Depotcheck von Comdirect oder N24

Comdirect und N24 bieten einen kostenlosen Depotcheck an. Sollte man dies machen/Ist dies sinnvoll? Bei kostenlosen angeboten bin ich immer skeptisch und Geldanlage ist ja schon eine persönliche Sache.

Comdirect und N24 bieten einen kostenlosen Depotcheck an.
Sollte man dies machen/Ist dies sinnvoll? Bei kostenlosen
angeboten bin ich immer skeptisch und Geldanlage ist ja schon
eine persönliche Sache.

Habe mir die Angebot nicht angeschaut. Grundsätzlich ist das ganze vor allem auch bei Finanzdienstleistern kostenlos, weil bei diesen Analysen in 95% der Fällen eine ungünstige Verteilung Deines Depots rauskommt. Es gibt wirklich nur extreme Einzelfälle, die Ihre Anlage zu 100% entsprechend ihres Anlagetyp angelegt haben.
In der Regel basieren diese Analysen auf der Portfoliotheorie von Markovitz (schreibweise?). Kurz gesagt geht’s darum, dass man durch die Beimischung „riskanterer“ Anlagen das Gesamt Risiko/Rendite-Profil eines Depot positiv beeinflussen kann.

Folge: Du stellst fest, das was fehlt, und wenn comdirect glück hat, kaufst du die änderungen bei denen ein. :wink:

Comdirect und N24 bieten einen kostenlosen Depotcheck an.
Sollte man dies machen/Ist dies sinnvoll? Bei kostenlosen
angeboten bin ich immer skeptisch und Geldanlage ist ja schon
eine persönliche Sache.

Ich habe den Depotcheck schon zum zweiten Mal gemacht. Geschadet hat es mir nichts. Den Nutzen schätze ich allerdings gering ein, da es trotz vieler Seiten meiner Ansicht nach nicht viele verwertbare Informationen gibt. Aber: Für jemanden, der bei seiner Depotzusammensetzung zu wenig diversifiziert, ist das Depotcheck sicher eine Möglichkeit, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen.

Daß das Depot immer negativ bewertet und die hauseigenen Fonds angeboten werden, trifft nicht zu. Bei der comdirect ist das definitiv nicht der Fall (anders bei dem Bankenpartner, der letztes Jahr den Depotcheck „supported“ hat).

Beste Grüße,

Oliver Walter

Daß das Depot immer negativ bewertet und die hauseigenen Fonds
angeboten werden, trifft nicht zu. Bei der comdirect ist das
definitiv nicht der Fall (anders bei dem Bankenpartner, der
letztes Jahr den Depotcheck „supported“ hat).

Entschuldigung, so habe ich das nicht gemeint. Gedacht war: Fast jeder Anleger streut das Risiko nicht optimal, von daher kommen eigentlich immer mögliche Veränderungen raus. Und die Hoffnung liegt beim Anbieter, dass die Lösung dort eingekauft wird. Nichtsdestotrotz werden bei vernünftigen Checks ALLE Anlagearten berücksichtigt, und auch z.B. ALLE Fonds. Heutzutage bieten aber doch fast alle Plattformen alle Fonds an, eine Empfehlung hauseigener Produkte ist hier also nicht nötig.

Leider werden bei den Depotchecks KAUM Beteiligungen berücksichtigt, die nach anerkannten Studien das Risiko/Rendite-Verhältnis ebenfalls optimieren können.

Frank Wilke

Entschuldigung, so habe ich das nicht gemeint.

Es kam so „rüber“.

Heutzutage bieten aber doch fast alle Plattformen alle Fonds
an, eine Empfehlung hauseigener Produkte ist hier also nicht
nötig.

Beim ersten Depotcheck, den ich gemacht habe, waren in der Favoritenliste Fonds verschiedener Fondsgesellschaften. Daraus haben dann die „Experten“ noch einmal ihre konkreten Empfehlungen entnommen. Und diese Empfehlungen liefen fast nur auf Fonds der hauseigenen Fondgesellschaft hinaus. Beim jetzigen Depotcheck war es nicht mehr so. Das empfinde ich als Verbesserung.

Grüße,

Oliver Walter

Comdirect und N24 bieten einen kostenlosen Depotcheck an.
Sollte man dies machen/Ist dies sinnvoll? Bei kostenlosen
angeboten bin ich immer skeptisch und Geldanlage ist ja schon
eine persönliche Sache.

Hallo Susan,

wegen „kostenlos“ mußt Du keine Angst haben, i.d.R. sind das recht teure tools. Nur tragen Anbieter wie Comdirect hierfür die Kosten, weil das so was wie Werbeausgaben zur Neukundengewinnung sind.

Inwieweit die Optimierung an sich sinnvoll ist, kann nur individuell betrachtet werden.

Wenn Du z.B. bisher nur auf eine oder wenige Anlagearten (Fachchinesisch: Assetklasse) wie z.B. Aktien oder festverzinsliche Wertpapiere (Renten) bzw. Immobilien fixiert bist, dann wird Dich ein solches Toll sinnvoller Weise dazu motivieren breiter zu streuen und möglichst viele verschiedene Assetklassen miteinander zu kombinieren. Das senkt prinzipiell Dein Risiko und ist gut.

Die Grenzen werden dann erreicht, wenn es um das „Feintuning“ geht. Also die Frage, wieviel Prozent des Anlagebetrages sollen in welcher Assetklasse angelegt werden.
Bsp.: 40 % Aktien, 30 % Renten, 20 % Immobilien, 10 % sonstiges (z.B. Rohstoffe).
Dann geht das beliebig in die Tiefe. So werden die Aktien dann z.B. nach Regionen, Anlagestilen, Unternehmensgrößen unter- und aufgeteilt.

All diese Zahlen werden nach aufwendigen und tollen Verfahren berechnet( z.B. Nobelpreisträger Markowitz). Das Problem ist nur, dass in diese Berechnung immer (Vergangenheitsdaten und /oder) Annahmen für die Zukunft einfließen. Die können zutreffen oder auch nicht. Mathematisch stimmt das Ergebnis dann. Aber die Zukunft ist halt nicht berechenbar.

FAZIT:
Als Ideengeber für eine breite Streuung Deiner Anlage ist so ein Check OK. Alles darüber hinaus gehende ist ein bißchen Wahrsagerei.
Auch welcher Fonds die gewünschte Anlageklasse in Zukunft am besten abdeckt kann nicht wirklich vorhergesehen werden. Aber wichtiger ist eh die Aufteilung ( Allokation).

Gruß Schorsch