Hallo,
es wird gesagt, dass sich Personen, die an einer Depression erkranken, in ärztliche Behandlung begeben sollten. Dies ist aus medizinischer Sicht wohl unstrittig. Doch was passiert abgesehen von den medizinischen Aspekten, wenn man sich behandeln lässt?
Ein Betroffener könnte zum Beispiel eine Verbeamtung anstreben. Er wird sicherlich dann noch mal amtsärztlich untersucht und aufgefordert werden, Angaben über seine Krankheit zu machen. Muss er fürchten, dass seine Verbeamtung scheitert?
Und was ist beispielsweise mit Versicherungen? Muss er damit rechnen, dass zum Beispiel der Beitritt in die PKV oder der Abschluss einer BU-Versicherung abgelehnt wird?
Was ist, wenn sich jemand auf eine andere Stelle bewirbt und der potenzielle neue Arbeitgeber eine betriebsärztliche Untersuchung vor der Einstellung veranlasst? Da wird in der Regel auch nach solchen Vorerkrankungen gefragt.
Gestern lief auf ARTE eine unheimlich interessante Reportage über die Krankheit, die vielen Betroffenen wahrscheinlich auch Mut gegeben hat, zum Arzt zu gehen. Aber wie soll jemand diesen Schritt wagen, wenn er befürchtet, dass dadurch sein gesamter beruflicher Werdegang negativ beeinflusst werden könnte?
Viele Grüße
Ultra
