Depress., Erschöpfungssyndrom, Anpassungsstörg

Hallo,

wenn man bei einem Therapeuten war (psychologischer Psychotherapeut) zum Erstgespräch (Unterlagen-> Antrag auf Kostenübernahme für Therapie hat Patient noch bei sich, also noch nicht abgegeben), kann man da auch nochmal zu einem anderen Therapeuten gehen, um zu sehen was eher für einen in Frage kommt?

Dieses erfolgte Erstgespräch beim ersten Therapeuten ist das in jedem Fall für den Patienten kostenfrei (Krankenkarte wurde abgegeben und Kassengebühr 10,- gezahlt)?

Wenn jemand an Depressionen, einer Anpassungsstörung und Erschöpfungssyndrom leidet, ist es da überhaupt möglich ohne Medikamente hinsichtlich der angesprebten Therapie zusammen zu arbeiten (dieser erstgenannte Therapeut verschreibt ja nichts)? Man ist doch gar nicht richtig aufnahmefähig (starke Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Orientierungslosigkeit etc)? Patient kann so u.U. auch nicht richtig verarbeiten/wahrnehmen, was Therapeut sagt/rät.
Es geht darum etwas anzupacken, was durch die Symptome so nicht richtig anzupacken ist, der Therapeut aber meint, dass man erst anpacken sollte was anzupacken ist (mit therap. Hilfe - ratio emotive Therapie) und sich dadurch (durch das Ziel) dann auch alles weitere (also die Symptome) mal eben so ändern wird. Und Patient widerum meint, dass er erst bessere Konzentration (momentan und seit einiger Zeit geht gar nichts) und Antrieb braucht (ggf eben durch Konzentrations- und antriebsfördernde Tabletten), um überhaupt das anpacken zu können.

Danke Euch!
Tigerin

Hallo,

wenn man bei einem Therapeuten war (psychologischer
Psychotherapeut) zum Erstgespräch (Unterlagen-> Antrag auf
Kostenübernahme für Therapie hat Patient noch bei sich, also
noch nicht abgegeben), kann man da auch nochmal zu einem
anderen Therapeuten gehen, um zu sehen was eher für einen in
Frage kommt?

ja, man kann noch weitere Therapeuten probehalber aufsuchen.

Dieses erfolgte Erstgespräch beim ersten Therapeuten ist das
in jedem Fall für den Patienten kostenfrei (Krankenkarte wurde
abgegeben und Kassengebühr 10,- gezahlt)?

„Auf jeden Fall“ würde ich im Fall unserer Krankenkassen und -versicherungen niemals schreiben. Wer weiß, was sich bestimmte Krankenkassen und -versicherungen in Spezialtarifen nicht alles ausgedacht haben, was Kunden unterschrieben haben. Im allgemeinen kosten die ersten Sitzungen den Patienten jedoch nichts - außer die Krankenkassenbeiträge.

Wenn jemand an Depressionen, einer Anpassungsstörung und
Erschöpfungssyndrom leidet, ist es da überhaupt möglich ohne
Medikamente hinsichtlich der angesprebten Therapie zusammen zu
arbeiten (dieser erstgenannte Therapeut verschreibt ja
nichts)?

Prinzipiell ist eine medikamentöse Behandlung bei den genannten Störungen nicht zwingend notwendig. Sie kann aber hilfreich sein gerade wegen der von Dir beschriebenen Erschwernisse:

Man ist doch gar nicht richtig aufnahmefähig (starke
Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit,
Orientierungslosigkeit etc)? Patient kann so u.U. auch nicht
richtig verarbeiten/wahrnehmen, was Therapeut sagt/rät.

Allerdings hat der Therapeut auch nicht unrecht, wenn er

meint, dass
man erst anpacken sollte was anzupacken ist (mit therap. Hilfe

  • ratio emotive Therapie) und sich dadurch (durch das Ziel)
    dann auch alles weitere (also die Symptome) mal eben so ändern
    wird.

Bloß wird er sicherlich nicht gesagt haben: „mal eben so ändern“ :wink: Die Änderung ist schon mit Arbeit verbunden.

Ob eine medikamentöse Behandlung notwendig, sinnvoll, nicht sinnvoll oder kontraindiziert ist, mußt Du zusammen mit Deinen Ärzten und Therapeuten klären. Das können wir hier nicht, weil zu viele Aspekte, von denen wir hier nicht alle im notwendigen Detail besprechen können, bei der Klärung der Frage zu berücksichtigen sind.

Grüße

Durchweg positiv
Hallo Tigerin

  1. Anderen Therapeuten anschauen: Ja.
  2. Ja. Kostenfrei (Kassenleistung).
    3.Ja. Ohne Medikamente möglich.
    Gruß,
    Branden

Moin,

(Krankenkarte wurde
abgegeben und Kassengebühr 10,- gezahlt)?

normal, wenn du keine Überweisung hattest… (und vorher schon beim Hausarzt dei 10,-- für’s Quartal abgedrückt hast…).

Gruß
Demenzia

Hi Tigerin !

Zuerst: die bd. Experten unten unbedingt lesen ! (Branden und aiw…? - ich glaube , ich brauche einen neuen Kopf)

Nun meine Meinung: ich finde Medikamente die nicht u n b e d i n g t sein müssen, sollte man unbedingt weglassen. Ich muß leider einige nehmen und kann Dir sagen, daß alle ihre Nebenwirkungen haben. Manche merkt man gleich, andere schleichen sich in den Körper (und Geist) ein…
Es liegt auch etwas an Deiner Motivation und der Motivationsfähigkeit, der Methodenwahl … Deines Therapeuten, mit Dir trotz Deiner Probleme arbeiten zu können.

Allerdings habe ich das Gefühl, daß Du nicht gerade mit der ersten Sitzung zufrieden warst und keinen sonderlich positiven Kontakt zum Therapeuten herstellen konntest - nur ohne Vertrauensbasis geht in keiner Therapiesituation was!!!

Ehrlich scheint er ja gewesen zu sein. Vielleicht solltest Du ihm noch eine Chance lassen, da ein Treffen wirklich kurz ist…- aber der erste Eindruck - und falls die Antipathie/Ablehnung zu groß ist, dann hat es keinen Zweck.
Bedenke bitte- es wird bei keinem Therapeuten ein Spaziergang- die Hauptarbeit leistest Du - er/sie verhilft Dir zu "sehen, zu erfühlen… zu verstehen, …zu ändern " o.ä.
Es wird vielleicht Tränen geben, aber im Endeffekt wird es Dir besser gehen - zumindest wirst Du Möglichkeiten an der Hand haben, wie Du besser mit Deinen Depressionen usw. fertig wirst - das öffnet Augen … und Seele wieder für die „Umarmung der Welt“ …oder ein Lächeln über den kleinen Dreckspatzen, der sich (vorhin gerade) in einer Pfütze badete (und um sich herum alles nass spritzte)!

Da Du Dich bis hierhin selbst gekümmert hast, schaffst Du auch das Weitere.

Wenn Du möchtest, können wir uns auch Mal zusammen über das Thema unterhalten- z.B. über „Antwort“ oder… eine andere Möglichkeit.

Ich drücke Dir die Daumen, daß Du einen guten Therapeuten findest
Alles Gute und mitfühlende Grüße
Roxelane

Wenn jemand an Depressionen, einer Anpassungsstörung und
Erschöpfungssyndrom leidet, ist es da überhaupt möglich ohne
Medikamente hinsichtlich der angesprebten Therapie zusammen zu
arbeiten (dieser erstgenannte Therapeut verschreibt ja
nichts)? Man ist doch gar nicht richtig aufnahmefähig (starke
Konzentrationsschwäche, Müdigkeit, Antriebslosigkeit,
Orientierungslosigkeit etc)? Patient kann so u.U. auch nicht
richtig verarbeiten/wahrnehmen, was Therapeut sagt/rät.
Es geht darum etwas anzupacken, was durch die Symptome so
nicht richtig anzupacken ist, der Therapeut aber meint, dass
man erst anpacken sollte was anzupacken ist (mit therap. Hilfe

  • ratio emotive Therapie) und sich dadurch (durch das Ziel)
    dann auch alles weitere (also die Symptome) mal eben so ändern
    wird. Und Patient widerum meint, dass er erst bessere
    Konzentration (momentan und seit einiger Zeit geht gar nichts)
    und Antrieb braucht (ggf eben durch Konzentrations- und
    antriebsfördernde Tabletten), um überhaupt das anpacken zu
    können.

Danke Euch!
Tigerin