Depressionen oder nicht

Da ich sehr oft total in mich gekehrt bin ,oft stimmungs schwankungen habe und sehr oft angst habe das ich irgendeine Aufgabe nicht bewältigen kann.
Dann ist noch das mein Kopf ständig rattert,also ich kann nicht abschalten.Jetzt nicht Beruflich sondern so alles mögliche ballert mir durch den Kopf z.B.viele Sachen aus meiner
Kindheit,oder wie ich oft nur an mich selbst denke obwohl ich seid 12 Jahren mit meiner Freundin und unserer gemeinsamen Tochter zusammen lebe.
Dann kommt noch dazu das meine Mutter ihr leben lang schon an einer Psychose leidet,wo dann später manische Depressionen festgestellt wurden.
Es ist auch komisch,das mir oft zum heulen ist.Also ich könnte jetzt schon losweinen.
Ich bin es leid,mich in Alkohol an den Wochenenden zu flüchten,nur damit ich ruhe im Kopf habe.
Es kann doch nicht sein,das ich morgens schon immer öfter mit nem Klos im Hals aufsteh und nicht weis warum?

Bin ich ein Fall für einen Psychater?

Meine Frage,ist sowas woran meine Mutter leidet vererblich?

Ok ,mit freundlichem Gruss

Also deine Frage, ob es vererbbar ist kann ich dir nicht sicher beantworten, abe rgehört habe ich es auch schon mal. Was ich mir denke ist, dass die Krankheit deiner Mutter dich beeinflusst hat.
Geh ruhig zu einem Psychater, der kann dann besser entscheiden, was für dich am besten ist. Vorallem solltest du aufpassen, dass es beim Alkohol am Wochenende bleibt. Depressionen sind oft ein Grund für Alkohollismus. Also geh zum Therapeuthen, ob du eine Therapie wirklich brauchst wird er entscheiden. Tu es auch für deine Famillie, die wird darunter auch leiden.
Wünsch dir auf jeden Fall alles Gute.

Hallo Sleeper,

gerade in der letzten Zeit wird ja sehr leidenschaftlich darüber gestritten, welche Dinge vererbbar sind und welche nicht. In Bezug auf Depressionen gibt es einige Stimmen, die für eine Vererbbarkeit von Depressionen sprechen.

In meinem Bekanntenkreis habe ich selbst erlebt, wie Jemand Jahre lang unter Depressionen litt und erst nach Jahren den richtigen Therapeuten gefunden hat. Mittlerweile kommt er nun ohne Medikamente mit seinem Leben wieder klar.

Wichtig!!! Die Ratschläge, die Dir hier gegeben werden, können aus meiner Sicht NIE einen Besuch beim Arzt ersetzen, sondern nur eine Art ERSTE HILFE sein. Depressionen sind eine richtige KRANKHEIT, genauso wie eine Grippe oder Diabetes! Es ist also keine Schande sich wegen dieser Krankheit von einem Arzt beraten und behandeln zu lassen!

Meine persönlichen Tipps für eine erste Hilfe:

  • Leg Dich unter das Solarium. Gerade in dieser Jahreszeit ist Lichmangel (= Vitamin D Mangel) oft ein Grund für eine Verschlechterung von Depressionen.

  • Besuche eine Sauna. Erst heiß saunieren und dann eiskalt duschen hilft den Kopf freizubekommen.

  • Gehe Laufen. Ein Lauftraining von mind. 30 Minuten powert erst einmal aus, verschafft aber Entspannung und erhöht nachweislich den Serotoninspiegel im Blut. Nicht umsonst reden Läufer auch vom „runner’s high“ ( http://de.wikipedia.org/wiki/Runner%E2%80%99s_High ), einer Art Hochgefühl, die bei Ausdauersportarten entsteht.

  • Iss jeden Tag eine Banane. Es wird zwar von vielen behauptet, dass der Serotoningehalt von Bananen zu gering wäre, um bei Depressionen helfen zu können, aber schaden kann es auch nicht.

  • Wenn Du wieder an schimme Sachen denken muss, sage Dir immer wieder ein Wort welche keinen Sinn ergibt. Mein Wort lautet: „I-A-MON“. Bescheuert? Mag sein, hilft aber. Das Prinzip ist einfach: der Mensch (auch Frauen nicht :wink: können nicht an zwei Sachen GLEICHZEITIG denken. Versuche jetzt mal NICHT an einen rosaroten Elefanten zu denken…und hat es geklappt? :wink:

Also, stelle Dir jetzt einfach vor Du tanzt wie ein Indianer um das Lagerfeuer und singst dabei immer wieder monoton…I-A-MON…I-A-MON…I-A-MON

Du wirst feststellen, dass Du irgendwann ganz automatisch nicht mehr an die schimmen Sachen denken kannst. Das Prinzip eignet sich auch fürs Einschlafen, wenn einem ganz viele Sachen durch den Kopf gehen.

  • Laß Zigaretten (Nikotin), Kaffee (Koffein) und Alkohol aus dem Kopf! Besonders Alkohol ist bekannt dafür, dass er (auch in kleinen Mengen) den Stoffwechel im Kopf durcheinander bringt und so den „Funkverkehr“ der Synapsen im Gehirn stört. Anders gesagt: Alkohol (wie auch allen anderen Drogen) hilft zwar kurzfristig zu betäuben und zu vergessen, aber langfristig macht er Dich nicht nur körperlich kaputt, sondern auch Deinen Kopf! Die Depressionen werden durch Alkoholkonsum immer schlimmer!!!

  • Versuche Dich nicht selbst mit rezeptfreien Medikamenten wie Johanniskraut ect. zu therapieren. Die helfen meist nicht, sondern verschlimmern die Symptome oft nur noch.

  • Schaue Dir keinen „bösen“ Filme an. Ein Zitat aus irgendeinem Buch welches ich mal gelesen habe lautet: „Wer nur Schrottplätze und Mülldeponien filmt, der braucht sich nicht zu wundern, wenn in seinem persönlichen Kopfkino nur schlechte Filme ablaufen“. Es leigt zwar in der Natur des Menschen, dass ers sich gerne Action- und Horrorfilme anschaut, aber solche Filme sind nichts für Menschen, die eh schon schlecht drauf sind. Schau Dir stattdessen lustige Filme an über die Du schon häufig lachen musstest. Gleiches gilt für Musik: hör öfters mal Deine Lieblingsmusik bei der Du mit den Füßen mitwippen musst.

  • Versuche Dich möglichst mit wenig Leuten zu treffen, bzw. zu umgeben, die auch „düstere Gedanken“ haben. Wenn es Menschen in Deinem Umfeld gibt, die „gut drauf“ sind versuche möglichst viel Zeit mit diesen Menschen zu verbringen.

  • Sofern Du wenig soziale Kontakte hast, versuche Mitglied in einem Verein zu werden. Ein Sportverein würde sich da z.B. anbieten. So blöd es klingt, aber gute Freunde zu haben und in eine Gruppe integriert zu sein ist der beste Schutz gegen „dunkle Gedanken“.

So, dass waren einige meiner persönlichen Tipps. Ich würde mich freuen, wenn das ein oder andere dabei gewesen ist, wass Dir vielleicht hilft und wünsche Dir alles Gute für die Zukunft!

Oliver

Hallo sleeper77,

Sie sollten Sich in jedem Fall an einen Arzt Ihres Vertrauens wenden. Er kann dann eine Diagnose stellen und wird Sie gegebenfalls an einen Therapeuten weiterüberweisen.
Über`s Internet lässt sich leider keine gesicherte Diagnose stellen, wenngleich Sie nach meiner vorsichtigen Einschätzung durchaus Symptome aufweisen, die einer Depression entsprechen.

Ich wünsche Ihnen alles Gute

Birgit

Ok ich werde dann mal versuchen mich an das zu halten.
Ich danke Dir olli
gruss

Hallo, leider kann ich dazu keine Antwort geben.
freundlichen Gruss

Hallo SLeeper77,
Tschuldigung das ich mich erst so spät melde,mir geht es zur Zeit auch nicht so gut. Aber nun zu Deiner Frage,soweit ich weiß ist die Depression gentechnisch vererbbar.Meine Schwester leidet auch darunter und bei meiner Mutter bin ich mir nicht sicher(sie ist leider auch schon seid 9 Jahren tot),
Mein Rat an dich: Der Hausarzt(wenn du einen guten hast) ist eigendlich dein erster Ansprechpartner.Sag ihm einfach was du mir hier geschrieben hast und dann wird er dich an einen Phsychotherapeuten weiterüberweisen(keine Angst,sind auch nur Menschen).Du kannst aber vorab einen Test im Internet machen da gibt es ganz viele Seiten über Depression wo du so ca. 20 Fragen nach deinem Befinden und so beantworten musst und wo am Ende dir klar wird ob oder ob du nicht eventuell an einer Depression leidest.
Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
Schönen Sonntag wünscht Dir
Biggy1901

Hallo Sleeper,
tut mir leid, daß ich erst jetzt reagiere.

Da ich sehr oft total in mich gekehrt bin ,oft stimmungs
schwankungen habe und sehr oft angst habe das ich irgendeine
Aufgabe nicht bewältigen kann.
Dann ist noch das mein Kopf ständig rattert,also ich kann
nicht abschalten.Jetzt nicht Beruflich sondern so alles
mögliche ballert mir durch den Kopf z.B.viele Sachen aus
meiner
Kindheit, oder wie ich oft nur an mich selbst denke obwohl ich
seid 12 Jahren mit meiner Freundin und unserer gemeinsamen
Tochter zusammen lebe.

Du schreibst „wie ich oft nur an mich selbst denke obwohl ich seid 12 Jahren mit meiner Freundin und unserer gemeinsamen Tochter zusammen lebe“.
Das sehe ich nicht, denn dann würdest du das Thema nicht ansprechen und dir darüber Gedanken machst, sondern lediglich sagen „ich lebe mit Freundin + Tochter zusammen“. Genau das tust du nicht!

Dann kommt noch dazu das meine Mutter ihr leben lang schon an
einer Psychose leidet,wo dann später manische Depressionen
festgestellt wurden.

Manisch-depressiv ist nur dann „lustig, wenn es der oder die Blöde“ ist, den man aus der Ferne erlebt.(Für Außenstehende sind Menschen mit psychischen Erkrankungen meist dumm, ´n paar besonders Blöde waren der olle Goethe, Marie Curie und der alte Schopenhauer) Diesen Horror täglich erlebt zu haben, Beruf und Familie trotzdem zu haben, ist eine große Leistung.

Es ist auch komisch,das mir oft zum heulen ist.Also ich könnte
jetzt schon losweinen.
Ich bin es leid,mich in Alkohol an den Wochenenden zu
flüchten,nur damit ich ruhe im Kopf habe.
Es kann doch nicht sein,das ich morgens schon immer öfter mit
nem Klos im Hals aufsteh und nicht weis warum?

Gratuliere dir, das wenn auch spät für dich!!! in Worte fassen zu können und für dich als wichtig zu sehen.
Nun wird’s aber Zeit!
Runter vom Sofa, ab zum Arzt, Überweisung an den Psychiater und mit ihm überlegen, in welcher Weise Therapie stattfinden soll. Wenn Du für dich die Gefahr siehst, du könntest die Kraft für Familie und Beruf gänzlich verlieren, gibt es evtl. die Möglichkeit stationär etwas zu tun. Vorteil, du wärst weg von Zuhause, was aber auch nachteilig sein könnte.
Ein wichtiger Punkt könnte sein, in der Klinik vindet wesentlich mehr Therapie in kurzer Zeit statt, die neuen Erfahrungen mit anderen Patienten können hilfreich sein.

Bin ich ein Fall für einen Psychater?

Meine Frage,ist sowas woran meine Mutter leidet vererblich?

Zu dem Thema bitte den Arzt fragen.

Ok ,mit freundlichem Gruss

Dir viel Erfolg, falls noch Fragen bestehen, bitte nochmal melden.
lg
Burkhard

Mit Psychosen kenn mich nicht aus,könnte nicht sagen,ob die vererblich sind oder nicht,aber so,wie du dein Leiden beschreibst,könnte es eher als Versagensängste bezeichnet werden,als Depressionen,obwohl,diese Ängste nicht terapiert zu Depressionen führen könnten.

Der Fakt,das man dabei nen Psychiater,ein Psychoterapeuten aufsucht sollte,mein Ansicht nach,keine Schande sein,denn der eigene Gesundheit geht den blinden Urteilen und Wegsehen der Gesellschaft vor,besonders wenn da gemeinsame Kinder da sind.Der Mensch sollte wenigstens um die Kinder willen mehr auf sich selber schauen,damit wir sie aufwachsen sehen und sie in ihre Kindheit und Erwachgsenwerden richtig begleiten können.

Lieber sleeper,
was Du schilderst, hört sich ziemlich nach einer Depression an. Du solltest auf jeden Fall einen Fachmann/-frau aufsuchen und dem sehr offen Deine Gefühle, Dein Befinden schildern. Daß Deine Mutter unter einer Psychose leidet, könnte dazu geführt haben, dass Du darunter „mitleidest“. Mach einen Termin bei einem Psychotherapeuten oder Pychiater und bitte um ein Erstgespräch.
Ich wünsche Dir Glück, dass Du jemanden findest, der Dir helfen kann.
Alles Liebe
Susann

Hallo sleeper77!

Ich würde dir raten, dass du wirklich mal versucht mit einer Therapie deine Probleme aufzuarbeiten.
Du brauchst da auch nicht gleich zum Psychiater und in eine geschlossene Anstalt mit etlichen Medikamenten. *stups*
Aber vielleicht findet sich ja ein netter Psychologe/Psychotherapeut mit dem du eine Gesprächs- oder Verhaltenstherapie machen kannst.

Was die Vererbung psychischer Krankheiten betrifft kommt es lieder wirklich vor, dass diese weiter vererbt werden können.

Viele Grüße und viel Kraft und Mut wünsch ich dir auf deinem weiteren Lebensweg!
~§~