Hallo,
wenn ich in einem Depot einer Bank Anteile der Fonds, die
diese Bank anbietet, habe und die Bank würde bei einem Kollaps
im Nichts verschwinden, wäre mein Geld weg.
Das stimmt nicht.
Wie sähe es aber aus bei Fonds, die diese Bank zwar anbietet,
aber die nicht den Namen der Bank tragen, sondern den einer
anderen.
Investmentfonds funktionieren so: das Vermögen der Anleger bildet ein sogenanntes Sondervermögen, das vom Vermögen des Fondsverwalters stets getrennt bleibt. Das Sondervermögen wird a) von einer sog. Investmentgesellschaft verwaltet und b) bei einer Depotbank verwahrt. Dein Anteil an diesem Fonds wird durch ein Wertpapier ausgedrückt, das bei deiner eigenen Bank c) in deinem Depot liegt.
Wenn c), deine Bank, Pleite geht, dann gehören die Wertpapiere im Depot (dein Fondsanteil) natürlich weiterhin dir und sobald bei c) wieder jemand Aufträge annimmt, kannst du die Übertragung zu einer anderen Bank veranlassen.
Wenn b), die Depotbank des Fonds, Pleite geht, tritt ziemlich das gleiche ein mit der Depotbank an Stelle deiner Bank und der Investmentgesellschaft an deiner Stelle. D.h. die Wertpapiere des Fondsvermögens bleiben erhalten und die Investmentgesellschaft überträgt sie einfach zu einer anderen Bank.
Wenn a) Pleite geht, dann ist das Fondsvermögen weiterhin sicher bei der Depotbank verwahrt, es findet nur keine Verwaltung (Umschichtungen etc.) statt, bis sich eine neue Fondsverwaltung gefunden hat. Ich glaube, die Depotbank ist in einem solchen Fall verpflichtet, für das Sondervermögen eine neue Investmentgesellschaft aufzutreiben.
Als Fondsanleger machst du also nur genau dann Verlust, wenn das die Wertpapiere INNERHALB des Fonds tun. Dein Eigentum an deinem Fondsanteil ist aber völlig sicher.
Bsp.: …bei DWS im Depot einen JPM-Fonds zu haben. Welche
Bank muss pleite gehn, dass mein Geld weg ist???
Alle, in die der Fonds investiert hat, der nur in Banken investiert
.
Viele Grüße,
Sebastian