Hallo Community,
ich suche Rat bei denen die an einer Depersonalisierung gelitten haben oder immer noch darunter leiden. Ich will nicht zum Psychologen, nicht bevor ich es selber versuche, mein Problem zu lösen. Ich wollte euch Fragen, Community, was ihr gegen eure Depersonalisierung getan habt. Ich leide schon seit 2 1/2 Jahren drunter, und in den letzten 2 Monaten wird es von Woche zu Woche noch schlimmer und schlimmer mit dem irrealem Gefühl. Was habt ihr gemacht oder was könntet ihr mir Empfehlen was ich gegen meine Depersonalisierung tun könnte? Ich will endlich wieder normal Leben und nicht das meine Jugend einfach so an mir vorbei fliegt…
hallo,
ich bin durch ein trauma geschädigt und hatte auch lange mit diesem zustand zu kämpfen. ob es heilbar ist weiß ich nicht, man kann aber lernen damit ganz gut zurecht zu kommen und die häufigkeit dieses zustands zu reduzieren.
es gibt sehr viel literatur dazu die sehr hilfreich ist. versteht man ein symtom ist es nicht mehr so bedrohlich.
ich habe in psychosomatischen kliniken leute mit ähnlichem krankheitsbild kennengelernt denen man mit bestimmten therapieformen ganz gut helfen konnte. mir leider nicht, da ich mich in einer gruppe nicht gut öffnen kann.
lesen (fachliteratur u. selbsthilfebücher), körpergefühl und selbstwert aufbauen z.b. durch tanzen, sport allgemein, intensive u. bewusste körperpflege haben mir sehr geholfen.
weißt du was der auslöser war?
liebe grüße
tizia
Bohrmaschine
Moin,
Ich will nicht
zum Psychologen, nicht bevor ich es selber versuche, mein
Problem zu lösen.
Ich leide schon seit
2 1/2 Jahren drunter,
mal eine Gegenfrage. Hattest du schon mal 2 1/2 Jahre lang Zahnschmerzen? Hast du da deine Bohrmaschine in die Hand genommen und schon mal selbst Hand angelegt? Wenn nein, warum nicht?
Vg
J~
Hattest du schon mal 2 1/2 Jahre lang
Zahnschmerzen? Hast du da deine Bohrmaschine in die Hand
genommen und schon mal selbst Hand angelegt? Wenn nein, warum
nicht?
witzig! soll sie jetzt völlig ahnungslos zum nächstbesten psychologen/therapeuten oder ähnlichem rennen?
schon mal gehört wie schwer es ist sich jemandem zu öffnen wenn es um seelische probleme geht und wie schwierig es ist einen „passenden“ arzt zu finden. oft kommt man noch viel geschädigter als vorher aus solchen „behandlungen“.
es gibt beratungsstellen die einem adressen von ärzten geben deren schwerpunkt auch wirklich passt, selbsthilfegruppen und therapieplätze werden auch angeboten.
wenn man ahnungslos an diese krankheit geht steckt man ziemlich schnell in einer schublade aus der man kaum noch herauskommt.
wie z.b. beim borderline-syndrom.
Hallo Aranacox,
kennst Du dieses wirklich sehr gute Buch zum Thema bereits?:
http://www.amazon.de/Depersonalisation-Dissoziation-…
Viele Grüße
Eve*
belastbare Quellen
Moin,
witzig! soll sie jetzt völlig ahnungslos zum nächstbesten
psychologen/therapeuten oder ähnlichem rennen?
nein, selbstverständlich hat man sich als Patient seine Diagnose bereits selbst erstellt bevor man zu einem Fachmann geht. DAS willst du mir damit sagen, oder?
Im Ernst, ich habe keine Ahnung was deine o.g. Aussage soll. Um mal bei der Zahnarzt-analogie zu bleiben: Gehst du da hin und sagst ihm „ich habe am 3-7er zweiflächige palatinale Caries dentium“? Oder nicht doch viel eher „mit tuts weh!“
schon mal gehört wie schwer es ist sich jemandem zu öffnen
wenn es um seelische probleme geht und wie schwierig es ist
einen „passenden“ arzt zu finden.
Das habe ich auch nie angezweifelt. Allerdings steht in dem Posting nicht „mir fällt es schwer mich bei einem Psychologen zu öffnen“ sondern da steht „Ich will nicht zum Psychologen“. Das ist eine ganz andere Aussage…
oft kommt man noch viel
geschädigter als vorher aus solchen „behandlungen“.
Wie bitte? Erstens würde ich das von dir gerne mal durch belastbare Quellen belegt haben und zweitens machst du es dem Frager dadurch nicht gerade leichter sich professionelle Hilfe zu holen, nicht wahr?!
VG
J~
Hallo!
witzig! soll sie jetzt völlig ahnungslos zum nächstbesten
psychologen/therapeuten oder ähnlichem rennen?
Findest Du das besser, als völlig ahnungslos an sich selbst herumzudoktern? Abgesehen davon hat J nicht geschrieben, daß sie zum nächstbesten rennen soll.
schon mal gehört wie schwer es ist sich jemandem zu öffnen
wenn es um seelische probleme geht und wie schwierig es ist
einen „passenden“ arzt zu finden.
Ich finde es auch schwierig, einen passenden Zahnarzt zu finden. Trotzdem bohre ich nicht selbst.
es gibt beratungsstellen die einem adressen von ärzten geben
deren schwerpunkt auch wirklich passt
Das ist ein guter Vorschlag. Nichts spricht dagegen, sich den richtigen Arzt zu suchen - aber die UP sollte nicht bei ihrer Haltung blreiben, daß sie gar nicht zum Psychologen will.
Gruß,
Max
Hallo Aranacox,
du hast schon einige gute Tipps bekommen. Auch ich denke, die beste Methode ist - auch wenn’s schwer fällt - dir einen Psychologen zu suchen.
Das Zahnarztbeispiel von J- scheint im ersten Moment vielleicht unpassend, aber imo passt es ausgezeichnet.
Psychische Störungen haben auch eine körperliche Grundlage. Auch, wenn wir noch lange nicht alles darüber wissen. Aber warum solltest du nicht auf die Erfahrung von anderen zurück greifen? - warum denkst du, du müsstest es alleine schaffen?
Niemand verbietet dir, gleichzeitig auch andere Dinge auszuprobieren. Wie schon gesagt wurde - informiere dich gründlich zu deinem Problem, fange an Sport zu treiben, falls du das noch nicht machst und such dir eine, für dich passende, Entspannungsmethode - Yoga, TaiChi oder Qigong haben sich bewährt. Mach einen Tanzkurs oder andere Körperarbeit. Fang an zu Jonglieren, versuche deine Gefühle malend oder schreibend auszudrücken.
Eine allgemeingültige ‚Anleitung‘ wird dir niemand geben können, aber du kannst anfangen ganz bewusst auf die Suche zu gehen und andere Dinge zu machen als bisher - denn du willst doch, dass sich etwas ändert? Dann wirst du etwas anders tun müssen.
Erfolg…lux
lustig, hab ich da etwa einen wunden punkt getroffen?
für was willst du quellen, brauchst du ne neue stelle?
so noch einmal langsam: ich kenne leute die erfolgreich therapiert wurden!!
trotzdem gibt es schwerwiegende erkrankungen die jahrelange therapie erfordern und man der einen oder anderen person (psychologen, psychologen…) begegnet die einen, im bis zu dem zeitpunkt erreichten heilungserfolg, wieder zurück werfen.
und auf diese „zahngeschichte“ geh ich jetzt nicht mehr ein, ist mir einfach zu kindisch. man kann nur hoffen das ein betroffener oder opfer nicht zuerst bei jemanden landet der solche platten, teflonbeschichteten sprüche von sich lässt. ein rückzug wäre kaum zu verhindern.
beratungsstellen haben adressen von ärzten/kliniken mit denen schon gute erfahrungen gemacht wurden. eine magersüchtige hat vielleicht andere schwerpunkte als ein alkoholiker oder z.b. ein mobbing-opfer, oder ?
so zu mir: ich war viele jahre bemüht eine hilfreiche therapie zu finden. ich wurde monate lang mit starken tabletten behandelt deren nebenwirkungen mir die letzte kraft genommen hatten. ich wurde mit ständig neuen diagnosen ausgestattet in die nächstbeste station oder zum nächsten arzt gelotst. nach einer 6 jährigen odysee habe ich das thema ärzte vorerst abgeschlossen.
seit dem habe ich zwänge, magersucht, sozialphobie und auch agoraphobie mit immer wiederkehrenden alkoholmissbrauch erfolgreich bewältigen können. diese themen ruhen schon seit einigen jahren. jetzt fühle ich mich stark genug für eine erneute suche nach einem geeignetem therapieplatz um noch etwas an fragen zu arbeiten die noch offen sind (z.b. anspannung u. überwachsamkeit).
hätte mir viel zeit u. verzweiflung erspart wenn ich gleich zu einer selbsthilfegruppe oder einer koordinationsstelle gegangen wäre. es werden dir viele betroffene bestätigen können ,das man die besten hinweise meist in kontakt mit anderen betroffenen bekommt.
ps: es gibt auch therapiegeschädigte (musst du nur googeln)!!
lg
tizia
Mondlandung
Hi,
für was willst du quellen,
Quellen die deine Aussage von „den ganzen“ Therapiegeschädigten belegen. Und zwar von anderer, dritter Seite anerkannt. Nicht selbsternannt.
ps: es gibt auch therapiegeschädigte (musst du nur googeln)!!
Per google finde ich auch tausende Seite wo behauptet wird, dass es keine Mondlandung gegeben hat. Das besagt gar nix…
trotzdem gibt es schwerwiegende erkrankungen die jahrelange
therapie erfordern und man der einen oder anderen person
(psychologen, psychologen…) begegnet die einen, im bis zu
dem zeitpunkt erreichten heilungserfolg, wieder zurück werfen.
Woran dann der Therapeut schuld ist oder wie soll ich deine o.g. Aussage lesen?
man kann nur hoffen das ein
betroffener oder opfer nicht zuerst bei jemanden landet der
solche platten, teflonbeschichteten sprüche von sich lässt.
ein rückzug wäre kaum zu verhindern.
Solche Aussagen sind mir die liebsten. Du scheinst dich allein als Referenz für den Rest der Welt zu nehmen. Schon mal dran gedacht, dass mancher auch mal klare Worte braucht um von seinem offensichtlichen Irrweg runter zukommen?
ich wurde monate lang mit starken
tabletten behandelt deren nebenwirkungen mir die letzte kraft
genommen hatten.
Warum hast du sie dann genommen und hast dich nicht von deinem Arzt aufklären lassen was die tun und ihm von deinen Bedenken und Nebenwirkungen erzählt?
VG,
J~
Moin,
Das Zahnarztbeispiel von J- scheint im ersten Moment
vielleicht unpassend, aber imo passt es ausgezeichnet.
danke, wenigstens einer hat’s verstanden 
Es war natürlich etwas platt, aber es sollte eben plakativ aufzeigen wie offensichtlich es ist sich bei einem körperlichen Leiden fachlichen Rat zu holen. Kein Mensch hält 2,5 Jahre seine Zahnschmerzen aus.
Interessanterweise ist das bei seelischen Schmerzen aber ganz anders; so wie hier eben auch.
Viele Grüße,
J~