Hallo,
mal angenommen, jemand hat folgende Symptome:
Antriebslosigkeit, depressive Phasen, ständige Müdigkeit und ab und zu Juckreiz, z.B. an der Oberseite der Füße oder am Schienbein und zwar so stark, dass man kratzt bis es blutet.
Ausserdem sind die Leberwerte schlecht, der Gamma GT schon seit Jahren, die anderen seit dem letzten Jahr. Eine Sonographie sowohl auf einen Leberschaden als auch auf Gallensteine ergab nichts.
Die exakten Werte hab ich leider nicht, jedoch scheinen sie nicht so schlimm zu sein, denn kein Arzt hat bisher eine Behandlung dagegen begonnen. Auf dem Bildschirm des Arztes waren alle Werte gelb hinterlegt.
Nun las ich im Internet, dass der Juckreiz davon kommen könnte, dass Gallensaft zurück in die Leber gedrückt wird. Auch dass Antriebslosigkeit und Müdigkeit davon herrühren könnten.
Es erfolgten gegen die depressiven Phasen schon Behandlungen mit Citalopram und Flouxetin, die jedoch nicht wirklich etwas brachten.
Jetzt meine Fragen:
Könnten doch Gallensteine für alle diese Beschwerden verantwortlich sein, die man durch Sonographie nicht sieht?
Sollten die Depressionen indirekt an Galle/Leber liegen, würden Antidepressiva wie die genannten dann überhaupt anschlagen?
Danke und viele Grüße
Frank
Hallo,
Juckreiz, weiss ich nicht, aber alles andere sind/waren bei mir Symptome von einer Hepatitis. Mal darauf untersucht worden dein Blut???
Rala
Hallo,
pass auf, Du machst am besten Folgendes: Du gehst zu Deinem Hausarzt und schilderst die ganzen zahlreichen und erheblichen Symptome und bittest um eine ÜBerweisung in ein Krankenhaus.
Hast Du eine Vermutung woher die schlechten Leberwerte und die Depression herkommen? Wenn Du eine hast, dann lasse sie mit in das Gespräch einfliessen, denn das könnte für die Wahl des Krankenhauses wichtig sein.
Dann begibst Du Dich zum vereinbarten Termin ins Krankenhaus und gehst nicht ehe sie eine Diagnose gestellt haben und eine Therapie vorgeschlagen haben, bzw. beginnen, die Du dann anschließend ambulant fortsetzen kannst.
Der Vorteil der Kliniken gegenüber vielen niedergelassenen Ärzten in ihren Praxen, ist, dass sie oftmal mehr up to date sind und vernetzt sind (Du hast alle Fachärzte im Haus).
Viele Grüße und gute Besserung!
noch mal zur Depression. Das ist eine sehr komplexe Angelegenheit und bei den von Dir genannten Symptomen schnell zu diagnostizieren. Der Haken an der Sache ist nur, dass, wie Du schon selbst erkannt hast, auch physische Leiden die gleichen Symptome hervorrufen können - dann nützen Dir die Antidepressiva eher nicht. Es sollten erst alle organischen Ursachen ausgeschlossen werden. Auch wenn da etwas vorzufinden ist, kann es dennoch sein, dass Du eine Depression hast. Wenn die Antidepressiva Deiner Meinung nach nichts bringen und die Symptome nicht auf Organisches zurückzuführen ist, dann kann es auch das falsche Präparat oder die falsche Dosierung sein. Mit diesen Cross-over-Diagnosen sind die meisten Ärzte, die in allein in ihren Praxen hocken, oft überfordert. Daher mein Rat in eine Klinik zu gehen.