Depression und Patnerschaft

Hallo!

ich selber führe eine längere beziehung mit einem patner der vom charakter her mir nicht unbedingt ähnlich ist. er zählt zu den optimistischeren menschen dieser weltläßt sich nur von sehr wenigen dingen runterziehen. Das ist auch gut so :wink:

Ich selber litt länger unter schweren depressionen die au h medikamentös behandelt wurden - zeitweise zumindest. Mittlerweile hat sich alles so stabilisiert daß ich nur selten noch in leichte deressive phasen verfalle…da allerdings mit den typischen symtomen.
Lethargie - negativität - scheinbare kälte - abschmetternde haltung - manchmal auch einfach weinen.

gestern mchte mir dieser zusatnd wieder so ziemlich alles unmöglich und der abend endete für mich heulend auf der couch. Mein patner hat sich sorgen gemacht - sich neben mich gesetzt undwollte wissen - warum ich jetzt heier so liegen würd - was ich denn fühlen würd - was passiert wär und ob er am ende schuld wär. Ich hab versucht ihm irgendwie zu erklären daß nichts sei - es mir nicht gut ging - einfach alles schwarz wäre - daß es nicht seine schuld sei …

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben ist.

ich weiß aber auch daß zumindest dannn wenn ich nch heulen kann es nur eine vorrübergehnde phase ist .

ich mache mir gedanken darüber daß er mich für " nicht ganz dicht" hält - daß ihm diese negativität einfach zuwieder ist und diese scheinbare grundlosikeit falsch wertet.

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis alles vorbei ist?

Hi,
ich denke, das es für die angehöriegen immer schwer ist, den sehr komplexen einer depressiven krankheit zu verstehen.
Was ich nicht ganz verstehe, du schreibst das du schon lange mit ihm zusammen bist, ward ihr schon zusammen als zu eine schwere Phase hattest.
Ich bin der Meinung, das wenn du/ihr nicht einen Konsens findet lauft ihr gefahr eure Beziehung aufs Spiel zu setzten.
Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten ihn miteinzubeziehen. du könnstest zum Beispiel ihn zu einer deiner therapiesitzungen mitnehmen(sofern du eine machst). Ein Gespräch mit deinem Arzt könnte deinem Freund auch helfen deine Krankheit besser zu verstehen.
Wichtig ist aber bei allem, das du deinen Freund fragst was er möchte. Vielleicht hat er sich ja auf seine Art mit der situation arrangiert. Erzäle im von deiner Vermutung, das er dich für nicht mehr ganz dicht hallten könnte.

Hi,

ich selber führe eine längere beziehung mit einem patner der
vom charakter her mir nicht unbedingt ähnlich ist. er zählt zu
den optimistischeren menschen dieser weltläßt sich nur von
sehr wenigen dingen runterziehen. Das ist auch gut so :wink:

ein optimistischer Partner kann Depressionen nicht unbedingt nachvollziehen. Bei meinem Ex und mir war es genau umgekehrt - er hatte Depressionen, ich war die Optimistin in Person. Als es ihm anfangs schlecht ging, hat er von mir nur „Kopf hoch“, „das wird schon wieder“ usw. zu hören bekommen, was natürlich absolut nicht geholfen hat.

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht
nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben
ist.

Nein, das kann keiner verstehen, der nicht selbst schon Depressionen hatte.

ich mache mir gedanken darüber daß er mich für " nicht ganz
dicht" hält - daß ihm diese negativität einfach zuwieder ist
und diese scheinbare grundlosikeit falsch wertet.

Rede mit ihm. Beschreibe ihm, wie es Dir geht, was Du fühlst, was Du denkst. Er wird es nicht nachvollziehen können, aber Gefühle hat er auch, so dass ihm Deine Depressionen nicht ganz fremd bleiben, denn im Grunde hast Du ja keine anderen Gefühle als „gesunde“ Menschen, sondern einfach ein absolutes Chaos davon in Dir drin. Das hat es mir damals ein wenig „leichter“ gemacht, zwar habe ich meinen Ex erst „verstanden“, als ich selbst Depressionen bekam, aber schon vorher war es erträglicher für mich, wenn er mit mir darüber redete.

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder
ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis
alles vorbei ist?

Das ist das schlimmste, was Du tun kannst - für Dich, für ihn und für Euch! Versuch Dir vorzustellen, er hätte Depressionen und Du nicht. Wenn er sich plötzlich von Dir entfernen würde ohne ersichtlichen Grund, wenn Du merken würdest, dass es ihm schlecht geht, aber er will nicht mit Dir darüber reden, verschließt sich immer mehr vor Dir - was würdest Du dann denken? Es ist sicherlich sehr schwer, das Thema Depressionen anzusprechen, aber Du hast diese Krankheit und solltest sie besonders vor Deinem Partner nicht verschweigen. Vielleicht kennst Du diese Seite: http://www.kompetenznetz-depression.de. Schau mal rein, dort gibt es viele mit ähnlichen Problemen, mir hat das Forum sehr geholfen, sowohl mit seinen als am Ende auch mit meinen Depressionen fertig zu werden.

Ich wünsche Dir viel Kraft und Glück
Natascha

Hallo chriane,

Für Angehörigen von Depressionskranken ist es sehr hilfreich, sich zu informieren, am besten in Informationsveranstaltungen oder Selbsthilfegruppen für Angehörige.
Vielleicht findest du in der Nähe deines/eures Wohnortes so etwas.

Neben den Informationen, was Depression ist, wie sie sich äußert etc. erfahren Angehörige dort auch, wie sie am besten helfen können, was der Depressive gar nicht brauchen kann und wie sie selbst sich auf die Situation einstellen, und dass sie nicht Schuld haben an der Depression des Partners etc.

Es hat sich herausgestellt, dass ein solcher „Lehrgang“ das Zusammenleben verbessert, dass viel mehr Verständnis für den Depressiven aufgebracht wird etc.und dass auch eine Entlastung für den „gesunden Partner“ eintritt.

Hier ist eine gute Seite für Angehörige:

http://www.depressionen-verstehen.de/angehoerige/

Liebe Grüße
Irene

Es war mal wieder Vollmond…
Hallo Chriane,

Hallo!
ich selber führe eine längere beziehung mit einem patner der
vom charakter her mir nicht unbedingt ähnlich ist. er zählt zu
den optimistischeren menschen dieser weltläßt sich nur von
sehr wenigen dingen runterziehen. Das ist auch gut so :wink:

Noch läßt er sich nicht runterziehen…

Ich selber litt länger unter schweren depressionen die au h
medikamentös behandelt wurden - zeitweise zumindest.
Mittlerweile hat sich alles so stabilisiert daß ich nur selten
noch in leichte deressive phasen verfalle…da allerdings mit
den typischen symtomen.
Lethargie - negativität - scheinbare kälte - abschmetternde
haltung - manchmal auch einfach weinen.

Hast du auch eine Therapie gemacht oder wurdest du nur mit Medikamenten behandelt?

gestern mchte mir dieser zusatnd wieder so ziemlich alles
unmöglich und der abend endete für mich heulend auf der couch.

Ja, ich kenns von anderen…
Es ist leichter, sich dem Elend hinzugeben, als sich daraus zu befreien.

Mein patner hat sich sorgen gemacht - sich neben mich gesetzt
undwollte wissen - warum ich jetzt heier so liegen würd - was
ich denn fühlen würd - was passiert wär und ob er am ende
schuld wär.

Aus eigener Erfahrung würde ich so was nie wieder machen.
Nach dem 3. Fehlversuch, jemand klar zu machen, dass er so bei mir nicht weiterkommt, werde ich ihm zukünftlich ausm Weg gehen.

Ich hab versucht ihm irgendwie zu erklären daß
nichts sei - es mir nicht gut ging - einfach alles schwarz
wäre - daß es nicht seine schuld sei …

Tja, aber wenn er nicht gefragt hätte, was dann?
Wärst du das Häufchen Elend geblieben oder hättest du dich aufgeregt und dich hochgerappelt und dich abgelenkt?

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht
nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben
ist.

Oh doch, aber irgendwann merkt man, dass man nur der Fußabstreifer für die schlechte Laune des anderen ist.
Entweder der Patient geht mit seiner Krankheit (hier Depri) zu einem Fachmann/-arzt oder er ist nicht wirklich krank.
Dem Partner ein schlechtes Gewissen zu machen ist in meinen Augen ne Frechheit.

ich weiß aber auch daß zumindest dannn wenn ich nch heulen
kann es nur eine vorrübergehnde phase ist .

klar… so lange du Aufmerksamkeit findest, hat deine Krankheit nen Sinn. Wenn du aber nicht mehr die Aufmerksamkeit findest, die du willst, hat sich deine Krankheit auch für „unrentabel“ erledigt. Krass find ich es, wie weit es Betroffene mit ihrer Krankeit treiben, damit sie ihren Willen durchgesetzt bekommen.

ich mache mir gedanken darüber daß er mich für " nicht ganz
dicht" hält - daß ihm diese negativität einfach zuwieder ist
und diese scheinbare grundlosikeit falsch wertet.

tja,
aber ich gehe eher davon aus, dass es ihm vielleicht irgendwann zu viel wird, deine Launen ausbaden zu müssen. Was dann? Willst du weiter deine Depri oder ist der Typ dir wichtiger?

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder
ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis
alles vorbei ist?

Bei meinen Töchtern nenn ich es „Minizicken-Status“, wenn sie mal wieder meinen, die ganze Welt ist böse und gegen sie. Andere nennen das (wenn der Patient so alt ist, wie meine Kinder) Pubertät.

Ich weiß, ist wohl nicht die Antwort, die du erwartet hast.
Aber denk mal darüber nach, welchen „Vorteil“ du wegen der Depri hast (mehr Aufmerksamkeit?). Nur, irgendwann hast du alle Leute damit genervt. Irgendwann ist niemand mehr da, der sich dafür interessiert. Was dann?
Also mach ne Therapie und änder deine Einstellung.
Wenn du das wirklich geschafft hast, dann wirst du die Welt mit anderen Augen sehen.
Dann wirst du auch die Blume am Wegesrand wieder sehen (DAS wünsch ich dir…)

Du bist jung, studierst, es geht dir gut.
Noch kennst du noch nicht alle Fiesheiten des Lebens…

Gruß *wink* Daggi

Liebe Daggi,
bei aller Wertschätzung, aber was Du geschrieben hast entbehrt jeder fachlichen Grundlage. Offensichtlich hast Du Dich mit dem „Phänomen“ Depression nie inhaltlich beschäftigt. Du bist der Prototyp derer, die psychische Krankheiten, insbesondere Depressionen, nach dem Motto „Reiß’ dich zusammen“ für die weinerliche Arabesken eines lebensunfähigen Hascherls halten. Und genau da irrst Du.
Gruß,
Anja

4 „Gefällt mir“

Hi Anja,

Liebe Daggi,

bei aller Wertschätzung,

danke.

aber was Du geschrieben hast entbehrt
jeder fachlichen Grundlage. Offensichtlich hast Du Dich mit
dem „Phänomen“ Depression nie inhaltlich beschäftigt. Du bist
der Prototyp derer, die psychische Krankheiten, insbesondere
Depressionen, nach dem Motto „Reiß’ dich zusammen“ für die
weinerliche Arabesken eines lebensunfähigen Hascherls halten.

Oh nein.
Aber dieses „Zusammenreißen“ half u. a. mir,
nicht zu kapitulieren. Ohne Hilfe durch Fachleute wäre ich auch durchgedreht.

hier liegst du leider falsch.
Und genau da irrst Du.

bitte nicht böse sein, ich wollt ihr nur die Augen öffnen und ihr klarmachen, wie sie (vielleicht) auf andere wirkt.

Gruß,

*zurückgrüß* *wink*

Anja

Daggi

Es ist leichter, sich dem Elend hinzugeben, als sich daraus zu
befreien.

ja…soweit stimm ich noch zu …

Tja, aber wenn er nicht gefragt hätte, was dann?
Wärst du das Häufchen Elend geblieben oder hättest du dich
aufgeregt und dich hochgerappelt und dich abgelenkt?

also…mittlerweile habe ich gelernt meine situation ganz gut einzuschätzen - zu schaun - ob es einen grund gibt - was ich ändern kann und ich weiß auch mittlerweile - was mir hilft - was mir guttut

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht
nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben
ist.

Oh doch, aber irgendwann merkt man, dass man nur der
Fußabstreifer für die schlechte Laune des anderen ist.
Entweder der Patient geht mit seiner Krankheit (hier Depri) zu
einem Fachmann/-arzt oder er ist nicht wirklich krank.
Dem Partner ein schlechtes Gewissen zu machen ist in meinen
Augen ne Frechheit.

so…hier hört jedweiliges verständis meineerseits auf - ganz ehrlich.
die einstellung ist krass.
wenn ich etwas nicht will dann irgendjemanden ein schlechtes gewissen machen. ich will in den phasen alles andere als aufmerksamkeit - ich wär am liebesten alleine - und zwar ganz alleine und wrd im erboden versinken…eben weil ich das gefühl habe daß es menschen gibt die genau dies denken.
falls du dich irgendwann schonmal wirklich mit dem begriff depression befasst hast wisrt du feststellen daß die meisten depressiven ihr komplettes soziales umfeld wegrationalisieren um eben diese nähe zu vermeiden…weil sie niemanden zur last fallen wollen - sich für nicht tragbar halten.

ich weiß aber auch daß zumindest dannn wenn ich nch heulen
kann es nur eine vorrübergehnde phase ist .

klar… so lange du Aufmerksamkeit findest, hat deine
Krankheit nen Sinn. Wenn du aber nicht mehr die Aufmerksamkeit
findest, die du willst, hat sich deine Krankheit auch für
„unrentabel“ erledigt. Krass find ich es, wie weit es
Betroffene mit ihrer Krankeit treiben, damit sie ihren Willen
durchgesetzt bekommen.

mal ehrlich…hast du dich jemals mit dem thema befasst?
wir reden nicht von trotzphasen oder stimmungsschwankungen oder so…
meine meinung zu diesem komischen statement sieht du ja eine zeile drüer…ich suche in der zeit das gegenteil von aufmerksamkeit

aber ich gehe eher davon aus, dass es ihm vielleicht
irgendwann zu viel wird, deine Launen ausbaden zu müssen. Was
dann? Willst du weiter deine Depri oder ist der Typ dir
wichtiger?

wieso glaubst du deiner meinung nach schreibe ich hier einen artikel rein?
weil ich gerne stärkere depressionen hätte um ihn loszuwerden?

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder
ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis
alles vorbei ist?

Bei meinen Töchtern nenn ich es „Minizicken-Status“, wenn sie
mal wieder meinen, die ganze Welt ist böse und gegen sie.
Andere nennen das (wenn der Patient so alt ist, wie meine
Kinder) Pubertät.

ich würd dich jetzt mal glatt ans - schöner kochen Forum verweisen…das forum hat genausowenig mit depressionen zu tun wie das rumgezicke deiner kinder.

mal zu meiner Geschichte…
man unterscheidet verschiedene diagnosegrade bei depressionen… das höchtste ist 3 bzw. 4 sowiet ich weiß - genau da hab ich mich mehrere monate befunden. das einzige was noch in der diagnosetabelle fehlte waren suizidale tendenzen.
bei mir stellte man eine zum teil erbliche unterversorgung mit den ach so tollen „glückshormonen“ fest. man stezte mich auf selektive seretondin wiederaufnahmehemmr…zu dem zeitpunkt war ich unfähig auch nur einen fuß aus dem bett zu stezten mein leben so zu führen wie man das gewähnlich tut…die tabletten halfen mir aus meinem loch rauszukommen…langsam…
ich hab mich zu genüge mit dem was depressionen sind befasst - un ich hbe wege gefunden für mich.

Ich weiß, ist wohl nicht die Antwort, die du erwartet hast.
Aber denk mal darüber nach, welchen „Vorteil“ du wegen der
Depri hast (mehr Aufmerksamkeit?). Nur, irgendwann hast du
alle Leute damit genervt. Irgendwann ist niemand mehr da, der
sich dafür interessiert. Was dann?
Also mach ne Therapie und änder deine Einstellung.
Wenn du das wirklich geschafft hast, dann wirst du die
Welt mit anderen Augen sehen.
Dann wirst du auch die Blume am Wegesrand wieder sehen (DAS
wünsch ich dir…)

glaub mal - die blumen seh ich …und ich mal sie sogar wenn ich lust drauf hab…

es geht hier nicht daraum meine zwanghafte selbstdarstellung und meinen egozentrissmus abzulegen den du da sehen willst…ich rede von vertimmungen von kurzen phasen die nichts dagegen sind was ich mal erlebt hab…

Noch kennst du noch nicht alle Fiesheiten des Lebens…

depressionen und fiesheiten haben nichts miteinander zu tun … daß mein leben gut ist weiß ich… und wer schaltet das schwarze aus?

Gruß *wink* Daggi

2 „Gefällt mir“

Hi Anja,

Aber dieses „Zusammenreißen“ half u. a. mir,

nicht zu kapitulieren. Ohne Hilfe durch Fachleute wäre ich
auch durchgedreht.

Fachleute rieten mir mich nichtmehr zusammen zu reißen… und das fällt mir immernoch schwer aus oben angesprochenen gründen. ich mußte lernen zu weinen so blöd sich das anhört…wenn man da sitzt und das plötzlich nichtmehr kann man lethargisch auf einen punkt starrt…das ist schlimm.

gut…die phase ist hoffetlich ein für alle mal vorbei bei mir…

hier liegst du leider falsch.
Und genau da irrst Du.

bitte nicht böse sein, ich wollt ihr nur die Augen öffnen und
ihr klarmachen, wie sie (vielleicht) auf andere wirkt.

ich suche eigentlich hier tipps - vielleicht bücher…texte …gedichte…bilder…in denen beschrieben steht…dinge um es verständlicher zu machen.

sternennacht von van gogh zeigt meine stimmung zum beispiel…

Gruß,

*zurückgrüß* *wink*

Anja

Daggi

Hallo Chriane,
ich werd jetzt mal meine Antworten weitestgehend ausblenden
(einfach zu viel Text, wenn ich wieder alles wiederhole).

Tja, aber wenn er nicht gefragt hätte, was dann?
Wärst du das Häufchen Elend geblieben oder hättest du dich
aufgeregt und dich hochgerappelt und dich abgelenkt?

also…mittlerweile habe ich gelernt meine situation ganz gut
einzuschätzen - zu schaun - ob es einen grund gibt - was ich
ändern kann und ich weiß auch mittlerweile - was mir hilft -
was mir guttut

das ist doch schon mal was, viele wissen es nicht.
Noch weniger können es Leute verstehen, die keine Depri „kennen“.

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht
nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben
ist.

Oh doch, aber irgendwann merkt man, dass man nur der
Fußabstreifer für die schlechte Laune des anderen ist.
Entweder der Patient geht mit seiner Krankheit (hier Depri) zu
einem Fachmann/-arzt oder er ist nicht wirklich krank.
Dem Partner ein schlechtes Gewissen zu machen ist in meinen
Augen ne Frechheit.

so…hier hört jedweiliges verständis meineerseits auf - ganz
ehrlich.
die einstellung ist krass.
wenn ich etwas nicht will dann irgendjemanden ein schlechtes
gewissen machen. ich will in den phasen alles andere als
aufmerksamkeit - ich wär am liebesten alleine - und zwar ganz
alleine und wrd im erboden versinken…eben weil ich das
gefühl habe daß es menschen gibt die genau dies denken.

Weiß das dein Freund? Sagst du ihm klipp und klar, dass du allein sein willst?

falls du dich irgendwann schonmal wirklich mit dem begriff
depression befasst hast wisrt du feststellen daß die meisten
depressiven ihr komplettes soziales umfeld wegrationalisieren
um eben diese nähe zu vermeiden…weil sie niemanden zur last
fallen wollen - sich für nicht tragbar halten.

ja, ich hab mich damit befaßt. Deswegen hab ich auch geschrieben,
dass der Patient mit seiner Krankheit zum Arzt gehen soll.
Sieht das der Patient nicht ein, so sieht er meist auch nicht ein,
dass er eine behandlungbedürftige Krankheit hat.

ich weiß aber auch daß zumindest dannn wenn ich nch heulen
kann es nur eine vorrübergehnde phase ist .

klar… so lange du Aufmerksamkeit findest, hat deine
Krankheit nen Sinn. Wenn du aber nicht mehr die Aufmerksamkeit
findest, die du willst, hat sich deine Krankheit auch für
„unrentabel“ erledigt. Krass find ich es, wie weit es
Betroffene mit ihrer Krankeit treiben, damit sie ihren Willen
durchgesetzt bekommen.

mal ehrlich…hast du dich jemals mit dem thema befasst?
wir reden nicht von trotzphasen oder stimmungsschwankungen
oder so…
meine meinung zu diesem komischen statement sieht du ja eine
zeile drüer…ich suche in der zeit das gegenteil von
aufmerksamkeit

Ich steh immer noch dazu, dass Depression ein Krankheit ist
(die leider oft, auch durch den Patienten, unterschätzt wird).
Wenn du dir die Haxen brichst bleibst du ja auch nicht zu Hause sondern gehst zu jemand, der dich heilen kann.
Die An- oder Abwesendheit von Freunden/Partner hat damit nix zu tun.
Und Nachfragen des Partners ändern auch nix an der Lage.

aber ich gehe eher davon aus, dass es ihm vielleicht
irgendwann zu viel wird, deine Launen ausbaden zu müssen. Was
dann? Willst du weiter deine Depri oder ist der Typ dir
wichtiger?

wieso glaubst du deiner meinung nach schreibe ich hier einen
artikel rein?
weil ich gerne stärkere depressionen hätte um ihn loszuwerden?

Nein, gerade deswegen mein Provozieren.

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder
ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis
alles vorbei ist?

Bei meinen Töchtern nenn ich es „Minizicken-Status“, wenn sie
mal wieder meinen, die ganze Welt ist böse und gegen sie.
Andere nennen das (wenn der Patient so alt ist, wie meine
Kinder) Pubertät.

ich würd dich jetzt mal glatt ans - schöner kochen Forum
verweisen…das forum hat genausowenig mit depressionen zu
tun wie das rumgezicke deiner kinder.

*schmatzwerf*
danke… aber da wollt ich nicht hin.
Glaub mir, ich wußte auch oft nicht, wie ich meinen Kiddis helfen kann.
Aber mir wurde geraten, sie heulen zu lassen und, wenn sie sich beruhigt haben, mit ihnen z. B. was zu machen wobei sie wieder lachen. Wenns dicke kommt, dann auch mal zum Arzt mit ihnen.

mal zu meiner Geschichte…
man unterscheidet verschiedene diagnosegrade bei
depressionen… das höchtste ist 3 bzw. 4 sowiet ich weiß -
genau da hab ich mich mehrere monate befunden. das einzige was
noch in der diagnosetabelle fehlte waren suizidale tendenzen.

Die hat ein Freund von mir vor kurzem Überschritten.

bei mir stellte man eine zum teil erbliche unterversorgung mit
den ach so tollen „glückshormonen“ fest.

ja, das ist bekannt.
PS: in der Naturheilkunde empfiehlt man, bei nem aufkommenden Schub,
eine Mandarine/Orange zu öffnen (die Dinger drück ich meinen Mädels dann in die Hand. Wirkt manchmal echt Wunder. Und komischerweise wollen sie ausgerechnet dann dieses Obst. Die äth. Essenzen der Schale bewirken einen Hormonschub im Gehirn, der sich antidepressiv äußert.)

man stezte mich auf
selektive seretondin wiederaufnahmehemmr…zu dem zeitpunkt
war ich unfähig auch nur einen fuß aus dem bett zu stezten
mein leben so zu führen wie man das gewähnlich tut…die
tabletten halfen mir aus meinem loch rauszukommen…langsam…
ich hab mich zu genüge mit dem was depressionen sind befasst -
un ich hbe wege gefunden für mich.

Ich hoffe, du reagierst jetzt schneller, bevors dich wieder komplett umhaut.

Also mach ne Therapie und änder deine Einstellung.
Wenn du das wirklich geschafft hast, dann wirst du die
Welt mit anderen Augen sehen.
Dann wirst du auch die Blume am Wegesrand wieder sehen (DAS
wünsch ich dir…)

glaub mal - die blumen seh ich …und ich mal sie sogar wenn
ich lust drauf hab…

he, klasse… ich seh die Dinger auch wieder, aber malen ist bei mir nur mittels Lineal möglich… Ich bewunder jeden, der freihand malen kann.

es geht hier nicht daraum meine zwanghafte selbstdarstellung
und meinen egozentrissmus abzulegen den du da sehen
willst…

SORRY, dann hab ich dich wirklich falsch interpretiert und
entschuldige mich hiermit bei dir.

ich rede von vertimmungen von kurzen phasen die
nichts dagegen sind was ich mal erlebt hab…

Meine Tochter hat seit dem Tod ihres Opas auch immer wieder Phasen,
in denen sie nachts sehr intensiv träumt.
In der Anfangszeit mußte sie mit Medikamenten behandelt werden.
Noch immer ist sie in Therapie. Und nachdem, was sie alles erlebte, in den letzten 10 (!) Jahren, wird das noch ne Weile dauern.
Der Opa ist seit einem Jahr tot.

Noch kennst du noch nicht alle Fiesheiten des Lebens…

depressionen und fiesheiten haben nichts miteinander zu tun

stimmt. Aber Fiesheiten, die du einstecken mußt, können Depri auslösen.

… daß mein leben gut ist weiß ich…

seit ich das gelesen hab, weiß ich, dass mein Posting nicht für die Katz war. Ein Freund von mir sah das leider anders (siehe oben Suizid).

und wer schaltet das schwarze aus?

wenn ich könnte, würde ich es gerne für dich tun.
Deswegen war das mit den Blumen.

Gruß *wink*

nochmals

Daggi

Um dir zu zeigen, dass ich auch einiges durch habe
(glaub mir, ich wußte manchmal auch nicht ein noch aus.
Ohne die Hilfe von Freunden, Ärzten und Therapeuten
wäre ich da nie -relativ- heil rausgekommen):
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Hallo Daggi!

Oh doch, aber irgendwann merkt man, dass man nur der
Fußabstreifer für die schlechte Laune des anderen ist.

Und Du behauptest, Du hättest Dich mit dem Thema auseinandergesetzt?

Entweder der Patient geht mit seiner Krankheit (hier Depri) zu
einem Fachmann/-arzt oder er ist nicht wirklich krank.

Wenn man physisch krank ist, fällt einem der Gang zum Arzt wesentlich leichter, denn da ist es eben wirklich für jeden nachvollziehbar, dass eine Notwendigkeit besteht… wobei ich auch Leute kenne, die selbst damit Probleme haben, frei nach dem Motto: ich will nicht krank sein, also bin ich’s auch nicht… bis dann der Krebs nicht mehr behandelbar ist… Warum sich manche Leute so scher damit tun, einen Arzt aufzusuchen… sicher ein eigenes Thema.
Wenn man psychisch krank ist, ist es noch mal was anderes, zu krass immer noch die Vorurteile der Allgemeinbevölkerung, so wie Du sie offenbar auch hast. Geschürt durch entsprechende Darstellung in den Medien. Wenn ich zugebe, dass ich da ein psychisches Problem habe, werde ich doch automatisch von vielen gar nicht mehr für voll genommen. Super, genau das kann ich gebrauchen. Wenn dann noch jemand mitbekommt, hey, die ist bei nem Psychoklempner in Behandlung…
Und selbst wenn man sich dann in Behandlung befindet, ist man schließlich noch lange nicht geheilt.

wenn ich etwas nicht will dann irgendjemanden ein schlechtes
gewissen machen. ich will in den phasen alles andere als
aufmerksamkeit - ich wär am liebesten alleine - und zwar ganz
alleine und wrd im erboden versinken…eben weil ich das
gefühl habe daß es menschen gibt die genau dies denken.

Gebe Chriane völlig Recht.

klar… so lange du Aufmerksamkeit findest, hat deine
Krankheit nen Sinn. Wenn du aber nicht mehr die Aufmerksamkeit
findest, die du willst, hat sich deine Krankheit auch für
„unrentabel“ erledigt. Krass find ich es, wie weit es
Betroffene mit ihrer Krankeit treiben, damit sie ihren Willen
durchgesetzt bekommen.

Krankheit als Mittel zum Zweck? Kann nur hoffen, dass Du das bei Deiner Tochter nicht auch so beurteilst!

Die An- oder Abwesendheit von Freunden/Partner hat damit nix
zu tun.

Krank ist man so oder so, da hast Du recht, aber zwischenmenschliche Beziehungen tragen eben auch zu unserem Wohlbefinden oder Unwohlsein bei. Wenn mein Freund mich aufgrund seiner Depressionen meidet, nehme ich es oft persönlich, weil ich mich abgelehnt fühle, obwohl mir im Grunde klar ist, dass es eigentlich nichts mit meiner Person zu tun hat. Seit ich selbst depressive Verstimmungen habe (weiss nicht, ob es, wie der Arzt diagnostiziert hat, auch schon eine richtige Depression ist), kenne ich diese zwiespältigen Gefühle. Eigentlich möchte ich nicht alleine sein, kann aber auch niemanden in meiner Nähe ertragen, da ich sehe, wie stark ich andere mit runter ziehe.

Bei meinen Töchtern nenn ich es „Minizicken-Status“, wenn sie
mal wieder meinen, die ganze Welt ist böse und gegen sie.
Andere nennen das (wenn der Patient so alt ist, wie meine
Kinder) Pubertät.

Weiter unten schreibst Du, dass Deine Tochter in Behandlung ist…
Wirkst nicht eben so, als würdest Du ihre Probleme ernst nehmen, wenn Du hier von „Minizicken-Status“ und Pubertät sprichst.

das einzige was
noch in der diagnosetabelle fehlte waren suizidale tendenzen.

Die hat ein Freund von mir vor kurzem Überschritten.

Demnach, was Du weiter unten schreibst, nicht nur gedanklich.

Also mach ne Therapie und änder deine Einstellung.

In wirklich heftigen Phasen, ist eben genau das nicht möglich. Da steht man sich selbst im Weg.
Im Prinzip sind mir viele Dinge bewusst. Ich weiss auch, dass man ein Glas sowohl halb leer als auch halb voll betrachten kann… das nützt mir aber in den Momenten nichts. Da kommt mir alles negativ vor. Dann sehe ich nicht, dass jemand das Glas auffüllen könnte, da sehe ich nur, dass nicht mehr viel fehlt, bis es ganz leer ist.

… daß mein leben gut ist weiß ich…

seit ich das gelesen hab, weiß ich, dass mein Posting nicht
für die Katz war. Ein Freund von mir sah das leider anders
(siehe oben Suizid).

Wie gesagt, man ist nicht immer gleich schlecht drauf und mir ist auch klar, dass es Leute gibt, die schlimmer dran sind als ich… mir dem Gedanken kann ich aber in einer akuten Phase auch nichts mehr anfangen.

Greetings,
Marla

2 „Gefällt mir“

Hallo Chriane!

ich selber führe eine längere beziehung mit einem patner der
vom charakter her mir nicht unbedingt ähnlich ist. er zählt zu
den optimistischeren menschen dieser weltläßt sich nur von
sehr wenigen dingen runterziehen. Das ist auch gut so :wink:

Ich habe mich bis vor kurzem auch immer für einen optimistischen Menschen gehalten und glaubte, die Depressionen, die mein Freund hat, mal eben locker mittragen zu können… wenn er mich nur ließe…
Inzwischen bin ich - laut ärztlicher Diagnose - selbst depressiv, nehme Medikamente und sollte wohl auch eine Therapie beginnen, vor der ich mich momentan aber noch drücke, wofür es diverse Gründe gibt.

allerdings weiß ich daß andere diesen zustand nicht
nachvollziehen können. Ich weiß daß es nicht zu besc hreiben
ist.

Ja, das ist das Problem.
Man kann es wohl nur verstehen, wenn man sich selbst schon mal so gefühlt hat. Und selbst dann, fällt es einem ja schon schwer, sobald man sich besser fühlt, seine eigene Gefühlswelt nachzuvollziehen.

ich mache mir gedanken darüber daß er mich für " nicht ganz
dicht" hält -

Obwohl mein Freund selbst Depressionen hat, habe ich ihm von meinen nichts erzählt.
Ich habe Angst, er könnte meine Reaktionen überbewerten… er könnte sich die Schuld geben, mich mit hineingezogen zu haben… er könnte glauben, es sei besser, wenn wir uns dauerhaft aus dem Weg gehen…

daß ihm diese negativität einfach zuwieder ist
und diese scheinbare grundlosikeit falsch wertet.

Das passiert schnell. Mir ging es bei meinem Freund so, dass ich, bevor ich wusste, was eigentlich mit ihm los ist, alles sehr persönlich genommen habe. Selbst jetzt, wo ich weiss, was Sache ist, fällt es mir oft noch schwer, seine Reaktionen richtig zu deuten… liegt es an mir, liegt es an seinem Charakter oder sind wirklich die Depressionen Schuld… Die Grenzen sind da wahrscheinlich manchmal recht fließend.
Wenn jemand physisch krank ist und z.B. aufgrund von Schmerzen aggressiv wird, fällt es einem doch wesentlich leichter, den Zusammenhang herzustellen und sein Verhalten nicht persönlich zu nehmen.

wie kann man jemanden soeinen gefühlszustand beschrieben? oder
ist es besser sich einfach einzuschließen und auszuharren bis
alles vorbei ist?

Das frage ich mich auch.
Bei meinem Freund habe ich mich immer ausgeschlossen gefühlt, wenn er sich zurückgezogen hat. Ich dachte immer „geteiltes Leid ist halbes Leid“ und würde er mich lieben, dann würde ihm meine Gesellschaft gut tun… Inzwischen sehe ich das anders. Er ist dann oft unberechenbar, reagiert, wie er eigentlich nicht reagieren möchte… anschließend entschuldigt er sich oft für sein Verhalten.
Wenn es mir selbst gut geht, komme ich inzwischen einigermaßen damit klar, da ich eben versuche zu differenzieren. Wenn es mir selbst nicht gut geht, lasse ich mich durch ihn inzwischen aber auch extrem runter ziehen, was seine Stimmung ebenfalls weiter verschlechtert…

Derzeit gehe ich den Weg, dass ich, wenn ich mich stabil fühle, ich auch dann den Kontakt zu meinen Freund halte, wenn er selbst sich schlecht fühlt (wenn es bei ihm ganz extrem ist, hört und sieht man eh nichts von ihm), wenn ich mich aber selbst unsicher fühle, meide ich den Kontakt von mir aus, um die Stimmung auf beiden Seiten nicht noch zu verstärken. Mir geht es dann teilweise extrem schlecht, weil ich mir nichts sehnlicher wünsche, als dass ER da wäre… habe ich aber den Tiefpunkt überstanden, bin ich froh, ihn nicht hineingezogen zu haben.
Keine Ahnung, ob das auf Dauer der richtige Weg ist.

Ich versuche - unabhängig von meinem Freund - meine Stabilität zurückzugewinnen, damit helfe ich zumindestens mir selbst und hoffentlich letztendlich auch uns beiden.

Greetings,
Marla

wenn der mensch, den du liebst, depressiv ist

mittendrin und nicht dabei

Zwei Bücher, die meiner Meinung nach sehr hilfreich für Angehörige sind.

Grüße
Natascha

2 „Gefällt mir“

Hallo Marla,
hab mir lange überlegt, ob ich dir antworten soll…

Hallo Daggi!

Oh doch, aber irgendwann merkt man, dass man nur der
Fußabstreifer für die schlechte Laune des anderen ist.

Und Du behauptest, Du hättest Dich mit dem Thema
auseinandergesetzt?

ja hab ich. Als Angehöriger sowie als (später) selbst Betroffene.

Entweder der Patient geht mit seiner Krankheit (hier Depri) zu
einem Fachmann/-arzt oder er ist nicht wirklich krank.

Wenn man physisch krank ist, fällt einem der Gang zum Arzt
wesentlich leichter, denn da ist es eben wirklich für jeden
nachvollziehbar, dass eine Notwendigkeit besteht…

Ja, und warum tut man das nicht, wenn man selbst (z. B. damals auch ich) merkt, dass man es allein nicht mehr schafft?

wobei ich
auch Leute kenne, die selbst damit Probleme haben, frei nach
dem Motto: ich will nicht krank sein, also bin ich’s auch
nicht… bis dann der Krebs nicht mehr behandelbar ist…

Auch hier sind wir beide uns einig.
Und ich weiß, dass ne Depri auch tödlich enden kann.

Warum sich manche Leute so scher damit tun, einen Arzt
aufzusuchen… sicher ein eigenes Thema.

Weil die meisten durch andere zum Psychologen/-Therapeut geschickt werden und nicht selbst merkten, dass sie krank sind und Hilfe brauchen.

Wenn man psychisch krank ist, ist es noch mal was anderes, zu
krass immer noch die Vorurteile der Allgemeinbevölkerung,

LEIDER !!!

so wie Du sie offenbar auch hast.

Nein.

Geschürt durch entsprechende Darstellung in den Medien.

wieder falsch…

Wenn ich zugebe, dass ich da ein
psychisches Problem habe, werde ich doch automatisch von
vielen gar nicht mehr für voll genommen.

Leider, auch hast du wieder recht.
Aber das „viele“ stört mich dabei.
Als es mir mies ging haben das nur Ärzte und meine Freunde gewußt.
Einen Partner gabs bekanntlich nicht, und meine Kinder waren ja zu klein, um zu ahnen, wie schlecht es mir ging.

Super, genau das kann ich gebrauchen.
Wenn dann noch jemand mitbekommt, hey, die ist
bei nem Psychoklempner in Behandlung…

Muß das rumgetratscht werden?
Ärzte haben Scheigeplicht, ebenso Therapeuten.

Und selbst wenn man sich dann in Behandlung befindet, ist man
schließlich noch lange nicht geheilt.

eben… deswegen schrieb ich, wenns vorbei ist.

wenn ich etwas nicht will dann irgendjemanden ein schlechtes
gewissen machen. ich will in den phasen alles andere als
aufmerksamkeit - ich wär am liebesten alleine - und zwar ganz
alleine und wrd im erboden versinken…eben weil ich das
gefühl habe daß es menschen gibt die genau dies denken.

Gebe Chriane völlig Recht.

Ich wollte auch niemand nerven, aber ich kenn andere Kranke,
die sehr wohl damit Aufmerksamkeit erregen wollen.

klar… so lange du Aufmerksamkeit findest, hat deine
Krankheit nen Sinn. Wenn du aber nicht mehr die Aufmerksamkeit
findest, die du willst, hat sich deine Krankheit auch für
„unrentabel“ erledigt. Krass find ich es, wie weit es
Betroffene mit ihrer Krankeit treiben, damit sie ihren Willen
durchgesetzt bekommen.

Krankheit als Mittel zum Zweck? Kann nur hoffen, dass Du das
bei Deiner Tochter nicht auch so beurteilst!

Ja, das gibts, Krankheit als Mittel zum Zweck.
Und noch nicht mal so selten.
Z. B. in Kinderkliniken wollen teils die Ärzte nicht, dass Kinder
während eines Aufenthalts mehr Aufmerksamkeit/Geschenke bekommen als zu Hause. Und warum? Weil man bei manchen Kindern feststellte, dass sie das so genießen und öfter haben wollten, und dann teils Krankheiten zeigten, um wieder in die Klinik zu kommen (auch wenn sie dies nicht bewußt taten!!!)

Die An- oder Abwesendheit von Freunden/Partner hat damit nix
zu tun.

Krank ist man so oder so, da hast Du recht, aber
zwischenmenschliche Beziehungen tragen eben auch zu unserem
Wohlbefinden oder Unwohlsein bei.

OH JA…

Wenn mein Freund mich
aufgrund seiner Depressionen meidet, nehme ich es oft
persönlich, weil ich mich abgelehnt fühle, obwohl mir im
Grunde klar ist, dass es eigentlich nichts mit meiner Person
zu tun hat.

ja, wäre schon ganz gut, wenn wir unsere Gefühle ab und an abstellen könnten…

Seit ich selbst depressive Verstimmungen habe
(weiss nicht, ob es, wie der Arzt diagnostiziert hat, auch
schon eine richtige Depression ist), kenne ich diese
zwiespältigen Gefühle.

DAS war damals ein heftiger Schock für mich, als ich das auch bei mir feststellte.

Eigentlich möchte ich nicht alleine
sein, kann aber auch niemanden in meiner Nähe ertragen, da ich
sehe, wie stark ich andere mit runter ziehe.

Ich merkte das nicht.
Man hat mir das erst gestanden, als ich wieder ok war…
Meine Freunde wollten mir nicht auch noch vor den Kopf stoßen,
bei all dem Mist, den ich damals durch machte.
Heute weiß ich, welch dickes Fell meine Freunde haben mußten.

Bei meinen Töchtern nenn ich es „Minizicken-Status“, wenn sie
mal wieder meinen, die ganze Welt ist böse und gegen sie.
Andere nennen das (wenn der Patient so alt ist, wie meine
Kinder) Pubertät.

Weiter unten schreibst Du, dass Deine Tochter in Behandlung
ist…

ja

Wirkst nicht eben so, als würdest Du ihre Probleme ernst
nehmen, wenn Du hier von „Minizicken-Status“ und Pubertät
sprichst.

oh doch…
ich hab sie, teils gegen ihren Willen, zu Ärzten und Therapeuten geschleppt, bis wir welche hatten, die sie mag und denen sie vertraut.
Ich habs also sehr ernst genommen.

das einzige was
noch in der diagnosetabelle fehlte waren suizidale tendenzen.

Die hat ein Freund von mir vor kurzem Überschritten.

Demnach, was Du weiter unten schreibst, nicht nur gedanklich.

Nein, leider *vermiss-ihn-sehr*

Also mach ne Therapie und änder deine Einstellung.

In wirklich heftigen Phasen, ist eben genau das nicht möglich.
Da steht man sich selbst im Weg.

Ich weiß heute, dass ich sofort was unternehm, wenn es mir mies geht und es nicht unter Kontrolle bekomm.
Dann begeb ich mich zum Fachmann. Der arme muß sich erst mal alles anhören, aber machen kann er im Moment auch nix, das weiß ich. Aber meist fang ich mich dann schnell und dann werden Nägel mit Köpfen gemacht. Ich seh den Therapeuten als einen Freund, der leider die A.-Karte gezogen hat und da durch muß.

Im Prinzip sind mir viele Dinge bewusst. Ich weiss auch, dass
man ein Glas sowohl halb leer als auch halb voll betrachten
kann… das nützt mir aber in den Momenten nichts. Da kommt
mir alles negativ vor. Dann sehe ich nicht, dass jemand das
Glas auffüllen könnte, da sehe ich nur, dass nicht mehr viel
fehlt, bis es ganz leer ist.

Ja… geht mir dann genauso, wenns mich wieder umhaut.
Aber Freunde haben mir Sachen geschenkt, die ich in meiner Wohnung verteilte, die mich immer wieder dran erinnern, wie ich raus komm.

… daß mein leben gut ist weiß ich…

seit ich das gelesen hab, weiß ich, dass mein Posting nicht
für die Katz war. Ein Freund von mir sah das leider anders
(siehe oben Suizid).

Wie gesagt, man ist nicht immer gleich schlecht drauf und mir
ist auch klar, dass es Leute gibt, die schlimmer dran sind als
ich… mir dem Gedanken kann ich aber in einer akuten Phase
auch nichts mehr anfangen.

Weiß ich doch…
Aber ich kann doch auch nur schreiben, wie ich es als Betroffene und als Angehörige/Freund erlebt hab. Und was ich dann bei andern mach bzw bei mir, wenn ich merk, dass es mir mies geht.

Greetings,

*zurückgrüß*

Marla

Daggi

Hallo Daggi!

hab mir lange überlegt, ob ich dir antworten soll…

wieso das?

ja hab ich. Als Angehöriger sowie als (später) selbst
Betroffene.

Hast Du als Betroffene Deine Depressionen jemals für Dich ausgenutzt?

Wenn man physisch krank ist, fällt einem der Gang zum Arzt
wesentlich leichter, denn da ist es eben wirklich für jeden
nachvollziehbar, dass eine Notwendigkeit besteht…

Ja, und warum tut man das nicht, wenn man selbst (z. B. damals
auch ich) merkt, dass man es allein nicht mehr schafft?

Die Hemmschwelle ich groß, u.a. wegen der unten genannten Vorurteile und der Angst, dass man auffliegt.
Ich hörte kürzlich von einem Fall, da hat das Arbeitsamt, dem potenziellen Arbeitgeber gesagt, dass sich die Bewerberin in therapeutischer Behandlung befindet… wie das ausging, kannst Du Dir sicher vorstellen. Ich suche derzeit ebenfalls nach einem Job, da kann ich mir allein den Verdacht auf eine psychische Schwäche einfach nicht erlauben.
Mein Freund steht Ärzten generell sehr negativ gegenüber, zumal er wiederholt sehr schlechte Erfahrungen gemacht hat. Habe getsren noch mal vorsichtig angeklopft mit dem thema, aber no chance. Ausserdem ist eines seiner größten Ziele „Unabhängigkeit“, würde er die erreichen, ginge es ihm schon wesentlich besser, aber die kann er eben ganz sicher nicht erreichen, wenn er sich in Behandlung begäbe.

Und ich weiß, dass ne Depri auch tödlich enden kann.

Ja, leider. Deswegen ist es ja oft so schwieirg, damit umzugehen.

Warum sich manche Leute so scher damit tun, einen Arzt
aufzusuchen… sicher ein eigenes Thema.

Weil die meisten durch andere zum Psychologen/-Therapeut
geschickt werden und nicht selbst merkten, dass sie krank sind
und Hilfe brauchen.

Ich meinte das eigentlich ganz allgemein.
Wenn die Leute geschickt werden, ist es normalerweise keine gute Voraussetzung.

Geschürt durch entsprechende Darstellung in den Medien.

wieder falsch…

Was ist daran falsch?

Leider, auch hast du wieder recht.
Aber das „viele“ stört mich dabei.
Als es mir mies ging haben das nur Ärzte und meine Freunde
gewußt.

Ich meinte damit ja auch nicht, dass es viele wissen sollten, aber je nachdem, wer davon Wind bekommt, wird es eben auch weiter getragen und das kann böse Folgen haben.

Einen Partner gabs bekanntlich nicht, und meine Kinder waren
ja zu klein, um zu ahnen, wie schlecht es mir ging.

Was ist mit Arbeitskollegen?

Muß das rumgetratscht werden?
Ärzte haben Scheigeplicht, ebenso Therapeuten.

Sowas kann schneller die Runde machen, als einem lieb ist. Konnte es leider nicht vermeiden, es einer Kollegin zu erzählen und zittere seither, dass sie es hoffentlich niemandem weiter sagt, versprochen hat sie’s, aber weiss halt nie.

Ich wollte auch niemand nerven, aber ich kenn andere Kranke,
die sehr wohl damit Aufmerksamkeit erregen wollen.

Ich habe inzwischen zu mehreren Kontakt, die unter Depressionen leiden… mein Freund, ein sehr guter Bekannter und Mail-Kontakte zu Leuten aus diversen Foren… keiner von denen macht mir den Eindruck, als würde er das für sich ausnutzen, im Gegenteil, alle haben Angst, andere damit zu belasten und hineinzuziehen.

Ja, das gibts, Krankheit als Mittel zum Zweck.
Und noch nicht mal so selten.
Z. B. in Kinderkliniken wollen teils die Ärzte nicht, dass
Kinder
während eines Aufenthalts mehr Aufmerksamkeit/Geschenke
bekommen als zu Hause. Und warum? Weil man bei manchen Kindern
feststellte, dass sie das so genießen und öfter haben wollten,
und dann teils Krankheiten zeigten, um wieder in die Klinik zu
kommen (auch wenn sie dies nicht bewußt taten!!!)

Sicher, insbesondere bei Kindern kann das schnell zu einem angelernten Verhalten werden, da gebe ich Dir völlig Recht.
Man sollte wachsam sein, ob die Krankheit solche Züge annimmt, aber eben auch nicht den Fehler machen, jedem Kranken zu unterstellen, dass er seine Krankheit missbraucht.
Insbesondere bei Depressionen ginge man damit auch ein viel zu großes Risiko ein, seine Bezugspersonen völlig abzuschrecken, statt von ihnen mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhalten.

Seit ich selbst depressive Verstimmungen habe
(weiss nicht, ob es, wie der Arzt diagnostiziert hat, auch
schon eine richtige Depression ist), kenne ich diese
zwiespältigen Gefühle.

DAS war damals ein heftiger Schock für mich, als ich das auch
bei mir feststellte.

Ich habe anfangs auch nicht damit gerechnet, wie gesagt, ich hatte sogar den Eindruck, die Depressionen meines Freundes noch mittragen zu können… andererseits habe ich schon früher ähnliche Phasen gehabt, nicht ganz so schlimm wie jetzt, aber eine Neigung bestand wohl immer schon.

Eigentlich möchte ich nicht alleine
sein, kann aber auch niemanden in meiner Nähe ertragen, da ich
sehe, wie stark ich andere mit runter ziehe.

Ich merkte das nicht.
Man hat mir das erst gestanden, als ich wieder ok war…
Meine Freunde wollten mir nicht auch noch vor den Kopf stoßen,
bei all dem Mist, den ich damals durch machte.

Verständlich, dass sie so reagiert haben. Mir ist es aufgefallen, weil ich mich gerade noch mit meiner „Rolle als Angehörige“ auseinandergesetzt habe, als es bei mir auch losging. Ich hatte das Buch „Wenn der Mensch, den du liebst, depressiv ist“ gelesen und sah mich schließlich auch auf der anderen Seite und mir wurde klar, wie ich teilweise wirken werde. Hat quasi auch Vorteile, wenn man beide Seiten kennt.

Heute weiß ich, welch dickes Fell meine Freunde haben mußten.

Sicher, man mutet ihnen teilweise echt viel zu, aber in der regel eben wirklich nicht bewusst und schon gar nicht absichtlich. Wäre doch schlimm, wenn die Menschen einander fallen ließen, nur weil es einem aus der Gruppe zeitweise schlecht geht. Genau das zeichnet uns doch aus, dass wir sozial sind.

Wirkst nicht eben so, als würdest Du ihre Probleme ernst
nehmen, wenn Du hier von „Minizicken-Status“ und Pubertät
sprichst.

oh doch…
ich hab sie, teils gegen ihren Willen, zu Ärzten und
Therapeuten geschleppt, bis wir welche hatten, die sie mag und
denen sie vertraut.
Ich habs also sehr ernst genommen.

Benutzt Du den Begriff „Minizicken-Status“ dann zu einer Art Selbstberuhigung?

Demnach, was Du weiter unten schreibst, nicht nur gedanklich.

Nein, leider *vermiss-ihn-sehr*

Deswegen sollte man Depressionen wohl immer ernst nehmen bevor man jemandem unterstellt, er mache sich die Krankheit zu Nutze und koste seinen Status aus… Nur die allerwenigsten dürften daraus wirklich einen Nutzen ziehen.

Ich weiß heute, dass ich sofort was unternehm, wenn es mir
mies geht und es nicht unter Kontrolle bekomm.
Dann begeb ich mich zum Fachmann. Der arme muß sich erst mal
alles anhören, aber machen kann er im Moment auch nix, das
weiß ich. Aber meist fang ich mich dann schnell und dann
werden Nägel mit Köpfen gemacht. Ich seh den Therapeuten als
einen Freund, der leider die A.-Karte gezogen hat und da durch
muß.

Er hat sich die Rolle als Therapeut selbst ausgesucht.

Ja… geht mir dann genauso, wenns mich wieder umhaut.
Aber Freunde haben mir Sachen geschenkt, die ich in meiner
Wohnung verteilte, die mich immer wieder dran erinnern, wie
ich raus komm.

Klingt gut. Würd mich interessieren, wie das genau funktioniert!

Weiß ich doch…
Aber ich kann doch auch nur schreiben, wie ich es als
Betroffene und als Angehörige/Freund erlebt hab. Und was ich
dann bei andern mach bzw bei mir, wenn ich merk, dass es mir
mies geht.

Was machst Du denn bei anderen?

Greetings,
Marla

Hallo Chriane,

‚mir ist heut fad‘, wie die WienerInnen das ausdrücken.

Ich meine, schlechte Stimmung muss man jedem und jeder ab und zu zugestehen. Es ist gut, dass Dein Freund dann nachfragt, und dass Du ihm dann sagst, was in der Situation Dir am besten tut - ob er dableiben soll, oder ob Du lieber die Stimmung alleine durchstehen willst. Du weisst ja, dass der niedergeschlagene Zustand auch wieder vorüber geht, und ich denke auch, man soll andere nicht mehr als nötig mit rein ziehen.
Gut ist auch, dass Du ihn beruhigt hast, dass es nicht an ihm liegt, und so braucht es in der Situation einfach nur Geduld, bis die Sonne wieder durchdringt und die Welt wieder freundlicher aussieht.

Alles Gute, ich hoffe, Du bist schon wieder besser drauf,

Birgit