Lieber Dieter
Von wegen Depotübertragung, davon würde ich abraten. Das ist schon im eigenen Land teuer, für die Banken dafür sehr kommissionseinträglich. In den vergangenen Jahren ist mir das bereits zwei Male passiert, weil meine Broker dicht gemacht haben. Es ist einfacher und billiger alles zu verkaufen und dann neu investieren. Dabei kann man gleichzeitig auch die alten Verluste bereinigen. Mehr Wert gibt es sowieso nicht.
Selbstverständlich dürfte es dir möglich sein in der CH ein Konto einzurichten, wenn du deine Identität und die (sauer verdiente) Herkunft deiner Mittel nachweisen kannst. Das gilt auch für uns Schweizer und das finde ich richtig, den kriminelles Geld aus Drogenhandel und ähnlichem, finde ich eine Sauerei.
Was ich aber nicht nachvollziehen kann, sind die grossen Hürden, die bei Kontoeröffnungen in D gemacht werden. So wurde es meinem studierenden und ordnungsgemäss angemeldeten Sohn 2004 in Köln verweigert ein Konto bei der Postbank zu eröffnen. Mir ebenfalls bei einem Broker in D. Da müsst ihr euch wirklich nicht wundern, dass der Euro bei euch so schlecht rollt. Euer Deutschland hat sich wirklich überreglementiert und verbürokratisiert.
Wg. Bankgeheimnis, dein Land bekommt es in jedem Falle mit, wenn du Geldbeträge ab einer gewissen Summe ins Ausland transferierst. Da gibt es bei der Bundesbank/Girozentrale(?) o.ä. eine Stelle der diese gemeldet werden. Darauf können auch die Finanzbehörden zugreifen. Lach, lach. Und mit den gläsernen Konten wird es bei euch bald noch lustiger!
Du kannst natürlich auch mit einem Geldköfferchen herumreisen. Wenn dich der Deutsche Zoll dann schnappt, bist du dran, sofern du es auf die entsprechende Frage nicht sofort zugibst. Wenn es verheimlichtes Geld ist, hast du ein kleines Problemchen, auf jeden Fall einige Euros weniger.
Euer Eichel und Co, die gebärden sich wirklich so, als wären wir in der Schweiz nur auf Steuerbetrug aus. Dabei unterschlagen sie aber, dass wir schon seit Jahrzehnten eine Quellensteuer von 35% auf allen Kapitalerträgen kennen. Das heisst, auch wenn du deine Moneten glücklich auf einer CH Bank deponiert hast, kassiert unser Fiskus von den Erträgen 35% ab. Die kannst du zurückholen, wenn du deine Werte ordentlich in der Steuererklärung deklarierst. Ebenfalls kannst du dann die Kontogebühren und Spesen als Aufwand verbuchen.
Ich denke, diese Methode ist recht effizient für den Staat. Mit Null % Aufwand, nimmt er mehr ein, als wenn er eine umständliche Wertschriftenkontrolle und allgemeine Schnüffelei betreibt. Vielleicht könnte das ein Grund sein, dass die Schweiz in Sachen Steuerbetrug, die allgemeine Hysterie nicht mitmachen will. D.h. da bestehen juristische Finessen zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug. Einkommen oder Vermögen verschweigen, ist hierzulande Steuerhinterziehung. Wer falsche Angaben macht und darüber hinaus auch noch gefälschte oder unwahre Belege mitliefert, macht sich des Steuerbetrugs und allenfalls auch der Urkundenfälschung schuldig.
Diejenigen die bei uns betrügen, bescheissen sich aus vorgenanntem selbst. Warum sie es trotzdem tun, da hab ich keine Ahnung. Vermutlich sind sie einfach dumm.
Euer Eichel wäre m.E. gut beraten mal sein System zu ändern. Wenn es sich nämlich nicht mehr lohnt, zu betrügen, dann wäre das Problem gelöst.
Dafür strebt er in echt sozialistischer Manier Gleichmacherei in Europa an. Damit verbunden ist aber eine Verhinderung von Wettbewerb. Die Verhinderung von Konkurrenz ist allemal schädlich. Das gilt in der Natur, aber auch für die Volkswirtschaften.
Ciao und Gruss Anton
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