Depressionen - Deisler

Hi,

wie findet ihr denn aus Expertensicht die Berichterstattung zu Deislers Depressionen?

Mich bestärkt allein dieses Phänomen: Die predigt, daß Sport gegen Depressioenn hilft, schint damit wohl widerlegt!

Aber zur Frage: Hilft diese Art der Berichterstattung den Kranken und den Angehörigen? Besonders wenn man betrachtet, daß in anderen Fällen bei z.B. Polizistenmorden es heißt der Täter habe sich in psychiatrischer Behandlung befunden und leide unter Depressionen.
(Vorfall im Ruhrgebiet, bei dem Pol-Beamte erschossen wurden)

gruss

Nee…
Hallo,

Mich bestärkt allein dieses Phänomen: Die predigt, daß Sport
gegen Depressioenn hilft, schint damit wohl widerlegt!

Deisler hat ja gerade deswegen Depressionen, weil er aufgrund vieler schwerer Verletzungen seinen Sport eben nicht ausüben konnte.

Gruß Alex

Mich bestärkt allein dieses Phänomen: Die predigt, daß Sport
gegen Depressioenn hilft, schint damit wohl widerlegt!

Das ist Unsinn. Sport und andere Elemente von Aktivitätenprogrammen sind nachgewiesenermaßen effektive Bestandteile von Depressionstherapien.

Nachlesen kannst Du das hier

http://www.neuro24.de/sport_und_depression.htm

und hier

http://www.svl.ch/svl_laufen_depr.html

und hier

http://www.psychosomaticmedicine.org/cgi/content/ful…

Der letzte Link führt zu einem Artikel über eine Studie mit 156 depressiven Patienten, von denen eine Teilgruppe 4 Monate lang Aerobic machte, eine andere Teilgruppe Antidepressiva nahm. Diejenigen, die Aerobic machten, waren nach 4 Monaten deutlich gebessert und nach 10 Monaten gab es ca. 90% Vollremissionen („Heilungen“) und ca. 7% Rückfälle, während es bei der medikamentösen Behandlung ca. 55% Vollremissionen und ca. 40% Rückfälle gab.

Wäre schön, wenn Du Dich über die Erfolge dieser Therapieform und die vielen Menschen, denen es aufgrund dieser Therapie besser geht, freuen würdest, anstatt herumzustänkern.

Gruß,

Oliver Walter

Hi,

Wie findet ihr die Berichterstattung zu Deislers Depressionen?

Vielleicht weiß er was, worüber er nicht sprechen darf. Unter Psychopharmaka, isoliert, kann er niemanden belasten. Jedenfalls nicht ohne Filter. Wahrscheinlich geht es um viel Geld. Phobie verbindet. Auch konfrontativ. Und die unschärfste Diagnose greift dann am widerspruchsärmsten. Überwacht war er bestimmt lang genug. War der eigentlich bei dem Länderspiel in der Türkei vor der Bombenserie dabei? Und wenn, welchen Kontakt hatte der zu den in Istanbul agierenden Sportreportern? Sportreporter und abgewrackte Kriegsberichterstatter verwechsle ich immer, erröt. Aber wen interessiert schon ein Einzelner, wenn es um Versicherungsbeträge und Haftpflichtforderungen in Milliardenhöhe geht? Seid nett, dann werdet ihr nicht weg gesperrt. Die Welt braucht euch. Zeugt und schweigt! Alles wird gut. Anke liebt euch.

Gruss.

Hallo,

Mich bestärkt allein dieses Phänomen: Die predigt, daß Sport
gegen Depressioenn hilft, schint damit wohl widerlegt!

Deisler hat ja gerade deswegen Depressionen, weil er aufgrund
vieler schwerer Verletzungen seinen Sport eben nicht ausüben
konnte.

Vielleicht können wir uns in diesem Fall auch darauf einigen, dass Leistungssport eben nicht dasselbe wie Sport ist?

Wir dürfen uns da, glaube ich, alle kein Urteil erlauben, sondern können bestenfalls spekulieren. Ganz abgesehen davon: es geht uns eigentlich nichts an.

Hi,

wie findet ihr denn aus Expertensicht die Berichterstattung zu
Deislers Depressionen?

Sie führt zu dem, was beim Lesen einiger weniger Artikel auf Deine Anfrage schon deutlich wird: Vermutungen, Hirngespinste, Halbwahrheiten:
Deisler hat Depressionen weil er Sport treibt, Deisler hat D., weil er Leistungssport treibt, weil er unter Druck steht, weil er so oft verletzt ist und und und. Ich weiß definitiv nicht WARUM D. Depressionen hat.

Mich bestärkt allein dieses Phänomen: Die predigt, daß Sport
gegen Depressioenn hilft, schint damit wohl widerlegt!

Diese Aussage (entschuldige) ist einfach dumm.
Weil wir a.) nicht wissen können, ob es damit im Zusammenhang steht und weil b.) nicht ein Einzelfall eine -zig Zahl von Studien widerlegen könnte.

Aber zur Frage: Hilft diese Art der Berichterstattung den
Kranken und den Angehörigen? Besonders wenn man betrachtet,
daß in anderen Fällen bei z.B. Polizistenmorden es heißt der
Täter habe sich in psychiatrischer Behandlung befunden und
leide unter Depressionen.
(Vorfall im Ruhrgebiet, bei dem Pol-Beamte erschossen wurden)

Das können wohl nur die Kranken und die Angehörigen beantworten. Warum sollte es schaden? Wir sprechen über eine Volkskrankheit und nicht über die Pest, oder eine unheimliche, mysteriöse, nicht zu heilende Krankheit.

Entschuldige nochmal, aber Dein Artikel nährt leider ein wenig den hier zu Lande üblichen Umgang mit Psychischen Erkrankungen. Sie sind für gesunde Menschenn immer noch befremdlich, unheimlich. Keiner weiß so genau, was da mit den Patienten geschieht, die abgeschirmt vom Rest der Welt in einem Krankenzimmer „behandelt“ werden.

Mein Eindruck war auch ein wenig, Du könntest beinahe vermuten, es könnte den Angehörigen ja PEINLICH sein?
Bedauerlich- wenn es so wäre.

Vielleicht ist unser aller Verhalten in diesem Lande- diese (teilweise kaputte) Gesellschaft- mitverantwortlich für diese und ähnliche Erkrankungen.
ME kann nicht oft genug darüber berichtet werden.

Gruss

Frank