Hallo,
kann man sich eigentlich eine reaktive Depression einbilden? Der Arzt hat zwar dies festgestellt, aber der Patient, der derzeit sowiso massive berufliche Probleme will das nicht glauben, vor allem weil die Chefs dies als erneuten vorgeschobenen Grund für mangelhafte Arbeitsleistung sehen würden. Tut mir leid, hört sich ja jetzt etwas blöd an, aber die derzeitige Situation ist äußerst konfus.
Gruß
Roland
Hallo,
kann man sich eigentlich eine reaktive Depression einbilden?
aufgrund Deiner weiteren Sätze gehe ich davon aus, daß das Problem ist:
der Patient, der derzeit sowiso massive berufliche Probleme will nicht
glauben
daß er eine Depression hat.
Ja, es ist nichts Ungewöhnliches, daß Depressive nicht erkennen, daß sie depressiv sind. Im Gegenteil kommt so etwas ziemlich häufig vor. Sie meinen schon, daß es ihnen nicht gut geht, aber Depression? Nein.
Ich kenne da eine Anekdote von einem Psychiater, der an Depression erkrankte, und - von einem Kollegen darüber aufgeklärt - den Kopf schüttelte und meinte: „Das kann nicht sein.“ 
Grüße,
Oliver Walter
Ich kenne da eine Anekdote von einem Psychiater, der an
Depression erkrankte, und - von einem Kollegen darüber
aufgeklärt - den Kopf schüttelte und meinte: „Das kann nicht
sein.“ 
Und die Möglichkeit der Fehldiagnose übersiehst Du. Muß eine Niedergeschlagenheit, bereits eine Depression sein? Weiß der Betroffene nicht selbst am Besten, was ihn quält?
gruß
rolf
Und die Möglichkeit der Fehldiagnose übersiehst Du. Muß eine
Niedergeschlagenheit, bereits eine Depression sein? Weiß der Betroffene nicht
selbst am Besten, was ihn quält?
Rolf, meinst Du ernsthaft, daß ich das alles nicht wüßte? Überleg mal, warum ich geschrieben habe, daß es bei Depressiven nicht ungewöhnlich ist, daß sie nicht erkennen, daß sie depressiv sind. Und warum ich nicht geschrieben habe, daß es bei dieser einen Person nicht ungewöhnlich sei.
In Deiner letzten Frage verwechselst Du übrigens etwas. Patienten wissen zwar meistens, was sie quält, aber sie wissen oft nicht, welche Krankheit sich dahinter verbirgt. Unter anderem deshalb gibt es ja Ärzte.
Grüße,
Oliver Walter
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Hallo,
kann man sich eigentlich eine reaktive Depression einbilden?
aufgrund Deiner weiteren Sätze gehe ich davon aus, daß das
Problem ist:
der Patient, der derzeit sowiso massive berufliche Probleme will nicht
glauben
daß er eine Depression hat.
Ja, es ist nichts Ungewöhnliches, daß Depressive nicht
erkennen, daß sie depressiv sind. Im Gegenteil kommt so etwas
ziemlich häufig vor. Sie meinen schon, daß es ihnen nicht gut
geht, aber Depression? Nein.

Grüße,
Oliver Walter
Hallo Oliver,
danke für die Rückmeldung. Momentan bin ich auf der Suche nach einen geeigneten Therapeuten. Allerdings sind die Wartezeiten ja sehr lang, was das ganze noch schwieriger macht.
Gruß
Roland
Hallo Roland,
danke für die Rückmeldung. Momentan bin ich auf der Suche nach
einen geeigneten Therapeuten. Allerdings sind die Wartezeiten
ja sehr lang, was das ganze noch schwieriger macht.
das stimmt. Deshalb wünsche ich Dir viel Glück bei der Suche.
Wenn Du ein paar Infos zu Depression lesen möchtest, dann kannst Du es zum Beispiel hier tun:
http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psy…
Beste Grüße,
Oliver
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Und die Möglichkeit der Fehldiagnose übersiehst Du. Muß eine
Niedergeschlagenheit, bereits eine Depression sein? Weiß der Betroffene nicht
selbst am Besten, was ihn quält?
Rolf, meinst Du ernsthaft, daß ich das alles nicht wüßte?
Überleg mal, warum ich geschrieben habe, daß es bei
Depressiven nicht ungewöhnlich ist, daß sie nicht erkennen,
daß sie depressiv sind.
Ich kenne sehr viele die das bei anderen auch nicht erkennen können…
Und warum ich nicht geschrieben habe,
daß es bei dieser einen Person nicht ungewöhnlich sei.
In Deiner letzten Frage verwechselst Du übrigens etwas.
Patienten wissen zwar meistens, was sie quält, aber sie wissen
oft nicht, welche Krankheit sich dahinter verbirgt.
Das heißt also jedesmal wenn mich und auch anderen etwas quält bin ich und die anderen krank? Heißt also jedesmal wenn mir jemand seinen Kummer erzählt was ihm/ihr so quält hat derjenige/diejenige nicht ein Problem sondern eine Krankheit…hmmmm. Wahrlich das kann man wirklich nicht unbedingt ansehen, aber wie kann ein „Arzt“ das dann ansehen?
Unter
anderem deshalb gibt es ja Ärzte.
Grüße,
Oliver Walter
Das heißt also jedesmal wenn mich und auch anderen etwas quält
bin ich und die anderen krank? Heißt also jedesmal wenn mir
jemand seinen Kummer erzählt was ihm/ihr so quält hat
derjenige/diejenige nicht ein Problem sondern eine
Krankheit
Das sehe ich nicht so, liebe Susanne.
Beste Grüße,
Oliver Walter
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