Leide schon seit langem an extremen Gefühlsschwankungen. Mal fühle ich mich himmel hoch jauchzend und mal zu tode betrübt. Ich liege tagelang, wochenlang nur herum, isoliere mich von all meinen Freunden. Plane zwar Treffen mit ihnen und freue mich auch darauf, wenn es aber soweit ist suche ich Ausreden um nicht hinzumüssen, da ich plötzlich keine Lust mehr habe. Bin permanent antriebslos, ständig müde, könnte den ganzen Tag schlafen und geneiße das schlafen auch sehr. Raffe mich nur schwer auf, flüchte in eine andere Identität im Internet. Liege eigentlich den ganzen Tag im Bett, schaue Fern und surfe oder chatte. Meine Mutter denkt ich bin einfach zu faul um etwas zu machen. Dazu kommt neuerdings dass ich permanenten Heißhunger auf Süßigkeiten habe, vermutlich aus Langeweile. Ich fange schon bei Kleinigkeiten an zu weinen. In der Schule habe ich für eine Mappe nur eine drei bekommen (normalerweise absolut kein Grund zu weinen), aber plötzlich konnte ich überhaupt nicht mehr aufhören und musste gleichzeitig lachen, weil ich es mir nicht erklären konnte. Ich kann mit niemandem über meine Probleme reden, da sie es nicht verstehen oder kein interesse zeigen. Habe schon öfter von Depressionen gehört, habe Angst dass das bei mir auch der Fall ist, denn traurig bin ich schon seit vielen Jahren, obwohl ich erst 17 bin. Es war schonmal schlimmer aber ich habe das Gefühl ich falle wieder in ein tiefes Loch, habe auch schon einen Suizid Versuch hinter mir der im Krankenhaus endete, war auch schon in Psychologischer behandlung, jedoch brach die Therapeutin die Therapie ab da sie es sich nicht mehr zutraute. Das ist jetzt schon zwei Jahre her aber weg ging es nie ganz. jetzt kommen auch noch die dunkelen Jahreszeiten, weine täglich. Will mich meinen Eltern nicht offenbaren, kann ich mir irgendwie selber helfen? Sind das ernstzunehmende Depressionen oder wie soll ich das einschätzen? Ich bin so verzweifelt…
hi julesmumm,
ich kenne deine emotionen die du hier schreibst sehr gut.
als ich damals merkte das meine depressionen meinen tag immer mehr füllten, hatte ich den weg zum arzt gesucht.
gesproch habe ich über meine depressionen sehr selten, denn wer zeigt schon gern schwäche und macht sich noch verwundbarer als man schon ist.
als ich in meine damalige theraphiegruppe kam, hatte ich festgestellt wie wichtig es ist menschen um sich zu haben und mit ihnen zu reden. es war das erste mal das ich so richtig glücklich war und mir immer ein tolles gefühl gab.
ich habe mir als ziel gesetzt meine ständige scham langsam abzulegen , mir freunde zu suchen und mit ihnen die langweilige zeit zuverbringen die ich sonnst vor dem pc verbracht hätte .ich setzte mir als ziel dass meine bedürfnisse auch an erster stelle stehen bzw müssen, denn ich hatte immer das gefühl allen leuten es recht machen zu müssen so wie sie es gerne hätten. ich musste auch lernen so zu bleiben wie ich bin d.h. mich nicht zu verstellen und aktzeptieren das ich ein sehr sensibler mensch bin.
ich kann dir nur raten noch einmal den weg zum psychlogen zu machen und evtl eine gruppentherapie oder einzeltherapie zu machen.
ich hoffe ich konnte dich aus deiner verzweifelung etwas befreien.
schreib ruhig wen du fragen hast.
lg daniel
Lieber Daniel,
überlege auch zu einem Psychologen zu gehen, aber dazu müsste ich zwangsweise meine Familie einweihen. Du hast allerdings Recht: ich müsste mich selbst mehr überwinden einfach mal rauszugehen, aber das schaffe ich einfach nicht alleine an diesen Tagen wo es mir schlecht geht. Es scheint so auswegslos… Bin dennoch froh das jemand diese Gefühle kennt, danke für deine Antwort, sollte ernsthaft darüber nachdenken meine Eltern doch bald einzuweihen, auch wenn es mir sehr sehr schwer fällt.
Depressionen, Müdigkeit, Lustlosigkeit
Hallo JulesMumm,
Danke für Dein Vertrauen.
Bitte bedenke, ich bin kein Arzt, Psychologe oder Psychotherapeut. Ich bin ein ganz normaler Mensch, dessen Frau Depressionen hat.
So nun zu Deiner Anfrage:
So wie Du mir Deine Symptome, Empfindungen und Erlebnisse schilderst, würde ich sagen (aber mit VORSICHT zu genießen) leidest Du unter einer bipolaren effektiven Störung.
Ich würde Dir dringenst Raten, Dich Deinen Eltern zu Offenbaren.
Je zeitiger Du es sagst, desto besser verstehen Dich Deine Eltern und helfen Dir vielleicht, so würde ich es machen, als Vater von drei Kindern.
Bedenke auch, andere Menschen in der Umgebung reagieren unterschiedlich. Es kann bis zum Rückzug Deiner besten Verwandten und Bekannten gehen. Ich will Dich nicht ängstigen, sondern das sind Erfahrungen von 6 Jahren.
Solltest Du Dich nicht Deinen Eltern offenbaren, was ich persönlich Schade empfände, kannst Du Dich an das, hier ein Link:
http://www.kompetenznetz-depression.de/ oder
http://www.deutsche-depressionshilfe.de/
wenden.
Also, Dir selber helfen ist schwierig bis fast unmöglich. Du musst Dich offenbaren und Dir professionelle Hilfe suchen. Das ist sehr wichtig. Glaube mir.
Mit Selbsthilfe kommst Du wirklich nicht weit. Sei nicht traurig, aber wie schon erwähnt, das sind Erfahrungswerte.
Dass die Therapeutin die Behandlung abgebrochen hat, dazu kann ich nichts sagen, ich bräuchte mehr Hintergrundwissen. Meines Erachtens, brechen die Therapeuten in der Regel nie etwas ab, aber ich vermute, dass es mit der Bezahlerei der Krankenkassen geht.
Die Symptome und Gefühle, sowie die Reaktionen die Du beschreibst, war bei meiner Frau auch so. Ihr konnte keiner helfen bzw. wurde nicht richtig im Anfangsstadium behandelt, daher wendete ich mich an das Kompetenznetz und sie wurde für 8 Wochen in der Klinik aufgenommen. Dort wurden dann die Diagnosen herauskristallisiert und sie wurde auf Medikamente eingestellt.
Nochmals, Du sollst das auch machen. Ist wirklich besser für Dich, sonst kann es schlimmer werden. Denn Depressionen sieht man nicht, es ist keine Krankheit zum anfassen, daher stößt diese Krankheit auch auf Unverständnis in der Umwelt, sprich Verwandte, Bekannte, Behörden usw.
Ich will Dir nicht zu nahe treten, aber Du bist noch jung, und es ist vielleicht noch heilbar.
Zögere Bitte nicht, hole Dir dringend Hilfe. Offenbare Dich Deinen Eltern, das ist sehr wichtig.
Du wirst sehen, nicht gleich Heute oder Morgen, Du wirst Dich dann besser fühlen, der Tag wird nicht mehr so grau sein, und vor allem, Du wirst die wahren Freunde erkennen, die zu Dir stehen.
Aber der Anfang ist schwierig, hast Du bis jetzt durchgehalten, dann schaffst Du auch den Rest.
Was den Suizidversuch angeht, ich weis, Du wolltest das nicht, aber es kam in der dunkelsten Phase Deines Lebens. Versuche nicht daran zu denken, ich weis es ist schwierig, es kreiselt allerhand Gedanken in Deinem Kopf, schau Bitte Bitte nach vorn. Es geht alles weiter im Leben, auch wenn es Schattenseiten gibt.
Sei nicht Traurig, wenn ich Dir nicht direkt helfen konnte, aber ich schildere Dir nur meine Erfahrung und Gedanken. Du kannst mich aber jederzeit kontaktieren, wenn ich Dir helfen kann, helfe ich Dir gern. Auch Deine Eltern, können sich an mich wenden, wenn sie etwas nicht verstehen oder fragen haben. Ich erkläre gern bzw. teile gern meine Erfahrungen mit.
Es ist ja nicht nur die Krankheit Depression die hier vorliegt, es zieht ja noch ein ganzes Leben mit sich. Auch für die unmittelbaren Beteiligten (Eltern, beste Freunde, Verwandte etc.)
So JulesMumm, solltest Du noch irgendwie Fragen haben, keine Scheu, melde Dich wieder
Mit freundlichen Grüßen
J.-U. Pannike
Depressionen, Müdigkeit, Lustlosigkeit
Achso JulesMumm,
ich vergaß Dir einen kleinen Tip zu geben, treibe Sport, egal was. Ich habe die Erfahrung gemacht, das hilft.
Tschau
Hey Jule,
warum willst du denn unbedingt deine familie einweihen?
Gerade an diesen tagen musst du dich aufraffen und dir sagen: „nein , heute bist du stark und genießt den tag ausserhalb des hauses und mit netten menschen um mich“.
glaub mir das wird dir sehr gut tun.
was machst du denn so wenn du zu hause bist?
Hallo Jules Mumm,
nach meiner, sprich auch eigenen Erfahrung leidest Du tatsächlich an einer
Depression oder ähnlichen Erkrankung.
Du solltest darüber aber nicht erschrecken, denn jede Depression ist
heilbar. Es ist eine Erkrankung und man kann
sie behandeln. Mit Medikamenten und Psychotherapie. Mein Rat aus meiner
heutigen Sicht an Dich lautet: Sag Deinen
Eltern wie es Dir geht und bitte sie um Unterstützung. Begib Dich am besten
in eine Klinik für Psychiatrie und lass Dir
dort helfen. Es ist meiner Erfahrung nach die schnellste Möglichkeit der
Hilfe. Habe keine Angst davor. Sie finden am
schnellsten heraus, was Du benötigst um wieder fit zu werden. Wenn Du von
einem Psychiater zum anderen läufst,
vergeudest Du möglicherweise sehr viel Zeit. Habe auch keine Angst vor
Medikamenten. Sie haben
zwar oft Nebenwirkungen aber sie werden Dir helfen. Auch ich nehme seit
Jahren ein Medikament und es geht mir
seitdem sehr gut. Ich habe aber auch eine Psychotherapie gemacht und mein
Leben und mein Denken umgestellt.
Du solltest die Krankheit akzeptieren und mehr über sie erfahren, es gibt
viele Bücher und Ratgeber, die Dich auf-
klären und Dir helfen können. Gib nicht auf, denn Du bist so jung und Dein
Leben liegt noch vor Dir. Wenn Du die
Depression überstanden hast - und das wirst Du, so wie ich- wirst Du stärker
sein als vorher und Du wirst viel mehr
über das Leben wissen als vorher. Diese Krankheit ist wirklich ätzend und
stellt Dich auf eine harte Probe - aber sie
kann für Dein weiteres Leben eine große Hilfe sein. Je eher Du anfängst und
Dich aufraffst, um so eher bist Du wieder
gesund. Also auf geht`s, fang an, denn das Leben ist schön!
Alles Gute
Federico
Hallo Jules Mumm,
nach meiner, sprich auch eigenen Erfahrung leidest Du tatsächlich an einer
Depression oder ähnlichen Erkrankung.
Du solltest darüber aber nicht erschrecken, denn jede Depression ist
heilbar. Es ist eine Erkrankung und man kann
sie behandeln. Mit Medikamenten und Psychotherapie. Mein Rat aus meiner
heutigen Sicht an Dich lautet: Sag Deinen
Eltern wie es Dir geht und bitte sie um Unterstützung. Begib Dich am besten
in eine Klinik für Psychiatrie und lass Dir
dort helfen. Es ist meiner Erfahrung nach die schnellste Möglichkeit der
Hilfe. Habe keine Angst davor. Sie finden am
schnellsten heraus, was Du benötigst um wieder fit zu werden. Wenn Du von
einem Psychiater zum anderen läufst,
vergeudest Du möglicherweise sehr viel Zeit. Habe auch keine Angst vor
Medikamenten. Sie haben
zwar oft Nebenwirkungen aber sie werden Dir helfen. Auch ich nehme seit
Jahren ein Medikament und es geht mir
seitdem sehr gut. Ich habe aber auch eine Psychotherapie gemacht und mein
Leben und mein Denken umgestellt.
Du solltest die Krankheit akzeptieren und mehr über sie erfahren, es gibt
viele Bücher und Ratgeber, die Dich auf-
klären und Dir helfen können. Gib nicht auf, denn Du bist so jung und Dein
Leben liegt noch vor Dir. Wenn Du die
Depression überstanden hast - und das wirst Du, so wie ich- wirst Du stärker
sein als vorher und Du wirst viel mehr
über das Leben wissen als vorher. Diese Krankheit ist wirklich ätzend und
stellt Dich auf eine harte Probe - aber sie
kann für Dein weiteres Leben eine große Hilfe sein. Je eher Du anfängst und
Dich aufraffst, um so eher bist Du wieder
gesund. Also auf geht`s, fang an, denn das Leben ist schön!
Alles Gute
Federico
Liebe/r JulesMumm,
was Du geschrieben hast, hört sich sehr ernst an.
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wo ich anfangen soll. Auf jeden Fall musst Du einen Arzt aufsuchen! Du brauchst unbedingt Hilfe und es gibt gar nichts wovon Du Dich schämen sollst!
Ich kenne es von eigener Erfahrung - die Stimmungsschwankungen, der Heisshunger, die unerklärliche Traurigkeit, das Weinen, die Antriebslosigkeit usw. Viele Leute vestehen diesen Zustand nicht, weil man es einem schlecht ansehen kann. Es ist ja kein gebrochener Arm oder Bein.
Aber als aller erstes sollst Du mit Deiner Mutter reden, ihr erklären wie es Dir genau geht und unbedingt so schnell wie möglich einen Psychiater aufsuchen. Besonders, wenn Du schon einen Suizid Versuch hinter Dir hast! Das ist gar nicht, womit man spaßen soll!
Lass mich wissen, wie es Dir geht!
Erst mal alles Gute!
Hallo Du,
so wie du es beschreibst, kann es durchaus sein, daß du Depressionen hast. Deine Symptomatik spricht schon dafür. Das ist ein ernstzunehmendes Problem und sollte nicht „ausgesessen“ werden. Wenn man darunter leidet, sollte man sich Hilfe suchen. Vielleicht möchtest du nochmal zu einem anderen Psychiater/Psychologen gehen?
Ich wünsche dir alles Gute!
Hallo JulesMumm,
sorry das ich erst ganz 3 Monate später antworte ich war beruflich sehr eingespannt, dafür ersteinmal ganz großes sorry.
Ich möchte ersteinmal zu mir kommen das du auch ein wenig vertrauen bekommst: meine akute Depressionphase ist nun schon 6 Jahre her, habe manchmal aber immer noch damit zu kämpfen. Ich hatte ebenfalls schon einen Suizidversuch hinter mir (meine Eltern wissen bis heute nichts davon, nur meine Therapeutin). Am Ende meiner schulischen Laufbahn bin ich in ein sehr tiefes Loch gefallen (so wie du es auch schreibst) das war im Sommer 2002. Ich konnte mich noch einmal „aufraffen“ doch im Frühjahr 2003 war dann alles vorbei, ich saß ganze 8 Monate nur noch in meinen Zimmer (damals lebte ich noch bei meinen Eltern) starrte an die Wand war völlig appatisch. 2004 dann die Zwangseinweisung in eine Psychatrie. Es war eine Hilfe für mich, doch die Therapeutin war nicht gerade Einfühlsam. 3 Monate war ich stationär, ich galt als Rehabilitiert. Danach fing ich gleich eine Ausbildung an, 3 Monate später wieder ein Rückschlag wieder Suizidgedanken. Diesmal bin ich freiweilig in die Klinik. Seitdem bin ich nun Rehabilitiert ganze 5 Jahre lang. Ich nehme aber immer noch Medikamente gegen meine Krankheit. Das nur zur Kuzfassung zu mir.
Nun zu dir:
Leide schon seit langem an extremen Gefühlsschwankungen. Mal
fühle ich mich himmel hoch jauchzend und mal zu tode betrübt.
- Fachbegriff ist dafür manisch depressiv
Bin permanent antriebslos, ständig müde, könnte den ganzen Tag
schlafen und geneiße das schlafen auch sehr.
Die Symtome deuten für mich als Leihe (bin ja kein Arzt)klar auf Depressionen hin, da ich diese Gefühle auch kenne. Ich möchte deine Gedanken gern fortführen: Kann es sein das du deshalb so gerne schläfst, weil dann alles ruhig ist? Niemand stört dich und du bist keinen „Gefahren“ von der Welt da draußen ausgesetzt? Wo Menschen nur Leistung verlangen, alles angeblich so wunderschhön und schick ist? Wenn das so sein sollte, bitte ich dich dringend zum Arzt zugehen, denn wenn man sich der Gesellschaft entzieht, kommt ganz schnell in die Einsamkeit und das verschlimmert dein Krankheitsbild nur noch.
Das deine Mum denkt du seist einfach nur Faul, kenn ich auch irgendwo her. Bei mir war es mein Dad.
Ich will dich hier aber ein wenig aufbauen: Deine Mom kann sich in dich nicht reinversetzen, ein Mensch der keine Depressionen hat kann das nicht nachvollziehen. Für normale bist du Krank wenn du Grippe hast oder Magen Darm Probleme, weil diese Krankheit ist ja Geifbar. Bei Grippe hast du Fieber und bei Magen Darm sitzte den ganzen Tag auf Toilette. Doch eine Depression ist nicht greifbar, der Mensch sieht sie nicht. Verstehst du was ich mein und deshalb ist es wichtig das du profissionelle Hilfe suchst, das deine Mum dich besser verstehen kann und der Arzt in dem Fall Psychotherapeut dich aus deinen Tief herausholen kann. Deine Mom hat dich unendlich gern doch sie kann deine Krankheit einfach nicht greifen.
Rede mit deiner Mom ganz offen (ich weis ist schwer) und sag ihr du möchtest zu einem Arzt den du denkst du hast ein seelisches Tief.
ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen, du kannst mir gerne wieder schreiben.
Bis dahin
Ronny=====
Die Auskünfte und Ratschläge, die hier erteilt werden, ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt und sind vollkommen unverbindlich. Ratschläge von Fachkundigen (Ärzten und/oder Heilpraktikern, Apothekern usw.) sind von diesem Vorbehalt nicht ausgenommen, da durch die Schriftform eine echte Diagnosestellung, somit auch ein Therapievorschlag, ausgeschlossen ist.
Gleichzeitig warnen wir ausdrücklich vor Selbstmedikation ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder mit dem Apotheker.
Danke für deine Antwort.
Deine Auffassung, was das schlafen angeht, könnte durchaus stimmen. Fühle mich ca 1 mal in der Woche nicht in der Lage in die Schule zu gehen, da ich so übermüdet bin und das obwohl ich genug schlafe. Tweilweise habe ich auch Angst vor der Schule, weil dort einfach so viele Menschen sind, hunderte Blicke treffen einen. Ich werde dann sehr schnell unsicher obwohl ich da eigentlich keinen Grund zu habe. Ich empfinde mich selbst nicht als hässlich, sondern eigentlich als Hübsches Mädchen, trotzdem fällt es mir unglaublich schwer den Blicken standzuhalten. Zb. wenn ich an einer Gruppe vorbei gehe oder die Mensa betrete, würde am liebsten wieder rauslaufen. Mein Selbstwertgefühl scheint mir in solchen Situationen total verloren zu gehen… Habe auch eine sehr tragische Kindheit hinter mir, die ich noch immer nicht richtig verarbeitet habe, so habe ich das Gefühl, die Probleme die in der Gegenwart noch dazu kommen, zu verdrängen.
Wenn ich das lese was du schreibst kommen mir die Tränen. Vielleicht brauche ich auch einfach jemanden mit dem ich Reden kann und dem Ganzen einfach mal Luft machen kann, sodass ich nicht irgendwann wieder wegen einer Kleinigkeit auseinander Platze, aber das reden ist es ja leider, was mir so schwer fällt. Weil ich eben in meinem Umfeld nicht verstanden werde. Sogar meine besten Freunde reagieren nur knapp oder gar nicht darauf und sind nicht sensibel genug zu verstehen, wie nahe mir das geht und das ich wirklich bedarf zum reden hätte bzw. sie verstehen nicht, was ein Schritt das für mich ist, überhaupt von meinen Problemen anzufangen. Mir fällt das so schwer, dass ich auf einmal nicht mehr ich selbst bin, wenn ich davon erzähle. Ich falle in eine komplett andere Tonlage, wirke nervös und verhaspel mich häufig. Dazu kommt, dass ich erst nächstes Jahr 18 werde und nicht weiß wie ich alleine die Kosten für eine Therapeuten tragen soll, bzw. ob das unter 18 im Alleingang überhaupt geht.
Habe mich vor einiger Zeit mit meiner Schwester unterhalten und ihr ansatzweise erzählt wie ich mich fühle. Allerdings nicht alles, da es mir peinlich ist, solch große Schwäche zu zeigen. Ich habe auch Angst als Verlierer dazustehen, der in Selbstmitleid versinkt oder maßlos übertreibt. Habe einfach überhaupt kein Vertrauen, nicht einmal zu dem wichtigsten Menschen in meinem Leben: meiner Schwester. Dabei würde ich es am liebsten herausschreien.
Ich habe ihr gesagt, dass ich traurig bin und gar keine lust mehr habe etwas zu machen, ich ständig müde bin und denke dass es sich um Depressionen handelt, die mich zwischendurch immer wieder aus meinem Alltag reißen. Sie hat geweint und gesagt sie wolle mich da raus holen, indem ich mir ihr in eine Wohnung ziehe…ich weiß dass das nicht passieren wird, weil es einfach unrealistisch ist und ich selbst erst in 3Jahren mein eigenes Geld verdiene und sie uns beide wohl kaum durchbringt. Es wird einfach nicht passieren. Es hat sich also nichts verändert. Bei so einem Sorgentelefon will ich auch nicht anrufen, fühle mich dann so lächerlich =( und der Schritt zum Therapeuten ist auch so riesen groß…