Depression - Medikamente/Erfahrungen

Hallo,
mein Vater leidet schon seit über 4 Wochen an einer starken Depression, die offenbar durch eine große Stressituation (Ausbruch und Behandlung einer Nierenerkrankung, die aber zwischenzeitlich überwunden ist) hervorgerufen wurde - es liegt keine Winter/Herbstdepression vor.
Der Hausarzt hat Doxepin (10 mg pro Tag) verordnet.
Bislang bleibt aber dessen Wirkung in jeder Hinsicht aus. Medikamentöse Behandlung erfolgt schon seit über 4 Wochen.

Wer hat Erfahrung damit, wie lange dauert es i.a. bis eine Wirkung eintritt ? Was ist sonst in dieser Situation empfehlenswert ?
Ständige Symptome einer schweren Depression sind schubartig mit unterschiedlicher Ausprägung aber stets vorhanden.

Vielen Dank für jeden Tipp
Mfg
Frank

Ich habe mal so um die 3mg Tavor Regelmäßig ca 2-3 Wochen …
Wirkung war nach 1-2Std da … hat dann auch einige Zeit so um die 10-12 Std gewirkt.

Wird sich bei mir wohlkaum um eine ähnliche Depresion gehandelt haben.
Aber so wars.

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Hallo,

Wer hat Erfahrung damit, wie lange dauert es i.a. bis eine
Wirkung eintritt ?

im Allgemeinen dauert es mindestens 14 Tage. Individuell ist es verschieden. Manchmal dauert es länger, manchmal nicht so lange. Das hängt von vielen Faktoren ab.

Was ist sonst in dieser Situation empfehlenswert ?

Das Beste ist: Zum verschreibenden Arzt gehen und das Problem mit ihm besprechen.

Beste Grüße

Hallo Franky

Also an deiner Stelle würde ich mir einen Termin bei einem Psychiater/in geben lassen.Der/Die hat in Sachen Depressionen bestimmt mehr Fachkenntnisse wie der Hausarzt.

http://www.adfd.org/forum/viewtopic.php?p=23800#23800

Schau dich auch einmal bei diesem Forum um was es auf sich hat mit den Psychopharmaka.Die Dinger sind nicht ohne kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Liebe Grüsse vom Zitronenfalter

hi,

es ist die regel, dass psychopharmaka viel sensibler als aspirin verordnet und eingestellt werden müssen. arzt und patient müssen das richtige medikament und die richtige dosis finden. das kann schon mal mehrere versuche erfordern, beides anzupassen, bis die wirkung nach ca. 14 tagen eintritt.

unbedingt sollte sich dein vater bei einem facharzt für psychiatrie vorstellen, die spezialisten kennen einfach die neusten medikamente viel besser und außerdem besteht noch die chance, über pharmakotherapie hinaus eine gesprächstherapie hinzuzunehmen, die auch die ursache der depression behandeln kann, nicht nur die symptome. dazu wird ein psychiater es entweder selbst machen, oder einen guten therapeuten empfehlen.

es ist aber auch möglich, wenn das medikament vom hausarzt gut hilft, sich selbst einen gesprächstherapeuten zu suchen und so beides zu organisieren. nötig ist nur die krankenkassenkarte bei beiden behandlern.

Hi,

Der Hausarzt hat Doxepin (10 mg pro Tag) verordnet.
Bislang bleibt aber dessen Wirkung in jeder Hinsicht aus.
Medikamentöse Behandlung erfolgt schon seit über 4 Wochen.

Doxepin ist so ein Feld-Wald-Wiesen-Antidepressivum, das gerne vom Hausarzt verschrieben wird, der sich ansonsten mit Anntidepressiva nicht so gut auskennt. Und eine Dosierung von 10mg ist sehr, sehr niedrig; glaube kaum, dass damit bei einer akuten schweren Depression ein Erfolg erreicht werden kann.

Wer hat Erfahrung damit, wie lange dauert es i.a. bis eine
Wirkung eintritt ?

Ich bin über Jahre mit Doxepin (in wesentlich höherer Dosierung - bis zu 150 mg am Tag gelten als unbedenklich) behandelt worden, die mich zwar in gewisser Weise „ruhiggestellt“ aber letztlich überhaupt nicht geholfen haben. Dass es ca. 14 Tage dauert, bis eine Wirkung eintritt, wurde hier schon gesagt.

Was ist sonst in dieser Situation empfehlenswert ?

Wie hier schon gesagt wurde: einen Facharzt (Psychiater) aufsuchen. Manchmal muss man mehrere Präparate ausprobieren, bis es „passt“.

Ständige Symptome einer schweren Depression sind schubartig
mit unterschiedlicher Ausprägung aber stets vorhanden.

Das „schubartig“ verstehe ich nicht so ganz, aber ich bin kein Fachmann - ich erzähle nur von meiner eigenen Erfahrung.

Und auch wenn Du nicht danach gefragt hast: Wenn Depressive ständig wie Kranke behandelt werden, verharren sie nur noch länger in der Depression. Tut so, als wäre er gesund und bedauert ihn nicht, integriert ihn ins Familienleben als wäre nichts geschehen. Was aber nicht heißen soll, dass ihr nicht mehr „hinhört“. Und bloß keine Sprüche: Es wird schon wieder, das Leben ist doch so schön!

Gruß,

Anja