben, den exakten Naturwissenschaften vergleichbare Modelle und Gesetze aufzustellen.

So, etwas weit ausgeholt, hoffentlich hilfreich.

Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling

Ein Versuch gegen den man

Hallihallo,

ich bin da nicht Deiner Meinung.

…„Intersubjektiven Nachprüfbarkeit“…

Ja

Interessantes am Rande:
…In diesem Sinne kann Wissenschaft (hier als Quellenkunde) sehr
spannend, oft allerdings auch sehr mühsam sein.

Wie wahr.

Zudem werden wissenschaftliche Arbeiten in der „man“-Form
geschrieben:

Sie werden oft so geschrieben, das ist richtig. Die Arbeiten in diesem Stil finde ich aber sprachlich grauenhaft und zudem unwissenschaftlich.

In den Naturwissenschaften sieht eine typische Arbeit so aus (ich gehe von mehreren Autoren aus, bei einer Diplomarbeit ist es nur einer):

1.Einleitung:

  • Stand von Wissenschaft und Technik (inkl. eigener Vorarbeiten)
  • Worum geht es in dieser Arbeit (In the following we investigate …, Ziel dieser Arbeit ist …) hier auf keinen Fall „man“. Für seine Ziele muss der Wissenschaftler schon selbst Verantwortung übernehmen und soll das nie auf das „man“ abwälzen.
  1. Material/Methoden
    Wie wurde was gemacht „wir“ (Schliesslich haben die Autoren selbst die Experimente gemacht. Andernfalls muss man Ross und Reiter nennen.)

  2. Ergebnisse
    Was ist herausgekommen? Hier immer noch „wir“. Auch hier geht es wieder darum, Verantwortung für die eigene Arbeit zu übernehmen.

  3. Diskussion:
    Hier wir oft der Passivstil gewählt. Besser finde ich statt „data suggests“ (=„naja, irgendetwas muss das ja bedeuten, die daten schlagen das ja vor; aber wenn das falsch ist, habe ich damit nichts zu tun“) Besser finde ich „We conclude“ also, „aufgrund der Daten schliessen wir“. (Der Leser soll durch Fakten und nicht durch Autoritäten „man“ überzeugt werden).

  4. Zusammenfassung
    Hier ist die Stunde des „man“ (also die letzten 10 %). Jetzt darf und soll verallgemeinert werden. Was soll Deiner Meinung nach der Leser aus Deiner Arbeit lernen.

Statt „Ich glaube“ heißt es dann z.B. "Man kann davon
ausgehen, dass, Wahlenthaltung der Bürger als Zustimmung zur
herrschenden Politik bewertet werden kann.

Dieses fürchterliche Wissenschaftlerdeutsch heisst im Klartext: ‚Die Daten geben nichts genaues her, wir spekulieren jetzt mal. Wir legen uns jetzt mal nicht fest und sagen „man“ und zweitens sagen wir nur „kann“. Irgenwer wird das schon so sehen, zumindest glauben wir daran‘.

Dies bestägigen
auch die Untersuchungen von MEYER (1998, 14f), KANZ (2003,
22-25) und LAUS (2003, 185); :

Aha, also ist das man gar nicht auf dem eigenen Mist gewachsen.

demgegenüber geben PAUL, KLAMMER
und JOCHEMS (2004, 16-25) zu bedenken, dass Wahltenthaltung
eher als Ablehnung der herrschenden Politik zu bewerten ist."

Umstritten ist es auch noch.

Durch das generalisierende „man“ soll den wissenschaftlichen
Arbeiten ein objektivierender Charakter verliehen werden:

Soll vielmehr der Leser/Gutachter überrumpelt werden. :wink:

Aussagen wirken daher wie verallgemeinerbar.

Wie ich sagte: Tarnen und täuschen. Mit diesem Vorsatz ist das übrigens schon nahe an der Grenze zum wissenschaftlichen Fehlverhalten.

Hier jedoch
stossen wissenschaftliche Arbeiten auch an ihre Grenzen: Nicht
jedes behauptete „man“ hält der näheren Prüfung stand …

Der Fachmann sieht das auf den ersten Blick, schliesslich hat der selbst solche Texte verfasst.

Interessant ist in dieser Hinsicht, dass das „man“ (schließen
wir einmal naturwissenschaftliche Arbeiten der exakten
Mathematik aus) lediglich aussagt, dass der Autor vermutet

Genau das ist es

(annehmen muß; nach Quellenlage), dass die Mehrheit der
gelesenen Autoren, eben zu dieser „man“-Meinung gelangt ist.

Nein. Es bedeutet, dass der Autor zu faul ist, seine Hypothese nach handfesten Kriterien zu überprüfen. Stattdessen wird spekuliert. Es ist so, wie du im ersten Teilsatz geschrieben hast. Wären mehr Belege hinter der Aussage, würde der Autor seine Behauptung auch besser belegen und nicht zu Taschenspielertricks greifen.

„Man“ heißt also nicht Mehr- oder Wahrheit. Es bedeutet, dass
jemand annimmt, dass er berechtigt ist dieses „man“ zu
verwenden.

„Man kann“ ist gerechtfertigt, sobald ein einziger Mensch auf dieser Erde dieser Meinung ist oder war. Eine schwächere Formulierung gibt es nicht.

Und um diese Berechtigung zu prüfen, sollten die
Quellen (die benutzt wurden) offen gelegt werden. Ob dann alle
Quellen - vor der Rezeption durch anderen - geprüft werden,
steht auf einem anderen Blatt.

Da hast Du Recht.

… Es sei lediglich vermerkt,
dass die Wirtschaftswissenschaften - seit ihrer Entstehung -
das Ziel verfolgt haben, den exakten Naturwissenschaften
vergleichbare Modelle und Gesetze aufzustellen.

You made my day :wink:

So, ich hoffe Du nimmst mir meine Übersetzung des Wissenschaftlerdeutschs jetzt nicht übel.
Für wissenschaftliches Englisch ist hier eine nette Zusammenstellung:
http://www.english-zone.com/language/research.html
Insbesondere möchte ich auf folgendes hinweisen:
It is generally believed that… = A couple of others think so too.
und
It is believed that… = I think.
(Aber das hast Du ja selbst so geschrieben).

Zum Schluss noch meine Empfehlung an den Fragesteller:
Wissenschaftlich zu arbeiten, heisst sich festzulegen - und wenn es sich später als falsch herausstellen sollte, die Konsequenzen zu tragen und den Fehler zuzugeben. Politikerphrasen und juristische Gummisätze kommen in den Natur- und Ingenieurswissenschaften nicht gut an. Schliesslich willst Du ja auch den Ruhm ernten, wenn Deine Ergebnisse richtig und wegweisend sind und nicht irgendsoein „man“.

Ciao R.

2 „Gefällt mir“

Hallo,

in welchem Fach denn?

ich schreibe meins in Informatik.

Dass eine Diplomarbeit „breitgefächert“ sein sollte, ist mir
neu. Denn Diplomarbeiten sind Spezialarbeiten zu einem ganz
bestimmten Themenkomplex und sollten daher eher in ihrer
Thematik begrenzt sein (damit auch alles auf die höchstens 100
Seiten passt). Möglicherweise meint der Begriff
„breitgefächert“ aber auch nur, dass du deine Begründungen im
Detail ausführen, also nicht zuviel voraussetzen sollst,
sondern auch scheinbar Einleuchtendes (im Rahmen der
fachlichen Thematik) erklären sollst. Da ist es jetzt für mich
schwer, ein Beispiel zu geben, weil ich dein Thema nicht
kenne.

Na ja, ich meinte dass der Konzeptteil(also, der Teil wo ich mir meine eigenen Gedanken machen soll) breit angelegt sein soll und irgendwie auf Basis einer Diskussion/Alternativen (hat zumindest mein Betreuer gesagt).

Grüße,

Tristan.

Hallo,

ich hatte in den letzten Jahren einige Diplomanden und auch
Praktikanten, die abschleißend eine wissenschaftl. Arbeit
geschrieben haben. In der Mehrzahl der Fälle war die Qualität
aber eher schlecht als Recht.
Probleme, die sich immer wieder ergeben resultieren aus einer
gewissen Unfähigkeit wissenschaftliche und technische Sachverhalte
in Sprache umzusetzen.
Im folgenden paar Sachen, die nicht gut aussehen:

-\> keine eindeutigen Fachtermini, Formulierungen in schönster Lyrik 
 Für Sachverhalte sollen immer die gleichen Begriffen verwendet
 werden, auch wenn das im deutschunterrricht 'ne schlechte Note 
 gab, wegen "wiederholung"
 Beispiel: Ein und daselbe Teil nicht umschreiben mit 
 "Photosensor","Lichtempfänger","Lichtdetektor",
 "Empfängerschaltung" usw. sowas führt zur absoluten 
 Begriffsverwirrung. 

-\> keine Erläuterungen "Von Hinten durch die Brust ins Auge"
 besser kurze prägnante sätze mit eindeutigem Inhalt.
 Beispiel aus einem Marketinpapier: .... ist geeignet für moderne
 Anlagen .... -\> Frage : für alte nicht??? -\> natürlich auch,
 eher noch mehr, weil die ansprüche niedriger sind.
 Also selbstkritisch mal ganz dumm stellen und überlegen, ob 
 der Sinn der Worte wirklich auch mit dem gedachten übereinstimmt.
 Das ist gar nicht so einfach, weil Umgangssprachlich oft anders.
 also in Bezug auf deine Frage: "Immer gerade aus denken".

-\> keine Abschweifen vom Thema (z.B. Einleitung völlig überzogen )
 (Schlimmstes Beispiel war ein Student, der ca. 60 Seiten 
 "Wissen" aus alten Lexika abgeschrieben hat.)

-\> Aufstellen von Behauptungen zu Sachverhalten, die nicht 
 Verstanden wurden und dann in falschen Zusammenhang gebracht
 werden.
 Beispiel: Besagter Student schrieb die Erläuterung für die 
 Funktion einer Selenzelle, weil er in seinem Thema auch 
 "Silizium-Photosensoren" vorkammen (völlig am Thema vorbei!). 

-\> Richtige Bewertung von Zusammenhängen. Ich habe immer wieder 
 festgestellt, daß von einer Vielzahl Randbedingungen einige 
 einfach weggelassen wurden, weil Student nicht alle gleichzeitig
 überschaut. Das führt dann schnell zu falschen Schlussfolgerungen.
 Beispiel: Weglassen der Randbedingung "Baugröße von Baugruppen" 
 führt zu Fehleinschätzungen bei der Feststellung von 
 Einsatzmöglichkeiten eines Gerätes. 

-\> Fehlende Struktur in der Arbeit: 
 Nicht schon Ergebnisse der Arbeit in der Einleitung diskutieren.
 Nicht in einem Kapitel auf Erkenntnisse vorgreifen, die erst viel
 später diskutiert werden. 
 
-\> Kein Mut, Schlußfolgerungen zu ziehen:
 Wenn man Monate an einem wissenschaftlichen Thema gearbeitet hat,
 dann gibt es in der Regel nur ganz wenige andere Leute, die sich
 so gut mit dem speziellen Thema auskennen. Also muß man dann auch
 den Weg zu ende gehen und sagen, was Fakt ist. 
 Oft traut sich Student diesen letzten Schritt nicht, seine 
 erarbeiteten Ergebnisse zu interpretieren und praktische 
 Schlußfolgerungen zu ziehen. z.B. nur Messergebnisse darzustellen
 und dem "Fachmann" (Prof./Doktor) die Interpretation zu 
 überlassen ist zu wenig. Der Fachman bist Du.

-\> Umfang der Arbeit:
 Wenn's nach mir ginge, wäre eine Diplomarbeit von 10...20Seiten
 völlig ausreichend (wenn denn das Wichtige drinsteht).
 Nun gibt es ja auch Prof., die meine, daß unter 50 Seiten nix
 sein darf. Prüfe das vorher und tu nicht mehr als nötig rein.
 Meist ist weniger mehr, weil man sich da besser überlegen muß, 
 wie man den Inhalt komprimiert und strukturiert darstellt. 

Zuletzt noch dies. Suche Dir geeignete kritische Leute, denen Du
deine Arbeit zur Kontrolle vorlegst, bevor Du sie abgibst.
Ich habe das meinen Studenten immer angeboten.
Es gab auch welche, die das nicht nutzten. Dss Ergebniss war
dann auch teilweise sehr überraschend (nicht im pos. Sinne).
Der letzte Diplomand, dessen Arbeit ich „zerpflückt“ hatte, bekamm
dann letztendlich eine 1.
Gruß Uwi

also zur Zeit schreibe ich Diplomarbeit und irgendwie habe ich
ein bisschen Schwierigkeiten mit der Denkweise in der
Diplomarbeit. Es heisst immer es soll wissenschaftlich und
breitgefaechert sein, aber irgendwie geht mir das nicht in den
Kopf. Vielleicht kann mir jemand ein paar Tipps geben, wie ich
denken sollte oder wie ich mich hineinversetzen soll oder auf
was es wirklich ankommt.

Danke und viele Gruesse,

Tristan.

Hallo,

Na ja, ich meinte dass der Konzeptteil(also, der Teil wo ich
mir meine eigenen Gedanken machen soll) breit angelegt sein
soll und irgendwie auf Basis einer Diskussion/Alternativen
(hat zumindest mein Betreuer gesagt).

dann denke ich, dass „breitgefächert“ heißen soll, dass man die in der Literatur vorkommenden Ansichten deutlich macht und gegeneinander abgrenzt, indem man jede einzelne Ansicht so ausführlich darstellt wie zur Beurteilung notwendig.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo!
Korrekt! Die „man“-Form ist in wissenschaftlichen Arbeiten absolut zu vermeiden! „Ich“ oder „Wir“ ist nur in absoluten Ausnahmen zulässig. Normalerweise wird eine Passiv-Umschreibung verwendet. Bsp.: Statt „Man kann davon ausgehen…“ „Es kann davon ausgegangen werden…“ verwenden.
Gruß,
Iceman

P.S.: Falls das schon jemand geschrieben hat, bitte ich um Verzeihung… komme grad aus dem Urlaub und hab nicht den ganzen Thread gelesen… :wink: