Depersonalisierung?

Hallo

ich weiß nicht wo ich anfangen soll und ich weiß nicht was alles wichtig ist um zu beschreiben wie es mir geht.
ich fühle mich mal mehr mal weniger,manchmal auch gar nicht,nur im Moment ist es wieder ganz schlimm so als ob ich nicht hier bin, abwesend wo anders ich jetzt nicht selbst schreibe und auch sonst nicht die bin die handelt ich sehe dann alles verschwommen und in meinem Kopf ist ein großer Schwindel…manchmal ist es in Gesellschaft schlimmer manchmal alleine…ich denke jeder durchschaut mich und denkt ich wäre doof und verrückt.
Ich habe auch ein sehr schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber, die ich auch als fremd wahrnehme.Und nicht mehr weiß was das richtige ist. Ich bin auch oft in diesen Situationen gemein und ungerecht und kann keine Liebe zeigen obwohl ich so gerne würde aber es geht nicht,ich bin dann ruhig und ständig am grübeln…
Vor einigen Jahren hat es angefangen, mit dieser Entfremdung damals habe ich meinem freund erzählt das ich die Wiese und die Blumen hinter unserem Haus nicht bei mir befinden sondern woanders, er hatte sich Sorgen gemacht, wir sind damals aber nicht näher darauf eingegangen.Erst jetzt ist mir die Situation von damals wieder eingefallen.
Ich habe Angst und ich will das es weg geht.
Auch mit Depressionen habe ich abundan zu kämpfen,ich bin auch meistens sehr unzufrieden obwohl es andere viel schlimmer haben…und es mir uns gar nichht schlecht geht, ich versuche immer alles richtig zu machen und zu kontrollieren aber es gelingt meistens das Gegenteil, ich will es auch gerne jedem Recht machen, und bin sehr nahe am Wasser gebaut.
Und sehr sensibel und feinfühlig ich merke sofort wenn was nicht stimmt.
Meine Eltern sind nicht sehr tolerant, waren Sie noch nie.auch das macht mir sehr zu schaffen.
Außerdem habe ich vor ca.6 Jahren das letzte mal Drogen genommen.
Wenn ich schreibe und mich offenbare hilft mir das sehr…zumindest momentan das habe ich schon oft erlebt, aber es kommt eben immr wieder…und ich will nur das mir jemand hilft.komme aus dem Saarland.
Wäre über Tips und weitere Fragen sehr dankbar.

Prinzipielles zur Depression:

Depression ist, wenn das wahre Selbst „weint“.
Der Mensch hat 3 „Instanzen in sich. Den neutralen Geist (Verstand), das EGO (ICH) und das wahre Selbst (das, was wir wirklich SIND).
Wenn nun der Mensch von seinem EGO her in seinem Geist glaubt, eine Situation aufrecht erhalten zu MÜSSEN – aber gleichzeitig ist sein wahres Selbst DAGEGEN – dann handelt er GEGEN seine wahre Natur (sein Selbst). Das ergibt dann diese Depression.
Z. B. verharren Menschen an ihrem Arbeitsplatz, obwohl ihnen die Arbeit längst keinen Spaß mehr macht, und sie widerwillig (Abneigung aus dem Selbst) zur Arbeit gehen. Das nur, weil das Ego sagt: Du musst das Geld verdienen – Du musst Dir diesen Arbeitsplatz erhalten.
Ein depressiver Mensch folgt also immer seinem EGO-ismus. Er denkt nur an sICH (sein ICH und nicht an sein SELBST). Er unterdrückt sein Selbst.

Eine weitere Möglichkeit ist ein großer VERLUST. (haben Sie aber nicht erwähnt). Das kann ein geliebter Mensch sein, oder auch ein Arbeitsplatz.
Wenn ein Mensch sICH geistig nur an EINE Sache BINDET, und ihm diese Sache dann verloren geht, dann ist es für Ihn, als ob er eben ALLES verloren hat – weil er eben seinen Geist mit nichts Anderem beschäftigen kann.
Speziell alte Menschen, die ihren Lebenspartner verlieren, fallen in Depressionen – weil sie dann eben keinen SINN mehr in Ihre Leben sehen.
Gleiches gilt beim Arbeitsplatz. Wenn die Arbeit der EINZIGE Sinn des Lebens war, geht bei Verlust eben der GANZE Sinn des Lebens verloren. Der Mensch fühlt sich UNNÖTIG und/oder NUTZLOS.

Ein depressiver Mensch „sieht“ dann nur noch sICH in seinem LEID. Und manche fühlen sich im Leid auch noch wohl dabei. Andere sehen dieses Leid als STRAFE – die sie VERDIENT haben. Sie wollen Leiden, um eine vermeintliche SCHULD zu tilgen … usw. usw. usw.

Sie sehen, hier geht es in die VIELFALT, und man kann nicht so viele Möglichkeiten ansprechen wie es sie gibt.

Doch prinzipiell „sieht“ ein depressiver Mensch nur noch sICH in seinem Leid. In seinem Geiste beobachtet er immer sICH in seinem Befinden. Wie fühle ICH mICH? Und so „sieht“ er sich dauernd in seinem Leid.
Würde er im Geiste woanders „hinsehen“ (auf eine Aufgabe, wie kann ich anderen helfen, auf eine PFLICHT – Handeln als PFLICHTERFÜLLUNG und nicht für sICH, auf ein ZIEL – was will ich erreichen für die Familie (und nicht für mICH), usw.)
Kurz: Geistige KONZENTRATION auf etwas anderes – für Andere. Weg vom ICH – nicht mehr an sICH denken.

Einem jungen Menschen würde ich dann VIEL körperliche wie geistige Arbeit geben (auf die er sich KONZENTRIEREN muß), damit er vor lauter Arbeit keine ZEIT mehr hätte, um an sICH zu denken. Dann wäre auch schlagartig die Depression beseitigt. :- )))

Sie sehen, worauf ich hinaus will – auf das NICHT ICH – auf die SELBSTLOSIGKEIT (eigentlich müsste es ICHlosigkeit heißen).
Wer viel Arbeit hat, wer eine AUFGABE hat (das kann auch Hobby und (Konzentrations- Spiel - Schach, Billard, Tennis sein) – auch Sport verlangt Konzentration), und wer NICHT an sICH denkt bei seinem Handeln, der hat sicherlich KEINE Depressionen mehr.

Doch der Weg dahin, ist nicht ganz einfach. Denn das ICH (Ego) ist schwierig zu überwinden. Damit der GEIST mit dem SELBST in Einklang kommt.

Ich hoffe, Sie können etwas damit anfangen.

Mit den besten Wünschen,

Demetrius Degen

Lesen Sie auch HIER: http://www.demetrius-degen.de/demetrius/ma-01.htm#m09