Depression?

Hallo Leute,

Mich plagen seid Wochen unerklärliche Panik und Angstzustände.
Vorausgegangen sind Beziehungsprobleme mit dem Partner, wo ich dachte er verlässt mich.
Da ging es mir extrem schlecht, was eigentlich auch nichts ungewöhnliches ist.
Aber das erste Mal in meinem Leben habe ich mich alleine gefühlt.
Mein Freundeskreis ist sehr klein, da durch meinen Lebenslauf keine grossen Freundschaften entstehen konnten.
Ich habe zwei-drei Freundinnen, aber zwei davon sind meistens nur telefonisch errichbar, da sie zu weit weg wohnen, die dritte, tut was sie kann, und kümmert sich auch um mich.
Jedenfalls sind mein Mann und ich in Urlaub, wo es ziemlich harmonisch abging. In der letzten Woche des Urlaubs passierte dann ein Unfall, wo ich Fahrer war, es ist niemanden etwas passiert, aber es hat mich wieder extrem runtergezogen. Seit dem kriege ich mich emotional nicht mehr ein.
Mein Mann ist bei mir, kümmert sich um mich, weiss, dass ich diese psychischen Probleme momentan hab. Er hat auch beteuert, dass er eigentlich nicht vor hat mich zu verlassen.
Meine Probleme äussern sich darin, dass ich nicht esse, der Blutdruck erhöht ist, ich ständig den Zustand habe, als ob ich aufgeregt wäre, wie vor einer Prüfung zB.
Ich kann es nicht erklären. Ich grübele eigentlich nicht grossartig, aber sobald ich mit jemand darüber rede, bekomme ich Weinkrämpfe.
Im Urlaub hab ich von einem Arzt Alparazom bekommen, aber nachdem ich nach dem Urlaub gesehen habe, wofür die sind, hab sie nicht mehr genommen, obwohl ist verlockend ist, da sie mich doch sehr beruhigen.

Morgen habe ich ein „Notfall“ Therapeut Gespräch mit einem Psychiater.
Ich bin auch krankgeschrieben diese Woche noch, aber ich glaube, dass war ein Fehler, zu Hause rumsitzen hilft nicht wirklich.

Ich hatte vor diesen Vorfällen auch schon „leichte“ Probleme in Form von maßlosen Grübeln über alles und jeden, einschlafen war für mich teilweise echt schwierig, ich kann einfach nicht abschalten.

Ich würde nur gerne wissen, ob ich zusätzlich noch irgendwo Hilfe bekommen kann, da ich eigentlich ein lebenslustiger Mensch bin, gern unter Menschen bin, aber mometan geht irgendwie nichts mehr. Ich sehe momentan kein Sinn mehr im Ganzen, ich kann mich über nichts mehr freuen etc.

Es ist total schrecklich.

Liebe Grüße Wölkchen

Hallo Wölkchen,

ich verstehe, wovon du redest, da ich selber fast das selbe Problem habe und mich mit der „Depressions-Frage“ beschäftigt habe.
Ich habe daraufhin einen Test gemacht, der auch von manchen Psychotherapeuten angewendet wird, um festzustellen, was genau los ist.

Mach doch am Besten mal einen solchen Test - vllt mit deinem Mann oder deiner Freundin und versuche die Antworten nicht nur negativ zu beantworten, weil du dich grade auch so fühlst (sonst ist das Ergebnis nahezu vorprogrammiert), sondern freu dich über jede Antwort, die doch gar nicht sooo schlimm ist.
Nimm den beantworteten Test mit zum Psychologen und rede mit ihm darüber - so werde ich es jedenfalls machen.

Hmpf…ich habe den Test nicht wiedergefunden, aber hier ist ein anderer, der - meiner Meinung nach - inhaltlich nicht sehr abweicht.

Hier ist ein Link:
http://www.depressionen-depression.net/goldberg/gold…

Aber denk bitte dran, seh das alles nicht so negativ! Und wenn du reden möchtest, melde dich einfach!

Ganz, ganz lieben Gruß,
miepmie

Ach ja, und vergiss folgendes nicht:

dieser Test ersetzt keine Diagnose und kein ausführliches Gespräch mit einem Psychotherapeuten!!!

Ach ja, und vergiss folgendes nicht:

dieser Test ersetzt keine Diagnose und kein ausführliches
Gespräch mit einem Psychotherapeuten!!!

Danke Dir Miepmie.

Es ist wirklich sehr stimmungabhängig. 1 Stunde ist alles in ordnung, in der nächsten fängt das Magengrummeln wieder an, sobald es ruhig wird.
Ich erhoff mir sehr viel Einblick in meine Gefühle durch den Therapeuten.

Liebe Grüße
Wölkchen

Huhu!

Du schrubst, du würdest Alprazolam genommen haben.
AFAIK kann das zumindest Angstanfälle auslösen, bei Depressionen bin ich mir nicht sicher.

Lies doch mal die Packungsbeilage, und erzähle auf jeden Fall der Person, mit der du sprichst, das du das Zeug nimmst.

(Ich behaupte nicht, das es das ist, aber es könnte sein. Und es wäre die leichtere Alternative)

Liebe Grüße!
Ph.

Hallo Wölkchen,

ich würde deine Gefühle jetzt mal als reaktiv einstufen, auf Grund der Beziehungsprobleme. Klar abklären kannst du das aber nur mit einem Therapeuten ob eine Depression vorliegt oder nicht.

Das da vielleicht mehr dahintersteckt, weil du jetzt mit Angst und Panik reagierst wäre ein weiterer Grund für mich, das du professionelle Hilfe annimmst.

Medikamentöse Behandlung mit Antidepressiva ? Wenns du jetzt hier postest und auch die Kraft hast von deinem Mann und deiner Freundin Hilfe anzunehmen, bist du doch auf einem guten Weg. Es ist natürlich aus Sicht deines Arztes eine gute Lösung für die momentane Situation, dass es dir etwas leichter geht. Nur man sollte Antidepressiva nie abrupt absetzen da man langsam aufbaut und auch wieder langsam ausschleicht, sonst besteht die Gefahr das man in ein Loch fällt.

Besprich das bitte mit deinem Arzt, der das Medikament verschrieben hat.
Viel Kraft und liebe Grüße wünscht dir Mona

Hallo,

viel raten kann ich dir leider nicht. Es ist nicht bekannt welche Ursachen deine Depressionen haben. Die möglichen Gründe sind sehr vielschichtig.

Du bist schon in Behandlung, und darin sehe ich ein Problem. Behandlung ist schon richtig, aber nicht von einem Hausarzt oder Psychologen. Gehe möglichst bald zu einem kompetenten Psychiater, der kann dann ganz gezielt behandeln. Der sucht erst einmal den Grund.

Verliere auch nicht die Geduld, die Medikamente brauchen oft 4-6Wochen bis sich die ersten Resultate einstellen, und ob das erste Medikament wirkt ist auch fraglich. Also durchhalten. Und keine Angst vor den Antidepressiva, sie beeinflussen nicht deine Psyche, oder ändern gar dein Wesen, machen auch nicht abhängig.

Gehe sehr vorsichtig mit Medikamenten wie Tavor, Valium und ähnlichem um. Man kann sehr schnell davon abhängig werden. Für mich ist Tavor ein absolutes Notfallmedikament, wenn es sonst unerträglich ist, also nie regelmäßig einnehmen. Leider verschreiben es gerade Hausärzte gerne.

Gruß

hartmut

Hi Wölckchen,

hast du das Körperliche schon abchecken lassen, z. B. die Schilddrüse, Hormonhaushalt?

LG,
Sabine

Hallo Wölkchen,

es mag dir im Moment nicht so vorkommen, aber du hast bereits hervorragend für dich gesorgt und dir schnell Hilfe geholt. Das, was da bei dir hochgekommen ist, kannst du hoffentlich bald mit therapeutischer Unterstützung angucken.

Da du dich selbst als lebensfroh und kontaktfreudig beschreibst, wäre begleitend zur Psychotherapie eine Selbsthilfegruppe denkbar. Da ist ein Austausch mit anderen Betroffenen ohne deine „Alltagsfunktionsmaske“ möglich. Eventuell kannst du dort auch von den erlernten Strategien anderer profitieren, was den Umgang mit Angst, Panikattacken und depressiven Zuständen betrifft. Über das zuständige Gesundheitsamt oder ähnliche Stellen gibt es Adressen.

Du liegst auch vollkommen richtig damit, dass zu Hause bleiben nicht unbedingt ideal ist. Wenn möglich solltest du versuchen weiterhin deine normale alltägliche Routine zu leben und wohltuende Kontakte aufrechterhalten, auch wenn es dir zurzeit schwer fällt.
Du machst aber insgesamt einen aktiven Eindruck, das ist sehr gut :smile:

Die genaue Diagnose solltest du dann aber doch lieber mit deinem Therapeuten besprechen. Auch ob die Medikation mit starken Beruhigungsmitteln, die bei den akuten Übererregtheitssymptomen nach dem Unfall sicherlich sinnvoll war, das auch weiterhin ist, sollte der Facharzt beurteilen.

Ich wünsche dir alles Gute,
Anna

Huch mit sovielen Antworten so schnell, habe ich gar nicht gerechnet.

Das Medikament was ich bekommen hatte, war von einem Internisten, deswegen habe ich es wieder weggelassen, weil ich glaube, dass es nicht das passende Mittel ist.

Ich habe heute ja den Termin mit einem Psychotherapeuten, und hoffe, dass ich da die passende Hilfe bekomme.

Mein Magen musste ich nun mit Medikamenten in den Griff bekommen, der war nun schon so weit jegliche Art von Nahrung zu verweigern, und auch wieder auszuspucken.

An die Pille/Hormone hab ich auch schon gedacht, auch dass werde ich abchecken lassen. Ich nehme die Valetta, und hab auch schon gelesen, dass einige davon Depressionen bekamen.

Die Zeit wird es zeigen, vielen Dank für eure Anregungen. Werde mir ein paar davon zu Herzen nehmen.

Liebe Grüße
Wölkchen

Hallo
Du solltest eine Kur beantragen. Ich selbst war wegen ähnlicher Beschwerden in Bad Bramstedt es hilft ungemein
Gruß Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallöchen Ihr,

Ich wollte mich mal wieder melden.

Ich war nun das erste Mal beim Therapeuten, der mich nicht als Depressiv eingestuft hat, sondern einfach ein Problem hat, Verluste zu verarbeiten, weil ich noch nie damit konfrontiert worden bin.

Ich muss jetzt ein, zwei Sachen aufarbeiten (Beziehung und Heimweh).
Ich nehm jetzt 6 Stunden, sie meinte, wie sollten die Sache nicht größer machen, als es ist, und sie glaubt, dass es erstmal ausreichend ist. Sie hofft, dass in den nächsten Sitzungen nichts tiefergründiges vorliegt.

Ich seh der Sache nun positiver entgegen. Vertrauen gegenüber der Beziehung muss erst wieder aufgebaut werden, dass wird schon :smile:

Liebe Grüße
Wölkchen

Hallo
Du solltest eine Kur beantragen. Ich selbst war wegen
ähnlicher Beschwerden in Bad Bramstedt es hilft ungemein
Gruß Günter

Hallo Günther,

Der Therapeut hilft schon ungemein, ich glaube die Kur heb ich mir für schwerwiegendere Sachen auf :smile:

Liebe Grüße
Wölkchen

Hallo Wölkchen,

das hört sich gut an und ich freue mich für dich, dass du wieder Zuversicht hast.
Schön finde ich, dass du nicht nur den Mut hast dir Hilfe zu holen, sondern trotz Krise nicht die Fähigkeit verloren hast zu erkennen wann, in welcher Form und in welchem Ausmaß du sie möchtest und brauchst.

Ich wünsche dir alles, alles Gute.
Liebe Grüße,
Anna