Hallo,
kann mir jemand sagen, was genau autorepzeptoren machen und welche Rolle diese im Modell der Depression haben.
1.Ich weiss nur, dass diese irgendwie weniger empfindlich bei Depressiven sind und es dadurch längere Zeit braucht bis es zur Ausschüttung kommt (bzw. das ist eine Vermutung von mir Stimmt die?)
2. SSRI hemmen die Wiederaufnahme: 2 Effekte: Serotonin bleibt länger im Spalt und es passiert irgendetwas (was denn genau) mit diesen ominösen Autorezeptoren.
In welchem Buch könnte so etwas denn genauer stehen?
Daaaaanke!
Hallo, Susan,
kann mir jemand sagen, was genau autorepzeptoren machen und
welche Rolle diese im Modell der Depression haben.
genau weiß man das noch nicht. Autorezeptoren sind Rezeptoren einer Zelle für Neurotransmitter, die die Zelle selbst in den synaptischen Spalt ausschüttet. Solche Rezeptoren sitzen z.B. an der präsynaptischen Membran einer serotoninausschüttenden Nervenzelle. Wenn sich Serotonin im synaptischen Spalt befindet, dockt es an den Autorezeptor. Dieser meldet: „Stop, es reicht mit der Ausschüttung“. Die Zelle schüttet dann weniger oder nichts mehr aus.
Die Einnahme von SSRI soll dazu führen, daß die Autorezeptoren in ihrer Empfindlichkeit gedrosselt werden, so daß die Konzentration des Serotonin im synnaptischen Spalt erhöht wird, bevor die Autorezeptoren Signale zur Drosselung senden.
In welchem Buch könnte so etwas denn genauer stehen?
In jedem guten Buch zur Psychopharmakologie.
Daraus habe ich die Infos nicht, sondern aus Berger, „Psychische Erkrankungen. Klinik und Therapie“ und aus Laux, Dietmaier & König, „Pharmakopsychiatrie“.
Müde Grüße,
Oliver Walter