hallo, ich habe seit ca. dem anfang meiner lehre (august 2005) depressionen. es gibt immer wieder tage, an denen ich „zu“ gute laune habe. aber spätestens nach 1 tag ist es dann wieder so weit, bin dann traurig über alles und ur noch am grübeln. man muss dazu sagen, das ich für die lehre weit weg von zu hause musste, ich hänge sehr an familie und freunden. ich fahre aber so oft ich kann, nach hause.hinzu kam, das meine oma, bei der ich aufwuchs,im sept. plötzlich verstarb, als meine eltern in amerika waren, und ich das alles alleine erledigen musste. jedenfalls ist im nov alles so schlimm geworden, das ich einen psychologen aufgesucht habe. dort war ich dann auch einige male, aber dann nicht mehr, weil ich sollte dann einmal wöchentlich kommen,und sie hatte keinen passenden temn (ich kann ja nicht jede woche am gleichen tag für 2 h fehlen).
manchmal denke ich, ich hab es überstanden, doch schon im nächsten moment finde ich alles einfach nur doof. wenn ich zum beispiel weiß, das i mai was ist, was ich nciht gerne mache,oder wovor ich angst habe, reißt mich das schon ab märz runter und ich mache mich total drüber fertig. oder ich manchmal angst, das meine liebsten sterben und ich dann ganz allein bin? was kann das sein, hab es schon mit baldrian etc. probiert… aber immer was nehmen will ich auch nciht, habe angst vor einer abhängigkeit. sollte ich mir einen anderen psychologen suchen? ich mein mal, so kann das ja nocht weitergehen, oder?? oder wird das schon wieder. es hat mir bei meiner letzten therapie geholfen, mir jmd fremden darüber zu reden, aber soooo wirklich was gebracht hat es auch nicht. bitte helft mir,ich habe sogar manchmal „keine schönen gedanken“ und weiß nicht mehr weiter…
diese stimmungsschwankungen machen mir(nicht nur) echt zu schaffen…
und aussenstehende, zB meine eltern meinen immer nur, das sie auch nicht weiter wissen, sie tun so, als ob ich was dafür könnte…und ich hätte ja alles,was sich manch andere wünschen… gute eltern, genug geld, freunde, ne lehrstelle etc…
hoffe ihr könnt mir weiterhelfen
Yvonnsche
Hi du,
mensch das klingt ja nicht nach einem glücklichen Leben bei dir. Wo hast du denn deine Lehrstelle? Also von wo nach wo bist du denn gezogen?
Es ist so schade, wenn man in diesem Alter sich mir solchen Problemen rumschlagen muss. Normalerweise sollte man das Leben genießen…Ich finde es komisc, das du den fehlenden Halt bei deinen Eltern nicht findest. Sie sollten eigentlic für dich da sein und versuchen, dich aufzubauen.
Hast du dort, wo du jetzt bist eine neue Freundin? Ich würde es dir auf jeden Fall ans Herz legen, einen anderen Psychologen aufzusuchen, der dir mehr Vertrauen schenkt und mehr Zeit hat. Am Besten wäre natürlich jmd, der immer da ist wenn du ihn brauchst und nicht in der festgelegten Stunde sich deine Probleme anhört.
Freu mich auf deine Antwort.
also, ich habe hier mehrere freunde, viele gehen aber dieses jahr weg,weil sie mit der lehrefertig sind. oftbin ich ja acuh glücklich, nur es kommen halt manchmal die tage oder stunden, wo ich einfach nur denke, das sowieso alles doof ist.meine eltern geben mir ja auch halt, verstehen mich halt nur in manchen dingen nicht. bin von berlin nach hannover gezogen. ich denke mal, das es vielleicht auch einfach nur daran liegt, und am tod meiner bezugsperson, meiner oma. bin quasi bei ihr aufgewachsen, konnte ihr halt immer alles erzählen, und diese person feht halt. hab das damals verdrängt, habe nicht realisiert, das ich für meine oma im krankenhaus unterschrieben habe, als sie gestorben ist, habe nicht gedacht,das ich gerade ""für sie " zum betattungsinstitut gegangen bin und alles managen musste. und halt eine fernbeziehung find cih ja auch nicht toll, mein freund lebt noch in berlin. und von manchen leuten bekommm ich dann nur zu hören, du hast es dir ja ausgesucht. ja, hab ich ja auch, aber nur, weil ich mir ne anständige zukunft aufbauen will,und nicht „irgendeinen“ job machen.
danke für deine antwort
liebe yvonnsche,
ich weiss nicht, wie alt du bist…aber was du erfährst…(tod deiner oma, die du offenbar sehr geliebt hast) sind dinge, die jedem menschen widerfahren.
das bedeutet, dass auch der schmerz einen platz in unserem leben hat.
nur, er dauert nicht ewig (das kann ich dir versprechen)…
sicher, du wirst sie nicht zurückbekommen, aber die zeit wird deine wunden heilen bzw. erträglicher machen…dh. es braucht geduld…und du hast vielleicht einen weiteren schritt in deinem reifeprozess getan…
was deine „dunklen“ gedanken betrifft: überleg mal, wieviel macht du ihnen selber gibst…du hast die möglichkeit, diese gedanken zu lenken…eine möglichkeit wäre - wenn du grübelst - dich mit deinem willen in die gegenwart zu katapultieren…zb. sing irgendein lied oder mach etwas, was deine konzentration abverlangt (putzen, laufen, jemand anrufen) … oder sag deinen gedanken einfach laut „stop“… was auch gut funktioniert ist, wenn du dir die worte „ich atme ein“ und „ich atme aus“ laut vor dich hin sagst…du wirst sicher auch noch andere möglichkeiten finden, dich vom grübeln loszureissen. letztendlich ist es am anfang übungsbedürftig, dh. man braucht disziplin aber nach einiger zeit funktioniert es fast automatisch…
alles liebe wünsch ich dir
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hallo yvonnsche,
ich rate dir ebenfalls, dir einen neuen psychologen aufzusuchen und diesmal auch regelmässig zu den sitzungen zu gehen, es also so einzu-
richten, dass es möglich ist.
du schreibst, soooo viel hat es nicht gebracht - nun, es dauert eine weile, bis man wirklich veränderungen spürt und ich vermute, du bist
dir nicht im klaren, wie hoch der eigenanteil hierbei ist.
aber das wirste dann schon merken wenn du erstmal regelmässig zur
therapiestunde gehst und erfragen kannst du es ausserdem. es ist nichts
dabei wenn man in der ersten stunde fragt, wie sowas abläuft und auch
sonstige fragen zu abläufen etc zu stellen.
vielleicht versuchst du schon bei der terminvereinbarung zu klären, ob der oder die thera dann zeit für dich hätte, wenn du zeit hast.
aber eine regelmässigkeit, einen festen wöchentlichen termin - diese
konstante halte ich für gut und wichtig. nicht mal dann, mal dann.
LG
nina
Hallo Yvonnsche!
Es hilft nichts, Du solltest in Behandlung gehen.
Ich rate an dieser Stelle immer, zu einem Facharzt für Psychiatrie zu gehen, am Besten mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung. Der kennt dann beides - medizinischen und psychologischen Hintergrund.
Eine Behandlung mit Medikamenten kann zudem sehr effektiv und kurzfristig überaus hilfreich sein - denn man merkt so sehr schnell, dass das Leben auch anders sein kann (ich kenne das auch aus eigener Erfahrung). Langfristig sollte man dann versuchen - am Besten durch eine Psychotherapie - den Ursachen auf den Grund zu gehen - und, was viel wichtiger ist - was man tun kann um, diesen Zusatnd dauerhaft zu ändern.
Oft geht es auch darum, den Focus, den man im Leben setzt, einmal zu verändern (Halbvolle vs. halbleere Gläser), oder auch mal Verhaltensweisen auszuprobieren (und die Konsequenzen zu erleben), die man zuvor sich nicht zugetraut hätte.
Bei einem Facharzt für Psychiatrie kriegst Du auch kurzfristig einen Termin, auf eine Psychotherapie musst Du eventuell warten. Die musst Du auch nicht zwangsläufig bei dem selben Arzt machen. Aber zu einem Arztbesuch würde ich Dir auf jeden Fall raten.
Lieben Gruß & alles Gute
Patrick
danke für eure tips. ihr habt mir viel weitergeholfen.ich werde mir nun einen anderen therapeuten suchen!
lg yvonne
Hi
Na hoffentlich wird dir das auch helfen. Wenn nich, schreib einfach mal wieder…
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende.
hallo Yvonne,
versuche, ein paar der folgenden Gedanken festzuhalten und dann anzuwenden, wenn Du Dich wieder von irgendetwas so runterziehen läßt.
Erstens: alles ändert sich, und immerzu. Das Schöne, über das Du Dich freust, geht vorbei. Das Schlimme, Trübe oder Belastende, wovor Du Angst hast, geht vorbei. Nichts bleibt so, wie es ist. Darum: das Schöne genießen lernen. Das Schlimme tragen lernen.
Nimm Dir vor, das Schlimme tragen zu lernen. Nicht müde und ergeben wie ein Maulesel, sondern mit Stärke und Mut. Denn es begegnet Dir nicht zufällig: es sollte Dir begegnen. „Was uns im Wege steht, bringt uns voran.“ Es ist ein Auftrag, eine Aufgabe. Etwas, was Deine Kräfte, Deine Kreativität herausfordert.
Versuch es einfach. Dazu gehört, daß Du Dich selbst ernst nimmst. Du hast allen Grund, das zu tun - meine Hochachtung, daß Du diese Situation mit Eltern-in-Amerika / Großmutter stirbt bewältigt hast. Diesen Deinen Kern hast Du allen Grund zu achten, zu stärken und zu differenzieren, in die Richtung, in denen Du begabt und stark bist. Und die, in denen Du das noch nicht bist, auszubauen. Alles ändert sich, und Du änderst Dich mit, wenn Du wagst, im Fluß des Lebens zu sein.
Gruß und viel Glück, I.